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Bible Imput Challange

Hier kommt mein Selbstversuch: Die ganze Bibel in einem Jahr und täglich ein Kommentar zu den Bibelstellen aus dem Leseplan. Euer Pfr. Martin Seefried

17.2.

Juhu Lev. 13,40 Glatze am Kopf, egal: „Dieser Mann ist rein!!!“ Es geht um den Zugang zur Gegenwart Gottes. Die Taufe, die Jesus nach der Auferstehung seinen Jüngern aufträgt adressiert die Krankheit der Sünde und macht – dank des Todes und der Auferstehung Jesu, der wahrer Mensch und wahrer Gott ist – nicht nur rein, sondern sogar heilig. Die heilige Dreifaltigkeit will in der Seele des getauften Wohnung nehmen.

Wie der Hirsch nach Wasser in Psalm 42: Wie steht es um deinen Sehnsucht nach Intimität mit dem Gott, der in deiner Seele wohnt?

16.2.

Gott ist heilig, seine heilige Gegenwart ist sogar gefährlich. Nadab und Abihu machten etwas im heiligen Ritual falsch und wurden sofort bestraft. Zur Sicherheit gibt Gott neue Sicherheitsanweisungen für die Priester, damit sie in seiner Gegenwart überleben. Die ganze Einteilung in heilig und unheilig, rein und unrein, gipfelt in dem Vorhang, der das Allerheiligste abtrennt. In dem Moment des Todes Jesu am Kreuz wird dieser Vorhang vollständig weggerissen. Uns ist eine neuer Grad des Zugangs zu Gottes Gegenwart geschenkt.

Hast du schon einmal den Unterschied zwischen heilig und unheilig erlebt?

15.2.

Niemand wartet gern. Warten ist Nervig weil es uns zwischen der Vergangenheit und der Zukunft festhält. Wir sitzen fest, hoffen auf den nächsten Schritt aber erleben nicht dass es endlich passiert. Leviticus beschreibt die Wehe der Priester. Nach der Weihe müssen sie 7 Tage lang Tag und Nacht auf die Gegenwart Gottes warten. Wie der Psalm 40 sagt: „Ich wartete geduldig auf den Herrn.“ Endlich am 8. Tag nach dem ersten Opfer erscheint die Herrlichkeit Gottes sichtbar für Alle. Aron Geduld zahlt sich aus. Jesus am Kreuz wird versucht ungeduldig zu sein. „Gott soll ihn JETZT befreien.“ Sie verstehen nicht, dass Jesus geduldig auf seinen Vater wartet, ihn vom Tod zu retten.

Auf welche Weise kannst du auf den Herrn warten?

14.2.

Leviticus kennt Gebrochenheit des Menschlichen Lebens. Auch der Psalm weiß dass wir den Besitzt nie sicher haben. Wir sind dafür verantwortlich unser Leben ehrlich zu leben, aber wir können nicht davon ausgehen, dass es leicht, gerecht und vorhersehbar sein wird. Jesus selbst erlebt, obwohl er heilig ist, die Ungerechtigkeit, aber er öffnet uns auf diese Weise den Zugang zum Himmel.

Welche Unvollkommenheiten in diesem Leben bringen dich zur Vorfreude auf den Himmel. 

13.2.

Eine Sünde bleibt etwas böses, auch wenn sie unwissend getan wird. (Lev 5,19) Sie braucht immer Vergebung und Wiedergutmachung. Es ist schon eine Überwindung, wenn mich jemand auf die Sünde hinweist, die mir nicht bewusst ist bereitwillig das angeordnete Opfer zu bringen, obwohl es mir vielleicht übertrieben scheint. (Gut mitgedacht, dass die höhe des Opfers an die Kaufkraft des Sünders angepasst ist.) Die Sünde schwebt über unseren Häuptern, ohne dass wir es merken (Ps 38,5). Darum muss die Sünde aufgedeckt werden, damit sie geheilt werden kann. Wir sehen die Gefahr der zugedeckten Sünde im Leben von Judas, auch er entdeckt seine Sünde erst im Nachhinein und bereut sogar aber er findet nicht den Trost der Vergebung. Das Sündopfer gibt es nichtmehr, denn Jesus nahm unsere Schuld auf sich. Im Sakrament der Versöhnung steht uns sein Herz offen.

Verbringst du manchmal viel zu viel Zeit dich selbst für deine Sünde zu verachten, anstatt auf Gottes Vergebung zu hoffen?

12.2.

Heute beginnen wir das Buch Leviticus, es ist die schwierigste Etappe, weil es keine Handlung gibt. Es ist eigentlich ein Handbuch für Priester, damit sie wissen, wie sie Dienst tun müssen. Aber dieses Buch ist auch dazu da, dass alle im Volk im Gedanken mitvollziehen können, was die Priester hinter dem Vorhang tun. Ähnlich wie das Schott Messbuch in der alten Messe.
Es fällt uns vor allem drin schwer im Buch Leviticus zu lesen, weil wir von Jesus belehrt wissen, dass  all die Opfer ersetzt sind durch das eine Opfer Jesu. Die Sünde des Petrus wird nicht vergeben weil er irgendein Tier schlachtet, sondern weil er bereut. Dieser Weg stand auch für Judas offen.

Was tust du wenn du gesündigt hast? Verzweifeln? Oder flüchtest du voll Reue zu Jesus?

11.2.

Nicht Jeder ist zum innersten Heiligtum zugelassen. Du würdest vollkommen Fremde auch nicht durch dein Badezimmer gehen, oder durch dein Tagebuch blättern lassen. Im Heiligen Zelt nähert man sich Schrittweise dem Allerheiligsten und gelangt vom äußeren Vorhof zum Inneren des Zeltes und dann erst zum Allerheiligsten, wo die Bundeslade mit den Tafeln der Gebote steht, über denen die Gegenwart Gottes ruht. Diese Serie von Schritten bringt eine Ordnung in die Beziehung zu Gott. Wir starten nicht als Intime Freunde, sondern als Herr und Sklave, oder als Gesetzgeber und Untertan. Geistig können wir voranschreiten von einer Geschäftsbeziehung, bis zu einer Vater Sohn Beziehung und schließlich zu einer noch intimeren Brautartigen Beziehung gelangen. Es geschieht nicht auf einmal, sondern Stufenweise nach und nach. Auf die gleich Art sind auch nicht alle 1000 Jünger Jesu zum Abendmahl eingeladen sondern nur seine engsten Freunde und Jünger, die Apostel.

Wie ist die Intimität deiner Beziehung zu Gott über die Jahre gewachsen?

10.2.

Die Israeliten führen im kleinsten Detail alles so aus, wie Jahwe es vorgeschrieben hat. Darin zeigt sich ihr Glaube. Für uns ist das kleinste Detail der kleinste und unscheinbarste Mitmensch, dem wir dienen. Ein Detail: Auf den Schultern des Priestergewandes werden Edelsteine aufgenäht, die mit den Namen der 12 Stämme Israels beschriftet sind. (Ex 39,6)  Diese Steine erinnern mich an die Steine in der Offenbarung des Johannes, auf denen ebenfalls ein Name steht. (Off 2,17)

9.2.

Wir sind in beständiger Spannung zwischen Sparsamkeit und Großzügigkeit. Manche Sparsamkeit ist nämlich Geiz. Nach ihrem Glaubensabfall bezeugen die Israeliten ihre Ernsthaftigkeit durch die großzügige Spende (Ex 36,6). Das Gleichnis von den Talenten bringt die Sache noch deutlicher ans Licht. Furcht ist die Ursache für falsche geizige Sparsamkeit. Vertrauen und Glaube sind die Quelle für Großzügigkeit. Wo ich Gottes Liebe glaube und seiner Fürsorge vertraue, kann ich großzügig meine Zeit, meine Kraft und auch das mir anvertraute Geld, einsetzen.

Wer braucht heute deine Großzügigkeit in Zeit, Talent oder materiellen Dingen?

8.2.

Schon wieder diese seltsame Regel, in Ex 34,26 das Kalb nicht in der Milch der Mutter zu kochen. Das ist keine Speisevorschrift sondern war ein kanaanitischer Brauch. Auf diese Weise sollten böse Geister vertrieben werden. Die Israeliten sollten sich davon fernhalten, auch wenn diese Sache harmlos aussah. Es soll damals bei den Bewohnern Kanaans auch Brauch gewesen sein, Böckchen in Muttermilch zu kochen und diese Milch dann auf den Erdboden zu träufeln. Ziel dieser abergläubischen Aktion war, den Ertrag des Landes zu fördern. Das würde auch erklären, warum dieses göttliche Verbot in Verbindung mit der Darbringung der Erstlinge und des Zehnten genannt wird.

Abergläubige Aktionen versuche Einfluss auf die Gottheit zu nehmen. Wir sollen nicht versuchen Einfluss zu nehmen sondern warten, wie es Jesus in seinen Gleichnissen sagt.

Versuche im Gebet auf die Gegenwart des Herrn zu warten, anstatt nach der hastig ausgesprochen Bitte sofort wieder alles selbst in die Hand zu nehmen.

7.2.

Nur 40 Tage nachdem sie den 10 Geboten zugestimmt haben kommt der Bruch. Aron spielt die Sache herunter, für ihn wird die Beziehung zu Gott zu einem Doppelleben, das nicht mehr sein ganzes Sein umfasst. Mose dagegen scheint aus heutiger Perspektive zu übertreiben, aber er setzt seine ganze Intimität mit Gott ein um ihn zu überreden das Volk nicht zu vernichten (32,11) und es nicht zu verlassen (33,15). Den Preis, den Mose bezahlt ist, dass er das Angesicht Gottes (33,11) nun nicht mehr sehen kann (33,23). Er ist zu sehr mit den sündigen Menschen verbunden. Die Person des Mose weist auf Jesus hin, der bereitwillig unsere Erlösung gewinnt, zum großen Preis seines eigenen Lebens.

Höre aus diesen Sätze in Ex 33 die intime Beziehung heraus, die Mose zu Gott hat und ahme ihn nach. Jesus hat uns diesen Zugang zu Gott ermöglicht indem er uns bis zu unserem Doppelleben entgegengekommen ist. In welchem Bereich deines Lebens oder in welcher Beziehung kannst du ein Doppelleben beenden?

6.2.

Der Rauchopferaltar ist echt klein, 30 mal 30 Zentimeter und 60 Zentimeter hoch. Optimal um damit von Zeltplatz zu Zeltplatz zu ziehen. Die Bauanleitung endet damit, dass der Sabbat erneut eingeschärft wird. Der Herr möchte immer und überall bei seinem Volk wohnen. Der Tempel, den die Jünger bestaunen ist nicht von Dauer, der Platz an dem Gott auf Dauer wohnen will ist unsere Seele.

Überlege dir, wie du den kommenden Sonntag als Tag des Herrn heilig halten kannst, so dass Gott – und die Himmlische Ruhe die er für dich bereit hält – an diesem Tag erste Priorität hat.

5.2.

Habt ihr die Parallele gesehen? Ex 29,37: der Altar ist hochheig. Alles was ihn berührt wird geheiligt. Jesus bezieht sich darauf in Mt 23,20.

Für die Weihe der Priester gibt Gott ein aufwendiges Zeremoniell. Es dient dazu, dass sie sich ihre Sünde bewusst sind. Das war der größte Fehler der Pharisäer, dass sie sich für gerecht hielten.

Nimm Dir diese Woche Zeit um das Sakrament der Versöhnung zu empfangen.

4.2.

Der Herr kennt unsere Schwäche schon bevor sie ans Tageslicht kommt. Er weiß, dass die meisten von uns lieber sesshaft werden und einen bequemen Ort suchen, um einfach durchs Leben zu kommen. Der Nächste Tag soll einfacher werden als der heutige. Aber von Anfang an hat Gott eine Religion begründet, die gegen diese Tendenz in uns gerichtet ist. Er gibt ein tragbares Zelt in Auftrag (Ex 27,1-8) Ein Tragbares Heiligtum in dem seine Gegenwart auf einer tragbaren Bundeslade (Truhe) ruht. Er ist kein stagnierender feststehender Gott, sondern ein Gott in Bewegung! Er lädt uns ein Sicherheit und Zuflucht nicht in Routine oder Bräuchen zu finden, sondern in ihm allein. Der Psalmist spricht im heutigen Psalm von denen, die ihre Sicherheit beim Herrn suchen (Ps 31,20). Gott will das wir sicher sind, aber nicht bequem. Er möchte, das wir mit ihm in Bewegung sind und ihm mutig folgen, wohin er uns führt. „Euer Herz sei stark und unverzagt“ (Ps. 31,25) Die Richtung dieser Dynamik wird uns von Jesus vorgegeben, wenn er die beiden wichtigsten Gebote nennt. Gott und den Nächsten zu lieben.

Auf welche Weise hat Gott dir Mut gegeben aus dir heraus zu gehen in Liebe?

3.2.

Heute musste ich aufholen, weil ich gestern nicht zum Bibellesen gekommen bin und dann das: Die Geladenen Gäste in MT 22 sind zu beschäftigt für Gott. Aua! Um so beeindruckender wie die Israeliten sich die Zeit nahmen das Zeltheiligtum zu bauen, bis ins kleinste Detail, mit bestimmten Vorhängen und Hölzern. Ich habe versucht mir den Raum des Allerheiligsten vorzustellen, probier es mal aus, so viel Fantasie haben wir. Für die Israeliten war es ein mysteriöses Heiligtum, deren Sinn sie noch gar nicht ganz verstanden. Die Bundeslade im Inneren des Tabernakels als Ort der Gegenwart Gottes, deutet auf die Jungfrau Maria hin, die Gott selbst in ihrem Leib trug.
Der Tisch für das Brot findet seine Erfüllung im Christlichen Altar, wo wir die wahre Gegenwart Gottes empfangen. Die Israeliten bauten im Gehorrsam nach Gottes plan. Nimm aus deinem Beschäftigten Tagesplan ein paar Minuten und Dane Gott für seinen Plan der Rettung den er schon zur Zeit des Mose im Hinterkopf hatte, und für seien Plan den er für dein Leben hat.  

2.2.

Eigentlich eine ganz einfache Logik in den Geboten des Mose: Setze nicht deinen Eigenen Vorteil über die Gerechtigkeit und über das Wohlergehen des anderen. Schließe dich nicht der Mehrheit an, wenn sie irrt. Doch das ist genau das, was die leitenden Priester mit Jesus tun. Sie ermorden lieber den Sohn um ihren eigenen Vorteil nicht zu verlieren.

Wovon erhoffst du dir Heil und Glück? Von deiner eigenen Taktik oder von Gott.

1.2.

Als die Israeliten die dramatischen Geräusche hörten und den Rauch am Berg Sinai sahen, bekamen sie Angst vor dem was passieren würde, wenn sie die Stimme Gottes persönlich hören würden. (Ex 20,19) Darum baten sie Mose, er möge mit Gott sprechen. Was dann kommt sind in den nächsten Kapiteln detaillierte und ausgewogene Rechtssatzungen die zum Ziel haben Gerechtigkeit zu garantieren. Ja die Stimme Gottes ist die ultimative moralische Autorität und wenn wir sie wahrhaft hören verpflichtet sie uns. Es ist die starke Stimme, die die Zedern in Psalm 29 zerbricht und die Händler aus dem Tempel treibt.
Aber es ist auch die Stimme des Demütigen Königs, der auf einem Esel reitet.

Was sagt er dir heute? Vielleicht vermittelt durch die Kirche?

31.1

Mose hatte sein Frau zurückgeschickt, kein Wunder, dass er nachher dem Volk zugesteht dass sie eine Scheidungsurkunde ausstellen dürfen, obwohl das nicht Gottes Gebot ist.
Was Mose da lernt ist eine Lektion für alle die Leitungsaufgaben haben. Lass dir helfen, teile Autorität!
Die Plätze rechts und links von Jesus, die Jakobus und Johannes erbitten werden schon sehr bald vom Vater vergeben. Für die Jünger unerwartet werden es die beiden Verbrecher sein, die rechts und links neben dem Kreuzes-Thron Jesu sind. Die Königsherrschaft Gottes ist keine Gewaltherrschaft, sondern Herrschaft der Liebe und des Dienstes.

Wo solltest du Hilfe annehmen? Wem dienst du um Christi willen?

30.1.

Das Volk Israel muss viel lernen, es geht einen langen Weg bis zum reifen Glauben. Noch murren sie sobald Gott nicht wie ein Kaugummiautomat sofort das ausspuckt, was sie wollen. Sie werden in den 40 Jahren der Wüstenwanderung Gott als den kennenlernen, dem man vertrauen kann, auch wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich mir das vorstelle.

Die Arbeiter im Gleichnis Jesu, die von den ersten Morgenstunden an im Weinberg Gottes gearbeitet haben stehen für das Volk Israel, das den langen Weg der Erziehung durchgemacht hat. Die Letzte Challenge ist für sie nun die Tatsache, dass Jesus das Heil auch denen schenkt die Ihn als Retter annehmen und in letzter Minute dazukommen.

Welche Schwierigkeit deines Lebens kannst du als Erziehung durch deinen Himmlischen Vater ansehen? (Besonders schwierig, wenn du siehst, das andere diese „Erziehung“ nicht bekommen.)

29.1.

Das Volk Israel muss erst lernen Gott zu vertrauen, wir können mit ihnen mitgehen und uns noch einmal an die die ersten Schritte unseres Glaubens erinnern.

Jesus wird die wichtigste Frage gestellt, die man fragen kann: Was muss ich tun um in das Reich Gottes zu gelangen? Jesus sagt nicht: „Das einzige das du tun musst ist glauben.“ Er sagt: „Halte die Gebote!“ Die 10 Gebote stehen auf 2 Tafeln: Die ersten drei Gebote beziehen sich auf Gott, die Gebote der zweiten Tafel auf den Mitmenschen. Der reiche Mann der Jesus fragt hält die zweite Tafel der Gebote ein. Ihm fehlt die Erste Tafel der Verehrung Gottes. Jesus sagt, dass die erst Tafel der Gebote erfüllt wird, wenn man IHM nachfolgt.

Was muss ich tun, um in das Leben einzutragen, das Gott von mir will?

28.1.

Warum verlangt Gott ein Schlachtopfer? Wir werden sehen, dass sich erst in Jesus dem Lamm Gottes der Sinn dieser Andeutung ganz zeigt. Aber schon an jenem Abend in Ägypten macht es Sinn. Die Ägypter verehrten Schafe als Götter, die Söhne Israels mussten lernen, mit diesem Aberglaube zu brechen und ganz auf den Herrn zu vertrauen. (Das Goldene Kalb dass sie wendig später gießen werden zeigt den Rückfall.) Das Blut an die Türpfosten zu streichen macht es für die Nachbarn öffentlich sichtbar: „Wir verehren die Schafe nicht mehr!“ Gott wünscht sich dieses öffentliche Zeugnis.

Was hindert dich daran öffentlich von Gott Zeugnis zu geben?

27.1.

Achtung, wenn du von den 10 Plagen liest: Wir wissen von Jesus wer Gott ist und wenn im Alten Testament Dinge nicht zu dem Gottesbild passen, das wir kennen, dann darum, weil wir Gott durch Jesus tatsächlich besser kennen. „Generationen von Propheten haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht und haben es nicht gesehen.“ (MT 13,17) Doch von Jesus belehrt können wir auch in den Worten des Alten Testamentes schon erkennen, wie sich Gott nach und nach offenbart. In Exodus 9,15 lesen wir, dass es Gott nicht um die Vernichtung geht, und er Ägypten sogar schont.

In Mt 18,21ff. vergleicht Jesus die finanziellen Schulden mit der Schuld der Sünde. Es ist ein Wortspiel, denn die Sprache Israels verwendet das gleiche Wort für Sünde und für Schulden.

Wem kann ich die Vergebung weitereben, die ich von Gott erhalten habe, indem ich ihm vergebe?

26.1.

In den Katakomben in denen die Christen in Rom ihre Toten begruben findet sich immer wieder das Bild von Jesus als dem guten Hirten. Heute kam es gleich zweimal vor. In Mt 18,12-13 und im Psalm 23. Die Christen Roms haben den Psalm 23 mit der Hoffnung auf die Auferstehung verbunden. Lies den Psalm mal unter dieser Rücksicht: Er lässt mich lagern, wenn wir uns zum sterben niederlegen, dann lässt er uns an Wassern des Lebens lagern. (Ruhe in Frieden beten wir.) Das Finstere Tal kann das Tal des Todes sein. Der gedeckte Tisch ist das himmlische Festmahl (Vgl. Offenbarung 19). Und schließlich erinnert der Satz: „Wir werden im Haus des Herrn für immer wohnen. (Psalm 23,6)“ an die Worte Jesu: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ (Joh 14,2)

Lerne diesen Psalm auswendig, damit du ihn am Sterbebett eines Menschen und vor deinem eigenen Tod beten kannst.

25.1.

In der Herberge auf dem Weg nach Ägypten wird Mose Krank, seine Frau kommt auf die richtige Idee, dass ihr Sohn noch gar nicht beschnitten ist, obwohl das Gottes Gebot war. Ihre Fürbitte für ihren Mann besteht darin, dass sie Gottes Gebot ernst nimmt.

Der Pharao hat eine schlaue Taktik, er lässt die Israeliten mehr arbeiten, damit sie keine Zeit zum Beten finden. Ist das nicht genau was heute bei uns wieder passiert?

Vielleicht ist es in deinem Leben Zeit für einen persönlichen Auszug aus Ägypten, indem die den Sonntag arbeitsfrei machst und dir Zeit für Ruhe und damit für Gebet und Begegnung mit Gott nimmst.

24.1.

Habt ihr die Ausreden von Mose gehört? Fast wie Jona, der nicht in der Hauptstadt predigen will. Interessant, dass Jesus den Petrus BAR JONAH nennt. Hier bekommt er zum zweiten Mal einen neuen Nahmen. Sohn des Johna, er soll wie der Prophet in der Hauptstadt (Rom) predigen. Auch Petrus wird wie Jona und Mose seine Ausflüchte haben, aber er wurde zum Zeugen für Jesus.

Bin ich Zeuge für Jesus an dem Ort an den er mich gestellt hat?

23.1.

Josef wirft sich auf seinen verstorbenen Vater und berührt mit seinem Gesicht das Gesicht des Toten und küsst ihn. Ein schönes Detail: Hab keine Angst vor Berührung mit dem Veratorbenen. Das Buch Genesis endet mit der Vergebuydie Josef seinen Brüdern schenkt und mit der Feststellung, dass Gott auf krummen Zeilen gerade schreibt.

Kannst du auf die Umwege und Irrwege deines Lebens zurückschauen und wie Josef Gottes liebevolle Vorsehung sehen?

22.1.

In Psalm 22 steht: der Name des Gottes Jakobs angerufen. Gott selber nennt sich in seinem Gespräch mit Jakob „Gott deines Vaters“. Gott ist kein Gott der Toten, für ihn sind alle lebendig, und er ist bei jedem von uns gleichzeitig. Er kann mit dir sprechen und gleichzeitig mit mir.

21.1.

Schon zu sehen, wie dankbar der Pharao ist und wie großzügig er darum handelt. Mir fällt auch auf dass in dieser ganzen Kultur ein Versprechen wirklich etwas zählt. Joseph erkennt jetzt dass seine Träume aus seiner Jugend war wurden, aber auch dass die Umwege über Gefängnis und Sklaverei dazu gehörten. Juda hat sich inzwischen bekehrt, und statt ein Kind von Rahel in die Ägyptische Sklaverei zu schicken bietet er sein eigenes Leben an. Aus seinem Stammbaum wird Jesus hervorgehen, der sein Leben hingibt für seine Brüder.

Wem könntest du (wie es Joseph mit seinen Brüdern tat) eine zweite Chance geben?

20.1.

Die Gleichnisse Jesu handeln nicht vom Messias, sondern vom Reich Gottes. In den letzten 3 der 7 Gleichnisse geht es um die Anstrengung die nötig ist. Der Preis für die Perle und den Acker ist gleich: Alles. 

Bin ich bereit um Gott zu finden ganzen Einsatz zu bringen, wie es die Erfolgreichsten in der Wirtschaft tun? 

Nachholen ist angesagt. ich bin hinterher.

19.1.

Dass der Sämann den Samen auch dorthin sät wo Dornen sind ist ein Zeichen seiner Großzügigkeit. Ebenso Großzügig sollten wir das Wort Gottes auch dort aussprechen wo wir sogar erwarten dass es nicht akzeptiert wird. 

Wer aus meiner Familie oder von meinen Freunden ist der wo ich denke es würde nichts bringen ihm das Wort zu verkünden. Wem könnte ich wenigstens einen kleinen Vorschlag oder eine Einladung sagen?

18.1.

Als Sklave verkauft zu sein war noch nicht das Schlimmste, es kommt noch schlimmer. Joseph wird ins Gefängnis geworfen. Doch beide male, sowohl im Haus des Potifar als auch im Gefängnis steht die Aussage: „Der Herr war mit ihm“. Tatsächlich inmitten negativer Umstände kann es sein, dass Gottes spezifischer Segen auf dir liegt. Die Versuchung besteht darin zwei Lügen zu Glauben: 1. Das Unglück käme von Gott, 2. Erfolg kommt nur aus meiner eigener Kraft. Joseph widersteht der Versuchung und sagt: „Träume deuten kann nur Gott.“ Die Herausforderung des Lebens mit Gott lautet also: 1. Halte fest daran, dass Gott aus allen Umständen in seinem Erbarmen etwas gutes machen kann. 2. Setze darauf, dass aller Erfolg von Gott kommt. 

17.1.

Jesus die Worte die ich sage offenbaren wie ich denke. Das ist wie Röntgen für die Seele. Darauf will ich in den nächsten Tagen achten um zu sehen was in mir ist. 

16.1.

Ich hab mich gefragt, wann der Diebstahl Rahels endlich aufgelöst wird, sie hatte doch den Götzen ihres Vaters Laban gestohlen. Also hielt sie ja auch an dessen Verehrung fest. In Genesis 35 werden alle Götzen entfernt, da ist sicher auch die Figur darunter, die Rahel bei sich hatte. 

Gibt es Versprechen, die du Gott gegeben hast, die du noch nicht erfüllt hast?

15.1.

Jesus spricht mit den Jüngern des Johannes in religiösen Formeln, seine Antwort ist bescheiden aber unmissverständlich: Ja ich bin der Messias! 

Ihn als König zu erkennen und ihm nachzufolgen braucht Einsicht. 

Aber wir brauchen keine Angst haben seinen Willen zu tun. Er raubt uns nicht unsere Freude, ganz im Gegenteil, sein Joch ist sanft. Uns seinem Willen unterzuordnen ist der einzige Weg zur Erfüllung unserer Sehnsucht. 

Ist Jesus König in deinem Leben?

14.1. 

Jüngerschaft bedeutet Jesus Priorität geben. Sogar über meine Familie und über mein Ego. Ohne diese Priorität hätte es einen heiligen Franziskus nicht gegeben. 

Wenn Jesus an erster Stelle steht, kommt alles andere in die richtige Ordnung, auch unsere Beziehung zu unseren Eltern. (Vielleicht nicht sofort aber auf Dauer!)

Ich fand es auch stark wie Gott zu Jakob sagt: „ich bin der Gott von Betel“ Gott erinnert sich an unsere erste Bekehrung und an unsere Begegnung die wir damals mit ihm hatten. Er ist treu. 

13.1.

Um Vater und Mutter zu ehren spricht die Bibel nicht offen von der Sünde der Patriarchen. Erst aus den Folgen erfährt man  dass zum Beispiel, dass daraus, das Abraham mit der Magd von Sarah geschlafen hat ein Familienkonflikt entsteht, der ständig wächst. (Und sich vielleicht im heutigen Konflikt mit dem Islam – der sich auf Ismael beruft – widerspiegelt)

Ähnlich bei der Sünde von Jakob. Gestern haben wir davon gelesen wie er sich den Segen des Vaters durch einen Betrug erschlichen hat, weil der Vater nicht mehr sehen konnte. Nun wird Jakob als er in der Nacht nicht sehen kann selbst betrogen. Jakob erntet was er gesät hat. Genau wie bei ihm werden die Geschwister getauscht.

Machst du eine tägliche Gewissenserforschung?

12.1.

Warum fasten die Jünger Jesu nicht. Fasten war ein Zeichen der Trauer wegen der Abwesenheit Gottes, die sich daran zeigte, das Jerusalem erobert und der Tempel zerstört werden konnte. Aber Jetzt ist in Jesus Gott ja da, also wird auf diese Weise nicht mehr gefastet. Wenn wir fasten, dann in Erinnerung an das Karfreitagsleiden Jesu.

Fastest du nach der Vorgabe der Kirche?

11.1.

Krass wie sich die Dinge wiederholen: Bei Ismael und Isaak herrscht der jüngere über den älteren. Bei Jakob und Esau wird es wieder so sein. Und auch Isaak begeht die gleiche Sünde wie sein Vater! Aber Gott bewahrt ihn und er bleibt Rebecca treu und muss nicht aus dem gelobten Land auswandern. 

10.1.

Die Worte „Herr ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach“ die der Hauptmann sprach und die wir in der Messe wiederholen, verkünden nicht unsere Unwürdigkeit sondern verkünden unseren Glauben an die Macht Jesu: „sprich nur ein Wort so wird meine Seele gesund.“

9.1.

Zum Opfer Abrahams hab ich etwas gutes gelesen:

Brandopfer waren Sündopfer. Die Sünde Abrahams bestand darin seinen Sohn Ismael in den Tod zu schicken, weil er Hagar statt Reichtum nur einen Schlauch Wasser mitgegeben hat. Jetzt teilt Abraham die Erfahrung von Hagar. Aus dem Lager weggehen mit der Gewissheit, dass sein Sohn sterben wird. 

Die Rettung von Ismael (Gen 21) läuft genau gleich wie die von Isaak (Gen 22). Gott ist Barmherzigkeit trotz der Schuld Abrahams. Und er übertrifft diese Barmherzigkeit noch indem Jesus schließlich das Holz für sein Opfer trägt. 

8.1.

Was schon wieder: Abraham was tust du, du bist ja voller Menschenfurcht. Du bist doch das Vorbild im Glauben, du musst doch… 

Das spricht sehr zu mir, denn ich erlebe oft dass ich aus Menschenfurcht handle und andere mit ihrer Klarheit mich beeindrucken. Aber das nimmt nichts davon weg das Abraham Gottes Prophet ist. Eine große Ermutigung auch für mich. 

7.1

In Sodom waren weniger als 10 Gerechte!!! Denn sonst hätte der Herr es verschont. 

Gebet steht für Intimität mit Gott. Diese Intimität soll umrahmt sein von Liebe zum Mitmenschen (Almosen) und Selbsthingabe (Fasten)

6.1.

Immer wieder bestürzend. Ismael ist der Sohn Abram aber nur weil er der Versuchung erlegen ist eigenmächtig zu handeln. Genau wie Adam von Eva die Frucht gereicht bekommt, so nun Abram von Sarai. Trotzdem verheißt Gott in seiner Barmherzigkeit auch dem Ismael Nachkommen, und er wird wie ein Wildesel sein, der sich den anderen Völkern vor die Nase setzt. Die islamische Tradition beruft sich auf Ismael, der in Mekka das Heiligtum gebaut haben soll.  

5.1.

Es gibt nach dem Turmbau zu Babel kein Happy End wie nach der Sintflut. Die Lösung ist diesmal langfristiger und beginnt mit Abram. Er wird gar nicht bestraft für sein Fehlverhalten in Ägypten. Mit ihm hat Gott etwas großes vor. Schon cool wie er Lot in 13,9 die Wahl überlässt. 

Der Melchisedek in 14,18 wird als Andeutung auf Jesus verstanden, der als Priester des höchsten Gottes ebenfalls Brot und Wein dargebracht hat. 

4.1.

Es gibt schon komische Bibelstellen, irgendwie ist die Stelle mit dem Weinanbau von Noach und auch die vom Turmbau zu Babel einfach zwischen rein gequetscht. In der App „iPieta“ ist ein Kommentar zu diesen Stellen dabei, der sagt, dass es in den Nachbarvölkern die alle aus Noach abstammen diese Dinge gab aber dass sie nicht von Gott kommen.  (Sexueller Kult und eine riesiger Turm) 

3.1.

Hui heute war es zum ersten Mal anstrengend. Witziges Detail: wie macht Noach die Tür seiner Arche zu? Gar nicht. Gott schließt hinter ihm zu. Wieder sehe ich darin fast schon eine zärtliche Geste. 

Übrigens sitzt Noach in der Arche im Dunkeln. Schon krass nicht zu wissen wie es draußen aussieht. Ein Frost für mich, wenn ich gefühlt im Dunkeln darauf vertrauen musst, dass Gott das Schiff meines Lebens schon lenken wird. 

Außerdem ist mir aufgefallen, dass in Matthäus 3 die Sintflut nochmal vorkommt. Es gibt Wasser und die Taube und die Stimme vom Himmel. 

Übrigens die „Söhne Gottes“ und die „Töchter der Menschen“ brauchen hier nicht als Griechische Sagen von Göttern ausgelegt werden. Es kann auch die Heirat der Söhne der gottgefälligen Nachkommen Sets mit den Töchtern der verdorbenen Nachkommen Kains gemeint sein. Nun gibt es keinen Familienstammbaum mehr der Heilig ist, Gott muss neu beginnen, mit Noah.

2.1.

Beim Lesen von Genesis 3-5 fällt mir auf wie freundlich Gottes Stimme klingt: Auch wenn die Sünde Konsequenzen hat. Gott ist nie unbeherrscht. Fast mitleidig spricht er mit Kain und macht ihm sogar ein Ehren-Zeichen an die Stirn, fast so wie das Zeichen auf der Stirn der Auserwählte in der Offenbarung 7,3. 

1.1.

Cool es ist so spannend wie ein Roman mit 3 Handlungsebenen gleichzeitig. Ich will am liebsten gar nicht zur nächsten Stelle springen.