Vom 24.-26. Oktober 2025 war es endlich soweit: Die bereits dritte Staffel von „Follow Me“ startete in der Diözese Regensburg im Kloster Mallersdorf. Die Staffel zieht sich über 14 Monate, in denen die Teilnehmer an 8 Wochenenden in die jüngerschaftlichen Themen eintauchen.

Was fehlt ist Jüngerschaft

Laut Barbara, einer der Leiterinnen, ist es „ gelebte Jüngerschaft“, die heutzutage vielfach fehlt.

„Jünger sein“, so sagt sie,

„ist nicht nur etwas für die Kirchenbank am Sonntagvormittag, „nicht etwas, was sich nur im Hörsaal oder Büchern abspielt“.

Nein, es ist wichtig für ein

„rundum gelungenes Leben“, „es hat etwas von Lehrling sein bei seinem Meister“, „hat alles mit echten, normalen, biblisch verstandenen Christsein und nichts mit dem Kompromiss behafteten ‚normalen‘ Verständnis unserer westlichen Hemisphäre zu tun.“

Wenn man sie darüber fragt, was Jüngerschaft eigentlich ist, kommt sie ins Schwärmen, ihre Augen leuchten.

Jünger machen Jünger

Vor einigen Jahren hat sie (mit ihrem Mann und vielen Freiwilligen) das in Österreich vom Bruce Clewett entwickelte Jüngerschaftsprogramm „Follow Me“ nach Regensburg geholt.

Frei nach dem Motto „Jünger machen Jünger“ geht es nicht darum, dass man das „Jünger ausbilden“ den Profis überlässt. Nein, wir alle haben diesen Auftrag (vgl. Mt. 28,19), und so wie Jesus nicht perfekte Leiter eingesetzt und ihnen vertraut hat, setzt auch Follow Me bewusst auf die freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Ausbildung von Jüngern:

Barbara erläutert: „Deshalb sehen wir unsere Jüngerschaftsschule immer in zwei Ebenen: zum einen die Teilnehmer und zum einen das Team. Das Team lernt in dieser Zeit im Sinne Jesu, bzw. im Sinne der Jüngerschaft, zu lehren, Kleingruppen zu leiten, im Gebet voranzugehen, Gemeinschaft und Kultur zu bauen, zu dienen und vieles mehr.“

Das erste Wochenende

Beim ersten Wochenende, das unter dem Motto „Andreas“ stand (jedes der 8 Wochenenden steht unter solch einem Motto des Namens eines Jüngers) ging es um Gottesbilder, Christsein und die Entscheidung, Jesus nachfolgen zu wollen.

Das geschieht in einem bunten und sehr bewährten Mix aus Input, Gebet, Kleingruppen und praktischen Übungen (sogenannten Challenges): Ganz konkret sollten sie sich neu für Jesus entscheiden, falsche Gottesbilder enttarnen, das Gehörte, z.B. verschiedene Gebetsformen, einüben.

An dieser Staffel nehmen stolze 52 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teil, insgesamt 84 Teilnehmer. Der Grund, warum die Werbung für die dritte Staffel -obwohl sie größtenteils nur über Mundpropaganda lief – so hervorragend geklappt hat, liegt wohl darin, weil sich herumgesprochen hat, wie innovativ, effektiv und spannend diese Art der Schulung ist.

Jünger werden

In insgesamt noch weiteren sieben Wochenenden bis November 2026 werden die Teilnehmer einen tiefen Prozess durchlaufen, der sie am Ende befähigt, das Handwerkszeug, die Motivation und die Freude daran zu haben, was es wirklich heißt, Jesus nachzufolgen.

Am Ende des Weges geht aber nicht darum, ein paar Meter über der Erdoberfläche zu schweben und den Kontakt zur Realität zu verlieren, sondern die Nachfolge so zu leben, dass man in Kirche und Gesellschaft Verantwortung übernehmen kann.

Es ist ein Kurs nicht nur zur „Glaubensvertiefung“, „sondern auch zur Persönlichkeitsentwicklung“, erläutert Barbara.

Nach dem Kurs ist vor dem Kurs

Tatsächlich zeigen die vielen beeindruckenden Zeugnisse ehemaliger Teilnehmer, dass der Kurse sehr viele – darunter auch „erfahrene“ Christen – nicht nur im Glauben, sondern auch menschlich wirklich weitergebracht hat.

Laut Barbara sind alle nach dem Kurs weiterhin herausgefordert, das Jünger sein nun auch im Alltag zu leben. Aber oft hat es sich bei den Teilnehmern gezeigt: „dass es für den einen oder anderen danach erst richtig losgeht.“