DIGITAL DETOX
Rund 50 junge Frauen und Männer haben sich in dieser Fastenzeit 2026 entschlossen, nicht auf Schokolade, sondern auf die Digitale Welt zu fasten. Bei dem Online-Programm der JUGEND 2000 durchlaufen sie dabei ein Programm, dass mehr ist als nur Digital Detox: Es geht nicht nur um das Fasten auf digitale Medien. Die Teilnehmer werden in vier Treffen konkret angeleitet, sich Tools anzueignen, die ihnen zu einem gesünderen Umgang mit den digitalen Medien helfen, und sie generell in ihrem Leben befähigen soll, in ihrer Beziehung zu Gott zu wachsen und ihr vielfach durch die digitale Welt blockiertes Potenzial zu entfalten.
Aber zuerst einmal: Wieso Digital Detox?
Zuerst einmal ein paar Reflexionsfragen? Wenn wir mal irgendwo 30 Sekunden Zeit hast, was machen wir? Wenn wir uns einmal eine Stunde am Stück konzentrieren müssen, was ist die eine Sache, die uns am meisten ablenkt? Was ist das Erste, was wir am Morgen in die Hand nehmen und das Letzte, was wir abends aus der Hand legen?
Wenn uns das Wort „Handy“ in unserem Kopf aufploppt, dann sind wir in guter Gesellschaft. Die Postbank Digitalstudie 2025 hat herausgefunden, dass der durchschnittliche Deutsche drei volle Tage seiner Woche online ist. Es gibt Schätzungen, dass wir täglich hundertmal auf das Handy schauen.
Gleichzeitig zeigen uns mittlerweile unzählige Studien, wie schädlich so ein exzessiver Gebrauch der digitalen Welt ist. Die Nebenwirkungen gehen von Schlafmangel, Konzentrationsschwäche bis hin zu schweren psychischen Erkrankungen wie Depression, Angststörungen, sozialen Phobien.
Andersherum zeigen Studien, erstaunliche Ergebnisse, was passiert, wenn man seinen Digitalkonsum einschränkt. Circa 200 Teilnehmer verzichteten über 2 Wochen freiwillige auf eine Internetverbindung am Smartphone:
- Die Konzentrationsfähigkeit stieg mehr, als eine 10-jährige Verjüngungskur bewirkt hätte.
- Der Effekt auf das Wohlbefinden war stärker als der Effekt von Antidepressiva.
- Das allgemeine Wohlbefinden stieg signifikant an und Depressive Verstimmungen und Phobien gingen herunter.
Der Gott-Ersatz
Aber nicht nur das: Tatsächlich wird die digitale Welt vielfach immer mehr zu einer Art Gott-Ersatz. Sie ist 24/7 verfügbar und erfüllt scheinbar auf Knopfdruck die meisten unserer Bedürfnisse: So wird sie oftmals zum billigen transzendental-Ersatz für DEN, der uns erst wirklich Lebenssinn und Lebensfülle schenken kann, und der allein die tiefsten Fragen und Sehnsüchte erfüllen und beantworten kann: Gott.
Das zeigt sich vielfach – nicht in der bewussten Entscheidung – aber doch in der gelebten Praxis:
- Wir wollen dazugehören, geben Likes und sind 24/7 in den sozialen Medien verfügbar – und verlieren DEN aus dem Blick, der bezaubert ist, wenn wir ihn anblicken, ohne Schminke und nicht nur bei den High- , sondern vor allen Dingen bei den Lowlights.
- Wir halten keine Sekunde Stille aus, so dass wir unseren schwarzen Kasten bis hin mit zum Klo mitnehmen – und verlieren dabei oft DEN aus dem Blick, der immer bei uns ist und unser Herz mit seiner Gegenwart erfüllen will.
- Wir suchen Rat bei digitalen Influencern, schlagen alle Fragen des Lebens, sogar psychologische bei ChatGpt nach – und nehmen uns so wenig Zeit für DEN, der uns nicht nur Ratschläge gibt, sondern sogar ewiges Leben schenken will.
Beziehung zu Gott stärken
Deshalb geht es für die Teilnehmer in der Fastenzeit darum, die Beziehung zu Gott zu stärken. Heute scheint – nicht unbedingt für die Teilnehmer – aber doch für die junge Generation im Ganzen nichts dringlicher und wichtiger, als den Altar des Handys zu entthronen.
Die Teilnehmer machen ernst damit. Sie haben einen detaillierten „Diätsplan“-Digitale Welt erstellt: Ihr „Diätsplan“ beinhaltet neben dem Verzicht auch viele praktische Werkzeuge, die ihnen helfen sollen, auch langfristig gute Gewohnheiten für ihren Alltag mit der digitalen Welt zu etablieren.
Potenzial entfalten
Aber das ist nicht der einzige Vorteil des DIGITAL DETOX: Soziale Medien stören nicht nur die Beziehung zu Gott, sie sind der Killer Nr. 1, wenn es darum geht, sein Lebenspotenzial zu entfalten: Es gibt Schätzungen, die zeigen, dass ein durchschnittlicher 18-jähriger, wenn er 80 ist, circa 90% seiner freien Zeit auf einen Bildschirm gestarrt haben wird. Die digitale Welt fängt an, immer mehr zu DEM Potenzials-Blocker der jungen Generation zu werden.
Genau deshalb ist ein weiterer Baustein von „DIGITAL DETOX“, eine Lebensvision zu entwickeln. Die Teilnehmer sind mit Hilfestellungen herausgefordert, eine konkrete Vision und einen Action-Plan zu entwickeln: Dieses Leben mit Fokus soll ihnen helfen, dem digitalen Sog etwas entgegen setzen zu können.
Und immer wieder Gott
Oft aber sind es die tiefen Sehnsüchte und Löcher, die wir mit den digitalen Medien zu stopfen suchen. Vielleicht ist das auch der eigentliche Grund, wieso uns der Sog der digitalen Welt so gefangen nimmt: Weil wir verlernt haben, in Geduld und Stille auf Gott zu warten. Deshalb drehen sich weitere Treffen darum, konstruktive Wege zu finden und praktische Tipps zu erhalten, diese Sehnsüchte zuerst von Gott füllen zu lassen.
Innovativ und Zukunftsweisend
Insgesamt sollen die Teilnehmer durch DIGITAL DETOX lernen, durch den innerlich und äußerlich freigewordenen Raum, der durch einen gesünderen Umgang mit der digitalen Welt frei wird, ihr Leben fester auf das Fundament mit Gott zu stellen, und daraus heraus ihr Potenzial zu entfalten.
Die Teilnehmer haben sicherlich nicht die schlechteste Wahl für die Fastenzeit 2026 getroffen, nicht auf Schokolade, sondern auf die digitale Welt zu verzichten!
