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Bible Imput Challange

Hier geht’s zum Leseplan. Er wird monatlich mit einem ermutigenden Brief veröffentlicht.
BIC April 2019   BIC März 2019   BIC Februar 2019   BIC Januar 2019

Außerdem gibt es hier jeden Monat ein Lehr-Video.
April: https://youtu.be/XNzxwLDb5T0   März: https://youtu.be/JNyuZKOncYY   Februar: https://youtu.be/cqPcp0gFAGU

Und hier gibt es exklusiv täglich einen Kommentar zu den Bibelstellen aus dem Leseplan. Euer Pfr. Martin Seefried

23. April
Manchmal befinden wir uns in einer Sackgasse und finden keinen Ausweg. Der Herr, der mit seinem „heiligen Arm“ (Ps 98: 1) den „Sieg“ erringt, will uns von einer solchen Stagnation befreien. Bei seiner Erlösung geht es darum, die Geschichte, unsere Geschichte, fortzusetzen, anstatt sie zu Ende zu bringen. Ruths Geschichte hätte mit ohne Ehemann, ohne Kinder und ohne Zukunft enden können, stattdessen findet sie in Boaz einen treuen Angehörigen, der ihre materiellen Bedürfnisse erfüllt und sie auch heiratet. Der verlorene Sohn befindet sich in der Sackgasse seines Lebens. Auch seine Geschichte hätte verzweifelt enden können, aber er „kam zu sich selbst“ (Lk 15,17) und kehrte in bescheidener Reue zu seinem Vater zurück. Die Sünde ist eine Sackgasse, ein Ort, an dem wir uns nicht retten können, ein einsames Gebiet von Gott entfernt. Wenn wir uns an den Herrn wenden und umkehren, ist er seinen Versprechen treu und rennt zu uns wie der Vater des Verschwenders, der „ihn umarmte und ihn küsste“ (Vers 20). Er begrüßt uns zurück, vergibt unsere Sünden und freut sich über uns.

Wenn du in eine Sackgasse gerätst, wendest du dich an den Herrn?

22. April
Zum heutigen Evangelium Lk 14,16 vom Gastmahl und den Gästen gab der junge Student Joseph Ratzinger eine sehr gute Auslegung in den letzten Zeilen eines Aufsatzes.
Hier geht es zu dem Artikel von Ratzinger Er spricht davon, dass die vielen Menschen, die vielleicht sogar Heiden sind durch Christus gerettet werde können, und er sich dabei der wenigen treuen Christen bedient. Welche Ehre dass wir der Hebelpunkt sein dürfen mit dem unser Herr die Welt heben und retten will.

21.April
Das Buch der Richter endet mit einer Spirale der Gewalt, in der die Lösung auf Gewalt nur immer wieder neue Verbrechen zu sein scheinen. Die Aussageabsicht des Buches der Richter wird im letzten Satz klar: Es braucht einen König, der für Ordnung sorgt. (Ri 21,25) Aber auch diese Aussage ist nicht richtig. In Wahrheit hält nicht die starke Faust eines Königs, sondern die sanfte Hand Gottes alles zusammen. (Vgl. Psalm 96,10: Der Herr regiert) Seine königliche Autorität bringt Gerechtigkeit und Wahrheit in die Welt. Jesus lade uns ein an seiner Art zu herrschen teilzunehmen, indem wir die Armen zu unseren Festen einladen, die uns nichts zurückgeben können. Das ist wirklich das genaue Gegenteil zum Chaos der Richterzeit. Diese Armen Personen werden nicht in der Lage sein uns etwas zu erstatten, das wird der Herr bei der Auferstehung an ihrer Stelle für uns tun.

Nutze die nächste Gelegenheit für einen Menschen etwas zu tun, wo du keine Gegenleistung erhältst. (Und freu dich auf deine Auferstehung 😉

20. April
O wie schrecklich. In Richter 19,25 ff. wird die folge der Sünde gräßlich sichtbar. Niemand in dieser Geschichte handelt richtig auch nicht der Levit, der seine Frau der Vergewaltigung preis gibt! Micha hatte seinen eigenen kleinen Götze geschaffen, (Ri 17) daraus ist eine Stammes-Rivalität entstanden, aus den nur scheinbar harmlosen Anfängen entstand eine Kette von Schuld, die niemand beendet. Das Kapitel 13 im Lukasevangelium endet damit, dass Jesus genau diese Situation ausspricht, aber es klingt auch eine Hoffnung an: „… bis die Zeit kommt, in der ihr ruft: Gepriesen sie er, der kommt in Namen des Herr! (Lk13,35)“ Sein Tod seine Auferstehung und seine Wiederkunft bringt die Erlösung. Er ist das Senfkorn, das in die Erde gesät wird, und das reiche Frucht bringen wird. Bis dahin müssen wir uns Bemühen durch die enge Tür der Rettung zu gehen. Jesus ist die Tür (Joh 10,7) Er ist unsere Rettung.

Wofür wendest du Mühe auf?

19. April
Wenn im Buch der Richter immer wieder steht, dass Alle taten was richtig ist in den Augen Gottes, (Ri 17,6) dann stimmt das sicher nicht und lässt eher auf Moralischen Relativismus schließen, wie wir bei Simson gesehen haben, der seine Gaben einsetzt um zu töten und zu zerstören. Jesus gibt die Lösung für solchen Moralischen Relativismus: „Wenn ihr nicht umkehrt“ (Lk13,5) Wenn wir umkehren dann akzeptieren wir Gottes Standard. Innerer Friede kommt, wenn wir Jesus als Herrn anerkennen und sein Recht in unserem Leben zu regieren. Wenn die Sorgen des Herzen sich auch mehren, dein Tröstungen erfreuen mein Herz (Ps 94,19). Das Gewicht der Sünde bindet unsere Seele, aber Umkehr und Vergebung macht sie frei.

Wenn du ein Schlechtes Gewissen hast, löse es nicht durch Moralischen Relativismus, sondern indem du Umkehrst und um Vergebung bittest. (Das kann manchmal sehr konkret sein)

18. April
Jedes Privileg bringt auch Verantwortung mit sich! Der Herr schenkt Simson eine starke Salbung, aber trotz seines Nasiräats-Gelübdes von Kindesbeinen an (vgl. Num 6,1-12), zeigt Simson ein gänzlich undiszipliniertes Leben. Man ahnt schon, dass das schief geht, als er sich in eine Frau aus dem feindlichen Lager verliebt. Er verzehrt unreine Nahrung als er Honig aus dem Kadaver eines Löwen zu sich nimmt. Und schließlich missbraucht er seine Kraft um zu morden. (Das Alte Testament spricht immer sehr positiv von den Vorfahren, wegen dem 4. Gebot, vieles was wir da lesen ist eigentlich starke Kritik ohne starke Worte) Er missbraucht seine Privieliegien ebenso, wie der Knecht im Gleichnis Jesu (Lk 12,42-48). Jesus fasst die Lektion kraftvoll zusammen: Wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen. Wenn wir die Gaben die wir erhalten haben nur für unserer eigenes Wohl und nicht für das der Anderen einsetzen, zeigen wir, dass unser Schatz nicht im Herrn liegt, denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

Wo ist dein Schatz?

17. April
In dieser Passage des Buches der Richter macht Jiphtach ein dummes Gelübde, um Gott zu manipulieren (Ri 11,30). Er möchte besonders hingegeben erscheinen, aber Gott hätte sowieso aus Treue zu seinem Volk den Sieg geschenkt. Nach der gewonnen Schlacht kommt Jiphtach nach hause und sieht, dass er nicht billig davon kommt, wie er es sich eigentlich erhofft hatte. Anstatt in klarem moralischen Urteil zu erkennen dass sein Gelübde null und nichtig ist, weil es zur Sünde führen würde, führt er es aus, wahrscheinlich wieder aus Stolz. Dass dem Herrn so ein Opfer nicht recht ist wissen wir schon aus Levitikus 20, 2-5 und aus Deuteronomium 12,31. Jiphtach hätte wie es im Psalm 92,1 heißt dem Herrn für seine Hilfe preisen sollen und seinen Namen groß machen, statt selber als besonders fromm dastehen zu wollen.

Wofür solltest du dem Herrn danken? 

16. April
Es ist immer eine Herausforderung die inneren Motivationen mit den äußeren Handlungen gleich zu halten! Die Israeliten machen dieses Problem sichtbar. Sie verehren die Götterfiguren der fremden Nationen, doch das passt nicht zu ihrer Inneren Haltung, die eigentlich JAHWE allein verehren sollte. (Richter 10,6) Die Pharisäer und Schriftgelehrten tappen in die gleich Falle. Sie sind fast schon besessen von bestimmten Regeln und Abläufen, dass sie die Innere Motivation aus dem Auge verlieren. (LK 11,42) Jesus deckt diese verborgene Schuld auf und fordert sie auf die inneren Motivationen wieder mit ihren Taten in Einklang zu bringen. Die äußeren Taten ohne den Glauben verlieren ihre Bedeutung, Glaube ohne entsprechende Taten ist tot. (Jakobusbrief 2,14-22)  Es ist unsere tägliche Herausforderung unsere innere Ausrichtung und unsere Taten zusammen zu bringen.

Was kannst du tun um deinen Glauben und dein Taten mehr in Einklang zu bringen?

15. April
Nachdem Gideon alle weggeschickt hat, die Furcht hatten und nachdem Gott nur noch die wenigen in der Truppe gelassen hat, die auf komische Art Wasser lecken, gibt es eine klare Erkenntnis: Wenn Gott am Werk ist brauchen wir keine Angst haben. In Psalm 90 beginnt mit den Worten: „O Herr du warst unsere Wohnung“ Ja der Herr wünscht sich, dass wir in ihm sicher „wohnen“ und im Vertrauen auf ihn ohne Furcht leben.

Treibt dich Angst an, oder Glaube, der die Angst vertreibt?

14. April
Gideon bittet von Gott in Richter 6,36ff ein Zeichen, das Sprichwörtlich geworden ist. Du kannst ein „Flies“ auslegen, wie Gideon es getan hat und dich festlegen: Wenn dies und das geschieht, dann werde ich … tun. Wie Thomas, der gesagt hat, wenn ich meine Hände in seine Seite legen, dann werde ich glauben. Gideon macht diese Probe sogar zweimal. Es geht um ein Zeichen, dass dich ermutigt eine Sache zu tun.

Hast du schon einmal in einer Entscheidung ein „Flies“ ausgelegt?

13. April
Das auf und Ab im Buch der Richter beschreibt gut unsere eigene Situation. Kaum ist eine Sünde besiegt, überwältigt uns schon die nächste schlechte Eigenschaft. Wenn Psalm 89 von David als Superhelden Spricht, der die ganze Welt erobert, dann ist das ist das eine Hoffnung: Eines Tages wird es die Endgültige Lösung geben und das Auf und Ab unserer Sünden hört auf. Jesus selber ist diese Lösung! Er hilft seinen Jüngern über den momentanen Erfolg hinaus die Perspektive auf das dauerhafte himmlische Glück. (Lk 10,20)

Gott lädt dein Herz ein, im Sieg Christi zu ruhen, auch wenn das Auf und ab des Lebens noch nicht zu Ende ist.

12.April
Das Buch der Richter hat einen wiederkehrenden Kreislauf:
a) die Israeliten sündigen und verehren fremde Götter
b) die Feinde werden stark und unterdrücken das Volk
c) die Israeliten schreien zu Gott und
d) er sendet ihnen einen Retter und sie kehren zu Gott zurück, bis der Richter gestorben ist, dann geht es von vorne los.
Das ganze Buch ist eine starke Aufforderung nicht nur in guten Tagen zu Gott zu halten. „Niemand der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.“ (Lk 9,62) Jesus hat alles gegeben also möchte er von ganzem Herzen geliebt werden.

Bist du bereit IHM alles zu geben?

11. April
Es ist leicht an einen abstrakten Gott zu Glauben, der nach der Schöpfung seine Finger von der Welt weglässt und nichts von uns fordert. Das ist nicht der Gott, des Buches der Richter, Gott handelt in der Geschichte und er erwartet unsere Loyalität. Wenig ist in diesem Buch heldenhaft, die Helden selbst werden von Paulus in Heb 11,32 als Vorbilder des Glaubens genannt, doch auch sie werden im Buch der Richter nicht verklärt. Jesus ist der einzige der Gott ganz widerspiegelt und uns den Vater offenbart. (Vgl. Lk 9,29) Und auch in Jesus sehen wir denn Gott, der unsere Antwort will. Für wen haltet ihr mich? (Lk 9,20) Jesu fordert uns sogar noch weiter heraus in dem er sagt, dass Jeder, der ihm folgen will, sich selbst verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen soll. (Lk 9,23) Wir können nicht als Zaungäste bei Jesus bleiben, wir müssen ihm entweder verleugnen oder unser ego hinten anstellen und ihm folgen.

Was wählst du? (Vgl. Jos 24,15)

10. April
Letztes Kapitel im Buch Josua… wir kommen voran! Am Schluss gibt es in diesem Buch noch beinahe einen Bürgerkrieg Stamm gegen Stamm. Es geht um die Frage die in der Geschichte Israels immer wieder aufkommen wird: Bringen verschiedene Altäre nicht doch den Glauben an den einen Gott durcheinander? Später wird Jerusalem als der Ort des einzigen Altares herausgestellt werden, in Psalm 87 verspricht Gott sogar dass Jerusalem der Ort wird an dem nicht nur das ganze Volk Israel, sondern alle Völker in Gott zu einer Einheit werden. Jesus sendet die Jünger aus zu predigen und zu heilen, das ist ein Testlauf, für das was nach seinem Tod und seiner Auferstehung kommen wird. Ihre Sendung wird alle Versprechen erfüllen (Jos 21,45), und alle Völker in Gott zu vereinen, nicht mehr geographisch, sondern in der Person Jesu.

Welche Versprechen hat Gott in deinem Leben schon erfüllt?

9. April
Ich bin arm und Elend, diese Worte aus Psalm 86 sind immer unser Standort Gott gegenüber. Wir können ihm nichts vorweisen, auch nicht unsere Erfolge. Als Geschöpfe sind wir völlig von ihm abhängig, sogar unser nächster Atemzug. Trotzdem vergessen wir genau das ziemlich oft. Die beiden Heilungen Lukas 8 zeigen uns Personen, die ihrer Hilflosigkeit und Abhängigkeit von Gott radikal gegenüberstehen. Die Frau mit der jahrelangen peinlichen Krankheit und der Vater, dessen Kinder todkrank ist, und stirbt bevor die Hilfe eintrifft. Beide haben gemeinsam, dass sie einerseits ihre Bedürftigkeit akzeptieren und andererseits mutig genug sind Jesus um Hilfe zu bitten. Diese Kombination aus Demut und und Mut lässt uns auch Psalm 86 verstehen, den wir heute gelesen haben. Nachdem er am Anfang ganz verzweifelt klingt schwenkt er dann schnell um zu überwältigender Freude und Vertrauen auf Gott.

Bist du demütig genug, um deine Hilflosigkeit anzunehmen und gleichzeitig mutig genug Jesus um Hilfe zu bitten?

8. April
Des beste Gärtner kann mit noch so viel Dünger nichts machen, wenn der Boden schlecht ist. Jesus ist der Gärtner und der Same ist sein Wort, das zu Glaube und Umkehr aufruft. Die Frage ist: Was für ein Boden bist du? Sind bei die die Dornen der Ablenkung vorhanden? Bist du felsiger Boden, der zwar wunder sieht aber unbeständig bleibt? Oder bist du der Gute Boden, der das Wort hört und es mit ehrlichem Herzen festhält?

Wie bringst du Frucht in deinem Leben? Indem du darauf Achtest guter Boden zu sein!

7. April
Wie cool wäre es, wenn wir uns im Land Palestina so gut auskennen würden, dass wir die Grenzverläufe tatsächlich nachvollziehen könnten. (Jos 15) Aber wir können es nachvollziehen, wie wichtig es ist irgendwo sicher und zuhause zu sein. Psalm 84 greift diese Sehnsucht auf und bezieht sie auf das Zentrum der Heimat den Tempel. Nach dieser Heimat bei Gott geht die eigentlich Sehnsucht. So ist unser Gott: Er lässt sich von der Sünderin berühren und gibt ihr und uns durch sein Wort: „geh in Frieden“ sichere Heimat an seinem Herzen! (LK 7,39)

Wann hast du in deinem Leben das Gefühl von Friede und Heimat am stärksten erfahren?

6. April
Die Geschichte der Stadt Jerusalem wird extra erzählt, sie hieß vorher Hebron geht zurück auf Caleb, (Jos 14,6) einen Mann der als einziger noch aus der Zeit der ersten Ankunft im Gelobten Land lebte, weil er in allem Gott treu war. Treue lohnt sich gerade dann wenn von uns Glauben erfordert ist den wir noch nicht erfüllt sehen. In Lukas 7,6 begegnet uns ebenfalls ein gläubiger Mann, der wie wir nicht aus dem Erwählten Volk kommt. Sein Satz: „Herr mach dir keine Umstände, ich bin es nicht wert, dass du in mein Haus kommst“ ist unserer Satz geworden. Wir sagen in in jeder Messe. Wir sprechen ihn mit staunender Dankbarkeit über Gottes Großzügigkeit. Denn er kommt ja unter unser Dach in der Eucharistie.

Danke ihm heute dass er auch zu dir kommt!

5. April
Das Gebot Vater und Mutter zu ehren bewirkt, dass der Autor der biblischen Bücher die Väter und Vorfahren nur sehr sparsam kritisiert, obwohl die vielen Morde sicher nicht im Sinne Gottes waren!
Josua 12 beinhaltet einen Bestandsaufnahme. Es ist gut von Zeit zu Zeit zur Ruhe zu kommen und eine Bestandsaufnahme des eigenen Lebens zu machen. Wo halte ich noch einen Groll, und sollte Vergeben? Wie ich das herausfinde: Die Methode Jesu in dein Inneres zu schauen ist leicht: „Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund“ (Lk 6,45)

Nimm dir eine Zeit der Bestandsaufnahme und überlege über wen du schlecht redest.

4. April
Was für ein Krimi! Warum waren in Josua 8,35, auch die Fremden dabei, als das Buch Deuteronomium vorgelesen wurde? In 9,1 hören wir die Folge dieser Unachtsamkeit: Die Nachbarvölker hören von dem Gebot, dass die weit entlegenen Völker verschont werden sollen (Dtn 20,10-15). Jetzt wenden sie eine List an, und es gelingt, weil die Israeliten Gott nicht befragten. (Jos 9,14) Und Josu erntet die Früchte dieses verbotenen Bundes indem er in den Kampf ziehen muss. Jesus sagt in Mt 5,34: „Schwört überhaupt nicht“ aber das wussten die Gemeindeleiter damals ja noch nicht. Auch die Seligpreisungen Jesu kannten sie nicht, in denen es unter Anderem heißt: „Weh euch, wenn euch die Menschen loben“ Lk 6,26). Aber die ganze Logik des Alten Bundes, die Feinde zu vernichten, weil sie mit ihrer Religion eine Versuchung sein könnten von Gott abzufallen, wird von Jesus überboten. Wer Gott treu liebt, der kann auch die Feinde lieben ohne selbst zu Feind Gottes zu werden. (Lk 6,27) Und obwohl das Handeln Josuas nicht dem Gebot des alten Bundes entspricht scheint hier schon etwas von dem neuen Gebot der Feindesliebe durch, denn Gott unterstützt den Kampf im Bündnis mit den Feinden Israels durch die beiden wunder der Sonne und des Steinschlags.

Welchen „Feind“ in deinem Leben sollst du lieben? Beginne heute für diese Person zu beten!

3. April
Was für ein Hochmut: Jos 7,3: „Wir brauchen nur wenig Leute um sie zu besiegen.“ Vertrauen auf die Eigene Kraft, statt auf Gottes Hilfe, ganz anders wie in Jericho! In 8,1 sagt Gott dass alle kriegstüchtigen Männer die Stadt angreifen sollen! Die Konsequenz mit der gegen die Sünde gekämpft wird ist krass. (Jos 7,12ff) So konsequent sollten auch wir gegen die Sünde kämpfen! Dann können wir erleben, wie Gott sogar aus unserer Sünde noch etwas gutes macht. Nachdem der Stolz gebrochen ist kann Gott in seiner Barmherzigkeit sogar unsere Niederlage noch nutzen. (vgl. Jos 8,6 sie werden denken wir fliehen wie beim ersten Mal) Jesus kennt den Ernst der Sünde, sie zu vergeben kommt noch vor der körperlichen Heilung (Lk 5,23). Und Jesus beruft die Sünder um sie zu retten (Lk 5,32). Psalm 80 endet mit einem schönen Gebet um Vergebung: „Herr Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen!“

Nimmst du die Sünde erst genug? 

02. April
Vielleicht sehen wir darum keine Wunder, weil wir nicht es nicht riskieren um etwas übernatürliches zu bitten, zu diesem Gebet gehört nämlich auch die Tat, das ist Teil des Gebetes und des Glaubens. Josua riskierte es dumm dazustehen, als er seinem Heer befahl nicht zu kämpfen, sondern schweigend um die Stadt herumzuziehen, und erst am 7. Tag bei der 7. Runde zu rufen und wieder, nicht zu kämpfen. Der Herr belohnt diesen Akt des gehorsamen Glaubens. Ganz ähnlich die Jünger in Lk 5,4: sie hätten ihre Netze auch sauber halten können statt sie mitten am Tag ins Wasser werfen, obwohl sie keinen Fischfang erwarteten. Aber sie Antworteten mit eine Grußzügigen Glauben. Auch sie werden für diese Tat belohnt. Zu Glauben fordert von uns manchmal kühn zu sein, und es zu wagen im Glauben an Gott zu handeln. Nicht nur zu beten, sondern zu handeln! Aufgrund des Glaubens zu handeln setzt uns dem Risiko aus in den Augen der Andern dumm auszusehen. Es fordert unseren Stolz heraus eine Wand anzuschreien und damit zu rechnen, dass sie fällt.

Bist du bereit Risiko für Gott auf dich zu nehmen und aufgrund des Glaubens nicht nur um etwas zu beten, sondern auch zu handeln?

01. April
Bei der Einnahme des Landes wiederholt sich das Wunder vom Durchzug durchs Meer, diesmal durch den Fluß Jordan. Das Buch Josua trägt den Namen nach dem Nachfolger des Mose, er bedeutet: „Gott rettet“.  Es geht im Buch Josua nicht darum historisch exakt zu sein, sondern darum für alle Zeiten in Erinnerung zu halten, das Gott rettet. Josua ist die hebräische Form des Namens Jesus, auch er heißt „Gott rettet“. Die Rettung aus Ägypten und der Einzug in das gelobte Land sind Urbild für die Rettung aus dem Tod und den Einzug ins Reich Gottes. Dieses Reich ist in Jesus sichtbar da, der mit voller Autorität über die Dämonen auftritt.

Sprich im Gebet zwei Dinge aus: 1. Dass Jesus dich vom Tot gerettet hat, und 2. dass er hier und jetzt in seinem Reich volle Autorität hat.

31. März
Schluss des 5. Mosebuches! Noch einmal die Erinnerung daran, dass Mose in Num 20,10-11 so getan hat als könnte er etwas aus eigener Kraft, anstatt auf Gottes Kraft zu verweisen (Dtn 32,51), trotzdem ist er der „Mann Gottes“ (Dtn 33,1). Immer wieder beides, Sünder und Erwählter zugleich. Beim Segen der Stämme beachte Juda, den aus ihm kommt Jesus. Wie bei Johannes dem Täufer, und wie in der Geschichte des Volkes Israels, beginnt auch der Weg Jesu in der Wüste. (Lk 4,1 / 3,2)
Jesus antwortet den Versuchungen des Teufels jeweils mit einem Zitat aus Deuteronomium, er kannte es also wirklich auswendig, genau wie Mose es aufgetragen hatte. Und er stellt Gott nicht auf die Probe, wie es Mose getan hat. Das Bedeutet: er zwingt Gott nicht zu handeln um sein Ego zu erhöhen. (Dtn 6,16 / Num 20,10-11) Jesus ist der neue Mose, er führt das Volk Gottes persönlich in das neue gelobte Land.

Wenn du über deine Sünde betrübt bist, und dein EGO geknickt ist, dann lass dich von Gott in die Freiheit der Demut führen, die seine Barmherzige Liebe annimmt.

30. März
Mose hinterlässt 1. das Wort Gottes, 2. Josua als Leiter, 3. die Levitischen Priester für das Opfer und als Lehrer, und zuletzt gibt er seinen Leuten ein Lied mit auf den Weg. Diese Nationalhymne ist nicht selbstherrlich, im Gegenteil, sie erinnert und überführt die Sünde des Volkes, das eigentlich das Heilige sein sollte. Auch der Psalm 78 singt von dem Trotz und dem Gesetzesbruch. Wie können solche kritischen Worte zu einer Hymne und einem Lied werden? Welches Grundbewusstsein hat dieses auserwählte Volk? Es ist das Bewusstsein der Sünde und der unerklärlich geschenkten Berufung zugleich. Es ist das Bewusstsein, von einem unendlich Barmherzigen Gott erwählt zu sein.

Welches Lied kannst du auswendig, damit es dich in schweren Stunden an Gottes Barmherzigkeit erinnert?

29. März
Das Buch Deuteronomium ist voller Wiederholungen. Immer wieder wird die Grundaussage eingeschärft, keinen anderen Göttern zu dienen. Mose lässt sein Volk im Tal der Eintscheidung den Bund erneuern, den ihre Eltern gebrochen hatten. Sie sollen zwischen Leben und Tod wählen, und – nach der damals üblichen Art der Selbstverwünschung für den Fall des Vertragsbruches – wählen welcher Mensch sie sein wollen. Über Segen und Fluch hinaus wird aber auch schon die Barmherzigkeit Gottes erkannt. Er verheißt nach der gerechten Strafe eine Heimkehr und einen Weg zurück. (Dtn 30,1-10) Paulus kannte, wie alle jüdischen Schriftgelehrten, diese Texte gut und bezieht sich auf sie, denn die Barmherzigkeit Gottes wird in Jesus voll erfüllt. (Vgl. Rom 2,28 / Dtn 30,6) In Jesus hat Gott seine Treue zu jedem seiner Versprechen bewiesen. Er ist Treu und will alle Lücken in unserem Leben auffüllen.

Entscheide dich heute deinem Taufversprechen treu zu sein, in dem du dem Bösen wiedersagt, und den Glauben an den dreieinigen Gott bekannt hast. 

28. März
Nach dem Segen Dtn 28,1-14 legt Mose nun den Fluch vor, für den Fall des Ungehorsams Dtn 28,15 ff. Beide Mahnungen sind Erziehungsmaßnahmen eines besorgten Vaters. Viele Eltern kennen das schreckliche Gefühl, wenn sie ihre Kinder für einen Moment aus den Augen verloren haben, z.B. beim Einkaufen im Supermarkt. Stell dir vor, wie sich Joseph und Maria gefühlt haben müssen als sie Jesus suchten. Was ist wohl in ihren Herzen abgelaufen als sie Jesu im Tempel gefunden haben, und er erklärt, dass sie doch hätten wissen können, dass er im Haus SEINES Vaters sein muss (Lk 2,49). Könnten sie erahnen, dass Gott etwas tut, das größer ist als alles was sie bisher wargenommen hatten? Sie kannten bisher immerhin schon die wunderbaren umstände von Jesu Geburt.

Wie hättest du reagiert? Wie register du auf Verunsicherung in deinem Leben? Wirft sie dich aus der Bahn oder hast du die Einsicht, dass Gott vielleicht etwas größeres tut als du dir vorstellen kannst? 

27. März
Die Darstellung Jesu im Tempel ist ein so wichtiges Ereignis im Leben Jesu, dass man entschieden hat, es in den Freudenreichen Rosenkranz aufzunehmen. Worum geht es dabei? Die Praxis den erstgeborenen Sohn im Tempel zu zeigen, geht zurück in die Zeit der Wüstenwanderung. In Gottes ursprünglichen Plan sollte der Erstgeborene Jeder Familie Gott gehören und als Priester dienen. Durch die Sünde des goldenen Kalbes verloren die erstgeborenen Sühne das Privileg des Priestertums. Der Stamm Levi sollte von nun an ersatzweise das Priestertum ausüben. (Wahrscheinlich hatten sie als einzige die Götzenanbetung des Kalbes abgelehnt.) Von da an wurde jeder Erstgeborene den Leviten gezeigt und ein Opfer des Dankes gebracht, dafür das sie die priesterlichen Pflichten ausübten, die sie nicht mehr ausüben konnten.
In diesem Licht ist die Demut Marias auffällig. Sie bringt in schlichter Treue zum Gesetz den dar, der der eigentliche und einzige Priester für alle Zeiten ist.

Vielleicht erfordert das was Gott von dir will ebenso die schlichte Treue zu den Geboten der Kirche?

26. März
Manchmal versteht man die Regeln die Deuteronomium aufstellt nur, wenn man die religiösen Bräuche in den umliegenden Völkern kennt. Z.B. die Verstümmelten Männer (23,2), oder die „geheiligten Frauen“ (23,18) Beides gibt es zu der Zeit im Orient als religiöse Prostitution. Ähnlich ist es bei der Sache mit den Zinsen, auch die gab es in Babylon. Es geht also wie immer um die Reinhaltung der Religion. JAHWE ist der einzige Gott. Unter Gottes Schutz ist auch die Würde der Person geschützt: z.B. in 24,10 wird der Schuldner in seiner Privatsphäre geschützt. Trotzdem ist vieles noch nicht wirklich heilig, was da in Deuteronomium gesagt wird. Die Erwartung auf volle Gerechtigkeit bleibt.
Die Geburt Jesu übertrifft alle Erwartungen. Nicht der Sohn des Priesters, sondern der Sohn des armen Mädchens ist der Messias.

Auf welche Weise hat Gott auch deine selbstgesetzten Erwartungen überraschend übertroffen?

25. März
Es gibt sogar Bauvorschriften im Alten Testament!!! (Dtn 22,8) Es geht bei all diesen Vorschriften immer irgendwie um das Problem der Sünde. Die Vorschriften sind nicht immer perfekte Lösungen. Jesus muss sogar einmal die Zugeständnisse, die Mose erlaubte zurücknehmen, weil sie eben nicht gut waren. Jesus hilft der Menschheit zurück in die Reinheit. Die Regeln aus Deuteronomium sind nur ein temporärer Lückenbüßer, bis eine endgültige Lösung gefunden ist. Die endgültige Lösung kommt erst von Christus. Davon spricht auch das berühmte Gebet des Zacharias, das täglich in der Laufes gebetet wird. (Lk 1,68ff) „Durch die barmherzige Liebe Gottes, wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes.“

Schätzt und genießt und nutzt du die Freiheit von Sünde und Dunkelheit, die Christus für uns gewonnen hat?

24. März
Die Regeln für den König aus Dtn 17,14ff könnten auch für heutige Regierungen gelten: Keinen Reichtum anhäufen und nicht zu viele Rüstungsausgaben. Wir wissen, dass die Könige Israels diese Regeln nicht befolgt haben. Richtig verstanden sollte die Geschichte des Alten Testamentes im Leser die Sehnsucht nach einem König wecken, der all diese Schwächen überwindet. Und nach einem Propheten wie Mose, durch den Gott spricht. (Dtn 18,14ff) Das Alte Testament ist so geschreiben, dass Israel sich nach Christus sehnt, dem Gerechten Priester, König und Prophet. Die Könige hätten sich an die Worte der Weisung erinnern, und sie sogar abschreiben sollen. Maria aber kannte die Schrift und kann in ihrem Lied viele Texte zitieren an die sie sich erinnert. (Lk 1,46ff)

Male dir mit Buntstiften in der Bibel an, woran du dich erinnern will, oder schreibe es dir auf.

23. März
Willkommen im Lukasevangelium. Es ist ein Evangelium mit Anspielungen auf das Alte Testament. Die Begegnung des Engels mit Zacharias läuft ganz ähnlich ab wie die Begegnung des Engels mit Maria: Wann immer Gott zu einem Menschen sagt: „Fürchte dich nicht“ dann hat er auch etwas besonderes mit der Person vor. So war es auch bei Mose am brennenden Dornbusch (Ex 3,12). Auch die Furcht kommt in allen diesen Begegnungen vor. Die Furcht bei Maria ist aber kein Zweifel, wie bei Zacharias, der Tadel verdient, sondern gesunde Gottesfurcht in Biblischer Tradition. Sie versteht, dass sie aus eigener Kraft die Mission nicht erfüllen kann, die Gott für sie hat. Sie vertraut nicht auf sich selbst, sondern auf Gott.

Hab keine Angst vor den Momenten an denen du dich Fürchtest. Die Furcht muss kein Fehler sein. Gott ruft dich! Vertrau dich ihm an.

22. März
O man Deuteronomium… so viele Details die wir schon in Levitikus und in Exodus gelesen haben. Da kann man leicht den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Das große Bild, ist der Moment in der Geschichte der Erlösung an dem Gott so viel für sein Volk getan hat. Wenn nun alles wiederholt wird, dann ist das so wie ein Eheversprechen, wo noch mal alles zusammengefasst wird, was man über Jahre als gemeinsamen Bund gesammelt hat. Die vielen Details kannst du auch sehen wie die vielen Details mit denen ein junges Ehepaar seine erste gemeinsame Wohnung einrichtet.

Versuche auch die vielen Details in den den Regeln der Kirche nicht nur als Formalitäten zu sehen, sondern als liebevolle Details deiner Beziehung zu Gott. 

21. März
Der Herr hat unsere Väter ins Herz geschlossen (Den 10,15) und möchte, dass wir seine Liebe in unsere Herzen schreiben (Dtn 10,16). Auf den letzten Zeilen des Markusevangelium taucht Maria Magdalena auf. Ihr Herz ist treu bei Jesus unter dem Kreuz beim Begräbnis und bei der Auffindung des leeren Grabes. So wird sie auch erste Zeugin der Auferstehung. Markus erinnert uns an ihre Geschichte: (Mk 16,9) Jesus trieb aus ihr sieben Dämonen aus. Maria Magdalena weiß, dass sie viel gesündigt hat und, dass sie ihren persönlichen Auszug aus Ägypten nur der Liebe Gottes verdankt.

Wie kannst du diesen Glauben tief in deinem Herzen verankern? Erinnere dich daran, wie er dich unverdient gerettet hat. 

20. März
Die Versuchung ist groß auf die eigene Stärke oder auf den eigenen Reichtum zu vertrauen. Darum schärft Gott uns allen diese Erinnerung ein: Du hast es nicht aus eigener Kraft, und du hast es aufgrund deiner Sünden auch nicht verdient.
Gottes Liebe ist lässt uns staunen. Er schreibt geduldig die Gebote ein zweites Mal!!! Und es kommt immer schockierender: Er hat sich entschieden für uns zu sterben, trotz und wegen unserer Sünden!

Kennst du Bereiche in denen du dich mehr auf deinen materiellen Comfort und deinen Erfolg als auf Gott verlässt?

19. März (Hl. Josef bitte für uns)
In Deuteronomium 6 haben wir unmittelbar nach den 10 Geboten die wichtigste Stelle der hebräischen Bibel gelesen. Sie trägt den Namen, „Schma“. Das Wort kann sowohl „höre“ als auch „gehorche“ bedeutet. Diese Doppeldeutigkeit ist bewusst, denn der Weg Gott zu zeigen, dass wir seine Stimme gehört haben ist im zu gehorchen. In diesem Gebet finden wir das Herz des Jüdischen Glaubens. Zur Zeit des Buches Deuteronomium gab es keine andere Nation, die an nur einen einzigen Gott glaubte. Dieser Glaube machte Juda einzigartig. Im Evangelium von Markus 15 bekommen wir eine ziemlich schockierende Offenbarung, wer dieser Gott wirklich ist. Markus zeigt uns einen Gott, gegeißelt und missbraucht, und am Kreuz getötet. Der Gott, von dem in Deuteronomium gesprochen wurde ist nicht nur der machtvolle Gott der unseren Gehorsam verdient, er ist auch der Gott, der gewillt ist sich selbst als Geschenk der Liebe für seine Leute hinzugeben.

Wenn du bemerkst, dass du Gott nicht gehorcht hast, dann daran welche Liebe er zu dir hat.
Hl. Joseph, du hast still und schnell dem Herrn gehorcht. Bitte für uns!

18. März
Den 4,30: „
Wenn du in Not bist, werden alle diese Worte dich finden. In späteren Tagen wirst du zum HERRN, deinem Gott, zurückkehren und auf seine Stimme hören.“ Mose sagt die Zukunft voraus als ob es schon ganz sicher ist. Tatsächlich ist diese Situation des Glaubensabfalls und der Bekehrung oft und oft eingetreten. Was für eine barmherzige Zusage Gottes. Bei Petrus in Mk 14,72 geschieht fast das gleiche. Jesus hat ihm seinen Verrat vorhergesagt, nicht damit er verzweifelt, sondern damit er im und nach dem Zweifel Hoffnung hat.

Kannst du glauben, dass Gott jeden deiner Fehler bereits kennt und dir immer wieder einen weg zu ihm zurück anbietet. Wiedersage jeder Verzweiflung, sie ist nie mehr angebracht!!!

17. März
Den 4,6: Die Gebote Gottes sind unsere Weisheit in den Augen der Völker! Nicht mit unserer eigene Weisheit, sondern wenn wir uns an Gott halten, sind wir das Licht für die Welt! Mose spricht die neue Generation wieder an als wäre es die erste: „Was du mit eigenen Augen Gesehen hast. (4,9) Gott hat keine Enkel, sondern jede Generation neu ist in die Unmittelbarkeit der Kindschaft gerufen! Eine der wichtigsten Dinge, die Mose dem Volk auf seinem Sterbebett mitgeben will ist die Tatsache, dass Gott immer für uns um seine Kinder kämpfen wird. Er wird ihre Kämpfe kämpfen! Als Jesus verhaftet wird sollen die Jünger nicht aus eigener Kraft kämpfen, Jesus heilt sogar das abgeschlagene Ohr. (Mt 4,47) Jesus selber ist derjenige, der den Kampf für sie kämpft, und er hat die Volle Kontrolle und mitten in seiner Gefangennahme Zeit zu heilen.

Vertrau auf Jesus, er will auch deine Kämpfe kämpfen!

16. März
Das Buch Deuteronomium ist die Zusammenfassung des Glaubens Israels. Es wurde als „Herz“ des Alten Testamentes bezeichnet. Gott will die Herzen einer neuen Generation zurückgewinnen. Mose tut das indem er die Kinder an die Geschichte ihrer Eltern erinnert. Man sagt, dass diejenigen, die die Geschichte nicht kennen, dazu verdammt sind sie zu wiederholen. Das ist leider eine passende Beschreibung der Biblischen Geschichte und auch unseres eigenen Lebens.

Bewahrst du die Geschichte Gottes mit dir und mit der Katholischen Kirche in deinem Herzen?

15. März
WOW wieder ein biblische Buch ganz gelesen! Ein Paar letzte Anweisungen über Asylstätte, die die Spirale der Gewalt unterbinden, und dann ein plötzliches Ende. Zusammenfassung: 40 Jahr unterwegs weil Ungehorsam! Aber Gott ist Heilig und treu. Psalm 67 gibt das endgültige Ziel Gottes an, warum er Israel segnet: Damit alle Völker ihm danken und sich freuen und Jubeln. Beim letzten Abendmahl hören wir Jesus sein Leib und Blut für die „Vielen“ geben. Das sind auch wir, die wir aus allen Nationen stammen. Wir alle erhalten in der Eucharistie einen Vorgeschmack auf unser himmlisches Heimatland.

Kannst du dir heute ein paar Minuten nehmen und Gott für das Geschenk der Eucharistie danken?

14. März
Dem Türhüter befahl er wachsam zu sein! (Mk 13,34) Wir die Kirche Christi sind die Türhüter, die auch in schwierigen Stunden für den Wiederkommenden Christus die Tür offen halten, indem wir unsere Aufmerksamkeit nicht von IHM abwenden!
„In der Tiefe der Nacht kann man sich verängstigt und unsicher fühlen und wartet dann voll Ungeduld auf das Licht des anbrechenden Morgens. Liebe junge Leute, ihr müßt die Wächter des Morgens sein (vgl. Jes 21,11-12), die den Aufgang der Sonne, den auferstandenen Chris- tus, ankündigen!“ BOTSCHAFT VON JOHANNES PAUL II. ZUM XVII. WELTJUGENDTAG 2002 (TORONTO)

Gut dass du hier mitliest, auf diese Weise wirst du auch wachsamer für das, was Gott in deinem Alltag zu dir und deinen Mitmenschen spricht!

13. März
Achtung beim Lesen des Alten Testamentes, wenn da von Krieg im Auftrag Gottes gesprochen wird. Wir kennen Gott von Christus her und wissen, dass Mord nicht im Sinne unseres Himmlischen Vaters ist. Da wissen wir mehr als Mose und seine Zeitgenossen, doch dass auch sie schon eine Ahnung davon hatten, dass Gott das Morden nicht gefällt können wir daran sehen, dass die Krieger zunächst nichts ins Lager zurück dürfen, wo der Tempel steht. (Num 31,19) Die Sünde ist schon vorher geschehen, als das Volk Israel im Gelobten Land die ortsansässigen Götter verehrt hat, und diese Sünde und alle zukünftigen Gelegenheiten zur Sünde sollen hier radikal vermieden werden. (Num 31,16) Die Themen Gelobtes Land und Tempel werden von Jesus aufgegriffen und miteinander verbunden, indem er über das Ende der Zeit spricht. Am Ende soll nämlich die Ganze Welt der Tempel Gottes und das Land der Ruhe für alle Menschen sein. Bis dahin müssen wir jeden Kompromiss mit der Sünde meiden.

Wie entschieden bist du Gelegenheiten zur Sünde zu meiden, damit du ganz hingegeben Gott anbeten kannst?

12. März
Israel bereitet sich auf die Einnahme des gelobten Landes vor. Wichtiger als ein guter Leiter (JOSUA) und gute Organisation ist das Gebot, das Jesus in Mk 12,29 wiederholt: Liebe Gott und deinen Nächsten.

Sind alle deine Gedanken und Worte und Werke darauf gerichtet Gott und den Nächsten zu lieben? Wie kannst du heute in dieser Liebe wachsen?

11. März
Es gibt eine erneute Volkszählung, wie in den ersten Zeilen von Numeri, es ist eine neue Generation, und obwohl die erste Generation nicht ins Gelobte Land einziehen darf ist das Volk noch genauso groß wie am Beginn. Gottes Zusage besteht! Num 25,10 ist für mich eine Schlüsselstelle. Natürlich geht es Gott nicht um Mord und Totschlag, sondern um Eifer für ihn!

In welcher Situation möchtest du gerne mit Leidenschaft für Gott Stellung nehmen?

10. März
Die Geschichte von Bileam ist verwinkelt und manchmal sogar witzig. Auf jeden Fall kommt dabei raus, das man im Gebet Gott nicht manipulieren kann. Er hat Israel gesegnet und da kann Bileam nichts dagegen tun. Im Markusevangelium kommt der verdorrte Feigenbaum vor. Vielleicht ein Bild für das Volk dass keine Frucht bring. Wichtiger ist aber die Aussage, dass Wirksamkeit eines Gebetes nicht darin besteht Gottes Willen zu ändern, sondern unser Wille muss sich Gottes Willen anpassen, wenn er z.B. will, das wir jemandem vergeben.

Welche Schritte kannst du heute tun, um Gottes Willen im Gebet zu suchen?

9. März
Immer wieder murrt das Volk, und Gott macht immer deutlicher, dass es ihm um persönliches Vertrauen geht. Als die giftigen Schlagen kommen bringt ein Blick zu der Schlange aus Kupfer die Rettung, denn es ist eine Probe auf das Gottvertrauen.(Num 21,5) Psalm 61 spricht wunderbar vom Vertrauen Israels auf Gottes Gegenwart in Tempel und im Königtum. Jesus ist der wahre Tempel und der wahre König. Das zeigt sich an seinem Einzug in Jerusalem und daran, dass seine erste Tat dort die Reinigung des Tempels ist. Jesus reinigt nicht nur den Tempel, sondern reinigt uns von der Sünde. Er vergleicht seine Kreuzigung mit der Erhöhung der Kupfernen Schlange. (Joh 3,14) Er nimmt selbst die Gestalt der Sünde an um sie auf diese Weise ein für alle mal zu heilen. Wenn wir zum Kreuz aufblicken und ihm  vertrauen, heilt er unsere Beziehung zu Gott.

Wie oft dankst du ihm dafür? Tu es heute!

8. März
Wenn wir mit Leiden konfrontiert sind ist es ein Fehler, sich hinter frommen Sprüchen zu Verstecken. Es ist in Ordnung mit Gott ehrlich zu sein, wie der Beter in Psalm 60, der ganz offen fragt: Hast du uns verstoßen o Gott? In aller Not bleibt Gott derjenige auf den sich alle Hoffnung richtet. In dieser Haltung können wir unserem Meister folgen, der Ablehnung und Leiden erfahren hat, und seinen Kelch trinken. (Mk 10,39) Im Zorn wackelt die demütige Haltung des Mose und er sagt: Können WIR euch nicht Wasser aus dem Felsen geben? Richtig wäre gewesen: Kann Gott euch nicht Wasser geben? Wenn Schwierigkeiten kommen, dann sind wir geneigt auf unsere Eigenen Kräfte zu bauen statt auf Gott, obwohl wir in gerade in diesen Momenten am meisten bräuchten.

Welche Probleme und Schmerzhaften Dinge musst du heute Gott anvertrauen?

7. März
Gesten haben wir in Num 16,3 gelesen, dass alle in der Versammlung Heilig sind, und Mose und Aron sich nicht erheben sollten. Wir sympathisieren mit dieser Aussage und tatsächlich sind ja alle zur Heiligkeit aufgerufen (Num 15,40). Auch die Konzilsväter des II. Vatikanischen Konzils schreiben in Lumen Gentium 40: „Jedem ist also klar, daß alle Christgläubigen jeglichen Standes oder Ranges zur Fülle des christlichen Lebens und zur vollkommenen Liebe berufen sind.“ Tatsächlich sind die Korachiter selber teil der Priesterlichen Hierarchie, es geht ihnen also in Wirklichkeit nicht um die Gleichheit, sondern diejenigen die ohnehin schon herausgehoben sind streben nach noch mehr Macht. Eine gefährliche Versuchung für alle, die heute an der Hierarchie der Kirche teilhaben. Mose und Aron werfen sich mit dem Gesicht auf den Boden, sie suchen nicht Macht, sondern unterwerfen sich ganz Gott. Der Ruf in die Nachfolge ist mit einer Umarmung verbunden (Mk 10,21) aber er fordern auf die eigene Macht und Sicherheit zu verzichten.

Welcher Besitz oder welcher Konsum hindert dich in dieser Fastenzeit daran Jesus in Freude nachzufolgen?

6. März
Wer kennt den Spruch: „Folge deinem Herzen“ In Num 15,38 wird den Israeliten gesagt, gerade nicht dem Herzen zu folgen, sondern den Geboten. Dank der Erlösung und der Gabe des Heiligen Geistes kann unser Gewissen uns auf den richtigen Weg führen, aber wir sollten unser Gewissen nicht mit unserem Gefühl verwechseln. Diese Disziplin ist ein passender Einstieg in die Fastenzeit. Wenn Jesus in Mk 9,43 so schockierende Worte sagt über die Amputation, dann ist das nicht wörtlich gemeint, aber es zielt auf den gleichen Punkt ab: Geistige Gesundheit ist wichtiger als körperliche. Sünde tötet, denn sie schwächt und zerstört die Gemeinschaft mit Gott, für die wir erschaffen sind.

Gibt es Sünden, bei denen du nur mit der Achsel zuckst und nicht erschrickst?
Die Tägliche Lektüre der Bibel wird dir in dieser Fastenzeit sicher ein Hilfe sein, die Sünde zu 
meiden.

5. März
Gott möchte sein Volk in das Land bringen, in dem Milch und Honig fließen. Die Gesandten rechnen aber nur mit ihrer eigenen Kraft und vertrauen nicht auf Gott. Ebenso die Jünger Jesu, die den Dämon nicht austreiben können weil sie nicht gebetet haben. Sie haben es aus eigener Kraft versucht. Jesus selbst stellt den Zusammenhang her indem er in Mt 9,19 die Worte Gottes aus Numeri 14,11 wiederholt: „Wie lange noch vertraut mir dieses Volk nicht?“ Da macht es der Vater des Kranken Kindes schon besser: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben.“ Er kennt seine Schwäche, aber er beschränkt Gott nicht auf das was er sich vorstellen kann. Er vertraut wie ein Kind und macht sich ganz von Gott abhängig. Das Ultimative Beispiel des Kindlichen Vertrauens auf Gott ist Jesus selbst, der auf dem Berg als Geliebter Sohn des Vaters offenbart wird.

Wie lange noch wollen wir uns auf unsere Schwäche konzentrieren, statt kindlich auf Gottes Stärke zu vertrauen.

4. März:
Oftmals zu bereit Gott zu erklären wie etwas passieren sollte. Dann sind wir unzufrieden und rebellieren gegen seinen Plan. Das ist genau das was mehrmals in Num 11-12 passiert. Die Menschen beklagen sich über ihre Schwierigkeiten, sie motzen, weil sie Manna nicht mehr sehen können, ein junger Man petzt weil Eldad und Medad Prophezeiungen verbreiten und Aaron und Miriam sind gegen Moses einzigartige Autorität (Num12,2 und 6-8). Es ist nicht anders im Evangelium. In dem Moment als Jesus erklärt das sein „Weg“ zu Leiden und Tot führt, versucht Petrus ihn zu korrigieren! Wenn Jesus in seiner Antwort etwas scharf rüber kommt, dann sollten wir darüber Nachdenken worum es in diesem Moment geht: Gottes Heilsplan für die Welt, es geht auch um unsere Erlösung. Wenn Petrus sich Jesus entgegenstellt  dann ist er genauso wie die Israeliten, die den Herrn verworfen haben (Num 11,20). Dies ist als würde er die Rolle des Satan annehmen (Mk 8,33). Jesus erwartet, dass wir „hinter ihn treten“ indem wir uns selbst verleugnen unser Kreuz auf uns nehmen und ihm folgen. Das können wir nur schaffen wenn wir Gott so sehr vertrauen das unsere Ängste überwunden werden. Gott wird treu sein. Er schaut mit Liebe auf unser Leiden und er will unsere Seele vom Tot erlösen. 

Was solltest du in deinem Leben aufgeben, dass du leichter Gottes Plan folgen kannst?

3.3.
Die Wolke erhebt sich und nun beginnt der Weg durch die Wüste. (Num 9,17) Als Jesus das zweite Mal die Brot Vermehrt können die Jüngern diesmal nichts kaufen, denn sie sind ebenfalls in einer Wüste. Als die Jünger das Zeichen nicht verstehen gibt Jesus ihnen ein Rätsel: 5 Brote entsprechen den 5 Büchern des Mose, 12 Körbe entsprechen den 12 Stämmen, 7 schließlich die Zahl der Universalität. (7 Tage Woche, 77 mal Vergeben, oder 70 Nationen in Gen 10) Die Jünger müssen lernen, das Jesus selber das Brot für alle Menschen ist, und dass das Brot das er gibt nicht nur, wie Krümel für die heidnische Frau reicht, sondern für alle Menschen. Psalm 55 zeichnet ein lebhaftes Bild dessen, was Jesus erlitten hat um Brot für die Welt zu werden. (Ps 55,14)

Du kannst Jesus vertrauen, er ist Brot für deinen Weg, er erhält dich, sogar mitten  im Schmerz.

2.3.
Die heutige Lesung beendet die Liste der Gaben für die Altarweihe. Wieso machen sie nicht einfach eine Liste: 12 Speiseopfer, 12 Brandopfer, 12 Sündopfer und 12 Heilsopfer, wenn ohnehin alle das gleiche bringen? Wir können es als Ausdruck der Liebe zur Gegenwart Gottes am Altar sehen, und als Ausdruck der Intimität der Beziehung, die das auserwählte Volk mit Gott sagt. Wie liebende, die nicht müde werden sich immer wieder das gleiche zu sagen. Die Heidnische Frau bittet Jesus um Anteil an dieser Beziehung. Die Antwort Jesu ist herausfordernd. Es rentiert sich genauer hin zu schauen: a) Wenn Jesus sagt, das die Kinder Israels zuerst vom Brot bekommen, dann schließt dass auch mit ein, dass später alle das Heil erhalten. b) Die Kinder Israels haben auch schon das Zeichen der Brotvermehrung erhalten. c) Diese Frau ist bis zu diesem Moment die Einzige, die Jesus „Herr“ nennt, das tun die Jünger noch nicht. d) Wir die wir als nicht-Juden an Jesus glauben können uns ein Beispiel an der Demut der Frau nehmen, die Israels einzigartigen Platz in Gottes Plan respektiert. (Vgl. Rom 11,13)

Nimmst du deinen Anteil an der Intimität des Volkes Israel mit Gott als selbstverständlich an, oder bist du über alle Maßen erstaunt über das was Jesus für uns getan hat?

1.3.
Jesus schafft den Alten Bund nicht ab, aber er gibt ihm seinen vollen Sinn. Wir kennen Jesus und uns ist klar, dass Unreinheit vom Herzen kommen und nicht von der Berührung mit einem unreinen Gegenstand. Wir dürfen das Alte Testament von Christus her lesen. Scheinbar ist es für den Menschen aller Generationen der immer gleiche Lern-Weg: Von den Äußerlichkeiten zur inneren Echtheit. Diese Worte Jesu legen die Grundlage für die Entscheidung der Apostel in Apg 15 den Heiden die Mosaischen Gesetzte nicht aufzuerlegen. Allen Menschen soll der wunderschöne Segen gelten, den Aron aussprechen soll, und der bis heute als Schlusssegen in der Messe verwendet wird. (Num 6,24-26)

Lies das Alte Testament geduldig Wort für Wort, so ehrst du den Weg den Gott mit den Menschen gegangen ist, bis er sich in Jesus endlich voll offenbart hat.

II. Vatikanisches Konzil Dogmatische Konstitution Dei Verbum Nummer 11.: „Das von Gott Geoffenbarte, das in der Heiligen Schrift enthalten ist und vorliegt, ist unter dem Anhauch des Heiligen Geistes aufgezeichnet worden; denn aufgrund apostolischen Glaubens gelten unserer heiligen Mutter, der Kirche, die Bücher des Alten wie des Neuen Testamentes in ihrer Ganzheit mit allen ihren Teilen als heilig und kanonisch, weil sie, unter der Einwirkung des Heiligen Geistes geschrieben (vgl. Joh 20,31; 2 Tim 3,16; 2 Petr 1,19-21; 3,15-16), Gott zum Urheber haben und als solche der Kirche übergeben sind1. Zur Abfassung der Heiligen Bücher hat Gott Menschen erwählt, die ihm durch den Gebrauch ihrer eigenen Fähigkeiten und Kräfte dazu dienen sollten2, all das und nur das, was er – in ihnen und durch sie wirksam3 – geschrieben haben wollte, als echte Verfasser schriftlich zu überliefern4. Da also alles, was die inspirierten Verfasser oder Hagiographen aussagen, als vom Heiligen Geist ausgesagt zu gelten hat, ist von den Büchern der Schrift zu bekennen, daß sie sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit lehren, die Gott um unseres Heiles willen in heiligen Schriften aufgezeichnet haben wollte5. Daher „ist jede Schrift, von Gott eingegeben, auch nützlich zur Belehrung, zur Beweisführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Gott gehörige Mensch bereit sei, wohlgerüstet zu jedem guten Werk“ (2 Tim 3,16-17 griech.).“

 

28.2.
Auf den ersten Blick finde ich solche Gottesentscheide wie in Num 5,27, aber es zeigt mir auch, dass die Israeliten wirklich damit rechneten, dass Gott in der Lage ist, solche Entscheidungen zu treffen.
Tote begraben ist sogar ein Werk der Barmherzigkeit (Tobit 1,16) und Krank sein ist auch keine Sünde, aber Lepra sieht aus wie der Tod und jeder Berührung mit diesem Thema erinnert den Menschen an den Grund für den Tod, die Sünde. Wenn wir diesen Zusammenhang vergessen kann es dazu führen, dass wir das Böse mehr lieben als das Gute (Ps 52,5). Dazu gehört dann, mehr auf den materiellen Reichtum als auf Gott zu vertrauen (Ps 52,9). Das mussten auch die Jünger lernen, die auch nur auf das Geld vertrauten, um die 5000 zu sättigen (Mk 6,37).

Sprich als Gebet Ps 52,10 aus: „Ich vertraue auf die Güte Gottes, immer und ewig.“ 

(Heute habe ich Rückstand aufgeholt, das war anstrengend und birgt eine Versuchung: Leistungssport beim Bibellesen! So ist es nicht gedacht. Wenn du liest, entspann dich. Es ist die Zeit in der du Jesu zu Füßen sitzt und ein paar ruhige Minuten in seiner Gegenwart verbringst, während er zu dir spricht.)

27.2.
Die Auswahl der Jünger aus Mk 3,13 wird in Mk 6,7 ausgesandt. Dieser Sendung geht die Ablehnung Jesu in seiner Heimat voraus und ist gefolgt von der Enthauptung des Johannes. Der Preis der Jüngerschaft ist hoch, und erfordert volle Abhängigkeit von Gott. Das spiegelt sich auch in den Anweisungen Jesu für die Reise. Wir müssen unser Gepäck leicht machen, um die Schwierigkeiten zu bestehen. Das entscheidende Gewicht, das wir ablegen müssen ist das Gewicht der Sünde. (Heb 12,1) Psalm 51 ist dafür eine große Hilfe. Und wenn wir so freigesetzt sind, können wir wie die Kohathiter die Gegenwart Gottes auf unseren Schultern tragen. (Num 4,17)

Worum bittet Gott dich, um dich auf deine Mission vorzubereiten?

26.2.
Am Ende des Buches Exodus wurde die Reise des Volkes Israels ins gelobte Land beschreiben: Alles geschieht auf die Anweisung Gottes hin. (Ex40,36-38). Wenn die Wolke seiner Gegenwart sich vom Tabernakel hebt, geht Israel los, wenn sie bleibt, bleibt Israel. In Numeri 2 wird das Lager der Israeliten ist streng geordnet, damit die Menschen Gottes Richtung effektiv und schnell folgen können. Bis heute ist die Institutionelle Organisation der Kirche dazu da, den Menschen zu helfen der Führung des Heiligen Geistes willig und genau zu folgen. Außerdem sehen wir erneut, an der Einteilung des Lagers, die zentrale Bedeutung des Tabernakels und seiner Liturgie. (Num 2,17) Auch  das spiegelt sich in der Katholischen Kirche wieder. Das 2. Vatikanische Konzil sagt uns, dass die Eucharistie die Quelle und er Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens ist. Lumen Gentium 11
Dort berühren wir im Glauben Jesus, wie die kranke Frau und empfangen seine Heilung. (Mk 5,27) Die Geschichte der Tochter des Jairus erinnert uns, dass wir die lebensspendende Kraft sogar dann empfangen können, wenn wir durch die Sünde Tod sind. Das Sakrament der Versöhnung kann uns wiederbeleben. Aber die Sakramente wirken nicht magisch. Anbetung erfordert Bekehrung. Psalm 50 verkündet, dass die Liturgie ohne persönliche Bekehrung leer ist. Jesus zu treffen sollte uns verändern. Sogar nachdem sie geheilt ist, fordert Jesus die Frau auf, geheilt zu bleiben: (Mk 5,34)

Von Welcher Krankheit brauchst du die Heilung  Jesu?

25.2.
Das Buch Numeri gibt ein lebendiges Zeugnis von dem unerschütterlichen Willen Gottes, zu seinen Zusagen für Israel gegen alle äußeren und inneren Wiederstände zu stehen und an den Verheißungen an die Erzählten und somit an der Erwählung Israels festzuhalten. Gott führt das Volk auch dann durch die Wüste zum Ziel. wenn dieses verzagt, murrt und sich von ihm abwendet. Er straft die Vergehen, jedoch sind seine Gnade und sein Erbarmen um ein Vielfaches größer. In der Liturgie bietet Gott Israel an, seiner belebenden und lebenserhaltenden Gegenwart immer neu zu begegnen.

Die Musterung der Stämme dient dem Aufbruch der militärischen Rüstung für den Weg ins gelobte Land. Dass die Leviten nicht gemustert werden unterstreicht, dass die Gegenwart Gottes wichtiger ist, als die allzu menschlichen Berechnungen der eigenen Kraft. Psalm 49,6 spricht von dieser Gewissheit: Warum sollte ich mich in Tagen des Unheils fürchten. Jesus muss den Jüngern, nachdem er den Sturm gestillt hat, sagen: „Warum habt ihr Angst?“

Vertraust du darauf, dass du dich auch in Zeiten der Schwierigkeiten nicht fürchten musst, weil Christus die Mitte deines Lebens ist?

24.2.
„Ich bin der Herr.“ Das ist das wiederkehrende Wort in Levitikus. Und „ich will bei euch wohnen und unter euch umhergehen.“ (Lev 26,12) Dieses große Versprechen ist der Grund für all die Vorschriften. Und es gibt ein Versprechen: Wenn das Volk diesen Vorschriften gehorsam folgt, wird es in Frieden im Land leben, und sie brauchen sich vor niemandem zu fürchten. Auch wenn Israel in seiner Beziehung zu Gott durch schwierige Jahre gegangen ist, wurde es schließlich die Nation, die den König der Könige Jesus beherbergen durfte. Ihn, in dem die Versprechen des Alten Testamentes auf unerhört konkrete Weise Wirklichkeit geworden sind.

Kennst du auch die Erfahrung der Sicherheit, die vom Gehorsam gegenüber Gott kommt?

23.2.
Ein ewiges Licht und Brot das immer aufbewahrt wird. (Lev 24,1-8) Wer da nicht an den Tabernakel in der katholischen Kirche denkt! Ein Vorausbild, dessen sinn erst durch die Eucharistie ganz klar wird. Das Land gehört Gott und die Israeliten gehören ihm. Das ist eine gute Richtlinie für den Umgang mit Hab und Gut und miteinander. (Lev 25, 23.55)
Die Lehre von der Gerechtigkeit (Auge um Auge) aus Lev 24,17f. wird durch die Lehre von der Barmherzigkeit nicht aufgelöst, sondern überboten: Wer „Barmherzigkeit“ hat, dem wird „Barmherzigkeit“ gegeben. (Mk 4,24) Doch schon Levitikus geht über die reine Fairness hinaus, wenn es das Sabbatjahr ausruft, das erweitert die erbarmungslose Gerechtigkeit.

Der Same im Gleichnis ist das Wort. Während du liest wird sein Wort in deine Seele gesät.

22.2.
Arbeit kann unser Leben dominieren. Praktische Dinge erledigt zu haben kann ein Gott in unserem Leben werden. Wir können so beschäftigt und in Eile sein, dass wir vergessen still zu sein und in der Gegenwart Gottes und seiner barmherzigen Liebe zu ruhen. Das ist ein Grund warum Gott uns Festzeiten und Feiertage gibt. Sie setzten uns frei von dem alltäglichen Geschäft und schaffen einen Tempel in der Zeit, ein Auge im Sturm, in dem wir Ruhe finden. Darum wird in Levitikus so oft betont, dass die Feste mit Ruhe verbunden sind. Sei still und erkenne in der Stille, dass ich Gott bin. Der Herr ist bei uns! (Ps 46,10-11)

Erlaube den Herrn regelmäßig deine Geschäftigkeit zu unterbrechen, damit du in Berührung kommst mit IHM und seinem Ruf für dein Leben. Zeit für den Herrn zu nehmen ist eine Entscheidung, die man kraftvoll durchsetzen muss!

21.2.
Die Gesetze in Levitikus sind eingerahmt vom Gebot der Liebe zum Nachbarn im Volk: Lev 19,18 und der Liebe zum Fremden Lev 19,34. Die folgenden Regeln schützen die Kinder und Schwachen in der Gesellschaft. Die Begründung ist einfach: „Ich bin der Herr!“ Und schließlich: Seid mir geheiligt, denn ich bin heilig, ich habe euch von den anderen Völkern unterschieden, damit ihr mir gehört. (Lev 20,26)

Psalm 45 handelt vom König Israels, wurde aber schon früh auf Christus gedeutet (vgl. Heb 1,8-9). Er ist wirklich der Schönste von allen Menschen und gesalbt zu herrschen.

Wie kannst du konkret und praktisch deinem Mitmenschen Liebe Zeigen?

20.2.
Alles gehört Gott. Und es gibt keinen Bereich des Lebens, in dem ihm nicht die volle Kontrolle zusteht. Darum verbietet Levitikus die Opfer die nicht Gott gehören und darum identifiziert es auch die verkehrten Sexuellen Praktiken der Nachbarvölker als Gräuel. Auch Jesus ist derjenige, der Herr ist über alle Bereiche. Er entscheidet über Rein und Unrein über Sünde und fasten und auch über die Auslegung des Sabbats.

In welchem Bereich meines Alltags – der nur scheinbar nichts mit meinem Glauben zu tun hat – könnte ich neu Gottes Herrschaft anerkennen? 

19.2.
Nicht vergessen, Levitikus ist ein Ritus Buch, das vor allem die Regeln für den Ablauf des Gottesdienstes enthält. In dem Zusammenhang stehen auch die Reinheitsvorschriften. Wenn Jesus nun einen Aussätzigen heilt, so dass er „rein“ ist, so ist das nicht nur die Heilung einer Krankheit. Was nur der Hohe-Priester und nur am höchsten Jüdischen Festtag einmal im Jahr durfte, das wird dem zuteil der von Jesus berührt wird. Er tritt ein in die Gegenwart Gottes.

Auch wenn uns die Nähe Gottes durch Jesus so leicht zugänglich geworden ist. Wie können wir wieder lernen seiner heiligen Gegenwart größere Ehrfurcht entgegenzubringen? 

18.2.
Wir alle brauchen Reinigung, das Buch Levitikus kennt die Rituale dafür, interessant ist, dass eine Taube in die Freiheit entlassen wird als Zeichen der Freiheit von der Gefangenschaft Lepra. Jesus und Johannes der Täufer predigen eine andere Reinigung, von der Gefangenschaft der Sünde. Bei Johannes gehörte die Bekenntnis der Sünde zur Reinigung, und auch Jesus ruft schon in seinen ersten Worten zur Umkehr auf.

Wo könnte Umkehr Freiheit in dein Leben bringen.

17.2.
Juhu Lev. 13,40 Glatze am Kopf, egal: „Dieser Mann ist rein!!!“ Es geht um den Zugang zur Gegenwart Gottes. Die Taufe, die Jesus nach der Auferstehung seinen Jüngern aufträgt adressiert die Krankheit der Sünde und macht – dank des Todes und der Auferstehung Jesu, der wahrer Mensch und wahrer Gott ist – nicht nur rein, sondern sogar heilig. Die heilige Dreifaltigkeit will in der Seele des getauften Wohnung nehmen.

Wie der Hirsch nach Wasser in Psalm 42: Wie steht es um deinen Sehnsucht nach Intimität mit dem Gott, der in deiner Seele wohnt?

16.2.
Gott ist heilig, seine heilige Gegenwart ist sogar gefährlich. Nadab und Abihu machten etwas im heiligen Ritual falsch und wurden sofort bestraft. Zur Sicherheit gibt Gott neue Sicherheitsanweisungen für die Priester, damit sie in seiner Gegenwart überleben. Die ganze Einteilung in heilig und unheilig, rein und unrein, gipfelt in dem Vorhang, der das Allerheiligste abtrennt. In dem Moment des Todes Jesu am Kreuz wird dieser Vorhang vollständig weggerissen. Uns ist eine neuer Grad des Zugangs zu Gottes Gegenwart geschenkt.

Hast du schon einmal den Unterschied zwischen heilig und unheilig erlebt?

15.2.

Niemand wartet gern. Warten ist Nervig weil es uns zwischen der Vergangenheit und der Zukunft festhält. Wir sitzen fest, hoffen auf den nächsten Schritt aber erleben nicht dass es endlich passiert. Levitikus beschreibt die Wehe der Priester. Nach der Weihe müssen sie 7 Tage lang Tag und Nacht auf die Gegenwart Gottes warten. Wie der Psalm 40 sagt: „Ich wartete geduldig auf den Herrn.“ Endlich am 8. Tag nach dem ersten Opfer erscheint die Herrlichkeit Gottes sichtbar für Alle. Aron Geduld zahlt sich aus. Jesus am Kreuz wird versucht ungeduldig zu sein. „Gott soll ihn JETZT befreien.“ Sie verstehen nicht, dass Jesus geduldig auf seinen Vater wartet, ihn vom Tod zu retten.

Auf welche Weise kannst du auf den Herrn warten?

14.2.

Levitikus kennt Gebrochenheit des Menschlichen Lebens. Auch der Psalm weiß dass wir den Besitzt nie sicher haben. Wir sind dafür verantwortlich unser Leben ehrlich zu leben, aber wir können nicht davon ausgehen, dass es leicht, gerecht und vorhersehbar sein wird. Jesus selbst erlebt, obwohl er heilig ist, die Ungerechtigkeit, aber er öffnet uns auf diese Weise den Zugang zum Himmel.

Welche Unvollkommenheiten in diesem Leben bringen dich zur Vorfreude auf den Himmel. 

13.2.

Eine Sünde bleibt etwas böses, auch wenn sie unwissend getan wird. (Lev 5,19) Sie braucht immer Vergebung und Wiedergutmachung. Es ist schon eine Überwindung, wenn mich jemand auf die Sünde hinweist, die mir nicht bewusst ist bereitwillig das angeordnete Opfer zu bringen, obwohl es mir vielleicht übertrieben scheint. (Gut mitgedacht, dass die höhe des Opfers an die Kaufkraft des Sünders angepasst ist.) Die Sünde schwebt über unseren Häuptern, ohne dass wir es merken (Ps 38,5). Darum muss die Sünde aufgedeckt werden, damit sie geheilt werden kann. Wir sehen die Gefahr der zugedeckten Sünde im Leben von Judas, auch er entdeckt seine Sünde erst im Nachhinein und bereut sogar aber er findet nicht den Trost der Vergebung. Das Sündopfer gibt es nichtmehr, denn Jesus nahm unsere Schuld auf sich. Im Sakrament der Versöhnung steht uns sein Herz offen.

Verbringst du manchmal viel zu viel Zeit dich selbst für deine Sünde zu verachten, anstatt auf Gottes Vergebung zu hoffen?

12.2.

Heute beginnen wir das Buch Levitikus, es ist die schwierigste Etappe, weil es keine Handlung gibt. Es ist eigentlich ein Handbuch für Priester, damit sie wissen, wie sie Dienst tun müssen. Aber dieses Buch ist auch dazu da, dass alle im Volk im Gedanken mitvollziehen können, was die Priester hinter dem Vorhang tun. Ähnlich wie das Schott Messbuch in der alten Messe.
Es fällt uns vor allem drin schwer im Buch Levitikus zu lesen, weil wir von Jesus belehrt wissen, dass  all die Opfer ersetzt sind durch das eine Opfer Jesu. Die Sünde des Petrus wird nicht vergeben weil er irgendein Tier schlachtet, sondern weil er bereut. Dieser Weg stand auch für Judas offen.

Was tust du wenn du gesündigt hast? Verzweifeln? Oder flüchtest du voll Reue zu Jesus?

11.2.

Nicht Jeder ist zum innersten Heiligtum zugelassen. Du würdest vollkommen Fremde auch nicht durch dein Badezimmer gehen, oder durch dein Tagebuch blättern lassen. Im Heiligen Zelt nähert man sich Schrittweise dem Allerheiligsten und gelangt vom äußeren Vorhof zum Inneren des Zeltes und dann erst zum Allerheiligsten, wo die Bundeslade mit den Tafeln der Gebote steht, über denen die Gegenwart Gottes ruht. Diese Serie von Schritten bringt eine Ordnung in die Beziehung zu Gott. Wir starten nicht als Intime Freunde, sondern als Herr und Sklave, oder als Gesetzgeber und Untertan. Geistig können wir voranschreiten von einer Geschäftsbeziehung, bis zu einer Vater Sohn Beziehung und schließlich zu einer noch intimeren Brautartigen Beziehung gelangen. Es geschieht nicht auf einmal, sondern Stufenweise nach und nach. Auf die gleich Art sind auch nicht alle 1000 Jünger Jesu zum Abendmahl eingeladen sondern nur seine engsten Freunde und Jünger, die Apostel.

Wie ist die Intimität deiner Beziehung zu Gott über die Jahre gewachsen?

10.2.

Die Israeliten führen im kleinsten Detail alles so aus, wie Jahwe es vorgeschrieben hat. Darin zeigt sich ihr Glaube. Für uns ist das kleinste Detail der kleinste und unscheinbarste Mitmensch, dem wir dienen. Ein Detail: Auf den Schultern des Priestergewandes werden Edelsteine aufgenäht, die mit den Namen der 12 Stämme Israels beschriftet sind. (Ex 39,6)  Diese Steine erinnern mich an die Steine in der Offenbarung des Johannes, auf denen ebenfalls ein Name steht. (Off 2,17)

9.2.

Wir sind in beständiger Spannung zwischen Sparsamkeit und Großzügigkeit. Manche Sparsamkeit ist nämlich Geiz. Nach ihrem Glaubensabfall bezeugen die Israeliten ihre Ernsthaftigkeit durch die großzügige Spende (Ex 36,6). Das Gleichnis von den Talenten bringt die Sache noch deutlicher ans Licht. Furcht ist die Ursache für falsche geizige Sparsamkeit. Vertrauen und Glaube sind die Quelle für Großzügigkeit. Wo ich Gottes Liebe glaube und seiner Fürsorge vertraue, kann ich großzügig meine Zeit, meine Kraft und auch das mir anvertraute Geld, einsetzen.

Wer braucht heute deine Großzügigkeit in Zeit, Talent oder materiellen Dingen?

8.2.

Schon wieder diese seltsame Regel, in Ex 34,26 das Kalb nicht in der Milch der Mutter zu kochen. Das ist keine Speisevorschrift sondern war ein kanaanitischer Brauch. Auf diese Weise sollten böse Geister vertrieben werden. Die Israeliten sollten sich davon fernhalten, auch wenn diese Sache harmlos aussah. Es soll damals bei den Bewohnern Kanaans auch Brauch gewesen sein, Böckchen in Muttermilch zu kochen und diese Milch dann auf den Erdboden zu träufeln. Ziel dieser abergläubischen Aktion war, den Ertrag des Landes zu fördern. Das würde auch erklären, warum dieses göttliche Verbot in Verbindung mit der Darbringung der Erstlinge und des Zehnten genannt wird.

Abergläubige Aktionen versuche Einfluss auf die Gottheit zu nehmen. Wir sollen nicht versuchen Einfluss zu nehmen sondern warten, wie es Jesus in seinen Gleichnissen sagt.

Versuche im Gebet auf die Gegenwart des Herrn zu warten, anstatt nach der hastig ausgesprochen Bitte sofort wieder alles selbst in die Hand zu nehmen.

7.2.

Nur 40 Tage nachdem sie den 10 Geboten zugestimmt haben kommt der Bruch. Aron spielt die Sache herunter, für ihn wird die Beziehung zu Gott zu einem Doppelleben, das nicht mehr sein ganzes Sein umfasst. Mose dagegen scheint aus heutiger Perspektive zu übertreiben, aber er setzt seine ganze Intimität mit Gott ein um ihn zu überreden das Volk nicht zu vernichten (32,11) und es nicht zu verlassen (33,15). Den Preis, den Mose bezahlt ist, dass er das Angesicht Gottes (33,11) nun nicht mehr sehen kann (33,23). Er ist zu sehr mit den sündigen Menschen verbunden. Die Person des Mose weist auf Jesus hin, der bereitwillig unsere Erlösung gewinnt, zum großen Preis seines eigenen Lebens.

Höre aus diesen Sätze in Ex 33 die intime Beziehung heraus, die Mose zu Gott hat und ahme ihn nach. Jesus hat uns diesen Zugang zu Gott ermöglicht indem er uns bis zu unserem Doppelleben entgegengekommen ist. In welchem Bereich deines Lebens oder in welcher Beziehung kannst du ein Doppelleben beenden?

6.2.

Der Rauchopferaltar ist echt klein, 30 mal 30 Zentimeter und 60 Zentimeter hoch. Optimal um damit von Zeltplatz zu Zeltplatz zu ziehen. Die Bauanleitung endet damit, dass der Sabbat erneut eingeschärft wird. Der Herr möchte immer und überall bei seinem Volk wohnen. Der Tempel, den die Jünger bestaunen ist nicht von Dauer, der Platz an dem Gott auf Dauer wohnen will ist unsere Seele.

Überlege dir, wie du den kommenden Sonntag als Tag des Herrn heilig halten kannst, so dass Gott – und die Himmlische Ruhe die er für dich bereit hält – an diesem Tag erste Priorität hat.

5.2.

Habt ihr die Parallele gesehen? Ex 29,37: der Altar ist hochheig. Alles was ihn berührt wird geheiligt. Jesus bezieht sich darauf in Mt 23,20.

Für die Weihe der Priester gibt Gott ein aufwendiges Zeremoniell. Es dient dazu, dass sie sich ihre Sünde bewusst sind. Das war der größte Fehler der Pharisäer, dass sie sich für gerecht hielten.

Nimm Dir diese Woche Zeit um das Sakrament der Versöhnung zu empfangen.

4.2.

Der Herr kennt unsere Schwäche schon bevor sie ans Tageslicht kommt. Er weiß, dass die meisten von uns lieber sesshaft werden und einen bequemen Ort suchen, um einfach durchs Leben zu kommen. Der Nächste Tag soll einfacher werden als der heutige. Aber von Anfang an hat Gott eine Religion begründet, die gegen diese Tendenz in uns gerichtet ist. Er gibt ein tragbares Zelt in Auftrag (Ex 27,1-8) Ein Tragbares Heiligtum in dem seine Gegenwart auf einer tragbaren Bundeslade (Truhe) ruht. Er ist kein stagnierender feststehender Gott, sondern ein Gott in Bewegung! Er lädt uns ein Sicherheit und Zuflucht nicht in Routine oder Bräuchen zu finden, sondern in ihm allein. Der Psalmist spricht im heutigen Psalm von denen, die ihre Sicherheit beim Herrn suchen (Ps 31,20). Gott will das wir sicher sind, aber nicht bequem. Er möchte, das wir mit ihm in Bewegung sind und ihm mutig folgen, wohin er uns führt. „Euer Herz sei stark und unverzagt“ (Ps. 31,25) Die Richtung dieser Dynamik wird uns von Jesus vorgegeben, wenn er die beiden wichtigsten Gebote nennt. Gott und den Nächsten zu lieben.

Auf welche Weise hat Gott dir Mut gegeben aus dir heraus zu gehen in Liebe?

3.2.

Heute musste ich aufholen, weil ich gestern nicht zum Bibellesen gekommen bin und dann das: Die Geladenen Gäste in MT 22 sind zu beschäftigt für Gott. Aua! Um so beeindruckender wie die Israeliten sich die Zeit nahmen das Zeltheiligtum zu bauen, bis ins kleinste Detail, mit bestimmten Vorhängen und Hölzern. Ich habe versucht mir den Raum des Allerheiligsten vorzustellen, probier es mal aus, so viel Fantasie haben wir. Für die Israeliten war es ein mysteriöses Heiligtum, deren Sinn sie noch gar nicht ganz verstanden. Die Bundeslade im Inneren des Tabernakels als Ort der Gegenwart Gottes, deutet auf die Jungfrau Maria hin, die Gott selbst in ihrem Leib trug.
Der Tisch für das Brot findet seine Erfüllung im Christlichen Altar, wo wir die wahre Gegenwart Gottes empfangen. Die Israeliten bauten im Gehorrsam nach Gottes plan. Nimm aus deinem Beschäftigten Tagesplan ein paar Minuten und Dane Gott für seinen Plan der Rettung den er schon zur Zeit des Mose im Hinterkopf hatte, und für seien Plan den er für dein Leben hat.  

2.2.

Eigentlich eine ganz einfache Logik in den Geboten des Mose: Setze nicht deinen Eigenen Vorteil über die Gerechtigkeit und über das Wohlergehen des anderen. Schließe dich nicht der Mehrheit an, wenn sie irrt. Doch das ist genau das, was die leitenden Priester mit Jesus tun. Sie ermorden lieber den Sohn um ihren eigenen Vorteil nicht zu verlieren.

Wovon erhoffst du dir Heil und Glück? Von deiner eigenen Taktik oder von Gott.

1.2.

Als die Israeliten die dramatischen Geräusche hörten und den Rauch am Berg Sinai sahen, bekamen sie Angst vor dem was passieren würde, wenn sie die Stimme Gottes persönlich hören würden. (Ex 20,19) Darum baten sie Mose, er möge mit Gott sprechen. Was dann kommt sind in den nächsten Kapiteln detaillierte und ausgewogene Rechtssatzungen die zum Ziel haben Gerechtigkeit zu garantieren. Ja die Stimme Gottes ist die ultimative moralische Autorität und wenn wir sie wahrhaft hören verpflichtet sie uns. Es ist die starke Stimme, die die Zedern in Psalm 29 zerbricht und die Händler aus dem Tempel treibt.
Aber es ist auch die Stimme des Demütigen Königs, der auf einem Esel reitet.

Was sagt er dir heute? Vielleicht vermittelt durch die Kirche?

31.1

Mose hatte sein Frau zurückgeschickt, kein Wunder, dass er nachher dem Volk zugesteht dass sie eine Scheidungsurkunde ausstellen dürfen, obwohl das nicht Gottes Gebot ist.
Was Mose da lernt ist eine Lektion für alle die Leitungsaufgaben haben. Lass dir helfen, teile Autorität!
Die Plätze rechts und links von Jesus, die Jakobus und Johannes erbitten werden schon sehr bald vom Vater vergeben. Für die Jünger unerwartet werden es die beiden Verbrecher sein, die rechts und links neben dem Kreuzes-Thron Jesu sind. Die Königsherrschaft Gottes ist keine Gewaltherrschaft, sondern Herrschaft der Liebe und des Dienstes.

Wo solltest du Hilfe annehmen? Wem dienst du um Christi willen?

30.1.

Das Volk Israel muss viel lernen, es geht einen langen Weg bis zum reifen Glauben. Noch murren sie sobald Gott nicht wie ein Kaugummiautomat sofort das ausspuckt, was sie wollen. Sie werden in den 40 Jahren der Wüstenwanderung Gott als den kennenlernen, dem man vertrauen kann, auch wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich mir das vorstelle.

Die Arbeiter im Gleichnis Jesu, die von den ersten Morgenstunden an im Weinberg Gottes gearbeitet haben stehen für das Volk Israel, das den langen Weg der Erziehung durchgemacht hat. Die Letzte Challenge ist für sie nun die Tatsache, dass Jesus das Heil auch denen schenkt die Ihn als Retter annehmen und in letzter Minute dazukommen.

Welche Schwierigkeit deines Lebens kannst du als Erziehung durch deinen Himmlischen Vater ansehen? (Besonders schwierig, wenn du siehst, das andere diese „Erziehung“ nicht bekommen.)

29.1.

Das Volk Israel muss erst lernen Gott zu vertrauen, wir können mit ihnen mitgehen und uns noch einmal an die die ersten Schritte unseres Glaubens erinnern.

Jesus wird die wichtigste Frage gestellt, die man fragen kann: Was muss ich tun um in das Reich Gottes zu gelangen? Jesus sagt nicht: „Das einzige das du tun musst ist glauben.“ Er sagt: „Halte die Gebote!“ Die 10 Gebote stehen auf 2 Tafeln: Die ersten drei Gebote beziehen sich auf Gott, die Gebote der zweiten Tafel auf den Mitmenschen. Der reiche Mann der Jesus fragt hält die zweite Tafel der Gebote ein. Ihm fehlt die Erste Tafel der Verehrung Gottes. Jesus sagt, dass die erst Tafel der Gebote erfüllt wird, wenn man IHM nachfolgt.

Was muss ich tun, um in das Leben einzutragen, das Gott von mir will?

28.1.

Warum verlangt Gott ein Schlachtopfer? Wir werden sehen, dass sich erst in Jesus dem Lamm Gottes der Sinn dieser Andeutung ganz zeigt. Aber schon an jenem Abend in Ägypten macht es Sinn. Die Ägypter verehrten Schafe als Götter, die Söhne Israels mussten lernen, mit diesem Aberglaube zu brechen und ganz auf den Herrn zu vertrauen. (Das Goldene Kalb dass sie wendig später gießen werden zeigt den Rückfall.) Das Blut an die Türpfosten zu streichen macht es für die Nachbarn öffentlich sichtbar: „Wir verehren die Schafe nicht mehr!“ Gott wünscht sich dieses öffentliche Zeugnis.

Was hindert dich daran öffentlich von Gott Zeugnis zu geben?

27.1.

Achtung, wenn du von den 10 Plagen liest: Wir wissen von Jesus wer Gott ist und wenn im Alten Testament Dinge nicht zu dem Gottesbild passen, das wir kennen, dann darum, weil wir Gott durch Jesus tatsächlich besser kennen. „Generationen von Propheten haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht und haben es nicht gesehen.“ (MT 13,17) Doch von Jesus belehrt können wir auch in den Worten des Alten Testamentes schon erkennen, wie sich Gott nach und nach offenbart. In Exodus 9,15 lesen wir, dass es Gott nicht um die Vernichtung geht, und er Ägypten sogar schont.

In Mt 18,21ff. vergleicht Jesus die finanziellen Schulden mit der Schuld der Sünde. Es ist ein Wortspiel, denn die Sprache Israels verwendet das gleiche Wort für Sünde und für Schulden.

Wem kann ich die Vergebung weitereben, die ich von Gott erhalten habe, indem ich ihm vergebe?

26.1.

In den Katakomben in denen die Christen in Rom ihre Toten begruben findet sich immer wieder das Bild von Jesus als dem guten Hirten. Heute kam es gleich zweimal vor. In Mt 18,12-13 und im Psalm 23. Die Christen Roms haben den Psalm 23 mit der Hoffnung auf die Auferstehung verbunden. Lies den Psalm mal unter dieser Rücksicht: Er lässt mich lagern, wenn wir uns zum sterben niederlegen, dann lässt er uns an Wassern des Lebens lagern. (Ruhe in Frieden beten wir.) Das Finstere Tal kann das Tal des Todes sein. Der gedeckte Tisch ist das himmlische Festmahl (Vgl. Offenbarung 19). Und schließlich erinnert der Satz: „Wir werden im Haus des Herrn für immer wohnen. (Psalm 23,6)“ an die Worte Jesu: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ (Joh 14,2)

Lerne diesen Psalm auswendig, damit du ihn am Sterbebett eines Menschen und vor deinem eigenen Tod beten kannst.

25.1.

In der Herberge auf dem Weg nach Ägypten wird Mose Krank, seine Frau kommt auf die richtige Idee, dass ihr Sohn noch gar nicht beschnitten ist, obwohl das Gottes Gebot war. Ihre Fürbitte für ihren Mann besteht darin, dass sie Gottes Gebot ernst nimmt.

Der Pharao hat eine schlaue Taktik, er lässt die Israeliten mehr arbeiten, damit sie keine Zeit zum Beten finden. Ist das nicht genau was heute bei uns wieder passiert?

Vielleicht ist es in deinem Leben Zeit für einen persönlichen Auszug aus Ägypten, indem die den Sonntag arbeitsfrei machst und dir Zeit für Ruhe und damit für Gebet und Begegnung mit Gott nimmst.

24.1.

Habt ihr die Ausreden von Mose gehört? Fast wie Jona, der nicht in der Hauptstadt predigen will. Interessant, dass Jesus den Petrus BAR JONAH nennt. Hier bekommt er zum zweiten Mal einen neuen Nahmen. Sohn des Johna, er soll wie der Prophet in der Hauptstadt (Rom) predigen. Auch Petrus wird wie Jona und Mose seine Ausflüchte haben, aber er wurde zum Zeugen für Jesus.

Bin ich Zeuge für Jesus an dem Ort an den er mich gestellt hat?

23.1.

Josef wirft sich auf seinen verstorbenen Vater und berührt mit seinem Gesicht das Gesicht des Toten und küsst ihn. Ein schönes Detail: Hab keine Angst vor Berührung mit dem Veratorbenen. Das Buch Genesis endet mit der Vergebuydie Josef seinen Brüdern schenkt und mit der Feststellung, dass Gott auf krummen Zeilen gerade schreibt.

Kannst du auf die Umwege und Irrwege deines Lebens zurückschauen und wie Josef Gottes liebevolle Vorsehung sehen?

22.1.

In Psalm 22 steht: der Name des Gottes Jakobs angerufen. Gott selber nennt sich in seinem Gespräch mit Jakob „Gott deines Vaters“. Gott ist kein Gott der Toten, für ihn sind alle lebendig, und er ist bei jedem von uns gleichzeitig. Er kann mit dir sprechen und gleichzeitig mit mir.

21.1.

Schon zu sehen, wie dankbar der Pharao ist und wie großzügig er darum handelt. Mir fällt auch auf dass in dieser ganzen Kultur ein Versprechen wirklich etwas zählt. Joseph erkennt jetzt dass seine Träume aus seiner Jugend war wurden, aber auch dass die Umwege über Gefängnis und Sklaverei dazu gehörten. Juda hat sich inzwischen bekehrt, und statt ein Kind von Rahel in die Ägyptische Sklaverei zu schicken bietet er sein eigenes Leben an. Aus seinem Stammbaum wird Jesus hervorgehen, der sein Leben hingibt für seine Brüder.

Wem könntest du (wie es Joseph mit seinen Brüdern tat) eine zweite Chance geben?

20.1.

Die Gleichnisse Jesu handeln nicht vom Messias, sondern vom Reich Gottes. In den letzten 3 der 7 Gleichnisse geht es um die Anstrengung die nötig ist. Der Preis für die Perle und den Acker ist gleich: Alles. 

Bin ich bereit um Gott zu finden ganzen Einsatz zu bringen, wie es die Erfolgreichsten in der Wirtschaft tun? 

Nachholen ist angesagt. ich bin hinterher.

19.1.

Dass der Sämann den Samen auch dorthin sät wo Dornen sind ist ein Zeichen seiner Großzügigkeit. Ebenso Großzügig sollten wir das Wort Gottes auch dort aussprechen wo wir sogar erwarten dass es nicht akzeptiert wird. 

Wer aus meiner Familie oder von meinen Freunden ist der wo ich denke es würde nichts bringen ihm das Wort zu verkünden. Wem könnte ich wenigstens einen kleinen Vorschlag oder eine Einladung sagen?

18.1.

Als Sklave verkauft zu sein war noch nicht das Schlimmste, es kommt noch schlimmer. Joseph wird ins Gefängnis geworfen. Doch beide male, sowohl im Haus des Potifar als auch im Gefängnis steht die Aussage: „Der Herr war mit ihm“. Tatsächlich inmitten negativer Umstände kann es sein, dass Gottes spezifischer Segen auf dir liegt. Die Versuchung besteht darin zwei Lügen zu Glauben: 1. Das Unglück käme von Gott, 2. Erfolg kommt nur aus meiner eigener Kraft. Joseph widersteht der Versuchung und sagt: „Träume deuten kann nur Gott.“ Die Herausforderung des Lebens mit Gott lautet also: 1. Halte fest daran, dass Gott aus allen Umständen in seinem Erbarmen etwas gutes machen kann. 2. Setze darauf, dass aller Erfolg von Gott kommt. 

17.1.

Jesus die Worte die ich sage offenbaren wie ich denke. Das ist wie Röntgen für die Seele. Darauf will ich in den nächsten Tagen achten um zu sehen was in mir ist. 

16.1.

Ich hab mich gefragt, wann der Diebstahl Rahels endlich aufgelöst wird, sie hatte doch den Götzen ihres Vaters Laban gestohlen. Also hielt sie ja auch an dessen Verehrung fest. In Genesis 35 werden alle Götzen entfernt, da ist sicher auch die Figur darunter, die Rahel bei sich hatte. 

Gibt es Versprechen, die du Gott gegeben hast, die du noch nicht erfüllt hast?

15.1.

Jesus spricht mit den Jüngern des Johannes in religiösen Formeln, seine Antwort ist bescheiden aber unmissverständlich: Ja ich bin der Messias! 

Ihn als König zu erkennen und ihm nachzufolgen braucht Einsicht. 

Aber wir brauchen keine Angst haben seinen Willen zu tun. Er raubt uns nicht unsere Freude, ganz im Gegenteil, sein Joch ist sanft. Uns seinem Willen unterzuordnen ist der einzige Weg zur Erfüllung unserer Sehnsucht. 

Ist Jesus König in deinem Leben?

14.1. 

Jüngerschaft bedeutet Jesus Priorität geben. Sogar über meine Familie und über mein Ego. Ohne diese Priorität hätte es einen heiligen Franziskus nicht gegeben. 

Wenn Jesus an erster Stelle steht, kommt alles andere in die richtige Ordnung, auch unsere Beziehung zu unseren Eltern. (Vielleicht nicht sofort aber auf Dauer!)

Ich fand es auch stark wie Gott zu Jakob sagt: „ich bin der Gott von Betel“ Gott erinnert sich an unsere erste Bekehrung und an unsere Begegnung die wir damals mit ihm hatten. Er ist treu. 

13.1.

Um Vater und Mutter zu ehren spricht die Bibel nicht offen von der Sünde der Patriarchen. Erst aus den Folgen erfährt man  dass zum Beispiel, dass daraus, das Abraham mit der Magd von Sarah geschlafen hat ein Familienkonflikt entsteht, der ständig wächst. (Und sich vielleicht im heutigen Konflikt mit dem Islam – der sich auf Ismael beruft – widerspiegelt)

Ähnlich bei der Sünde von Jakob. Gestern haben wir davon gelesen wie er sich den Segen des Vaters durch einen Betrug erschlichen hat, weil der Vater nicht mehr sehen konnte. Nun wird Jakob als er in der Nacht nicht sehen kann selbst betrogen. Jakob erntet was er gesät hat. Genau wie bei ihm werden die Geschwister getauscht.

Machst du eine tägliche Gewissenserforschung?

12.1.

Warum fasten die Jünger Jesu nicht. Fasten war ein Zeichen der Trauer wegen der Abwesenheit Gottes, die sich daran zeigte, das Jerusalem erobert und der Tempel zerstört werden konnte. Aber Jetzt ist in Jesus Gott ja da, also wird auf diese Weise nicht mehr gefastet. Wenn wir fasten, dann in Erinnerung an das Karfreitagsleiden Jesu.

Fastest du nach der Vorgabe der Kirche?

11.1.

Krass wie sich die Dinge wiederholen: Bei Ismael und Isaak herrscht der jüngere über den älteren. Bei Jakob und Esau wird es wieder so sein. Und auch Isaak begeht die gleiche Sünde wie sein Vater! Aber Gott bewahrt ihn und er bleibt Rebecca treu und muss nicht aus dem gelobten Land auswandern. 

10.1.

Die Worte „Herr ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach“ die der Hauptmann sprach und die wir in der Messe wiederholen, verkünden nicht unsere Unwürdigkeit sondern verkünden unseren Glauben an die Macht Jesu: „sprich nur ein Wort so wird meine Seele gesund.“

9.1.

Zum Opfer Abrahams hab ich etwas gutes gelesen:

Brandopfer waren Sündopfer. Die Sünde Abrahams bestand darin seinen Sohn Ismael in den Tod zu schicken, weil er Hagar statt Reichtum nur einen Schlauch Wasser mitgegeben hat. Jetzt teilt Abraham die Erfahrung von Hagar. Aus dem Lager weggehen mit der Gewissheit, dass sein Sohn sterben wird. 

Die Rettung von Ismael (Gen 21) läuft genau gleich wie die von Isaak (Gen 22). Gott ist Barmherzigkeit trotz der Schuld Abrahams. Und er übertrifft diese Barmherzigkeit noch indem Jesus schließlich das Holz für sein Opfer trägt. 

8.1.

Was schon wieder: Abraham was tust du, du bist ja voller Menschenfurcht. Du bist doch das Vorbild im Glauben, du musst doch… 

Das spricht sehr zu mir, denn ich erlebe oft dass ich aus Menschenfurcht handle und andere mit ihrer Klarheit mich beeindrucken. Aber das nimmt nichts davon weg das Abraham Gottes Prophet ist. Eine große Ermutigung auch für mich. 

7.1

In Sodom waren weniger als 10 Gerechte!!! Denn sonst hätte der Herr es verschont. 

Gebet steht für Intimität mit Gott. Diese Intimität soll umrahmt sein von Liebe zum Mitmenschen (Almosen) und Selbsthingabe (Fasten)

6.1.

Immer wieder bestürzend. Ismael ist der Sohn Abram aber nur weil er der Versuchung erlegen ist eigenmächtig zu handeln. Genau wie Adam von Eva die Frucht gereicht bekommt, so nun Abram von Sarai. Trotzdem verheißt Gott in seiner Barmherzigkeit auch dem Ismael Nachkommen, und er wird wie ein Wildesel sein, der sich den anderen Völkern vor die Nase setzt. Die islamische Tradition beruft sich auf Ismael, der in Mekka das Heiligtum gebaut haben soll.  

5.1.

Es gibt nach dem Turmbau zu Babel kein Happy End wie nach der Sintflut. Die Lösung ist diesmal langfristiger und beginnt mit Abram. Er wird gar nicht bestraft für sein Fehlverhalten in Ägypten. Mit ihm hat Gott etwas großes vor. Schon cool wie er Lot in 13,9 die Wahl überlässt. 

Der Melchisedek in 14,18 wird als Andeutung auf Jesus verstanden, der als Priester des höchsten Gottes ebenfalls Brot und Wein dargebracht hat. 

4.1.

Es gibt schon komische Bibelstellen, irgendwie ist die Stelle mit dem Weinanbau von Noach und auch die vom Turmbau zu Babel einfach zwischen rein gequetscht. In der App „iPieta“ ist ein Kommentar zu diesen Stellen dabei, der sagt, dass es in den Nachbarvölkern die alle aus Noach abstammen diese Dinge gab aber dass sie nicht von Gott kommen.  (Sexueller Kult und eine riesiger Turm) 

3.1.

Hui heute war es zum ersten Mal anstrengend. Witziges Detail: wie macht Noach die Tür seiner Arche zu? Gar nicht. Gott schließt hinter ihm zu. Wieder sehe ich darin fast schon eine zärtliche Geste. 

Übrigens sitzt Noach in der Arche im Dunkeln. Schon krass nicht zu wissen wie es draußen aussieht. Ein Frost für mich, wenn ich gefühlt im Dunkeln darauf vertrauen musst, dass Gott das Schiff meines Lebens schon lenken wird. 

Außerdem ist mir aufgefallen, dass in Matthäus 3 die Sintflut nochmal vorkommt. Es gibt Wasser und die Taube und die Stimme vom Himmel. 

Übrigens die „Söhne Gottes“ und die „Töchter der Menschen“ brauchen hier nicht als Griechische Sagen von Göttern ausgelegt werden. Es kann auch die Heirat der Söhne der gottgefälligen Nachkommen Sets mit den Töchtern der verdorbenen Nachkommen Kains gemeint sein. Nun gibt es keinen Familienstammbaum mehr der Heilig ist, Gott muss neu beginnen, mit Noah.

2.1.

Beim Lesen von Genesis 3-5 fällt mir auf wie freundlich Gottes Stimme klingt: Auch wenn die Sünde Konsequenzen hat. Gott ist nie unbeherrscht. Fast mitleidig spricht er mit Kain und macht ihm sogar ein Ehren-Zeichen an die Stirn, fast so wie das Zeichen auf der Stirn der Auserwählte in der Offenbarung 7,3. 

1.1.

Cool es ist so spannend wie ein Roman mit 3 Handlungsebenen gleichzeitig. Ich will am liebsten gar nicht zur nächsten Stelle springen.