Marsch für das Leben 2019

Über 8000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben 2019 in Berlin am 21. September

„Ein Zeichen zu setzen, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat.“ Mit diesem Satz von Fabiola Kaminski, der Vorsitzenden der Jugend für das Leben, wird auf den Punkt gebracht, warum wir uns Jahr für Jahr auf den Weg zum Marsch für das Leben nach Zürich und Berlin begeben.

Auch in diesem Jahr haben wir uns, der Arbeitskreis für das Leben der JUGEND 2000 Augsburg, mit 50 jungen und junggebliebenen Menschen mit einer Nachtfahrt von Freitag auf Samstag auf den Weg in die Landeshauptstadt Berlin gemacht.

Unsere Gruppe hatte am Samstagvormittag die Gelegenheit nach einer musikalisch gestalteten Hl. Messe  mit Dekan Thomas Renftle, Dekanat Lindau in einem engagierten Statement von der Beraterin Maria Grundberger sich darüber zu überzeugen, dass viele Frauen, würden sie von Ihrem Partner unterstützt mit einem Satz: „Wir schaffen das gemeinsam“ sich für das Kind entscheiden würden.

Sehr gut eingestimmt haben wir Samstagnachmittag am Marsch für das Leben teilgenommen. Bei der Kundgebung am Brandenburger Tor vor dem Reichstag wurden folgende Forderungen ausgesprochen: Stoppt Abtreibungen, stärkt schwangere Frauen und Familien, haltet am Embryonenschutzgesetz fest und investiert Steuergelder in Forschungen, die dem Leben dienen.

Als Vertreter der katholischen Kirche waren die Bischöfe Stefan Oster, Passau; Rudolf Vorderholzer, Regensburg und Wolfang Ipolt; Görlitz sowie die Weihbischöfe Florian Wörner, Augsburg und Matthias Heinrich, Berlin dabei. Von der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche kam Bischof Hans-Jörg Voigt.

Bischof Oster kritisierte in seiner Rede, dass es jährlich mehr als 100 000 Abtreibungen in Deutschland gebe. Hochgerechnet wären das 10 Schulklassen, die täglich ausradiert würden. „Die tödlichste bedrohte Gruppe von Menschen in unserer Gesellschaft ist heute das ungeborene Kind mit Behinderungen“ betonte er und verwies darauf, dass rund 90 Prozent der Kinder mit Down-Syndrom in Deutschland abgetrieben werden.

Im weiteren Verlauf machten sich die Teilnehmer auf den Weg durch die Landeshauptstadt. Der Marsch wurde jedoch von Abtreibungsbefürwortern mehrfach gestoppt und konnte nicht auf der ursprünglich geplanten Route verlaufen. Durch den Polizeischutz und die gute Stimmung, die von Stille, Gebet und fröhlichem Singen getragen wurde, war der Marsch ein absolut positives Zeichen für das Leben.

Weihbischof Wörner, der die Predigt im Anschluss an den Marsch beim ökumenischen Gottesdienst hielt, betonte eindringlich die Notwendigkeit, den Lebensschutz in allen Bereichen zu stärken und Frauen dabei zu unterstützen, Ja zu Ihrem Kind zu sagen.

Der weitere Abend war gefüllt durch den Besuch des Berliner Funkturmes, der Gedächtniskirche am Kurfürstendamm, gemütlichem Einkehren und am Sonntag der Hl. Messe in der Kirche St. Matthias und einer Schifffahrt auf der Spree durch das neue und alte Berlin.

Der nächste Marsch für das Leben 2020 findet statt am Samstag, den 19. September 2020. Um Dir die Teilnahme zu ermöglichen organisieren wir wieder eine Fahrt auf Spendenbasis. Wir sind alle eingeladen, beim 16. Marsch ein fröhliches Zeugnis für das Leben zu geben.

                                                                           Margit Gropper, AK Leben, JUGEND 2000