„Finde den Schatz“
Vom 18. bis 20. September haben die JUGEND 2000 Bewegungen der Diözesen Augsburg und Rottenburg-Stuttgart gemeinsam ein Prayer Retreat in Kirchdorf an der Iller veranstaltet.
„Die jungen Erwachsenen wollen es wissen“ hieß es bereits bei den Überlegungen zum Motto. Sie wollen wissen, was sich hinter dem „Katholischen“ verbirgt. Sie wollen es verstehen. Ganz getreu zu diesem Motto sollten am Wochenende des Prayer Retreats die verborgenen katholischen Schätze gehoben werden – mit einem Ziel: Das Herz Gottes besser zu verstehen, um sich noch mehr auf die lebensprägende Beziehung mit ihm einzulassen.
Mit dabei waren Weihbischof Florian Wörner, der direkt zu Beginn zu seinen persönlichen Catholic Hidden Treasures interviewt wurde. Zur Frage, was wohl Jesu größter Schatz in seinem irdischen Leben gewesen sein könnte, antwortete der Weihbischof: „Ich denke, wenn eine Seele sich zu ihm hin bekehrt – das muss sein größtes Glück gewesen sein.“
Der extra aus Eichstätt angereiste Pfr. Martin Seefried, der gleichzeitig geistlicher Begleiter der JUGEND 2000 auf Bundesebene ist, sprach über „das Beste am Katholischsein“. Kaplan Wagner aus Illertissen erläuterte den „Schatz der Schätze“, der letztlich Gott selbst ist.
Diese Schatzsuche nach ihm ist laut Weihbischof Wörner in unsere DNA eingeschrieben. „Wir sind auf Gott ausgerichtet. Zu sagen, es fehlt nichts, wenn ich nicht glaube, halte ich für falsch. Es fehlt richtig viel, wenn Leute Gott nicht gefunden haben. Gott fehlt uns. Auch ich bin jeden Tag auf der Suche nach Gott. Wir müssen die Schritte zu ihm tun und er schenkt uns dabei seine Gnade.“
Wie Schritte auf Gott, Schritte mit Gott und – genauer gesagt – Nachfolge aussehen können, erläuterte Jugendpfarrer Roland Kiechle am Samstagabend bevor das Programm in eine intensive Gebetszeit des eucharistischen Gebetsdienstes mündete. „Ist es leichter Ronaldo zu followern oder jemand, jemandem, der gefoltert am Kreuz hängt?“ Nachfolge bedeute nicht immer, komplett zu wissen, wo es lang geht, sondern demjenigen nachzufolgen, der vorausgeht – ihm zu vertrauen, wie Entenkinder ihrer Entenmama.
Auf diesen katholischen Lifestyle und darauf, wie er aussieht, ging Kevin Fischer zum Abschluss am Sonntag ein. „Wir wollen nicht katholisch wirken oder spielen – wir wollen katholisch leben.“ Die wichtigste Frage dabei ist für ihn: „Wo ist Jesus?“. Wo Jesus ist, will ich auch sein, weil er mir wichtig ist. „Deswegen gehe ich zur Messe.“ Mit Jesus sein, von Jesus lernen. Jesus nachfolgen – die Frage, um die sich mein katholischer Lifestyle drehen sollte, heißt dabei „Wo ist Jesus.“ Wo dieser Schatz ist, da soll auch das Herz folgen.
170 Teilnehmer folgten der Einladung zu einem Wochenende der katholischen Schätze. In Small Groups, Workshops und Zeiten zum Relaxen bei Eiscafé oder Saftcocktails konnten die Teilnehmer noch tiefer eintauchen, sich austauschen und neue Leute kennenlernen. Der Schatz der Schätze thronte in der Monstranz auf dem „Brennenden Dornbusch“ und berührte die Herzen, wie viele Zeugnisse der Teilnehmer zum Abschluss bekundeten. Der Einsatz der zahlreichen Helfer und auch die bedeutende Unterstützung der Kirchengemeinde vor Ort hat sich zur Freude aller wieder einmal sehr gelohnt.
In seiner Anfangspredigt gab Weihbischof Wörner schon das passende Fazit für das Prayer Retreat: „Wer auf Schatzsuche ist, ist hier genau richtig – hier werden wir fündig. Jesus ist hier einzigartig gegenwärtig, in Gemeinschaft, Wort und Eucharistie. Er ist das Brot des Lebens, das unseren inneren Hunger stillt. Er ruft uns zu: ‚Suche mich, und du wirst entdecken, dass ein Suchen an ein Ziel kommt.‘“

























































