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Bible Imput Challange

Täglicher Kommentar zu den Bibelstellen aus dem Leseplan.

22. November

Auch wenn wir sie zur Zeit vielleicht nicht mögen, helfen uns Tests und Versuche, unsere Fortschritte und Fähigkeiten zu bewerten.  Egal, ob es sich um eine Prüfung in der Schule handelt, um Versuche für eine Rolle in einem Theaterstück oder um eine Bewerbung für eine neue Position bei der Arbeit. Solche Tests decken unsere Schwächen auf und fordern uns heraus, unser Können zu verbessern. Der Jakobusbrief beginnt mit dem Hinweis, dass die Prüfung unseres Glaubens mehr als nur Standhaftigkeit erzeugt: Wenn wir die Prüfung ihre volle Wirkung entfalten lassen, wenn wir daraus lernen, wenn wir Gott nach dem fragen, was uns fehlt, und wenn wir dann in den Dingen wachsen, in denen wir schwach sind, dann bringen uns solche Prüfungen ein Stück näher zur Vollkommenheit, zu einer vollkommeneren Nachahmung von Jesus Christus, unserem Herrn. Jakobus korrigiert auch ein Missverständnis über Versuchungen: er macht deutlich, dass Gott niemanden versucht.  Wenn wir in Versuchung sind, müssen wir Gottes Gnade anrufen, damit wir wie derjenige sind, von dem Sirach spricht: „Wer hat die Macht gehabt zu übertreten und hat nicht übertreten, und das Böse zu tun und hat es nicht getan“? (Sir 31:  10).  Wenn wir der Gnade Gottes in Versuchung, Prüfung und Tests treu bleiben, erwartet die Krone der Herrlichkeit.  Wie könnten wir Gottes Gnade in Zeiten der Prüfung besser nutzen?

21. November

Der Segen am Ende des Hebräerbriefes (Hebr 13,20-21) gibt uns einige schöne Bilder von Gott, die wir zum Nachdenken und Beten verwenden können.  Der Herr ist der Gott des Friedens, der möchte, dass wir in seine Ruhe eintreten.  Er möchte, dass wir Frieden für unsere Seele und Gesundheit für unseren Körper haben (siehe Sir 30:16) – den Frieden Christi, der Herzensfreude bringt, ungeachtet unserer gegenwärtigen Umstände.  Jesus ist der große Hirte seiner Schafe.  Er bezeichnet sich selbst als den Guten Hirten (siehe Joh 10,11), der sein Leben für seine Schafe gibt, die Verkrüppelten bindet, die Blinden und Gehörlosen heilt, den Verlorenen nachgeht und seine Schafe mit seinem eigenen Körper füttert.  Schließlich war es Jesu Blut, das den neuen und ewigen Bund schloss, und sein Opfer, seine totale Selbsthingabe, die uns die Vergebung der Sünden einbrachte.  Alle Ehre wurde Jesus geschenkt, dem Menschensohn, der als König über sein ewiges Reich regiert.  Gesegnet sind wir, die wir zum Reich Gottes gehören!  Amen!  Was ist Dein geistiges Lieblingsbild von Jesus, das du zum Gebet mitbringst?

20. November

Die Ehe ist das Bild schlechthin, mit dem die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk beschrieben wird. Gott verwendet diese Hochzeitsbilder, um seine Bundesbeziehung zu Israel im Alten Testament (wie in Hosea) zu beschreiben, und diese Bilder werden im Neuen Testament weiterhin verwendet, um die Beziehung zwischen Christus und seiner Kirche zu beschreiben.  Am Ende des Hebräerbriefes  wird die Bedeutung der Ehe noch einmal betont: „Die Ehe soll zu Ehren aller gehalten und das Ehebett unbeschmutzt bleiben.  denn Gott wird die Unmoralischen und Ehebrecherischen richten “(Hebr 13,4).  Dies sind starke Worte und eine gruselige Erinnerung an eine Welt, in der Ehe und Familie keinen Wert mehr haben. Wir werden nur einige Verse später gewarnt: „Lass dich nicht von verschiedenen und seltsamen Lehren abbringen“ (Vers 9).  Das ist kein Zufall.  Satan, der Prinz dieser Welt, versucht uns zu überzeugen, dass die Schrift veraltet und irrelevant ist.  Aber wir wissen, dass „Jesus Christus gestern und heute und für immer derselbe ist“ (Vers 8).  Vertrauen Sie daher auf das göttlich inspirierte Wort Gottes.  Die Tatsache, dass Gott sich nicht ändert, bedeutet, dass die Wahrheit sich ebenfalls nicht ändert. 

19. November

Viele der alttestamentlichen Propheten sind von Gott berufen, die Botschaft Gottes nicht nur in Worten auszusprechen, sondern sie auch in ihrem Leben zu verkörpern. Dies ist der Fall bei Hosea, der von Gott berufen ist, mit Israel über die Untreue ihres Bundes zu sprechen. Um seine Botschaft zu verkörpern, wird Hosea gerufen, eine Hure zu heiraten, Gomer, die, nachdem sie ihm drei Kinder geboren hat, anderen Liebhabern nachjagt. Als Gomer endlich den Tiefpunkt erreicht und die Tiefe ihrer Verderbtheit erkennt, wird Hosea gerufen, sie zurückzunehmen.  Gott schloss einen Bund mit Israel am Berg Sinai: „Ich werde dich für mein Volk nehmen und ich werde dein Gott sein“ (Ex 6,7). Aber Gottes jungfräuliche Braut, das Volk Israel, hat diesen Bund gebrochen, indem sie fremden Göttern nachgegangen ist (Götzen, die nicht Gott waren). Trotz Israels Ehebruch wird Gott sein Volk zurücknehmen und es wieder neu machen. Gottes Barmherzigkeit hat kein Ende. Gott hört nie auf, uns zu sich selbst zurückzurufen, egal was wir getan haben.  Er sandte uns sogar seinen eingeborenen Sohn, der sein Leben für unsere Sünden gab.  Das ist die unsterbliche Liebe, die Gott zu uns hat.  Was meinst Du, warum haben die Propheten die Metapher des Ehebruchs gewählt, um die Untreue gegenüber Gott zu beschreiben?

18. Nov

Sirach hat klare Worte in Bezug auf Täuschung: „Fluche den Flüsterer und Betrüger, denn er hat viele zerstört, die im Frieden waren“ (Sir 28:13) und „viele sind durch die Schärfe des Schwertes gefallen, aber nicht so viele, wie gefallen sind wegen der Zunge “(Vers 18).  Wir sehen die Wahrheit dieser Worte in den letzten Kapiteln des Buches Daniel.  Susannas falsche Ankläger zerstören den Frieden von Susanna und ihrer Familie mit skandalösen Anschuldigungen, aber Daniel greift ein und enthüllt ihre Falschheit durch ihre eigenen betrügerischen Worte.  Wegen seines Versuchs, die Falschheit des babylonischen Idols aufzudecken, verschwören sich Daniels Ankläger gegen ihn und der König sucht Daniels Zerstörung, aber Gott, in dem die ganze Wahrheit ist, schützt Daniel und es sind seine lügnerischen Feinde, die in der Grube verschlungen werden.  Jesus beschreibt den Teufel als Lügner und Vater von Lügen (vgl. Joh 8,44), und Sirach warnt uns davor, seinen Wegen zu folgen.  Im Gegensatz dazu hält uns der Hebräerbriefe eine Vielzahl von Beispielen aus der Geschichte Israels vor, die gehorsam auf Gott reagierten und uns alle Arten von Tugend zeigten – Ehrlichkeit, Mut, Ausdauer usw. Auch wir müssen den Weg wählen, auf dem wir gehen werden:  Den Weg der Lüge oder gemäß dem, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (siehe Joh 14,6), dessen Kommen diese heiligen Männer und Frauen vorausgesehen haben.

17. November
Heute werden uns zwei Dinge zum Nachdenken vor Augen gestellt: Glauben und Vergebung. Daniel zeigt uns die Wichtigkeit des Glaubens (= auf Gott vertrauen). Wie schon im ganzen Danielbuch wird daran erinnert, dass Gott der wahre Herr über allem ist. Daher kann Er auch über die ferne Zukunft/das Ende der Welt berichten (Dan 12). Diese Dinge bleiben aber den Menschen verborgen und unverstehbar. Wohl aber sollen wir in den Prüfungen – aufgrund des Vertrauens auf Gott – aushalten und so zur Rettung finden. Die Ereignisse um Susanna (Dan 13) sind beispielhaft dafür: Susanna ist – nach menschlichem Denken – den mächtigen Richtern hoffnungslos unterlegen. Da sie aber auf Gott vertraut (Dan 13,23.42-44), rettet Er sie wunderbar aus ihrer Verlorenheit. Der Hebräerbrief stellt uns viele weitere Zeugen aus dem Alten Testament (besonders Abraham) vor Augen, die durch ebendiesen Glauben von Gott begnadet werden konnten. Sirach zeigt: Wer Gott nicht aus dem Blick verliert, muss lernen, zu vergeben. Denn wer selbst nicht vergibt, wird von Gott auch keine Vergebung erlangen, und das wäre unser Untergang.
Überlege, ob Du Dir bereits sicher bist, dass Gott (1) wirklich existiert, (2) allmächtig ist, (3) alles weiß und (4) unendlich liebt. Wenn Ja … wieso machst Du Dir in Deinen Bedrängnissen so viele unnötigen Sorgen?

16. November
Daniel sieht in seiner erneuten Vision ein geradezu verwirrendes hin und her zwischen den irdischen Mächten. Letztlich werden wir damit gemahnt, zwar alles wahrzunehmen, was geschieht (weil ja Gottes geheimnisvoller Plan dahinter steht), aber nicht am Äußeren und Oberflächlichen hängen zu bleiben. Der tiefere Sinn bleibt dem normalen Mensch verborgen (außer Gott schenkt dem Menschen eine übermenschliche Einsicht, wie etwa Daniel). Aber sicher ist, dass Gott dahinter steht und weise wirkt. „Macht euch keine (falschen) Sorgen!“, sagt Jesus immer wieder. Und ähnlich Maria in Fatima: „Am Ende wird mein unbeflecktes Herz triumphieren.“ Der Hebräerbrief betont dasselbe, auch er spricht vom „Ende“ (Hebr 10,25.37). Es wäre töricht, die Entscheidung für Christus und mit ihm für das Ewige und Vollkommene gegen Irdisches einzutauschen, nur weil man in Bedrängnis geraten ist. Sirach betont heute besonders ebenso, dass der, der scheinbar ganz schlau sich von Gottes Geboten abwendet, um kurzlebige Vorteile zu erhalten (Betrug, Intrige), damit aber ganz sicher – früher oder später – scheitert. („Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Sir 27,26). Versuche doch heute, gerade in den kleinen und großen Widrigkeiten Gottes lächelndes Gesicht zu entdecken, der genau dadurch eine scheinbar unrettbare Welt rettet.

15. November
Die Visionen Daniels werden jetzt „politischer“. Es geht um Babylon und eine gegnerische Macht „Javan“ (Dan 8,20f.). Viele deuten Javan als Alexander den Großen mit seiner Streitmacht. Wichtig aber ist: Das politische Geschehen ist nicht die Hauptsache, sondern ein Vergleich mit den langfristigen Plänen Gottes („betrifft die Zeit des Endes“ – Dan 8,17.19.26). Hier wie dort entstehen Mächte, die gegen Gott und seine Anhänger auftreten und dabei eine Zeit lang weitgehende Erfolge haben. Dann aber werden alle Widersacher Gottes „ohne Zutun eines Menschen“ (Dan 8,25) vernichtet. Wichtig ist also, den Kampf von Christus und seiner Anhänger gegen den Antichrist darin zu entdecken und nicht mutlos zu werden, wenn etwa die Kirche besiegt scheint. Für eine gewisse Zeit muss das so sein, aber „ohne Zutun von Menschen“ (also durch Gottes machtvolles Wirken) wird die Wahrheit ganz sicher bestehen bleiben und am Ende siegen. Auch die Betrachtung der „70 Jahre“ beim Propheten Jeremia hat diese doppelte Bedeutung, und wichtiger ist auch hier der Blick auf den größeren Plan Gottes. Denn tatsächlich kommt Christus, der Retter (Dan 9,24-26) nach 70 Jahrwochen (490 Jahren) zur Welt und wird verurteilt und so zum Erlöster von den Sünden. Bemerkenswert ist, wie Daniel um Erleuchtung betet (Dan 9,3-19): Achtungsvoller Lobpreis verbunden mit demütigem Eingeständnis, dass wir viel gesündigt und Gottes Hilfe nicht verdient haben, aber aufgrund seines Erbarmens Hoffnung haben.
Der Hebräerbrief betont wieder, dass der alte Bund (mit dem Volk Israel) zwar von Gott kommt, aber durch Christus unendlich überstiegen wird. Nur Er kann mit seinem einen Opfer eine ewige Erlösung bewirken. Sirach zählt eine große Zahl von Lebensweisheiten auf, die aber alle dasselbe betonen: Nicht Irdisches (Geld, Unrecht, Untreue) bleiben bestehen und bewähren sich, sondern nur Gott, seine Gebote und die Gottesfurcht.
Wo in Deinem Leben musst auch Du die Angst und Hoffnungslosigkeit (weil das Böse und Unchristliche so stark zu sein scheint) überwinden?

14. November
Das Buch Daniel beschreibt in den folgenden Kapiteln verschiedene Visionen Daniels. Im 7. Kapitel geht es um eine Vision zur Zeit Belschazzars. Wieder geht es um die Frage, wer die eigentliche Herrschaft innehat: Mächtige, gewalttätige Könige … oder eben Gott. Und die Antwort lautet: eine gewisse Zeit kann es so scheinen, als würden mächtige Menschen Gott übertrumpfen, aber dann wird bald klar, dass Gott all diese überheblichen Menschen an Macht weit übersteigt. Und im Gegensatz zu den machtbesessenen Königen ist Gottes Herrschaft dann ewig und unüberwindbar. Der Hebräerbrief zeigt uns im selben Sinne, dass irdische, menschliche Opfer (im alten Bund Israels) nicht dieselbe Macht haben können wie das Opfer Christi, der Gott selber ist und der allein eine ewige und vollkommene Erlösung bewirken kann. Sirach setzt seine Betrachtung der Frau fort. Seine Eindrücke sind aus dem Blickwinkel des Mannes beschrieben, in sofern ergänzbar aus Sicht der Frau. Aber man kann seine Botschaft gut verstehen: (Ähnlich wie gestern beschrieben) kann die Frau mit ihren besonderen Gaben Segen und Frieden und vieles andere in eine schwierige Welt bringen, aber sie kann ihre besondere Art auch missbrauchen, und dann wird es gewissermaßen noch schlimmer, als das, was Männer anrichten. In diesem Sinne scheint im Plan Gottes die Lebensweise der Frau von besonderer Bedeutung für eine lebenswerte Welt zu sein.
Als Mann: achte mehr auf die unersetzbare Bedeutung der Frau im Plan Gottes und achte sie mehr. Als Frau: lass Dir Deine besondere Fähigkeit (insbesondere, zu lieben) nicht schlechtreden, sondern sieh darin ein besonderes Geschenk für die Welt.

13. November
Es ist eine häufige menschliche Schwäche: Nach machtvollem Eingreifen Gottes kommt zwar die Rückbesinnung auf Ihn, aber das hält selten lange an. Kaum geht es uns wieder besser, lebt man wieder so, als wäre Gott gar nicht da, oder Er wäre eben nur nebensächlich.  Im 5. Kapitel des Buches Daniel hören wir vom Sohn und Nachfolger von König Nebukadnezar. Obwohl er die dramatischen Ereignisse bis hin zur Absetzung des Königs wegen dessen Gottvergessenheit bei seinem Vater miterlebte (Dan 5,22), macht er es auch nicht besser, ja, er treibt es noch schlimmer. Jetzt aber wird deutlich, dass wir Menschen die Güte Gottes nicht endlos missbrauchen dürfen: Trotz Einsicht und Umkehr des Königs muss er sterben. Im 6. Kapitel hören wir von dessen Nachfolger, dem König Darius. Auch er lässt sich verführen, menschliche Gebote („unwandelbar“) über die Gebote Gottes zu stellen. Wieder erweist Gott seine Macht in einem offensichtlichen Wunder. Diesmal – wohl auch, weil Darius schon gleich Einsicht zeigt und sogar Buße tut – wird alles wieder gut, auch für den König. Der Hebräerbrief greift dieselbe Grundidee auf im Blick auf Christus: Er ist göttlich, also weit größer als das jüdische Priesteramt, das nur „einem Abbild und Schatten“ (Hebr 8,5) war. Christus dagegen ist die volle Wirklichkeit und Gegenwart Gottes. Sirach bringt heute manche zum Schmunzeln, andere zum Zürnen: Es geht um die (möglichen!) Schwächen der Frauen. Deutlich sollte uns sein: Gott hat die Frauen mit besonderen Stärken gesegnet, vor allem darin, dass sie oft mehr lieben können als Männer, und Gott darin (oft) ähnlicher sind. Zugleich kann sich diese Stärke in eine Schwäche verwandeln, wenn sie nämlich statt zu lieben egoistisch oder sogar hassend wird. Und diese Fehlentwicklung wird beschrieben. 
Achte darauf, wo Gott Dir Stärken gegeben hat und nutze sie für andere, nicht, um Dich selbst wichtig zu machen.

12. November
Man möchte meinen, dass ein Mensch, den Gott machtvoll zur Einsicht geführt hat, diese Einsicht bewahrt. König Nebukadnezar wurde bisher zweimal zur Einsicht geführt: Durch die erste Traumdeutung (Dan 2,47) und durch das Wunder der Errettung aus dem Feuerofen (Dan 3,95). Aber er fällt wieder in denselben Fehler zurück – wie viele von uns: Hat uns Gott beispielsweise vor großem Unglück bewahrt, sind wir dankbar … für eine gewisse Zeit. Dann vergessen wir viel zu schnell und werden wieder oberflächlich. In einem dritten Anlauf mahnt Gott den König, wieder in einem Traum. Diesmal ist das Bild für die menschliche Herrschaft ein riesiger Baum. Dieser wird durch das Eingreifen des Himmels auf eine erbärmliche Kleinheit gestutzt. Daniel soll diesen Traum deuten und tut es. Aber auch bei aller Androhung leuchtet die Sehnsucht Gottes auf, barmherzig zu sein: Es soll eine Wiederherstellung geben, sobald der Mensch erkennt (und anerkennt), dass über die Herrschaft bei den Menschen Gott steht (Dan 4,14 und 4,22-23). Dabei wird auch genannt, wie wir uns bei der Wiedergutmachung beteiligen können: Umkehr und Erbarmen mit den Armen. Trotz dieser Mahnung fällt der König bald in seinen alten Stolz zurück (Dan 4,27) und erst nach schmerzlichen Zeiten kommt er wieder zur Besinnung (sein „Verstand kehrte zurück“). Sirach rät uns, diesen Verstand (Weisheit) aus der Heiligen Schrift, besonders aus den Geboten Gottes darin, zu gewinnen. Denn darin ist die Weisheit geradezu überfließend und unerschöpflich enthalten. Der Hebräerbrief weißt auf Christus hin, der wie Melchisedek größer und reicher ist als alles bisherige, ja, er ist selbst göttlich. Daher kann er – und nur Er – uns retten.
Um zu Gott aufzusteigen sollten wir also unsere bisherigen Erfahrungen mit Gott, die Heilige Schrift und das Gebet zu Christus einsetzen.

11. November
Die Mahnung, den Blick auf Gott und Seine unendliche Größe nicht zu verlieren, wird heute fortgesetzt. Bei Daniel wird deutlich, dass es die „richtige“ Vorgehensweise ist, den Glauben auf die Größe und Macht Gottes zu bewahren; dann – und nur dann – geschehen unbegrenzte Wunder; dann aber gilt es, die Herkunft der Wunder nicht zu vergessen (und womöglich alles sich selbst zuzuschreiben), sondern Gott angemessen zu lobpreisen. Neben dem Lobpreis sollte auch gerechterweise das Eingeständnis stehen, dass wir Menschen die Wunder Gottes nicht nur nicht bewirkt haben, sondern nicht einmal verdient haben, weil wir Sünder sind. Also gilt es, nicht nur die Großtaten Gottes, sondern insbesondere auch sein Erbarmen zu preisen. Sirach bezeichnet diese Sicht als Weisheit. Gott selbst hat (oder richtiger: ist) die Weisheit und weiß daher um die Größe und Schönheit Gottes. Der Mensch ist berufen, sich von Ihm belehren zu lassen und diese Sicht auf die unfassbare Größe und Vollkommenheit Gottes mehr und mehr zu gewinnen. Ganz ähnlich auch der Hebräerbrief: Nach dem traurigen Hinweis (Hebr 5,11), dass viele Gläubige von der höheren Sicht wieder in allzu weltliches Denken abgesunken sind, lädt er uns ein, uns wieder nach der schönen und berührenden, ja atemberaubenden Größe Gottes auszustrecken (Hebr 6,11). Sinnbild dieser Sicht ist der Blick „hinter den Vorhang“ (Hebr 6,19). Im Tempel in Jerusalem trennte ein Vorhang den Bereich des Allerheiligsten (wo Gott tatsächlich gegenwärtig war) vom Bereich der Menschen. Damals durfte nur der Hohepriester einmal im Jahr dahinter treten. Heute dürfen wir aufgrund der Erlösung jeden Tag (besonders in der Eucharistie) hinter diesen Vorhang treten. Selig, wer diese Gabe nicht zu schätzen vergisst.
Wo in Deinem Leben bist auch Du wieder in eine banale Weltsicht verfallen und brauchst einen neuen Blick auf die Gegenwart des unfassbaren Gottes?

10. November
Alle drei Bibelstellen rufen eindringlich dasselbe in Erinnerung: Gott ist der Herr, nicht der Mensch. Bei Daniel wird das am König Nebukadnezzar gezeigt. Im Traum des Königs steht das Standbild für die menschliche (!) Herrschaft. Diese wird durch Gott („ohne Zutun von Menschenhand“) überwunden und völlig zerstört. Dann errichtet Gott eine weltfüllende und unzerstörbare Herrschaft („Berg“). Dann wird Daniel deutlicher: Du König bist das Haupt des Standbildes, und du bist es nur, weil Gott es dir verliehen hat (Dan 2,37). Sobald aber die Menschen diese Herrschaft aus eigener Kraft zu erhalten versuchen (z.B. durch Heiraten), beginnt der Zerfall. Zunächst geht der (heidnische) König diese Gedanken mit und ehrt Gott: „Es ist wahr: Euer Gott ist der Gott der Götter …“ (Dan 2,47). Dann aber vergisst er das alles wieder – wie auch wir oft. Er baut selbst ein Standbild und verlangt, davor (also vor ihm) niederzufallen und anzubeten. Wer das nicht tut, den will er vernichten. Er will also genau die Rolle Gottes in seinem Traum übernehmen (s. Dan 2,35). Und stolz fragt er dann die treuen Gottesverehrer: „Welcher Gott kann euch dann aus meiner Gewalt erretten?“ Und die angeklagten Juden antworten sehr richtig: Wenn einer retten kann, dann der wahre Gott. Aber auch wenn Er das nicht tut, zweifeln wir nicht an Ihm. Sirach wendet diesen Gedanken auf die Gebote Gottes an. Die Sünde geschieht, weil Gott aus dem Blick gerät (Sir. 23,19). Und erst wenn sich zeigt, dass diese Art zu Leben nicht zum Erfolg führt, kommt die Einsicht: „Nichts ist besser als die Furcht vor dem Herrn, nichts süßer, als seine Gebote zu halten.“ Auch der Hebräerbrief rät, an Gott (und dem Bekenntnis zu Ihm) festzuhalten. Neu aber ist der Hinweis, dass Gott nicht herzlos auf den Sünder schaut, sondern voll Erbarmen und Mitgefühl. Der Rat deshalb: „Lasst uns also voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade“.
Achte heute darauf, Gott und Seine Größe nicht aus dem Blick zu verlieren!

9. November
Viele Menschen haben große körperliche Fähigkeiten, aber nur wenige schaffen es zu den Olympischen Spielen. Es braucht viel Übung. Gleiches gilt für das geistliche Leben. Um im Gebetsleben und in den Tugenden voranzukommen, müssen üben. Selbst wenn wir große geistige Gaben erhalten, müssen wir sie einsetzen, sonst riskieren wir sie zu verlieren. Daniel gibt uns ein gutes Beispiel. Zusammen mit seinen drei Freunden erhält er das Geschenk der Weisheit. Als sie mit ihrer ersten Prüfung konfrontiert werden, den im Alten Testament vorgeschriebenen Speisegesetzen Folge zu leisten, bestehen sie sie mit Bravour. Infolgedessen wächst Daniel an Weisheit und wird mit tieferem Wissen und Verständnis weiter begabt. Um im geistlichen Leben Fortschritte zu erzielen, müssen wir Prüfungen bestehen und üben. Der beste Anfang ist, das Wort Gottes zu lesen, mit ihm zu beten und es in die Tat umzusetzen, „denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam, schärfer als jedes zweischneidige Schwert“ (Hebr 4,12). Die Welt gibt uns viele Prüfungen, um in unserem geistlichen Leben zu üben und zu wachsen.
Wie kannst du heute deinen „geistigen Körper“ trainieren?

8. November
Während Ezechiel das Tempelgelände bereist, sieht er Wasser aus dem Tempel strömen, das vor Leben strotzt (siehe Ez 47,2–12). In diesem Wasser finden wir ein Bild der Kirche, deren Liebe ihre sichtbaren Grenzen überschreiten und alles auf der Welt berühren sollte, um Leben zu schenken und Durst zu stillen. Dies ist ein wunderschönes Bild, aber in der Praxis fällt es uns oft schwer, unser Leben in Christus mit denen zu teilen, die Gott in uns täglich über den Weg schickt. Sirach rät uns Freundschaften zu schließen. Unsere Fähigkeit, die Liebe Christi mit anderen zu teilen, hängt sicherlich von unserer Bereitschaft ab, sich mit ihnen anzufreunden. Lasst uns deshalb unsere armen Nachbarn lieben (siehe Sir 22,23) und unsere Zungen hüten, weil nachlässiges Sprechen eine große Gefahr für jede Beziehung darstellt (siehe Vers 27). Vor allem, wenn wir wollen, dass unser Tempel überläuft, sollten wir den den Herrn nachahmen. Aus seiner Seite flossen Blut und Wasser, als er unser Bruder wurde und unser Leiden teilte (siehe Heb 2: 10–11). Dankbarkeit über das Wasser das des Lebens das für uns aus der Seite Christi geflossen ist, ist die beste Motivation ungeachtet der Kosten andere zu lieben, wie Christus uns geliebt hat.

7. November
Wenn wir die Anweisungen für die Priester in Ezechiel 44-46 lesen, könnten wir versucht sein, sie schnell als unwichtig zu übergehen. Der Hebräerbrief erinnert uns aber daran, dass die Propheten das Volk Gottes darauf vorbereiten Christus zu erkennen (Hebr 1,1-14). Die levitischen Anweisungen sind also kein alter Legalismus, der nichts mit unserem gegenwärtigen Glauben zu tun hätte. So wie Ezechiel die Priesterkleidung beschreibt, die nur für den Dienst im Tempel getragen wird, tragen auch unsere Priester Gewänder mit symbolischer Bedeutung und bestimmter Schönheit, die Teil unseres Gottesdienstes sind. Viele von uns tragen bewusst Sonntagskleidung um in die Kirche zu gehen. Das ist nicht einfach legalistisch. Diese Gewänder und Kleider sind ein Symbol dafür, mit reinem Herzen und ohne Angst zu Gott zu kommen (ohne zu schwitzen – siehe Ez 44: 17-18). Siehst du die sorgfältig beobachteten Traditionen in der Messe als einfach legalistisch oder als Spiegelbild der innigen Fürsorge Gottes für uns, wie in seinen detaillierten Anweisungen an Ezechiel?

6. November
Während seines Rundgangs durch den Tempelkomplex sieht Ezechiel die Herrlichkeit des Herrn in das Tor kommen, und Gott sagt ihm: „Dies ist der Ort meines Thrones und der Schemel für meine Fußsohlen, an dem ich wohnen werde“ (Ez 43,7). So wie Gott den Tempel verlassen hat um bei den Menschen im Exil zu sein (Ez 1), so kehrt er nun nach Jerusalem zurück (43,3). Was bedeutet das Gehen und Kommen Gottes? Ist Gott nicht die ganze Zeit überall? Das akribische Detail, in dem der Tempel beschrieben wird, verstärkt diese skandalöse Idee: Gott kommt an einem bestimmten Ort zur Ruhe. Natürlich ist Gott allmächtig und nicht auf irgendeinen Raum beschränkt, aber Gott hat sich in seiner Barmherzigkeit entschieden, für uns an bestimmten Orten zu wohnen und sich von uns dort finden zu lassen. Gott hat sich in der Person Jesu Christi sichtbar gemacht, und er ist wirklich in dem geweihten Brot auf unseren Altären anwesend. Manchmal kann die Vorstellung, dass Gott überall ist, eine Entschuldigung dafür sein, nicht in die Kirche zu gehen, nicht zu beten und nicht Gottes Gegenwart im Sakrament zu suchen, wo er uns versichert hat, dass wir ihn finden werden. Hast du die Kirche und den Tabernakel als einen Ort vor Augen, an dem Gott wirklich gegenwärtig ist?

5. November
In Titus 2–3 ermutigt uns Paulus, diejenigen mit größerer Erfahrung und Verantwortung zu respektieren und von ihnen zu lernen. Wie Sirach uns sagt, weigert sich nur der Narr, die Worte des Weisen zu hören (siehe Sir 21,15), und der Narr sieht die Erziehung als eine Kette an ihm (sieh Vers 19). Wir dürfen nicht zu stolz sein, von jemandem zu lernen, auch nicht von denen, die Autorität über uns haben und die wir möglicherweise unterschätzen könnten, wie ein Chef, ein Elternteil oder ein Lehrer. Ezechiel, der es gewohnt ist, das Wort Gottes zu verkünden, schweigt während seines Rundgangs durch den neuen Tempel in Jerusalem und hört dem zu, der größere Autorität erhalten hat. Fällt es dir schwer einem Vorgesetzten zuzuhören, nur weil du es nicht gefällt, dass er Autorität über dich hat?

4. November
In den heutigen Lesungen warnt uns der heilige Paulus vor Heuchelei. (Tit 1,16). Wahrscheinlich ist keiner von uns darin völlig unschuldig, weil unsere Taten oftmals nicht dem Guten entsprechen, das wir uns von anderen wünschen. Es ist nicht verkehrt, andere in Tugend zu ermutigen, aber wir sollten auch einen aufrichtigen Wunsch haben und aktiv daran arbeiten, das zu praktizieren, was wir predigen. Wenn wir gesündigt haben, sollten wir davon fliehen und nicht mehr sündigen (siehe Sir 21,1). Aber nachdem wir bereut haben und uns vergeben wurde, dürfen wir nicht einfach alle unsere vergangenen Kämpfe und Sünden vergessen. Erinnern wir uns wie die Israeliten, zu denen Ezekiel spricht, an unsere Nöte (Ez 39,23–29). Wenn wir also Sirach zuhören, werden wir fleißig auf eine größere Heiligkeit hinarbeiten. Und wenn wir auf Ezekiel hören, wird die Erinnerung an unsere Kämpfe uns bescheiden halten, und wir werden keine Haltung einnehmen, die behauptet, dass ich heiliger bin als der Andere, den das wäre endgültig das Kennzeichen eines Heuchlers. Hast du jemanden für einen Fehler kritisiert, den du selbst hast? Wen hast du in der Vergangenheit kritisiert, den du heute mit einem freundlichen Wort ermutigen könntest?

3. November
Heute versucht der heilige Paulus, uns ein Gefühl der Dringlichkeit zu vermitteln, weil eine Zeit kommt, in der die Menschen nicht mehr zuhören werden. Sie werden zu einem Lehrer strömen, der nur sagt, was ihnen gefällt (siehe 2 Tm 4,3–4). Das Lesen dieser Passage könnte uns ängstlich machen, da die Warnung von Paulus unsere eigene Zeit zu beschreiben scheint, eine Zeit, in der der Dialog zwischen Menschen, die nicht einverstanden sind, verschwindet. Verzweifeln wir nicht an unserer Zeit oder an unseren Brüdern und Schwestern, denn viele Generationen sind zwischen Paulus ‚und unserer Zeit vergangen, in der die Kirche auf die Probe gestellt und das Predigen vergeblich erschien. Halten wir uns die Geschichte von Ezechiel als Bild der Hoffnung, denn Gott kann sogar eine Nation erneuern, die völlig leblos und tot erscheint (vgl.: Ez 37,11). Und wie kommt diese Auferstehung zustande? Durch die Stimme von Ezechiel, der zu einem Haufen trockener Knochen predigt! Lass dich deshalb von dem Gefühl der Niederlage nicht entmutigen, den Glauben zu teilen, denn so schwierig unser Zeugnis in der Welt auch ist, wir predigen den Lebenden und nicht den Toten.

2. November Allerseelen
Ezechiel 36,16–28 ist die letzte der sieben alttestamentlichen Lesungen, die in der Osternacht gelesen wurden. Diese Lesungen erzählen die Geschichte der Erlösung und gipfeln in Christus, demjenigen, der für uns und unsere Erlösung gestorben ist. Warum sagt Gott also, dass er nicht für sein Volk handelt, sondern für seinen eigenen heiligen Namen (siehe Ez 36: 22–23)? Es kann nicht sein, dass Gottes Handeln nicht gut für sein Volk ist, denn das Volk wird von seiner Sünde gereinigt und bekommt ein neues Herz (siehe Verse 25–26). Dieser Abschnitt erinnert jedoch an die radikale Gnade Gottes. Gottes Heilshandlung wird nicht durch unsere Verdienste verursacht, sondern aus Liebe. Aus Liebe verband Gott seinen Ruf auf Erden (seinen „Namen“) mit dem Volk Israel und folglich mit der Kirche, nicht weil wir seine Schirmherrschaft verdienten. Wenn wir heute an Allerseelen für die Verstorbenen beten, dann glauben wir, dass die Dinge am Ende durch einen völlig freien und unentgeltlichen Liebesakt Gottes wieder in Ordnung gebracht werden. Erinnern dich, wenn du für die Verstorbenen im Vaterunser „Geheiligt werde dein Name“ betest, dass Gott dir in seiner Liebe seinen Namen und seinen Ruf auf Erden anvertraut hat!

1. November Allerheiligen
In Ezechiel und 2 Timotheus finden wir unsere spirituelle Berufung im Vergleich zu irdischen Karrieren: Hirte, Soldat, Athlet und Bauer. All diese Berufe erfordern Anstrengung Engagement  und Geduld. Geduld zu üben ist immer schwierig, und in unserem spirituellen Leben kann es manchmal am schwierigsten sein. Dass Allerheiligenfest stellt uns vor Augen, dass wir noch mehr als ein irdischer Bauer oder Athlet, wir den ewigen Lohn unserer Arbeit ernten werden. Helfen dir diese Bilder vom Athleten und vom Bauer, der Kultur der sofortigen Befriedigung zu widerstehen und deine geistige Arbeit fortzusetzen?

31. Oktober
In der heutigen Lesung gibt Sirach uns einige sehr klare Ratschläge: „Wiederhole niemals ein Wort! Und niemals wird dir etwas fehlen. Rede weder über Freund noch Feind! Wenn es für dich keine Sünde ist, enthülle nichts! “(Sir 19,7–8.) Wir wissen, dass die Worte von Sirach wahr sind und dass das Reden über andere Menschen hinter ihrem Rücken nicht nur unserem eigenen spirituellen Leben schadet, sondern auch der Person, über die wir sprechen. Trotzdem ist dieser Befehl immer noch sehr schwer zu befolgen. Warum reden wir oft negativ über andere Menschen? Manchmal meinen wir es in echter Sorge zu tun, aber vielleicht ist es nur ein Weg, Frust loszuwerden oder sogar ein Versuch jemand zu sein, der privilegierte Informationen hat. Wir sollten unser Gewissen überprüfen, bevor wir über andere Menschen sprechen. Wie Sirach empfiehlt, sollten wir schweigen, es sei denn, es wäre schlimmer zu schweigen als zu sprechen. Sirach macht sogar ein Spaß daraus, wenn wir diese Aufgabe schwierig finden: „Sei mutig! Es wird dich nicht zum Platzen bringen!“ (Vers 10). Lasst uns nach St. Paul wegen Klatsches und nicht wegen des Evangeliums beschämt sein (siehe 2 Tim 1,8). Wie oft führst du Gespräche über Personen, die nicht anwesend sind?

30. Oktober
Ezechsiel Verurteilung von Tyrus und Ägypten ist eine Verurteilung des Stolzes. Tyrus nennt sich selbst einen Gott, und Ägypten behauptet, „der Nil gehört mir, und ich habe ihn geschaffen“ (Ez 29,9). Es scheint unglaublich, dass ein Volk so getäuscht sein könnte, dass es glaubt, es hätte den Nil buchstäblich geschaffen, aber vielleicht verhalten sie sich so, als hätten sie ihn geschaffen. Diese Prophezeiung kann daher auch unseren Stolz verurteilen, weil auch wir unser persönliches Eigentum, das Grundstück das uns gehört, und unser Heimatland unglaublich in Besitz nehmen können. Wir können in unseren Herzen sagen: „Mein Eigentum gehört mir; Ich habe es geschafft “oder„ Unser Land gehört uns; wir haben es geschafft. “Natürlich gehen Eigenschaften und Länder von einer Hand zur anderen über, wie im vorliegenden Fall von Typus und von Ägypten deutlich wird. Gott allein ist jedoch Schöpfer und Meister der Erde. Lassen Sie uns also, wie Sirach es empfiehlt, nicht auf geliehenes Geld verzichten (siehe Sir 18,33). Lasst uns nicht über unsere Verhältnisse leben, sondern auch unsere geliehene Erde nicht ausbeuten und unsere geliehene Zeit nicht verschwenden. Wie der heilige Paulus uns erinnert, sind wir mit nichts auf die Welt gekommen und werden es mit nichts verlassen (siehe 1 Tm 6,7). Welche Art von Land- und Landbesitz können wir also wirklich beanspruchen?

29. Oktober
Die Worte Gottes über die Philister sind erschreckend: „Ich werde sie mit zornigen Strafen rächen. Dann werden sie wissen, dass ich der Herr bin, wenn ich mich an ihnen räche.“ (Ez 25,17.) Warum können die Philister den Herrn nicht durch seine Liebe, durch die Schönheit seiner Schöpfung oder auf andere Weise kennenlernen? Vielleicht können wir diesen Vers verstehen, indem wir über eine menschliche Analogie nachdenken. Wenn eine Tochter etwas falsch gemacht hat, wie wird ihr Vater sie dazu bringen, ihr Fehlverhalten zu verstehen? Wie wird eine Mutter einem ungehorsamen Sohn entgegentreten? Natürlich lieben Eltern ihre Kinder und haben keine Freude daran, sie zu bestrafen, aber damit ein Kind wirklich geliebt wird, muss es auch entsprechend seinem Fehlverhalten weise korrigiert werden. Wenn Gott uns zur Vollkommenheit führen will, muss er seinen Namen manchmal mit „zornigen Züchtigungen“ bekannt machen. Sirach rät daher weise, den gerechten Zorn Gottes nicht zu vergessen (siehe Sir 18,24). Wenn du dich als Kind Gottes siehst, verstehst du dann auch, dass du ganz unter Gottes Obhut stehst, auch wenn es bedeutet, manchmal korrigiert zu werden?

28. Oktober
In Ezechiel vergleicht Gott das Gericht Israels mit dem Kochen von Fleisch in einem Topf; Alles wird gekocht, auch das feinste Fleisch (siehe Ez 24,3–14). Dieses Bild ist grausam und es entspricht dem Blutvergießen, das in Israel begangen wurde, wie zum Beispiel Kinderopfer (siehe Ez 23,39). Mit anderen Worten, da Israel Menschen wie Fleisch behandelt hat, werden sie ebenso behandelt. Diese Analogie, so beunruhigend sie auch sein mag, kann uns helfen, über die Tendenz in unserer eigenen Welt nachzudenken, den Göttlichen Ursprung und die Seele abzulehnen und Menschen einfach als Fleisch und Knochen zu behandeln. Wenn wir das Leben allein auf seine materielle Dimension reduzieren, können wir Menschen als Unannehmlichkeiten oder sogar als Gebrauchsgegenstände betrachten. Sowohl Sirach als auch der heilige Paulus sprechen jedoch auf andere Weise von materiellen Dingen – nämlich als erschaffenes (vgl. Sir 18,1; 1Tm 4,4–5). Der heilige Paulus besteht darauf, dass „alles, was von Gott geschaffen wurde, gut ist und nichts zurückgewiesen werden darf, wenn es mit Danksagung empfangen wird“ (Vers 4). Nach Paulus lieben wir die Dinge auf der Welt nicht, weil sie sozusagen Fleisch im Topf sind, der unseren Appetit stillt, sondern weil sie von Gott erschaffen wurden. Betrachtest du an alles, was du benutzt, und jeden den du siehst, als wertvoll in Christus?

27. Oktober
Die Anweisungen des heiligen Paulus an die Frauen in seinem Brief an Timotheus könnten uns beunruhigen, aber wir dürfen nicht glauben, dass wir Moderne die Ersten sind, die mit ihrer Bedeutung kämpfen. Der heilige Augustinus lehnt beispielsweise ab, dass Paulus ‚Worte, eine „Frau werde durch die Geburt von Kindern gerettet“ (1 Tm 2:15), implizieren, dass einer Frau ohne Kinder die Erlösung verweigert wird (siehe Die Dreifaltigkeit XII.11). Augustinus merkt auch an, dass Adams Sünde nach 1. Timotheus 2,14 tatsächlich schlimmer ist als die von Eva, weil er nicht getäuscht wird und er mit offenen Augen sündigt (siehe Stadt Gottes XIV.11). Daher können wir wie Augustinus die Verwendung von Geschlecht oder geschlechtsspezifischen Bildern durch die Schrift als Aufforderung zum tieferen Lesen verstehen. In Ezechiel finden wir eine ähnliche Einladung, da die beiden weiblichen Figuren (die treulosen Töchter) alle Menschen repräsentieren (siehe Ez 23,1–21). In der Tat wird die Kirche oft als Braut oder Mutter dargestellt. Wenn wir uns mit den Frauen identifizieren, von denen Paulus spricht, können die Worte bei jedem Menschen mitschwingen. denn unser Heil besteht darin, Früchte für das Reich Gottes zu tragen. Und wie die gottesfürchtige Frau bei Paulus (und anders als die Huren bei Ezechiel) sollten wir mehr auf unsere innere Gerechtigkeit achten als auf äußere Erscheinungen. Kann uns die Ermahnung des heiligen Paulus, feinen Schmuck abzulegen, daran erinnern, dass wir uns keine Gedanken darüber machen müssen, wie wir in den Augen anderen Menschen dastehen?

26. Oktober
Zum Lob der Barmherzigkeit Gottes spricht der heilige Paulus dieses kurze Gebet: „Dem König der Ewigkeit, unsterblich, unsichtbar, dem einzigen Gott, sei Ehre und Ehre für immer und ewig. Amen “(1 Tim 1,17). Wir beten oft zu Gott, unserem Vater oder Herrn, aber was bedeutet es, ihn als König zu bezeichnen? In Ezechiel benutzt Gott diesen Titel, um sein eigensinniges Volk daran zu erinnern, dass es nicht über sich selbst herrscht: „So wahr ich lebe, spricht der Herr, Gott. . . Ich werde König über dich sein “(Ez 20,33). Gott befiehlt auch dem Fürsten von Israel, seine Krone zu entfernen (siehe 21,26). Gott unseren König zu nennen, ist daher eine Aussage über seine Macht und Autorität, seine Herrschaft über alle großen und kleinen Dinge und über die Unterordnung der irdischen Mächte unter ihn. Aber wir dürfen Gottes Königtum nicht als eine verstärkte Version des irdischen Königtums betrachten. Im Gegensatz zur irdischen Kraft basiert Gottes Kraft nicht auf Korruption, Reichtum, Zwang, Gewalt oder Betrug. Der Grund, warum Gott sein Königtum in Ezechiel ausruft, ist, uns an seine gerechten Urteile zu erinnern, und Paulus verwendet den Titel, um Gottes Barmherzigkeit zu preisen. Wenn wir in diesem Leben nach Macht suchen, dann lasst uns diese Macht in Liebe und Gerechtigkeit finden. Wenn du liebst und gerecht handelst, siehst du das als eine Art königliche Handlung?

25. Oktober
Heute sagt uns das Buch Sirach, dass es kein Segen ist, eine Vielzahl von Kindern zu haben, wenn diese Kinder ohne Gott sind (siehe Sir 16,1–2). Dieses Sprichwort ist schwer, besonders für diejenigen von uns, die Kinder oder andere Verwandte haben, die Gott abgelehnt haben, trotz der besten Bemühungen ihrer Eltern und Familienmitglieder. Aber Gott selbst hat diese Bitterkeit vollständig erfahren – die Kinder Israel haben ihn viele Male verlassen, wie Ezechiel uns sagt, obwohl Gott ihnen die beste Art zu leben gezeigt und ihnen alles gegeben hat was  sie brauchen (vgl. Ez 20,6). Wenn wir darum kämpfen, anderen die Liebe Gottes zu zeigen, sollten wir uns trösten, zu wissen, dass Gott in unseren Kampf eingetreten ist und sich selbst zu seinen Kindern gesellt hat, nur um von ihnen am Kreuz abgelehnt zu werden. Wir müssen die Worte des heiligen Paulus schätzen, der uns sagt, dass „zwar nicht alle Glauben haben. . . aber dass der Herr treu ist “(2 Thes 3,2–3). Wir müssen wie Gott treu und standhaft in unserer Liebe sein, auch gegenüber denen, die Gott abgelehnt haben und die uns vielleicht sogar abgelehnt haben. Liebst du und betest du weiterhin für diejenigen in deiner Nähe, die die Religion verlassen haben, auch wenn sie dich dadurch persönlich verletzt haben?

24. Oktober
Alle drei Lesungen heute sprechen vom freien Willen und der Gerechtigkeit Gottes. In Ezechiel erklärt Gott, wie er jeden von uns für seine eigenen Taten verurteilt und Israel beschuldigt, das Wesen der Gerechtigkeit nicht verstanden zu haben (siehe Ez 18,5–29). Ebenso sagt uns Jesus Sirach, dass wir Leben und Tod sowie Gut und Böse vor uns haben und alles, was wir uns aussuchen, uns gegeben wird (siehe Sir 15,17). Der heilige Paulus in 2 Thessalonicher sagt, dass diejenigen, die sich dem Evangelium widersetzen, „von der Gegenwart des Herrn ausgeschlossen werden“ (2 Thess 1,9). Moderne Menschen neigen dazu, diese Verse zu meiden und sich mit der vagen Vorstellung zu begnügen, dass alle netten Menschen in den Himmel kommen. Aber was ist der Himmel und was ist die Hölle? Der heilige Paulus sagt uns, dass die letzte Strafe darin besteht, von Gott und seiner Herrlichkeit getrennt zu werden. Dieses Urteil ist daher kein von außen auferlegtes, sondern, wie Sirach sagt, unsere eigene Wahl. Wenn wir nicht bei Gott sein wollen, werden wir nicht gezwungen sein, bei ihm zu sein. Wenn Gott uns zwingen würde, ihn zu lieben, uns zu zwingen, den Himmel zu begehren, wäre dies nicht nur eine Verletzung unseres freien Willens, sondern eine schwere Ungerechtigkeit. Stellst du dir den Himmel nur als einen perfekten Ort vor oder als eine ewige Gemeinschaft mit Gott? Strebst du diese Gemeinschaft aktiv an?

23. Oktober
Paulus gibt  ende seines ersten Briefes an die Thessalonicher ein paar praktische Mahnungen, die uns gut tun. Vielleicht hat er in Vers 18: „Dankt für alles“ das schlechte Beispiel der Stadt Jerusalem vor Augen. Ezechiel 16 wird überdeutlich, dass das Volk Jerusalems sein ganz der Gnade Gottes verdankt und dennoch undankbar ist. Ja mehr noch Gott hat sich dieses Volk als Braut erwählt und auch diesem Bund sind sie untreu. Lieber sollen wir einmal zu oft danken als einmal zu selten. Wem in deinem Leben, würde es gut tun, wenn du ihm heute ausdrücklich einen Dank oder eine Wertschätzung entgegenbringst?

22. Oktober
Wir haben alle das seltsame Phänomen erlebt, das als Prominentenwerbung bekannt ist, dh wenn ein Unternehmen eine berühmte Person dafür bezahlt für seine Produkte zu werben. Diese Person ist für das Produkts, das sie bewirbt, so gut wie nie ein Experte. Welchen Unterschied sollte es für mich machen, wenn mein Lieblingsschauspieler eine bestimmtes Parfum trägt oder mein Lieblings Sportler ein bestimmtes Auto fährt? Wenn wir ehrlich sind, kennen wir die Antwort und das Buch Sirach erklärt sie kurz: Wir hören lieber auf reichen Menschen und nicht auf einen armen (vgl. Sir 13,23). Wir respektieren diejenigen, die weltlichen Erfolg haben und ignorieren diejenigen, weniger Prestige haben, und wir tun dies fast instinktiv. Aus diesem Grund werden die Propheten ignoriert, und selbst rechtschaffene Männer wie Daniel, Hiob und Noah hätten das Urteil über Israel nicht abwenden können (vgl. Ez 14,14). Als Christen müssen wir daher wachsam sein, wie der heilige Paulus anweist, denn „der Tag des Herrn wird wie ein Dieb in der Nacht kommen“ (1 Thes 5,2). Wir müssen der Wahrheit nachjagen und auf der Hut sein vor den endlosen Eitelkeiten, die uns umgeben. Wie viel Zeit verbringst du damit auf diejenigen zu hören, die in Fernsehen oder in sozialen Medien ihre Produkte bewerben? Hast du jemals eine Person Ignoriert, die unwichtig schien oder kein weltliches Prestige hat?

21. Oktober
Heute warnt uns das Buch Sirach mit einem lebhaften Bild davor, unser Los mit dem Stolzen zu werfen: „Wer das Schmutz (Teer) berührt, wird schmutzig, und wer sich mit einem stolzen Mann verbindet, wird wie er“ (Sir 13,1). Wir haben alle Erfahrungen mit Leuten gemacht, die öffentlich schlecht über andere Reden und sich ständig beschweren, und wir müssen feststellen, dass wir in ihre Denkweise hineingezogen werden, in ihrem Teer stecken und uns bald beschweren und mit ihnen lästern. Wenn wir unsere Zeit mit denen verbringen, die Wert auf Wohlstand und Macht legen, werden wir möglicherweise von ihrem Lebensstil gefesselt und davon beeinflusst, andere Dinge über Gott und dem Nächsten zu stellen. Wenn ein stolzer Mann wie ein Teer ist, bei dem wir wie in Morast feststecken, dann könnte ein Prophet vielleicht als ein Feuer beschrieben werden, das uns reinigt. Wenn wir zum Beispiel unsere Zeit mit Hesekiel verbringen würden, müssten wir unsere Koffer packen und durch ein Loch in der Wand klettern, aber er würde uns auch zu größerem Vertrauen in Gott führen, anstatt eines größeren Vertrauens in irdische Besitz (Vgl Ez 12,3). Vertraust du und hörst auf die Propheten in deinem Leben oder auf die Stolzen?

20. Oktober
Das Buch Jesus Sirach rät uns die Guten zu unterstützen und den Sündern aber nichts gutes zu tun (vgl. 12,4). Jesus erweitert dieses Gebot indem er uns nach seinem Vorbild ruft auch die Feinde zu lieben (Mt 5,42). Das Neue Testament gibt die Auslegung für das Alte, während das Alte Testament die Geschichte ist, die zu kennen hilft das neue zu verstehen. So können wir vom neuen Testament den Vers 1 im 12 Kapitel von Jesus Sirach auch so deutet: „Wenn du gutes tust, erkenne, dass du es Christus tust, denn was ihr dem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan (Mt 25,40). Ist euch Aufgefallen, dass in Ezechiel zweimal davon gesprochen wird, dass die Führer des Landes gesagt haben: „Verlassen hat der Herr das Land“ (8,12 und 9,9)? Zu dem Zeitpunkt war er noch da, aber ihre eigenen negativen Worte bewirken die Trennung von Gott. Aber Gott hat in seinem Erbarmen größeres vor, denn sein Thron wird, wie wir schon gesehen haben mobil, so dass wir uns sicher sind, dass er heute in allen Tabernakeln der Welt und in allen Herzen, die sich ihm öffnen wie in einem Tempel wohnt. Versuche in deinen Guten Taten mehr auf den Dank Gottes zu setzen als auf den der Menschen.

19. Oktober
Wir denken oft, Prophezeiungen erzählen einfach die Zukunft, aber ein Prophet ist jemand, der die Gegenwart genau beschreibt. Da Propheten durch die Gnade Gottes klar sehen, was passiert, können sie auch vorhersagen, was passieren wird. Die Botschaft der Propheten bleibt daher zeitlos, weil ihre Beobachtungen über die Welt und die menschliche Natur wahr bleiben und zu jeder Zeit und an jedem Ort prophetisch bleiben. Zum Beispiel spricht Hesekiel in der heutigen Lesung dieses Orakel: „Ihr Silber und Gold sind nicht in der Lage, sie am Tag des Zorns des Herrn zu retten“ (Ez 7:19). In welcher Zeit ist diese Prophezeiung nicht ebenso wahr? Prophetische Texte sind keine kryptischen Nachrichten über die Zukunft, die wir entschlüsseln müssen, sondern Herausforderungen für uns hier und jetzt. In diesem Fall warnt uns Hesekiel davor, uns in unserem Lebenszustand so wohl zu fühlen, dass wir glauben, Gott sei überflüssig. Von der falschen Sicherheit im Geld spricht auch Jesus Sirach in 11,19. In Lukas 12,19 greift Jesus dieses Wort auf, von dem Reichen, der sich auf seinem Reichtum ausruhen will, aber den wahren Reichtum der Gottes- und Nächstenliebe nicht hat. Sirach warnt ähnlich: „Nenne niemanden glücklich vor seinem Tod“ (Sir 11,28). Dieses Sprichwort deutet darauf hin, dass wir selbst dann, wenn wir jetzt über Glück und Gesundheit verfügen, dennoch nicht über die Zukunft verfügen. Das Glück eines Lebens kann nur dann vollständig gemessen werden, wenn es seinen Abschluss erreicht hat. Lässt du manchmal deinen materiellen Besitz zur Quelle deines Glücks werden?

18. Oktober
Ezechiel soll zu den Bergen sprechen: (Ez 6,1-3) Jesus wird seinen Jüngern sagen: wenn euer Glaube nur so groß ist wie ein Senfkorn, werdet ihr zu diesem Berg sagen: „Rück von hier nach dort! Und er wird wegrücken.“ (Mt17,20) Es ist im normalen Alltagsverstand sinnlos zu einem Berg zu sprechen, aber die Herzen sind so hart, das es immer noch erfolgversprechende erscheint zu den Bergen zu sprechen. Tatsächlich haben unsere Handlungen auch Auswirkungen auf die Schöpfung, Sünde verdirbt auch die materielle Welt. Wir tragen Verantwortung (Gen 1,28). Die Motivation auf die Berge also auf die Schöpfung zu achten ist nicht Angst vor ihrem Untergang sondern Dankbarkeit für die übertragene Verantwortung. Paulus bittet uns um diese Haltung: „Seid dankbar!“ (Kor 3,15) Unser Leben ist verborgen in Christus (Kor 3,3) in dem alles erschaffen wurde, so ist auch das zukünftige Heil der ganzen Schöpfung schon in Christus verborgen vorhanden. Die Erde richtig zu lieben bedeutet daher Christus zu lieben. Kannst du Liebe und Sorge für die Schöpfung als etwas begreifen das aus der Liebe zu Christus entspringt?

17. Oktober
Ezechiel bekommt eine schwere Aufgabe, nämlich nicht zu Fremden Menschen zu reden, sondern zum eigenen Volk. Entsprechend schwierig ist es für uns in unserer nahen Umgebung zu sprechen, vor allem wenn es um Ermahnung geht. 7 Tage lang traut er sich nicht zu sprechen, dann ermahnt ihn Gott: Wenn du nicht redest und in meinem Namen vor dem Unheil warnst, mache ich dich mitverantwortlich (Vgl. Ez 3,16ff). Was danach kommt ist eine Erleichterung für Ezechiel, er braucht nicht reden, sondern er soll Zeichenhandlungen tun. Wahrscheinlich wäre Reden leichter gewesen. Auch Paulus sieht sich, wie Ezechiel in der Verantwortung. Sein Wort: „Ich ergänze in meinem Irdischen Leben, was an den Bedrängnissen Christi noch fehlt an seinem Leib, der die Kirche ist.“ wurde oft diskutiert. Auf jeden Fall läuft es darauf hinaus, dass Gott uns Mit-Verantwortung in seinem Werk der Verkündigung und Erlösung zutraut. Wenn du wie Ezechiel gerufen bist in deiner Umgebung das Wort Gottes auszusprechen, dann bete um eine gute Gelegenheit. 

16. Oktober
Ezechiel ist im Exil im Babylon, nach der Entführung der Oberschicht und vor der endgültigen Zerstörung des Tempels. Seine Vision Gottes Zeigt einen mobilen Tempel (Ez 1,15). Die Engel mit den Flügeln ähneln denen die im Tempel über der Bundeslade, der Truhe mit den 10 Geboten standen. Nun aber sind Räder angebracht und dieser Thron Gottes ist mobil. Das ist die Aussage: Gott bindet seine Gegenwart nicht mehr an den Tempel, der bald zerstört wird, sondern er ist mobil und überall gegenwärtig. Diese Universalität Gottes wird noch einmal erweitert durch Christus. Paulus zitiert ein Gebet der jungen Kirche, das zwei Aussagen enthält. Christus ist als Gott über allem und er braucht keinen Tempel, denn sein Leib, der Ort seiner Gegenwart ist die Kirche (Kor 1,18). Hast du jemand die Gegenwart Gottes erlebt, die hoch über dir und doch gleichzeitig sogar in dir ist?

15. Oktober
Oft wissen wir entweder nicht oder glauben nicht, dass wir immer angegriffen werden und von Satan versucht werden. Deshalb erinnert der heilige Paulus die Philipper in seinen abschließenden Worten daran, sich auf die Dinge Gottes zu konzentrieren: „Was immer wahr ist, was immer ehrenhaft ist, was immer gerecht ist. . . denke über diese Dinge nach “(Phil 4,8). Es ist eine enorm schwierige Aufgabe in einer Kultur, die auf den sofortigen Zugang zu fast allem stolz ist. Satan sehnt sich danach, die Zerstörung so vieler Seelen wie möglich zu sehen und wird alle Mittel einsetzen, um sein Ziel zu erreichen. Wir müssen uns daran erinnern, dass jeder von uns ein Kind Gottes ist, das nach seinem Bild und Ebenbild geschaffen wurde und ein Tempel des Heiligen Geistes ist. Wir müssen genauso fleißig auf das Kind Gottes in uns selbst aufpassen wie Eltern auf ihre leiblichen Kinder. Wenn dir das ein unmögliche Aufgabe zu sein scheint, erinnere dich an die Worte des heiligen Paulus: „Ich kann alles in dem tun, der mich stärkt“ (Vers 13). Wie kannst du heute das Sorgerecht über die Sinne ausüben?

14. Oktober
Leiden ist seit dem Sündenfall ein Teil der menschlichen Verfassung, und leider führt kein Weg daran vorbei. Obwohl es nicht fair erscheint, gewinnen wir durch Leiden oft Weisheit, Geduld, Ausdauer und Durchhaltevermögen. Gott will uns aber nicht leiden lassen. Vielmehr geht er mit uns in unserer Mitte und gibt uns Hoffnung, so wie er Israel nach der Zerstörung Jerusalems und des Tempels Hoffnung gegeben hat: „Habt Vertrauen, meine Kinder, schreit zu Gott! Er wird euch der Gewalt entreißen, den Händen der Feinde. Dennoch erhoffe vom Ewigen eure Rettung, schon wurde mir vom Heiligen Freude zuteil wegen der Erbarmung, die bald zu euch kommt…“(Bar 4,21-22). Gott versprach, die gesamte Schöpfung zu erlösen, und hat dies durch seinen Sohn Jesus Christus getan. Obwohl Jesus völlig ohne Sünde war, litt er und starb für die Sünden der Welt. Der heilige Paulus vermittelt die Hoffnung, die er auf Christus hat, wenn er von seinem eigenen Leiden und dem Leiden seines Freundes spricht und erklärt, dass Leiden nur im Lichte Christi Sinn macht. Durch die Teilhabe an den Leiden Christi haben wir die Hoffnung, an seiner Auferstehung teilzuhaben (siehe Phil 3,10-11). Bitte Gott um Hoffnung inmitten des Leidens entweder für dich oder für eine Person, die du leiden siehst!

13. Oktober
Die Weisheit ist das Buch der Gebote Gottes und sie erschien auf der Erde und lebte unter den Menschen (Bar 3,38-4,1). Dieser Vers wurde auf Christus bezogen. Ihm zu folgen ist die Summe der Gebote und der Weisheit. Jesus zu folgen bedeutet aber untereinander so gesinnt sein, wie es dem Leben Jesu entspricht: „Er erniedrigte sich und wurde wie ein Sklave“ (Phil 2,8). Paulus verwendet den Abstieg Jesu als Beispiel dafür, nicht nur für andere zu sterben, sondern auch für sie zu leben. Leider leiden wir alle unter der Erbsünde. Es ist jedoch eine Entscheidung, unser Leiden mit Christus zu verbinden und ein Leben in Freude zu führen. Unser Handeln folgt unserer Haltung. Ein demütiges Leben in Christus zu führen und dies mit Freude zu tun, ist ein starkes Zeugnis des Evangeliums. Versuche heute ein Freundliches Wort zu sagen, obwohl du dich vielleicht ungerecht behandelt fühlst. 

12. Oktober
Das Buch Baruch ist schon aus der Perspektive der Verbannung ins Exil nach Babel geschrieben. Nun sehen wir ein einsichtiges Gebet, dass mitten in Not neu Vertrauen schöpft. Ganz ähnlich Paulus, der im Gefängnis ist und mit innerer Freude und Zuversicht auf die guten Pläne und Absichten Gottes vertraut. Halte sein Gebet in Erinnerung: „Für mich ist Christus das Leben und Sterben Gewinn.“ (Phil 1,21)

11. Oktober
Wir sündigen immer wieder, und manchmal zweifeln wir sogar, dass Gott uns noch vergeben könnte, aber es ist sagen die will, das wir verzweifeln. In Wahrheit gibt es immer Hoffnung: „Die Huld des Herrn ist nicht erschöpft, sein Erbarmen ist nicht zu Ende“ (Klagelieder 3,22). Statt zu verzweifeln sollen wir uns Gott zuwenden und uns nicht Schämen unsere Sünden zu bekennen (Sir 4,26). Gott kennt die Geborgenheit der Welt und Satans Wunsch und von IHM weg zu bringen. In Eph 6,10-18 deckt er auf, wer der wahre Feind ist und gibt uns eine Waffenrüstung in die Hand. Bete mit diesen Versen:
Jesus ich zeihe die Waffenrüstung Gottes an, 
den Gürtel derWahrheit
den Brustpanzer der Gerechtigkeit
die Schuhe der Bereitschaft für das Evangelium des Friedens
das Schild des Glaubens
den Helm und das Schwert des Wortes Gottes

10. Oktober
Für viele sind die Worte von der gegenseitigen Unterordnung eine Provokation. Aber es tut uns gut uns dieser Provokation zu stellen und sie nicht abzumildern. Zunächst geht es hier nicht um eine Unterordnung der Frau unter den Mann, denn Paulus beginnt in Epp 5,21 mit der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus. Dann stellt Paulus aber einen Vergleich an, der wichtig ist. Christus liebt die Kirche wie ein Bräutigam seine Braut und wir seine Kirche lieben Christus wie eine Braut ihren Bräutigam. In der Beziehung zu Christus ist, uns als Braut, Gehorsam ihm gegenüber nichts negatives sondern eine Folge der Liebe. Und in der Beziehung zu Christus ist Hingabe nichts fremdartiges sondern ganz natürlich. Ihr Männer stellt mit Freude Christus in eurem Leben dar! Ihr Frauen genießt es die Kirche in ihrer Beziehung zu Christus ihrem Bräutigam darzustellen.

9. Oktober
Ist Paulus da zu streng, wenn er sogar albernes und belangloses Reden verbietet? Dürfen wir jetzt nicht mehr lachen und gute Gemeinschaft haben? Natürlich nicht, wir sollen schließlich nicht den Wein meiden, sondern die Trunkenheit (Epp 5,18). Es geht darum dankbar zu sein (Eph 5,4), und jubelnde Freude zu erleben, die vom Geist kommt (Epp 5,19). Wenn wir viel besitzen, dann ist Dankbarkeit eine Form von Demut (Sir 3,18). Wenn unser Besitzt uns aber verloren ist, dann ist Dankbarkeit das vertrauen auf Gottes Gnade, wie sie dem Abgesetzten König Jojachin zuteil wird (Jer 52,31). Immer gelten uns die Worte aus Ephemerer 5,20: Sagt Gott dem Vater jederzeit Dank für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Sage heute Gott für eine Sache bewusst Danke oder stimm ihm ihn Danklied an.

8. Oktober
In Jesus Sprach 3,12 wird das Gebot, Vater und Mutter zu ehren konkret: „Nimm die ihrer an, wenn sie alt sind.“ Gerade für diejenigen, die sich um Jesus nachzufolgen von ihren Eltern distanzieren mussten kann es ein Trost sein, dass sie auf diese Weise ihre Eltern dennoch ehren.
Nur am Rande erwähnt: die Stadt Babel im heutigen Irak, deren Untergang Jeremia in Kapitel 50 und 51 vorhersagt ist heute nicht mehr bewohnt, sondern eine reine Ausgrabungsstätte.
In Ephemer 4,11 werden 5 Aufgaben genannt, in die Gott Menschen Einsetzt, um die Gemeinde aufzubauen: Propheten haben einen Blick dafür, was Gott jetzt im Moment sagen oder tun will, Lehrer dagegen erklären können was grundsätzlich und immer von Gott gilt. Hirten achten darauf, dass die Schwächsten in der Gemeinschaft mitkommen, Evangelisten dagegen drängen voran und wünschen sich eine aktive Verkündigung. Der Apostel hat die Aufgabe diese wichtigen aber manchmal widersprüchlichen Begabungen sinnvoll zusammenzubringen. In welcher dieser 5 Begabungen kannst du dich am meisten entdecken?

7. Oktober
Heute sagt uns das Buch Jesus Sirach, dass „Gold und Silber im Feuer geprüft werden und Menschen im Feuer der Demütigung“ (Sir 2,5). Der heilige Paulus bestätigt ebenfalls, dass wir in „Niedrigkeit und Sanftmut“ der Leib Christi werden (Eph 4,2). Demut – und sogar Demütigung – ist die Art und Weise, wie wir sowohl individuell als auch kollektiv in der Heiligkeit wachsen. In Jeremia wird das Konzept der kollektiven Demütigung besonders deutlich. Genau wie Babylon viele Nationen (einschließlich Israel) erobert und unterworfen hatte, würde Babylon bald in die Knie gezwungen werden (siehe Jer 50,9-12). Zusammengenommen bieten diese Texte eine zweifache Lektion. Erstens besteht der Weg zur Vollkommenheit in der Niedrigkeit, in der Nachahmung des Gottes, der sich in Christus demütigte. Zweitens gilt dieser Aufruf zur Demut nicht nur für uns als Individuen, sondern auch für alle menschlichen Institutionen. Sich einer Nation oder menschlichen Macht zu rühmen und ihr zu vertrauen, bedeutet, die Hoffnung auf etwas zu setzen, das scheitern wird. Nur durch die Teilhabe am himmlische Reich als Leib Christi, der Kirche, haben wir eine ewige Hoffnung. Investierst du dich zu stark in eine irdische Institution, entweder indem du dich ihrer Herrlichkeit rühmst oder verzweifelst, weil sie versagt?

6. Oktober
Sirach lobt die Furcht vor Gott und nennt sie „den Beginn der Weisheit“ (Sir 1,14) und „das volle Maß der Weisheit“ (Vers 16). Für moderne Ohren kann dies wie eine Absurdität klingen. Die Furcht vor dem Herrn wird von vielen als bedrückend angesehen. Die Worte von Jeremia, der die verheerenden Auswirkungen der Bosheit prophezeit, legen nahe, dass, der Verlust des moralischen Kompass dramatische Folgen hat. Der Ausrichtung dieses Kompasses und die damit verbunden Weisheit liegt in Gott liegt. Einem Gott, der sich letztendlich unserem Verständnis entzieht, von dessen Weisheit wir aber durch die Verkündigung der Kirche Kunde erhalten (Epp 3,10). Unsere Reaktion auf diese Enthüllung sollte Respekt sein, nicht aus Angst vor Bestrafung, sondern der kindliche Ernst von Söhnen und Töchtern, die  ihren Vater lieben und ihn ehren und ihm gehorchen möchten. Wenn wir die Gottesfurcht verlieren, verlieren wir eine notwendigen Grenzen. Hast du jemals diese heilige Angst gespürt, die eine Respekteinflößende Erfahrung der Größe und Nähe Gottes war?

5. Oktober
Der Epheserbrief ist nicht aus der Defensive heraus geschrieben, sondern ist eine theologische Abhandlung über den Glauben, vieles aus diesem Brief wird in Gebet und Katechese regelmäßig zitiert. Johannes Paul II. begann seine erste Enzyklika mit den Worten aus Eph 2,4 „Gott der Reich ist an Erbarmen“ „Dives in Misericordia“. Wir leben in den Zeiten des überfließenden Reichtums seiner Gnade. Jeremia spiegelt diese unglaubliche Barmherzigkeit Gottes wieder. Er wird nach Ägypten verschleppt und dort ermahnt er immer noch geduldig die Menschen zum ursprünglichen Glauben zurückzukehren. Das wäre sogar in der Fremde möglich. In jeder Zeit und unter allen Umständen ist es möglich die guten Werke zu tun, die Gott für uns im voraus bestimmt hat (Eph 2,10). Das Buch Jesus Sirach ist ebenfalls in der Fremde entstanden, wiederum in Ägypten, um den Menschen, die zwei Generationen später gar kein Hebräisch mehr können – und darum die Heilige Schrift nicht lesen können – zu helfen unter veränderten Umständen die Werke Gottes zu tun. In Jeder Zeit können wir das Erbarmen Gottes erleben und leben, wo siehst du Gott heute am Werk?

4. Oktober
Die Menschen, die nicht verschleppt, sondern zurückgelassen wurden, um das Land bearbeiten, befinden sich in einer stressigen Situation. Der Mann, der den „Überrest Judas“ regieren soll (Jer 42,15), wurde ermordet, und sie sind sich nicht sicher, ob sie bleiben oder nach Ägypten fliehen sollen. Sie kommen zu Jeremia, um ihn um Rat zu bitten und zu bitten, dass er für sie bei Gott interveniert. Nachdem Jeremia seine Prophezeiung ausgesprochen hat, ignorieren die Menschen ihn sofort und nennen ihn einen Lügner (siehe 43,2–3). Sie können sich eingentlich gar nicht mehr vorstellen, zu Gott ihre Zuflucht zu nehmen. Jeremias Worte sind ja gar keine Unheilsprophetie mehr, sondern Worte der Vergebung und des Trostes. Aber nach Jahren der Sünde könnend die Menschen nicht glauben, dass Gott ihnen Barmherzig ist. Die Offenheit für das Wort Gottes kommt vor allem von der Zuversichtlichen Hoffnung auf die Gnade Gottes. (Eph 1,18). Bete heute die Worte des Epheserbriefes: “ Herr erleuchte meine Augen, damit ich verstehe, zu welcher Hoffnung wir durch dich berufen sind.“

3. Oktober
Zu Beginn der Epheser spricht der heilige Paulus häufig über Gottes Plan. In der Fülle der Zeit, erklärt er, ist Christus gekommen, um alles in sich zu vereinen, Vergebung zu gewähren und uns dafür zu bestimmen, „um für das Lob seiner Herrlichkeit zu leben“ (Eph 1,12). Die Vorsehung Gottes ist jedoch in Jeremia 38 kein Grund zur Freude für den König. Obwohl Zedekia an die Prophezeiung Jeremias zu glauben scheint, erfreut er sich nicht an Gottes Willen und ergibt sich nicht den Babyloniern. Die Freude, von der im Brief an die Epheser die Rede ist, ist die Frucht der völligen Übereinstimmung Christi mit dem Willen Gottes. Im Gegensatz zu Zedekia stimmt Christus zu, seinen Feinden übergeben zu werden, sogar bis zum Tod. Wenn Gottes Plan uns hart und schwierig scheint, muss unser Weg immer noch der sein, „für das Lob seiner Herrlichkeit zu leben“ – dann was Gott für uns vor hat ist ein sanftes Joch, und was er für Zedekia vor hatte ist viel leichter als das was tatsächlich passiert. Jeremia lehrt uns, dass es besser ist, auf dem Grund einer Zisterne zu stehen und auf Gott zu vertrauen, als auf einem Thron zu sitzen, und ihm Widerstand zu leisten. Hast du schon einmal erlebt wie du gegen Gottes Willen Widerstand hattest, obwohl du du genau gewusst hast, was er von dir will?

2. Oktober
Das Buch der Weisheit kommentiert in poetischer Übertreibung die Befreiung aus Ägypten, die dichterische blumige Sprache ist zum singen geeignet und auf diese Weise leicht auswendig wiederzugeben. Jeremias Sprache ist stark aber sie bewegt den König nicht. Bei ihm geht die Warnung zum einen Ohr hinein und zum anderen wieder hinaus (Jer 36,21-23). Paulus schreibt die letzten Sätze seines Briefes in großen Buchstaben, vielleicht weil er schlecht sieht. (ist das der Stachel im Fleisch von dem er gesprochen hatte?) Auf jeden Fall wollen diese handschriftlichen Worte Gewicht haben und nicht überhört werden. Wir sollten versuchen unser Ohr und Herz offen zu haben für die Worte der Prediger, auch wenn sie vielleicht nicht besonders redegewandt sind. Versuche bewusst bei der nächsten Predigt die du hörst, eine Aussage, in der nächsten Stunde und im laufe des Tages und im laufe der folgenden Woche, noch einmal in dein Gedächtnis zu rufen.

1. Oktober
Das Buch der Weisheit sagt uns, dass wenn sich gesetzlose Menschen vorstellen, die Kontrolle zu behalten, sie „Gefangene der Dunkelheit und Gefangene der langen Nacht“ werden (Weish 17,2). Ihre vorgetäuschte Macht ist erwiesenermaßen eine Täuschung (siehe Vers 7). Wenn die Israeliten versuchen, andere Menschen zu beherrschen, dh indem sie Sklaven halten, werden sie selbst Gefangene (siehe Jer 34,16–17). Selbst wenn wir niemals auf die Idee kommen würden, ein Sklavenhalter zu sein, versuchen wir oft, die Oberhand über jemanden anderen zu gewinnen, zu sprechen, anstatt zuzuhören, und die Dinge so zu gestalten, wie wir es wollen. Je mehr wir andere kontrollieren wollen, desto mehr verlieren wir die Kontrolle über uns. Gibt es jemanden, den du durch Zwang oder Überredung in deine Macht zu bringen versucht hast? Wie kannst du anfangen, diese Beziehung wieder in Ordnung zu bringen?

30. September
Wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Börsenmakler Sie aufforderte, Anteile an einem Unternehmen zu kaufen, das bald bankrott sein würde? Gott verlangt von Jeremia, ein Feld zu kaufen, das bald von den Babyloniern besetzt wird (siehe Jer 32,6-15). Die Bitte ist eine Analogie zu Gottes neuem Bund, der in Jeremia 31,31 beschrieben wird. Dieser Bund kann nicht auf ein Stück Papier wie eine Besitzurkunde reduziert werden, sondern der Neue Bund ist einer der Herzen. Er beinhaltet echte Reue (Jer 31,9 + 19) von unsere Seite und liebendes Erbarmen (Jer 31,20 +  34b). Jeremia vertraut nicht auf das gekaufte Land, sondern auf Gottes Wort. Der heilige Paulus sieht den neuen Bund in Christus geschlossen. Während die buchstäbliche Beschneidung (ein Erfordernis des Gesetzes) jetzt nichts nützt (Gal 5,2), fordert der neue Bund Christi die Beschneidung des Herzens (siehe Röm 2,29). Diese Entwicklungen in der Beziehung der Menschheit zu Gott mindert unsere Verpflichtungen nicht. Immerhin muss Jeremiah noch sein kostbares Silber für das Feld ausgeben. Aber wenn unser Herz verwandelt wird, können wir den Willen Gottes lieben, anstatt ihm als äußerliche Auferlegung zu folgen. Kurz gesagt, wir werden mit Dankbarkeit unsere Tage beginnen und von Dankbarkeit über sein Erbarmen motiviert, Gottes Gebote erfüllen. (vgl. Weish. 16,28-29). Versuche morgen deinen Tag mit einem Dankgebet zu beginnen. 

29. September
Das Buch der Weisheit erinnert im 16. Kapitel noch einmal an den Auszug aus Ägypten und an die Ereignisse auf der Flucht. Als das Volk murrte, schickte Gott zur Erziehung Giftschlangen, wer zu der Kupfernen Schlange auf der Stange aufschaute wurde vom Biss der Schlange geheilt. Auch Jeremia verkündet nach der Vertreibung aus Jerusalem erneut Heil an. Immer wieder muss Gott sein Volk befreien, weil sie seine Gebote nicht einhalten und dadurch in Sklaverei und Unfreiheit geraten waren. Auch Paulus kämpft um die Freiheit der Kinder Gottes, die uns Christus erwirkt hat. Wir sind nicht mehr Sklaven sondern Söhne und Töchter, ja Erben Gotte. (Gal 4,7) Sprich heute in deiner Gebetszeit Gott als lieben Vater, als Papa an.

28. September
Jeremia 29:11 („Denn ich kenne die Pläne, die ich für dich habe, sagt der Herr, Pläne für das Wohlergehen und nicht für das Böse, um dir eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben“) ist ein sehr beliebter Vers, der auf Lesezeichen gedruckt und sozialen Medien zitiert wird. Warum? Aus dem Zusammenhang gerissen, könnte dieser Vers wie ein Auszug aus einem spirituellen Selbsthilfebuch klingen, wie eine christliche Version des positiven Denkens. Aber im Kontext fordert dieser Vers uns auf, auf einen Gott zu vertrauen, dessen Vorsehung das gesamte Universum, und dessen Plan die gesamte Menschheit umfasst. Dieser Vers folgt Jeremias Prophezeiung, dass das Volk erst nach siebzig Jahren nach Israel zurückkehren wird (siehe Vers 10) – wenn die meisten Empfänger der Prophezeiung tot sind! Diese Prophezeiung steht in krassem Gegensatz zu der falschen Prophezeiung von Hananja, der die Wiederherstellung nach nur zwei Jahren versprach (siehe 28,3–4). Ebenso spricht der heilige Paulus von einem Heilsplan, der sich über Tausende von Jahren abspielt und der erst in Christus vollständig wird (siehe Gal 3,23ff). Dieser Erlösungsplan verspricht keinen persönlichen Wohlstand, das „Du“ bezieht sich auf vielmehr auf das ganze Volk Gottes zusammen, d. H. Auf die Kirche. Hast du Vertrauen in Gottes Plan, auch wenn dein eigener kleiner Teil mit Übel oder Leiden verbunden ist?

27. September
Jeremia wird von den Priestern vor die Beamten geschleppt, um ein Todesurteil über ihn zu erwirken, doch die Beamten sagen: „Dieser Mann hat den Tod nicht verdient.“ (Jer 26,16) Ganz ähnlich wird auch Pilatus die Unschuld Jesu aussprechen. Zur Zeit des Jeremia und auch zur Zeit Jesu können es sich die religiösen Autoritäten nicht vorstellen, dass man im Namen Gottes Kritik am Tempel äußern kann. Der Besitz des Mosaischen Gesetzes und des Tempels galt als sicherer Garant des Heiles. Die Junge christliche Gemeinde und vor allem Paulus muss sich mit dieser Haltung auseinandersetzten. Es genügt nicht, das Gesetz des Mose zu kennen, und es als Volk zu besitzen, man muss es auch einhalten, denn es gilt: nur, „Wer die Gebote erfüllt, wird durch sie leben.“ (Gal 3,12) Da wir aber ehrlicherweise zugeben müssen, dass wir die Gebote nicht erfüllt haben, können wir uns auch nicht auf sie berufen, sondern müssen glaubend auf Christus, und seine Kreuzesliebe, vertrauen der uns die Vergebung zusagt, und ihn bitten, dass er uns den Geist gibt, der uns befähigt heilig zu leben. (Vgl. Gal 3,2) Bete heute die Anrufung der Hl. Sr. Faustina: „Jesus ich vertraue auf dich.“

26. September
Jeremia muss die Propheten rügen, denn sie sagen nicht die unbequeme Wahrheit. Statt die Sünder zur Umkehr aufzurufen sagen sie: „Das Heil ist euch sicher“ (Jer 23,17). Noch schlimmer, sie verspotten Jeremia und sagen, du verkündest immer nur negatives, das was du im Namen Gottes zu uns sagst ist eine „Last“ (Jer 23,33ff). Der Ruf zur Umkehr und zur Abkehr von den falschen Göttern ist keine Last sondern macht uns frei und bewahrt uns vor den Unheilvollen Folgen unseres Tuns, wie sie in Weisheit 14,27 beschrieben werden. Paulus hat den Mut zu mahnen und sogar dem Petrus zu widersprechen, denn er ist sich sicher: Die Botschaft des Evangeliums schmeichelt zwar nicht den Ohren, aber sie macht uns frei. Versuche in deiner Kommunikation geradlinig zu sein, denn die Wahrheit zu sagen ist ein Akt der Liebe, auch wenn man damit vielleicht Widerspruch erntet.

25. September
Was am Ende des Korintherbriefes offensichtlich war, das geht im Galaterbrief genau so weiter. Der heilige Paulus schreibt an die Kirche in Galatien, um sie vor falschen Lehrern zu warnen und sie an das wahre Evangelium zu erinnern, das er ihnen gepredigt hat. Auch Jeremia kämpft darum, unter falschen Propheten gehört zu werden. Er leidet unter den Händen des Priesters Pashhur, der Jeremias Prophezeiungen über die Zerstörung Jerusalems zurückweist. Aber wie können wir erkennen, wer ein wahrer Prophet ist? Sicherlich glauben die meisten Menschen, die predigen, dass sie die Wahrheit sagen. Selbst in alltäglichen Angelegenheiten sind wir überzeugt, dass wir es am besten wissen und uns wünschen, wir könnten rufen: „Hör mir zu! Ich habe recht!“ Aber der heilige Paulus sagt mehr als nur, dass sein Wort wahr ist; er bürgt für seine Lehre mit dem Beweis seines eigenen Lebens (Gal 1,13–24). Seine lebensverändernde Bekehrung und seine guten Werke sind ein Beweis für seine Authentizität. Wir sollten uns daher daran erinnern, dass niemand zum Glauben hin argumentiert werden kann. Überzeugende Argumente, theologische Raffinesse und sorgfältiges Lesen der heiligen Schriften sind für unser eigenes geistliches Wachstum und für die Evangelisierung von wesentlicher Bedeutung. Letztendlich ist es jedoch das Zeugnis des christlichen Lebens, das den sichtbaren Beweis für die Liebe Gottes in der Welt darstellt. Weil du diejenigen, die mit deinem Glauben nicht einverstanden sind, mit Argumenten nicht überzeugen kannst, versuche lieber ihnen die Wahrheit anhand deiner Lebensweise zeigen.

24. September
Um Jeremia zu lehren, befiehlt Gott dem Propheten, einige praktische Dinge zu lernen. Jeremia wird gebeten, einen Töpfer an seinem Töpfer-Rad aufzusuchen, um zu sehen, wie ein verdorbenes Gefäß umgeformt wird (Jer 18,1–4). Da versteht Jeremia, dass Gott Israel entweder zerbrechen oder erneuern kann, je nach dem ob die Herzen hart oder weich sind. Jeremia soll auch Tonwaren auf den Boden zerschlagen, um den irreversiblen Schaden zu demonstrieren, den die Feinde Jerusalems anrichten werden (siehe 19,10–13). „Tobet“ war scheinbar die damalige Müllhalde Jerusalems, wo man die Scherben entsorgte. Gott liebt es, mit uns in einer Sprache zu sprechen, die wir verstehen können, indem er die Elemente unseres alltäglichen Lebens verwendet. In Christus zeigt er, dass er sich nicht schämt, vollständig in das menschliche Leben einzutreten, und Sohn eines Zimmermanns zu werden. Suchst du in den alltäglichen Aufgaben des Alltags nach Gottes Stimme?

23. September
In 2 Korinther sagt der heilige Paulus, dass er wiederholt zu Gott gebetet hat, um einen Dorn in seinem Fleisch wegzunehmen (siehe 2 Korinther 12,7–8). Wir wissen nicht, worauf sich dieser „Dorn“ bezieht, aber Gott beantwortet das Gebet des Paulus nicht durch Heilung, sondern mit den Worten „Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen gemacht“ (Vers 9). Das Gebot, sich auf Gottes Gnade zu verlassen, ist nicht einfach. nicht für Paulus und nicht für uns. In Jeremia können wir eine Welt ohne Gnade erblicken. Wenn die Menschen ihrer eigenen Bosheit ausgeliefert sind, sind die Folgen schrecklich (siehe Jer 14-15). Sogar über ihr Leiden zu lesen ist schwierig. Die Bilder in Jeremia lassen jedoch darauf schließen, was unser eigenes Leben ohne die Sakramente wäre: Wir hätten nicht immer Wasser für den Durst unserer Seele (Taufe); das Land würde keine Nahrung bringen (die Eucharistie); Gott würde nicht auf unsere Schreie nach Vergebung hören (Buße); und wir würden keinen Trost im Tod haben (die Krankensalbung). Durch diese harten Bilder können wir erkennen, dass Gnade kein zusätzlicher Bonus für das christliche Leben ist. Das christliche Leben und alles Leben ist nur in und durch Gnade möglich. Kann das Leiden Israels dir helfen, die Sakramente, die Gottes Gnade vermitteln, tiefer zu lieben?

22. September
In Jeremia 11,18–20 ändert sich der Ton. Jeremia wendet sich von der Rede über die Prüfungen und Bestrafungen des Volkes ab und spricht direkt mit Gott über sein eigenes Leiden, insbesondere über eine Verschwörung gegen sein Leben. Diese Passage klingt vertraut, weil sie sich auch auf das Leiden Christi bezieht. Das ist die Natur der biblischen Prophezeiung; Durch den Geist kann ein Text in seiner eigenen Zeit eine Bedeutung haben, und gleichzeitig auch zukünftige Ereignisse vorwegnehmen oder unser Verständnis für sie bereichern. Eine der Verbindungen zwischen dem Leiden Christi und Jeremias ist die Verborgenheit beider Personen. Jeremias Feinde wollen ihn töten und jede Erinnerung an ihn auslöschen (siehe Jer 11,19). Ebenso schien es, dass Jesus, ein armer Prophet aus Nazareth, nach seinem Tod bald vergessen sein würde. Aber trotz ihrer Verborgenheit blieben sowohl Jeremia als auch Jesus in Erinnerung. Das so genannte „Rühmen“ des heiligen Paulus ist auch ein Rühmen seiner Verborgenheit und Niedrigkeit. Er ist stolz darauf, dass er Schiffbruch erlitten hat und geschlagen wurde (siehe 2 Korinther 11,25). Wir sollten uns daran erinnern, dass Handlungen, die in Liebe geschehen, in Ewigkeit in Erinnerung bleiben, auch wenn sie von niemandem gesehen werden. Was jetzt im Dunkeln zu liegen schein, steht Gott hell vor Augen. Wann hast du das Richtige getan, auch wenn es in diesem Leben unbemerkt blieb?

21. September
Weisheit 11 und 12 sprechen von der Geduld und dem Erbarmen Gottes, der alles liebt was er erschaffen hat (11,24) und in seiner Strafe immer Raum zur Umkehr gibt (12,10). In dieser Situation in der wir uns bewusst sind, dass wir in unserer Sünde ganz vom Erbarmen Gottes abhängen dürfen wir uns nicht großspurig rühmen, nur das Lob der Gerechtigkeit Gottes ist für uns immer angemessen. „Der Starke rühme sich nicht seiner Stärke… ich der Herr bind es der Gerechtigkeit wirkt“ (Jer 9,23). Entsprechend geduldig ist auch die Erziehung des Paulus, er möchte nicht einreißen, sondern aufbauen (2 Kor 10,8). Vor allem wenn Vorbild, Leiter oder Erzieher sind, müssen wir versuchen Gottes geduldige Liebe nachzuahmen, der uns „Schritt für Schritt“ erzieht (vgl.: Weish 12,2).

20. September
Im gesamten Alten Testament wird der Götzendienst verurteilt. Sowohl Jeremia als auch das Buch der Weisheit verurteilen die Anbetung falscher Götter in den heutigen Lesungen. Wir mögen denken, dass diese Sünde für den modernen Christen irrelevant ist, und fühlen sogar ein Gefühl der Selbstzufriedenheit, wenn wir darüber lesen, wie oft die Israeliten fremde Götter verehrten. Aber Götzendienst ist weiter gefasst als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Götzendienst ist in gewisser Weise der Inbegriff menschlicher Sünde, weil er die Anbetung von allem ist, was nicht Gott ist: Geld, Leistung oder sogar Familie. Die schlimmste Form des Götzendienstes ist der Stolz, das heißt die Verehrung seiner selbst und der Wunsch, sich selbst zum Zentrum des Universums zu machen. Paulus bietet eine einfache Medizin an, das Spenden. Er ist sich sogar sicher, dass die Spenden „Gehorsam zum Evangelium Christi“ ausdrücken (2Kor 9,13). Unabhängigkeit, Beharrlichkeit und sogar Rebellion werden in unserer Gesellschaft als Tugenden angesehen, aber sicherlich nicht Gehorsam! Wahre Anbetung Gottes setzt jedoch Gehorsam gegenüber ihm voraus und ist die einzige Alternative zum Götzendienst.
Ist für dich Gehorsam gegenüber Gott oder der Kirche eine positive, aktive Entscheidung?

19. September
Gott hatte Mose versprochen die Stadt Sodom nicht zu zerstören, wenn er dort nur 10 Gerechte finden würde. (Gen 18,32) Nun ergreift der Herr selbst das Wort uns spricht durch Jeremia: „Zieht durch Jerusalems Straßen, schaut genau hin und forscht nach, sucht auf seinen Plätzen, ob ihr einen findet, ob einer da ist, der Recht übt und auf Treue bedacht ist: Dann will ich der Stadt vergeben – Spruch des HERRN!“ (Jer 5,1) Es ist ein Gerichtswort, eine Drohung, die dazu da ist zur Umkehr aufzurufen. Die Einwohner der Stadt hatten gesagt, dass Gott schon nichts unternehmen wird (Vgl.: Jer 5,12). Wir wissen aber aus der Geschichte, das Jerusalem wirklich zerstört wurde. Wir wissen aber auch das Jerusalem der Ort wurde, an dem Gott selber in seinem Sohn Jesus Christus den einen Gerechten gefunden hat. So kann er in ihm auch diesen Teil seines Versprechens war machen und die Welt retten. Wir dürfen uns in unserer Sünde auf Jesus berufen, aber wir müssen auch umkehren und uns an dem Liebeswerk beteiligen das er begonnen hat. (Vgl.: 2 Kor 8,7).
Hattest du schon einmal den Gedanken: „Gott straft nicht, es ist egal was ich tue, es gibt ja doch keine Konsequenzen?“

18. September
Wir können die Bilder, die in Jeremiah verwendet werden, als auffällig und sogar skandalös empfinden. Jeremia beschreibt den Götzendienst der Israeliten (dh ihre Verehrung von Gegenständen in der Natur und von anderen Göttern) als Prostitution. Der Prophet sagt uns lebhaft, dass „auf jedem hohen Hügel und unter jedem grünen Baum“ (Jer 2,20) das Volk Ehebruch begangen hat. In der Bibel werden häufig Bilder aus der Ehe verwendet, wenn von der Beziehung Gottes zu seinem Volk oder zu seiner Kirche gesprochen wird. Die Ehe ist ein reiches und komplexes menschliches Analogon für die Intimität unserer Beziehung zu Gott. Ein weiteres Bild der Intimität findet sich im Buch der Weisheit, das Gottes Eingreifen in jeder Phase der Heilsgeschichte als eine persönliche Interaktion beschreibt – mit Adam, Abel, Noah, Joseph, Moses und Jakob. Ebenso spricht der heilige Paulus in 2 Korinther zu seinen Mitchristen, Wie zu Familienmitgliedern. Diese Bilder erfassen unsere Liebe zu Gott und zur Kirche nicht vollständig, aber sie verwandeln unseren Blick. Wie verändert es beispielsweise unser Verständnis von Sünde, wenn wir sie als Verrat oder als Beschädigung einer Beziehung betrachten, anstatt einfach als einen Verstoß gegen eine Regel? Was würde das Sakrament der Buße für dich bedeuten, wenn du es als Gelegenheit zur Versöhnung mit einem geliebten Menschen und nicht als Verpflichtung ansehen würdest?

17. September
Zu Beginn des Buches Jeremia befürchtet der Prophet, dass er seiner Berufung nicht würdig ist. Jeremiah scheut wegen seiner Jugend vor Gottes Ruf zurück, aber Gott beruhigt ihn. Ebenso erkennt der Autor im Buch der Weisheit seine menschlichen Grenzen und doch auch seine große Verantwortung an. Beide Menschen werden durch die Weisheit oder das Wort Gottes fähig gemacht. Christen verstehen diese Weisheit oder dieses Wort nicht als abstrakte intellektuelle Gabe, sondern das „Wort“ ist Christus, die zweite Person der Heiligen Dreifaltigkeit. Das Buch der Weisheit spricht von „Weisheit“ genau als eine Person, die bei der Erschaffung der Welt anwesend war. Was bedeutet das für unser tägliches christliches Leben? Das heißt, wir brauchen keine Angst haben, Gottes Ruf zu beantworten. Trotz unserer Fehler können wir die Arten von Tugenden erwerben, die der heilige Paulus beschreibt (Freundlichkeit, echte Liebe, perfekte Rede usw.). Kurz gesagt, egal wer wir sind, wir können heilig sein. Dies mag unrealistisch erscheinen. Heiligkeit kommt aber nicht von unserer eigenen Willensstärke, da wir „schwach und kurzlebig“ sind (Weis 9,5), sondern von Christus.
Wenn du deine Unzulänglichkeiten spürst bete: Christus mach mich heil!

16. September
Wenn der Herr uns näher zu sich bringt, sehnen sich unsere Herzen nach der endgültigen Offenbarung seiner Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Jesaja bittet um sein Urteil: „O dass du den Himmel zerreißen und herabkommen würdest“ (Jes 64,1). Er zeigt eine Zeit, in der „der Wolf und das Lamm friedlich zusammen sein werden“ (65,25) und der Herr diejenigen willkommen heißen wird, die „demütig und zerknirscht im Geist“ sind (66,2). Wenn wir wirklich an den Herrn glauben und uns auf ihn stützen, begrüßen wir seine Gegenwart und sein Urteil über die Welt, da wir durch sein Urteil in die Errettung eintreten. Der heilige Paulus bringt diese Ansicht zum Ausdruck, indem er die Auferstehung betont, wenn wir unser „irdisches Zelt“, unseren sterblichen Körper, ablegen werden (2Kor 5,1). An seiner Stelle werden wir „ein Haus annehmen, das nicht aus Erde besteht“, eine „himmlische Wohnung“, einen verherrlichten Körper (Verse 1–2). Wir sind bereits eine „neue Schöpfung“ in Christus geworden (Vers 17). Der Tag des Gerichts und das Ende der Zeit klingen oft beängstigend, läuten jedoch eine ewige Ära des „Wohlstands“ ein, der reich fließt, wie ein „Fluss“ (Jes 66,12). Freust du dich auf das Kommen des Herrn?

15. September
Jes 60,6 hat sich in Mt 2,1 erfüllt, als die Heiligen Drei Könige auf Kamelen Weihrauch zu Jesus brachten. Zunächst beziehen sich die Worte Jesajas auf die Heimkehr aus dem Babylonischen Exil, aber sie haben eine viel weitreichendere Bedeutung. Christus ist der Bräutigam, der sich über uns freit, wie über seine Braut. (vgl. Jes 62,5) Und Christus ist es auch der sein Gewand rot befleckt hat mit Blut, aber nicht mit dem Blut der Feinde, das er im Zorn vergießt, wie Jesaja es erwartet, sondern durch sein eigenes Blut das er am Kreuz gibt aus Liebe (vgl. Jes 63,2). Auch wenn wir manchmal durch Leiden gehen, geschieht das in Gemeinschaft mit Christus, und wir dürfen daran festhalten, dass wir schon erlöst sind. Was die Verbannten in Babylon erlebten, erleben wir auch. Wenn es auch im äußeren sichtbaren Bereich des Lebens Schwierigkeiten gibt, unser innerer Mensch wird täglich erneuert und wir erwarten die ewige Herrlichkeit (2 Kor 4,16f.).
Wenn du enttäuscht bist und erschöpft: bete zum Heiligen Geist um Kraft für deinen inneren Menschen.

14. September
Die Weisheit ist der ungetrübte Spiegel Gottes, und tritt in heilige Seelen ein, damit Gott sie lieben kann wie sich selbst. (Weisheit 7,26ff) Diese Worte wurden von Paulus auf Christus bezogen (Hebr 1,3 und Kor 1,15) und sie gelten auch für den Heiligen Geist der je auch der Geist Jesu ist. Jesus macht durch die Gabe des Heiligen Geistes war, was Jesaja ankündigt, dass nämlich nicht mehr Zugehörigkeit zu einem Stammbaum oder rein äußerliches Kultisches tun die Grenze des Heils darstellen. „Denn mein Haus wird ein Haus des Gebetes für alle Völker genannt werden.“ (Jes 56,7) Jesaja selbst sagt einen neuen Bund voraus, in dem der Geist Gottes in uns gelegt wird. Aber Achtung, damit im Dunkel unser Licht aufgehen kann, müssen die Taten auch der Frömmigkeit entsprechen. Das Herz muss beim Gebet dabei sein um vom Geist erfüllt zu werden und um so auch unsere Taten und Gewohnheiten zu prägen. (Vgl Jes 58,10) So werden wir durch den Heiligen Geist zu einem „Brief Christi“ (2 Kor 3,3) und zum „Bild Gottes“ (2 Kor 3,18)
Achte darauf, dass dein Herz beim Gebet dabei ist, und dass du den Geist – den du im Gebet empfangen hast – durch deine Taten nicht vertreibst.

13. September
Jesus meidet den Glamour der Welt und sucht stattdessen den niedrigsten Ort des schwersten Leidens: entstellt, verwundet, ohne Schönheit, ohne Majestät, von allen verachtet. Jesaja sagt: „Aber er wurde wegen unserer Übertretungen verwundet, er wurde wegen unserer Missetaten verletzt; Auf ihm lag die Strafe, die uns gesund machte, und durch seine Wunden werden wir geheilt “(Jes 53,5). Jesus rettet uns nicht auf einfache Weise, sondern leidet sehr und arbeitet hart, um uns zu erlösen. Ebenso können wir nicht den einfachen Weg gehen, „Hausierer des Wortes Gottes“ zu werden (2 Korinther 2,17), wie der heilige Paulus müssen wir uns in der Nachfolge des Herrn mit Schmerz und Bedrängnis auseinandersetzen.
Wenn Neid auf das scheinbar einfache Leben eines anderen Menschen dich bedrängt, dann schau auf das Kreuz. Jede deiner Mühen und sogar deine Leiden wird fruchtbar für die Welt, wenn du sie mit Christus zusammen trägst.

12. September
Ist dir auch schon mal aufgefallen, das das Gebet am frühen Morgen leichter fällt? Weisheit 6,14 bestätigt diese Erfahrung. „Morgens lässt sich die Weisheit leicht finden.“ Auch Jesaja 50,4 weiß, dass Gott uns am Morgen das Ohr weckt, damit wir seine Stimme hören. Auch Jesus stand in aller Frühe, als es noch dunkel war, auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. (Mk 1,35) Sicher waren das für Jesus Momente des Trostes und der Stärkung, wenn er sich, wie Jesaja es voraus gesagt hatte, darauf einstellen musste den Rücken denen hinzuhalten, die ihn schlugen. (vgl. Jes 50,6)
Versuche es einmal aus, und nimm dir Morgens als allererstes einen Moment des stillen Gebetes.

11. September
„Wer das Heilige heilig hält, wird geheiligt.“ Diese Zusage aus dem Buch der Weisheit (6,10) gibt uns eine Richtung für unser Handeln und macht uns Hoffnung auf Heiligkeit. Das ist das da genaue Gegenteil von dem, was Jesaja als Gerichtswort ausspricht, nämlich, sich auf böte Taten zu verlassen. (Jes 47,10) Auch wenn es sich für uns manchmal so anfühlt, als ob wir unser Kraft für nichtiges vertan haben (Jes 49,4) wir dürfen nach Jesu Wort Licht für die Welt sein (vgl. Jes 49,6).
Lies heute einmal die Stellen nach in denen im Neuen Testament die Worte Jesajas aufgegriffen werden: Jes 49,2 –> Off 19,15 und Jes 49,6 –> Apg 13,47

10. September
Denkt daran, dass im Herrn eure Mühe nicht vergeblich ist! (1Kor 15,58) Kohelet hatte die Mühe des Lebens noch als vergeblichen und als Windhauch bezeichnet. Und wenn Kohelet mit dieser Haltung der Sinnlosigkeit dem modernen Menschen aus der Seele spricht, so bietet uns Paulus die Erlösung in Christus an. „Im Herrn“ macht unser Leben Sinn. Unser Gebet und jedes unserer Opfer wird sinnvoll, den Gott kann und will Gerechtigkeit und ewiges Heil erschaffen. Er tut es durch den Persischen König Cyrus und er tut es endgültig selbst in seinem Sohn Jesus Christus. Die leibhafte Auferstehung Christi lässt uns auf die Auferstehung unseres Leibes hoffen. Darum ist keine Mühe des Leibes und kein Opfer, dass wir dem Leib abverlangen umsonst. Es bleibt auf ewig wertvoll.
Gewöhne dir das Gebet an, damit du in Momenten in denen dir dein Leben sinnlos erscheint, den Blick zu Gott erheben kannst. 

9. September
Jesaja bietet uns sein erstes Lied über den leidenden Diener an (siehe Jes 42,1–9), einen Mann, der von Gott ernannt und mit seinem Geist gesalbt wurde und der ein„ Bund für das Volk, ein Licht für die Nationen “sein wird (Vers 3) 6), Befreiung von Gefangenen und Sehvermögen für Blinde (siehe Vers 7). Jesus erfüllt diese Voraussagen, ihn hat der Geist bei seiner Taufe im Jordan gesalbt. Er befreit uns aus dem Gefängnis der Sünde und führt uns aus der Dunkelheit zu seinem wunderbaren Licht. Jesaja hilft uns zu sehen, wie persönlich unsere Berufung von Gott ist: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; Ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir “(43,1). Gott ruft jeden von uns auf eine bestimmte und persönliche Weise. Er ruft uns dazu auf, in Christus lebendig zu werden. Der heilige Paulus weist uns in seinen Überlegungen zur Auferstehung auf das endgültige Schicksal dieser Berufung hin: „Was gesät wird, ist verderblich, was auferweckt wird, ist unvergänglich“ (1 Kor 15,42). Unser Körper mag sterben, aber er wird auferweckt und herrlich gemacht.
Empfindest du die Berufung des Herrn als wirklich persönlich für dich? 

8. September
Die wichtigste Wende im Buch Jesaja kommt mit den Eröffnungsversen von Kapitel 40: „Tröste, tröste mein Volk, sagt dein Gott“ (Is 40: 1). Jesaja kommt von der Vorhersage des Urteils des Herrn über die Beschreibung des Ungehorsams hin zur Beschreibung der barmherzigen Wiederherstellung. Er sieht den Herrn als einen sanften Hirten kommen (siehe Vers 11) und sein Volk wie Adler fliegen (siehe Vers 31). Nach dem Gericht kommt die Umkehr, und nach der Umkehr kommt die herrliche Wiederherstellung des Volkes Gottes. Jesajas Prophezeiungen zeigen, dass „die Seelen der Gerechten in Gottes Hand sind“ (Weish 3,1). Er interpretiert die Geschichte Israels anders als es die der Ungläubigen tun, ein Gegensatz, den die Weisheit hervorhebt: „Obwohl sie vor den Augen der Menschen bestraft wurden, ist ihre Hoffnung voller Unsterblichkeit“ (Vers 4). Die Disziplin des Herrn soll nicht zur Verzweiflung führen, sondern zur Bekehrung und Heilung. In der Gemeinschaft der Erlösten stellt sich der heilige Paulus ein harmonisches und dynamisches Zusammenspiel vor: „Wenn Sie zusammenkommen, hat jeder eine Hymne, eine Lehre, eine Offenbarung, ein Sprachengebet und eine Auslegung des Sprachengebetes“ (1 Kor 14,26). Für ihn sind die Charismen kein Grund zur Beunruhigung, sondern ein Teil der Liturgie, die ganz geordnet ablaufen kann. Wir sollten darauf achten, dass wir trotz unserem Wunsch nach Ordnung, ebenso nach der prophetischen Rede streben und das Reden in Zungen nicht verhindern. (V. 39)
Wenn Du mit entmutigenden Umständen konfrontiert wirst, blick zurück auf die Heilsgeschichte, in der sich immer wieder die Notlage in Lobpreis wendet.

7. September
In diesem Geschichtlichen Exkurs in Jesaja sehen wir, wie die assyrische Armee Jerusalem belagert. Sogar angesichts einer solchen Bedrohung sagt Jesaja zu König Hiskia: „Fürchte dich nicht“ (Jes 37,6). Hiskia gehorcht und bittet den Herrn um Befreiung. Der Herr antwortet, indem er die Armee der Assyrer niederschlägt (siehe Vers 36). Hiskia ist ein Beispiel für das Sprichwort der Weisheit: „Wenn der Gerechte Gottes Sohn ist, wird er ihm helfen und ihn aus der Hand seiner Widersacher erretten“ (Weish 2,18). Auch diese Worte und vor allem die Anfeindungen gegen den Gerechten werden in der Person Jesu ganz erfüllt werden. Obwohl König Hiskia seinen Ruf als treuer König festigt, irrt er am Ende seines Lebens, indem er den Gesandten einer anderen fremden Macht, Babylon, den Reichtum seines Königreichs zeigt (siehe Jes 39: 2). Es ist der erste Schritt auf einem langen, traurigen Weg, der zum Exil des Volkes Gottes in Babylon führt. Der heilige Paulus ermutigt uns, indem er die Korinther über den angemessenen Einsatz von geistigen Gaben oder Charismen unterrichtet, auf gesunde Weise kindlich zu sein: „Seid unmündig an Bosheit, an Einsicht aber seid vollkommen!“ (1. Korinther 14,20),  Dieser Ratschlag hätte Hiskia gut gedient und möglicherweise seine eitle, stolze Zurschaustellung vor dem babylonischen Gefolge verhindert.
Weißt du, dass du Gottes Sohn oder Tochter bist und dass du zu ihm gehen kannst, wenn du Hilfe brauchst?

6. September
Das Buch der Weisheit lässt uns in die Gedanken der Gottlosen blicken, die das Leben als „kurz und traurig“ betrachten und denken, „wir wurden durch Zufall geboren“ (Weish 2,1–2). Sie glauben nicht an die Existenz einer ewigen Seele und denken stattdessen, dass „wir von nun an so sein werden, als wären wir nie gewesen“ (Vers 2) und dass „der Geist sich in Luft auflösen wird“ (Vers 3). Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt. Das Christentum weiß, dass der Mensch sowohl mit einem Körper als auch mit einer Seele geschaffen ist. Wir glauben nicht nur, dass die Seele unsterblich ist und für immer leben wird, wir bekennen uns auch in einem zentraler Punkt unseres Glaubens zur Auferstehung Jesu Christi, der uns mit Leib und Seele zu neuem Leben erwecken wird. Es gibt eine „Rückkehr vom Tod“! Aus diesem Grund leben wir, die wir glauben und in Christus Jesus getauft worden sind, nicht nur für dieses zeitliche, vorübergehende Leben, wir freuen uns auch auf das kommende Leben, und dies ändert (oder sollte ändern), wie wir leben. Der heilige Paulus ermahnt uns: „Jagt der Liebe nach!“ (1. Korinther 14,1). Wenn wir mit der Liebe Christi lieben, werden wir die Herrlichkeit des Herrn sehen (siehe Jes 35,2), und wir werden andere mit uns bringen.
Wie kannst du heute der Liebe nachjagen?

5. September
Sünde hat eine Art Schneeballeffekt – eine schlechte Handlung wird zu einer schlechten Gewohnheit, und schlechte Gewohnheiten versklaven uns. Jesaja beklagt die Tendenz der Menschen, die wie hartnäckige Kinder geworden sind, „die einen Plan ausführen, aber nicht meinen; und die einen Bund machen, aber nicht aus meinem Geist, damit sie Sünde zu Sünde hinzufügen“ (Jes 30,1). Sie hindern Gott daran, sie zu retten, indem sie seine Weisheit ablehnen, da „Weisheit nicht in eine trügerische Seele eindringt“ (Weisheit 1,4). Wenn wir sündigen, laden wir den Tod tatsächlich ein (Vers 12) und bringen ihn auf uns. „Gott hat den Tod nicht gemacht“ (Vers 13), sondern lädt uns ein, so zu lieben, wie er liebt. Der heilige Paulus erklärt den „besseren Weg“ (1Korinther 12,31) der Liebe oder auf Griechisch Agape. Agape ist nicht bloßes Vergnügen oder Glück in einer anderen Person, es ist eine Liebe, die sich für die andere verschenkt. Es ist eine Liebe, die Gott in unsere Herzen gießt (siehe Röm 5,5), und wir sollten sie wiederum in liebevollem Dienst an andere weitergeben. „Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.“ (1 Kor 13,7). Sie wird für immer als die mächtigste Kraft in der gesamten Schöpfung Bestand haben. Wie kannst du heute Geduld, Freundlichkeit und großzügige christliche Liebe für andere ausüben?

4. September
Während Jesaja Gottes Urteile gegen die Aufständischen aufzählt, hebt er hervor, wie unsere Beziehung zu Gott zusammenbrechen kann. Es kommt zu einem Punkt, an dem das Volk das Gesetz des Herrn nicht mehr verstehen kann. Seine Botschaft ist einfach „Gebot auf Gebot, Gebot auf Gebot, Zeile auf Zeile, Zeile auf Zeile, hier ein bisschen, dort ein bisschen“ (Jes 28,10). Aber Anstatt auf den Herrn zu vertrauen, haben sie einen „Bund mit dem Tod“ geschlossen (Vers 15) und sind nur mit ihrem Mund und ihren Lippen dem Herrn nahe gekommen, „während ihr Herz weit von ihm entfernt war“ (29,13). Gott kommt diesem möglichen Zusammenbruch im Neuen Bund zuvor und gibt uns als Hilfe „die Offenbarung des Geistes, damit sie anderen nützt.“ (1 Kor 12,7). Das heißt, der Herr gibt uns den Geist, der uns befähigt, das christliche Leben zu leben, sowie geistliche Gaben, die uns helfen, als Gemeinschaft zusammenzuleben. Beim Aufzählen der verschiedenen Arten von Gaben, die der Heilige Paulus gegeben hat, betont er, dass alle verschiedenen Gaben zur Einheit und zum Aufbau des gesamten „Leibes Christi“ beitragen (Vers 27). Um einen Zusammenbruch unserer Beziehung zu Gott zu verhindern, sollten wir den Abschiedsrat Kohelets befolgen: „Fürchte Gott und achte auf seine Gebote! Das allein hat jeder Mensch nötig.“(Koh 12,13). Welche geistlichen Gaben hat der Herr dir gegeben und wie setzt du sie ein?

3. September
In einer schwierigen Zeit müssen wir uns auf die übernatürliche Vollendung der Geschichte freuen. Jesaja gibt uns einen Einblick in die Geschichte dieser Welt, in die Zeit des Gerichts und in eine herrliche Zukunft mit Gott. Er sagt: „Auf diesem Berg wird der Herr der Heerscharen für alle Völker ein Fest aus erlesenen Weinen feiern“ (Jes 25,6). Dieses eschatologische Mahl repräsentiert die Wiederherstellung seines Volkes durch den Herrn, das Heil und die Gemeinschaft, die er uns anbietet. Bei diesem Essen „wird er den Tod für immer verschlingen“ (Vers 8), ein kraftvoller Hinweis auf den Sieg Jesu am Kreuz und sein eucharistisches Gedenken. Die Eucharistie soll uns in die Einheit mit Gott und seiner Kirche bringen, anstatt uns in „Fraktionen“ zu teilen (1 Korinther 11,19). Sie ist ein übernatürliches sakramentes Mittel, das der Herr einsetzt, um uns zu sich zu ziehen: „Wie du den Weg des Windes ebenso wenig wie das Werden des Kindes im Leib der Schwangeren erkennen kannst, so kannst du auch das Tun Gottes nicht erkennen, der alles tut.“ ( Koh 11,5).
Was kannst du tun, um in das übernatürliche Werk Gottes in der Eucharistie tiefer hineinzukommen?

2. September
Bei einem der unerwartetsten prophetischen Ereignisse in der Bibel geht Jesaja drei Jahre lang nackt herum (siehe Jes 20,2–4). Sein radikaler Gehorsam gegenüber dem Herrn kann uns als Beispiel zur Nachahmung dienen. Während Jesaja die Menschen dafür preist, dass sie Wasserressourcen für eine Belagerung vorbereitet haben, kritisiert er, dass sie eher auf ihre eigenen Anstrengungen als auf den Herrn vertrauen (siehe 22: 8–11). Er verurteilt auch den selbstdienenden Regierungsbeamten Shebna, der sich ein kunstvolles Grab gebaut hat, anstatt dem Volk zu dienen (siehe Verse 15–18). Auch der Prediger Salomon (Kohlte) warnt uns vor kindlichen Herrschern, die ihren Fürsten erlauben, „am Morgen zu feiern“, der normalen Arbeitszeit (Koh 10,16). Andererseits sagt er uns: „Glücklich bist du, oh Land, wenn dein König der Sohn freier Menschen ist und deine Fürsten zur richtigen Zeit feiern, zur Stärkung und nicht zur Trunkenheit!“ (Vers 17) . Während faule, selbstsüchtige Herrscher das Volk belasten, können hart arbeitende Beamte ein Segen sein. Paulus rät uns: „Nehmt mich zum Vorbild, wie ich Christus zum Vorbild nehme!“ (1 Kor 11,1) So werden wir gute Diener aller um uns herum sein.
Wer in deinem Leben bietet dir ein christliches Vorbild, das du nachahmen kannst?

1. September
An jenem Tag werden die Menschen ihren Schöpfer betrachten und ihre Augen werden auf den Heiligen Israels schauen “(Jes 17,7). Jesaja beschreibt, dass der erlöste Überrest, wenn die Wiederherstellung Israels kommt, auf den Herrn blicken wird, anstatt auf die falschen Götter, die ihre Vorfahren verehrten (siehe Vers 8). Jesaja erweitert diese Wiederherstellung, indem er voraussagt, dass nicht nur Israel zum Herrn zurückkehren wird, sondern auch die traditionellen Feinde des Volkes Gottes, wie Ägypten und Assyrien, ebenfalls bekehrt werden. Durch das „Schlagen und Heilen“ des Herrn werden diese Nationen „zum Herrn zurückkehren, und er wird ihr Flehen beachten und sie heilen“ (19:22). Diese Prophezeiungen finden eine schöne Erfüllung in den Korinthern, die sich von „stummen Götzen“ abwenden (1 Kor 12,2), um auf den Herrn zu schauen. Einige der neubekehrten christlichen Korinther wurden durch den Verzehr von Fleisch aus heidnischen Tempeln verunsichert. Der heilige Paulus möchte sicherstellen, dass diese neuen Christen weiterhin auf den einen wahren Gott schauen und nicht zur Verehrung der Götzen zurückkehren. Während der heilige Paulus darauf besteht, dass es grundsätzlich akzeptabel ist, dass Christen Fleisch essen, das griechischen Götzen dargeboten wurde, warnt er Christen, sich dem empfindlicheren Gewissen anderer zu widersetzen. In jedem Fall sagt er: „Ob du isst oder trinkst. . . tue alles zur Ehre Gottes “(10:31).
Wie kannst du Gott heute Ehre erweisen, indem du jemanden ermutigst, der im Glauben erst zu wachsen beginnt?

31. August
Wir müssen unsere Ohnmacht vor Gott zugeben. Während wir unser Leben organisieren können, um Ärger, Armut oder Verwirrung zu vermeiden, „hat kein Mensch die Macht, den Geist oder die Autorität über den Tag des Todes zu bewahren“ (Koh 8,8). Unser Leben liegt in Gottes Händen, und wir kennen den Tag unserer Abreise von dieser Erde nicht. Diese Ohnmacht kann uns gegenüber Gott ungeduldig machen und bewirken, dass wir uns wünschen, dass er sich beeilt und uns hilft, doch „wir dürfen den Herrn nicht auf die Probe stellen, wie einige von ihnen es taten und von Schlangen getötet wurden“ (1 Kor 10,9). Der heilige Paulus weist zurück auf die Wildnisgeneration, die sich in der Wüste gegen Moses beklagte (siehe Nm 21,4–9). Wir müssen mit der erlösenden Gerechtigkeit des Herrn geduldig sein – manchmal verzögert sie sich bis in alle Ewigkeit. Auf gleiche Weise ist der Herr zum Glück auch geduldig mit uns. Er gibt seinem Volk eine zweite Chance: „Der Herr wird Mitleid mit Jakob haben und Israel wieder wählen und es in sein eigenes Land setzen“ (Jes 14,1). Nach all ihrem Ungehorsam und dem Brechen des Bundes wird der Herr sein Volk neu gestalten und wieder aufbauen. Als Antwort auf seine barmherzige Geduld sollten wir unsere Hilflosigkeit und Abhängigkeit von ihm anerkennen, gerade wenn der Zeitplans seiner Gerechtigkeit nicht unseren Wünschen entspricht.
Inwiefern kannst du deine Ungeduld mit Gott aufgeben und einfach auf seine Kraft vertrauen?

30. August
Kohelet stellt das Problem der Ungerechtigkeit des Lebens in krassen Worten:„ Es gibt einen gerechten Mann, der in seiner Gerechtigkeit zugrunde geht, und es gibt einen bösen Mann, der sein Leben in seinem bösen Tun verlängert “(Koh 7:15). Es ist immer noch das Thema Hiobs. Das Herz wundert sich, warum Gott in seiner Gerechtigkeit zulässt, dass solche verkehrten Umstände fortbestehen. Die Antwort Gottes kommt in der Person seines Sohnes. Jesaja verkündet eloquent das Kommen des Messias: „Die Menschen, die in der Dunkelheit wandelten, haben ein großes Licht gesehen“ (Jes 9: 2). Die Dunkelheit der Ungerechtigkeit wird durch seine Ankunft beseitigt. Dieses „Kind“ wird „Wundervoller Ratgeber, allmächtiger Gott, ewiger Vater, Prinz des Friedens“ (Vers 6) sein. Der Messias wird kein Außenseiter sein, sondern ein Sohn Davids aus dem „Stumpf Isais“, Davids Vater (11: 1). Durch ihn wird „ein Überrest, der Überrest Jakobs, zu dem mächtigen Gott zurückkehren“ (10,21). Jesus läutet als Erfüllung dieser Prophezeiungen eine Ära des Heils, des Lichts und der Rückkehr zum Herrn ein. Während wir in unserem irdischen Leben immer noch Ungerechtigkeit oder Ungerechtigkeit erleben, können wir uns auf seine ewige Gerechtigkeit verlassen, weil wir wissen, dass er eines Tages die Welt in Gerechtigkeit richten wird (Vgl.: Apg. 17:31). In Momenten in denen du Unrecht erlebst bete: „Jesus ich vertraue auf dich!“

29. August
Bei Jesaja wechseln oft ganz schnell hintereinander Drohung und Verheißung, als ob Gott kaum eine Drohung aussprechen mag, ohne Hoffnung zu machen. Das sieht man in 6,13 und 7,14 und 8,9. Viele dieser Worte Jesajas werden erst in Jesus erfüllt werden. In seinem Reich und seiner Kirche stimmen wir in den Gesang der Engel ein, die Jesaja zum ersten mal gehört hat. Bei jeder Messe singen wir es im Sanctus: „Heilig Heilig Heilig ist der Herr der Heerscharen, Erfüllt sind Himmel und Erde von seiner Herrlichkeit. Wenn auch in unserem Leben Hoffnung und Leid in schneller Folge einander folgen, so dürfen wir doch in jeder Situation in den Lobpreis der Engel einstimmen. Gerade in schwierigen Situationen des Leidens kann der Lobpreis ein Opfer sein. Aber es tut uns gut und erinnert uns an den Sieg den Jesus errungen hat.
Sing dem Herrn heute laut dein Lob, und versuche es auch in Zeiten der Traurigkeit auszusprechen.

28. August
Lass dich von dem vielen „Windhauch“ Reden des Kohelet nicht niederdrücken. In jeder Situation ob Arm oder Reich können wir uns für die Liebe entscheiden und uns auf diese Weise als Glieder Christi erweisen, durch den alles ist und auf den hin wir leben. (Vgl. 1Kor 8,6) In Jesaja 5,7 lesen wir einen Vergleich, den Jesus immer wieder gebrauchen wird: „Der Weinberg des Herrn der Heerscharen ist das Haus Israel“ (Vgl. Mt 21,33ff / Mk 12 / Lk 20,9ff) Gott muss leider den Weinberg züchtigen, weil er nicht die Früchte der Gerechtigkeit liefert. Jesus selber wird aber in die Bresche springen und sagen: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt, und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.“ (Joh 15,5)
Wenn du die Eucharistie empfängst erhältst du die Kraft für die kleinen Entscheidungen zur Liebe, die dein Leben für Viele relevant machen, und bringst Frucht für die Ewigkeit.

27. August
Nach Ijob beginnen die Psalmen, wir haben also (mit Ausnahme der Makkabäerbücher die von einer späteren Zeit berichten) alle Geschichtsbücher gelesen. Nun hören wir die Geschichte noch einmal, diesmal aus der Perspektive der Propheten. Für Jesaja ist es ganz klar: Die ungerechten Taten und die Verehrung fremder Götter sind der Grund für die Militärischen Niederlagen. Der Name des Propheten Jeschajahu bedeutet: „der Herr rettet“. Dieser Name ist Programm und so werden die Worte dieses Propheten in den Erzählungen der Geburt und der Passion des Retters Jesus immer wieder aufgegriffen. (Vgl. Jes 1,3) Im 7. Kapitel des 1. Korintherbriefes kommt Paulus auf die Ehe zu sprechen. Über allem Irdischen steht die Freiheit für den Herrn, denn die (menschliche) Liebe ist nicht Gott, Gott aber ist die Liebe. Die Beziehung zu ihm liegt allen menschlichen Beziehungen zugrunde.
Versuche heute bewusst in der Gegenwart Gottes zu leben und ihm in den Menschen zu dienen, denen du begegnest.

26. August
Das buch Ijob endet ziemlich abrupt. Tatsächlich bestätigt Gott die Rede des jüngsten Freundes, der bis zu letzt geschwiegen hatte. „Den Allmächtigen ergründen wir nicht!“ (Ijob 37,23) Das war seine Aussage, die von Gott eindrucksvoll bestätigt wird. Die Worte Ijobs wurden immer wieder verschieden übersetzt. Sein letztes Wort „ich bereue“ in 42,6 kann auch mit „ich bin getröstet“ übersetzt werden. Dass er Gott geschaut hat ist für ihn ein Trost, den es bestätigt, dass Ijob nicht durch Sünde von Gott getrennt ist und darum leiden muss. Das Leid bleibt unbegreiflich aber es ist nimmt automatisch ein Zeichen der Trennung von Gott.
Wenn dir Dinge unbegreiflich und schwer bleiben, suche die Nähe Gottes, er ist auch im Kreuz da.

25. August
Für Kohelet (Kap. 3) führt die Erkenntnis dass alle Dinge ihre Zeit haben in der sie auftauchen zu der Schlussfolgerung, dass alles gleich gut oder eben gleich bedeutungslos ist. Ijob bekommt von Gott eine Antwort. Auch wenn diese Antwort bedeutet, dass wir Gott nicht in die Karten schauen können und ihn Gott sein lassen müssen, so kennen wir ihn doch durch seine Selbstoffenbarung in Jesus Christus, und wissen, dass er die Liebe ist. Von ihm kommt nicht gleichermaßen die Zeit des Hassens und des Liebens, von ihm kommt immer Liebe. Darum traut sich Paulus auch zwischen richtig und falsch zu unterscheiden, und fordert auch die Gemeinde auf dies zu tun. Christus ist unser Maßstab, wir brauchen nicht mehr an einem Leben verzweifeln, das vom Blinden Schicksal geleitet ist und bei dem letztlich ohnehin alles egal ist. Schon zum zweiten Mal endet ein Abschnitt im 1. Korintherbrief mit der Kernaussage, das wir Tempel des Heiligen Geistes sind. (Kap 3 und 5) Was wir erleiden erleidet Christus, was wir gutes  tun tut er durch uns. Nichts was wir erleben und entscheiden ist mehr bedeutungslos, alles hat sein Maß darin, ob es diesem Geist der Liebe entspricht, der uns angeboten ist.
Lerne 1Kor 5,19 auswendig!

24. August

Obwohl es wichtig ist, die Gerechtigkeit eines anderen in unserem täglichen Leben nicht vor Gott zu beurteilen, heißt das nicht, dass wir Unmoral tolerieren sollten. Im Gegenteil, wir sollten jeden Versuch ablehnen, unmoralisches Verhalten unter unseren christlichen Brüdern zu normalisieren. Manchmal ist es einfacher, wegzuschauen und nicht zu sprechen, wenn wir mit Verhalten konfrontiert werden, von dem wir wissen, dass es der katholischen Lehre widerspricht. In der Tat weiß nur Gott, was im Herzen eines anderen Menschen ist, und keiner von uns führt ein sündenloses Leben. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir die Wahrheit aus Gründen der Toleranz opfern sollten. In der heutigen Lesung aus 1. Korinther 5 erinnert uns der heilige Paulus daran, dass wir in bestimmten Situationen verpflichtet sind, unsere Mitchristen brüderlich zu korrigieren. Sich gegen unmoralisches Leben und sündiges Verhalten auszusprechen, bedeutet nicht, den Zustand der Seele eines anderen zu beurteilen, sondern die heilige Lebensweise zu verteidigen, die Gott für uns alle wünscht. Paulus erklärt die richtige Motivation für diese Art von Gericht: „Damit sein Geist am Tag des Herrn Jesus gerettet wird“ (1 Kor 5: 5). Wenn du dich gegen die Unmoral aussprichst, tust du dies aus Liebe?
Unmoral ablehnen und das Urteil über die Seele eines anderen allein für Gott behalten. 

23. August

Paulus warnt die Korinther davor, die Gerechtigkeit eines anderen Menschen zu beurteilen. Diese Aufgabe ist allein Gott vorbehalten. „Es ist der Herr, der mich richtet. Sprich deshalb kein Urteil vor der Zeit aus, bevor der Herr kommt, der die Dinge ans Licht bringen wird, die jetzt in der Dunkelheit verborgen sind, und die Ziele des Herzens offenbaren wird. Dann wird jeder seine Belobigung von Gott erhalten“ (1Kor 4,4–5). Während es für eine Gesellschaft angemessen ist, bestimmte Handlungen einer anderen Person zu beurteilen, kann nur Gott das Herz einer Person erkennen. Darüber hinaus sind wir nicht nur nicht in der Lage, die Gerechtigkeit eines anderen zu beurteilen, sondern die beiläufige Beurteilung anderer führt zu dem Gedanken, dass wir in unserer Heiligkeit überlegen sind. Dies ist die Sünde des Stolzes, die uns von der Nächstenliebe abhält.

Gibt es eine Person, bei der du gemeint hast, die (schlechten) Absichten ihres Herzens zu kennen? 

22. August

Wir beginnen heute das Buch Kohelet (manchmal auch Predigten Salomos genannt). Die Melancholie dieser Philosophischen Weltanschauung scheint ganz modern zu sein. Trifft er nicht das Lebensgefühl vieler Menschen auch heute, wenn er ständig davon spricht, das alles nur Windhauch währe? Lass dich von dieser scheinbar so vernünftigen Niedergeschlagenheit nicht überwältigen. Paulus schreibt, in 1Kor 3,18-23: Die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott, Christus gibt allem einen Sinn, gerade dem was nur Windhauch war. Mach Vers 22 zu deinem Gebet: Alles gehört euch, ihr aber gehört Christus. 

21. August
Die Worte in Sprichwörter 31 über die Frau sind nicht von einem Mann gesprochen, sondern wie in Vers 31,1 beschrieben, von einer Mutter für ihren Sohn. Der jüdischen Überlieferung nach sind es die Worte Batsebas für ihren Sohn den König Salomon. Die Wurzel ihrer Schönheit, ihrer Stärke und ihrer Großzügigkeit ist in Vers 26 angedeutet: Sie lehrt Worte Weisheit und Unterweisung in Güte ist auf ihrer Zunge, das meint konkret das Wort Gottes. Als Lehrerin des Glaubens gib sie ihren Kindern etwas wichtigeres als Reichtum und Sicherheit. Darum wird die gottesfürchtige Frau geehrt.
Gib einer gottesfürchtige Frau in deiner Umgebung ein Lob!

20. August
Ijob hofft auf den Erlöser (Ijob 19,25) und auch Paulus erinnert die von ihm selbst gegründete Gemeinde an die Erlösung, die Christus für sie am Kreuz erwirkt hat. Ist Christus geteilt? Wurde Paulus für dich gekreuzigt? Oder wurdest du im Namen von Paulus getauft? “(1 Kor 1,13). In der Eröffnungsbotschaft von Paulus an die Korinther fordert er seine Zuhörer auf, sich wieder auf Gott zu konzentrieren. Ein ungeordneter Fokus auf die Diener Gottes wie Petrus, Paulus und Apollos hatte zu Streit und Spaltungen geführt. Vielleicht ist einer beredter als ein anderer, oder kümmert sich besser um seine Herde usw., und infolgedessen beginnen sich Cliquen zu bilden. Wenn wir den Blick von Jesus abwenden, verlieren wir die Einheit. Paulus ruft die Korinther dazu auf, sich daran zu erinnern, dass sie alle in Jesus Christus getauft wurden, unabhängig davon, wer ihnen gedient und getauft hat, sie wurden in Christus gewaschen. Beredsame Rhetorik, Predigt, Musik oder Programme sind nicht die Substanz des Evangeliums, sie kommen nur hinzu. Das Kreuz ist wesentlich. Auf Golgatha gibt es nur nackte Liebe und Selbsthingabe, und das ist das Herz Gottes und damit die Einheit der Christen. Sind wir heute versucht, die Kirche nach weltlichen Weisheiten und Kriterien statt nach dem Kreuz zu beurteilen?

19. August
„Wollt ihr für Gott den Rechtsstreit führen? Für ihn Partei ergreifen und seinetwegen Lügen sprechen reden?“ (Ijob 13,7). Wenn wir in Diskussionen über den Glauben verwickelt sind oder wir erleben, wie Menschen das Leid zum Anlass nehmen Gott zu beschuldigen, dann sollten wir nicht versuchen besser zu sein als Gott. Versuche nicht Erklärungen zu geben, für Leid. Leg lieber einmal öfter deine Hand auf den Mund um zu schweigen (Spr 30,32). Du musst Gott nicht mit Worten verteidigen, nur seine Liebe in Taten bezeugen dient zum Trost und zur Erbauung.

18. August
Inmitten von Hiobs Erfahrung gibt es Fragen nach der Ursache seines immensen Leidens. Wird er für seine Sünde bestraft? Wenn Ijob solch einen Zorn verdient hätte, wie könnte überhaupt jemand vor Gott fehlerfrei sein? Manchmal können wir in die Falle des Denkens geraten „Ich bin nicht gut oder heilig genug für Gott, also warum soll ich mich noch anstrengen?“ Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen Demut und Wertlosigkeit, und Leiden ist keine Entschuldigung für ein selbstgefälliges Leben im Glauben. „Kannst du die tiefen Dinge Gottes herausfinden? wird Ijob gefragt. (Ijob11,7). Wenn Dinge geschehen, die für uns keinen Sinn ergeben, sind wir aufgerufen, auf einen Schöpfer zu vertrauen, dessen Pläne über unsere Fähigkeit zum Verstehen hinausgehen. Es ist demütig zu wissen und anzuerkennen, dass die Fülle der Weisheit außerhalb unserer menschlichen Reichweite liegt. Wir sind jedoch aufgefordert, an der Weisheit festzuhalten, die Gott selbst ist. Wenn die Dinge für dich sinnlos erscheinen, gibst du auf und sagst: „Nichts, was ich tue, ist von Bedeutung. Warum also die Mühe machen?“

17. August
Habt ihr schon einmal versucht einen Trauernden zu trösten? Tu es nicht mit Argumenten, sondern mit aufrichtigem Mitleid. Elifas versucht Ijob mit Argumenten und einer bestimmten Theorie zu trösten, aber dabei wird er zum Ankläger gegen Ijob, weil er ihm seinen Schmerz nicht zugesteht. Der Traum den Eliafas in Vers 18 schildert beinhaltet eine heimliche Anklage gegen Gott und offenbart sich so als Stimme des Anklägers, der die Brüder Jesu „bei Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte.“ (Offenbarung 12,10) Ijob dagegen hat schon die richtige Einschätzung, wenn er ahnt, dass Gott ihn beobachtet und seinen Sinn auf ihn richtet. (v. 18) Das war ja auch die Einleitung zum Buch Ijob. Wir danken Gott und bitten ihn, dass er nicht auf unsere Sünden, sondern auf Christus schaut, denn er ist der Gerechte der einzige, auf den wir uns berufen dürfen. 

16. August
Wir überspringen die beiden Makkabäerbücher, nicht um sie auszulassen, sondern um sie am Ende unserer Bibellesung anzuschließen. In Codex Sinaiticus einer Ausgabe der Bibel aus dem 4. Jahrhundert setzt dagegen das Buch Ijob an die letzte Stelle des Alten Testamentes. Mit dem nur im Griechischen Text vorhanden Hinweis auf die Auferstehung des Ijob wird die Erzählung zum verborgenen Hinweis auf das Leiden Christi. Das Buch hält gegen die Unterstellungen der Freunde unmissverständlich fest, dass es das Leiden des Gerechten gibt. Nicht jedes Leid ist Folge einer persönlichen Schuld. Paulus nennt Gott in Röm 15,5 den Gott der Geduld und des Trostes. In der Gemeinde müssen wir nicht allein kämpfen, wir können uns gegenseitig aufbauen und stützen.
Achte darauf, dass du die Leidenden Ermutigst und nicht verurteilst.

15. August
Ester wird in der Vision von Mordechai als kleine Quelle beschrieben, die zu einem großen Fluss wird (10,6) Ihre Entscheidung für die Juden Fürsprache einzulegen, beginnt klein und wächst sich zu einer Tat aus, die tausenden das Leben rettet. Daraufhin wird sogar ein Feiertag, das Purim Fest eingeführt, das die Juden bis heute groß begehen. Paulus ermutigt uns einander zu lieben, den die Liebe ist die Erfüllung des ganzen Gesetzes, des staatlichen wie des religiösen. (Röm 13,10) Esters Leben kann uns darin erinnert, dass sich unser Glaube an Gott, in ganz kleinen und stillen Taten oder Gebeten der Liebe ausdrücken kann. Was als verborgener Ausdruck der Liebe zu Christus beginnt kann große Früchte tragen.
Zu welchen kleinen und versteckten Dinge in denen Jesus dich einlädt deine Liebe zu IHM zum Ausdruck zu bringen?

14. August
In der Art wie sich das Blatt wendet erkennt man die Hoffnung die im Volk Israel lebendig ist. Durch eine Einzelne Person in diesem Fall die Königin Ester kommt die Rettung. Die Rettung beinhaltet den Tod der Feinde und politische Macht für die Juden, was man daran sieht, das Mordechai selbst das Gesetz verfassen darf, das im Namen des Königs erlassen wird. (Ester 8,8) Vom Neuen Testament her wissen wir, dass diese Hoffnung auf einen Retter tatsächlich in Christus verwirklicht wurde, jedoch nicht im Sinne einer politischen Macht die dann bloß wie wir in Ester 9 lesen werden selbst gewalttätig wird. Die Haltung des Friedens, die aus dem Sieg Jesu über das Böse erwächst wird von Paulus so wiedergegeben: „Übt nicht selbst Vergeltung… wenn dein Feind Hunger hat, dann gib ihm zu essen … lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute.
Fällt dir eine Situation ein in der du im Vertrauen auf die Hilfe Gottes etwa böses durch etwas gutes erwidern könntest?

13. August
Am Ablauf der Handlung wird deutlich, dass Gott das Volk der Juden schützt, auch wenn das Gebet der Ester und damit das Gebet aller Juden lautet: „Ich bin allein und niemand hilft mir!“ (Ester  Gott wird sogar schon vor der ausgesprochenen Bitte aktiv und ehrt den Juden Mordechai gerade durch den Menschen, der ihn töten wollte. (Ester 6,11) Hier wird das Sprichwort war, das wir gestern gelesen habe: „wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. (Spr. 26,27) Auch Paulus hält fest, dass Gott die Erwählung der Juden nicht aufgehoben hat, und wir uns nicht über sie erheben dürfen. (Röm 11,20) Gottes Treue muss uns Dankbarkeit und Vertrauen einflößen.
Hast du schon einmal so gebetet wie Ester?

12. August
„Wer weiß, ob du nicht gerade für eine Zeit wie diese jetzt Königin geworden bist.“ (Ester 4, 14) Diese Worte der Ermutigung kann jeder sprechen, der an Gott glaubt. Gott stellt dich an den Platz an dem er dich gebrauchen kann und sogar niedrige Umstände können uns in die Situation bringen, in der wir in seinem Auftrag seine Liebe bezeugen. Der Mut besteht darin nicht den eigenen Komfort zu suchen, denn der ist ohnehin nicht gegeben. Die Größe und der Sinn unseres Lebens wird uns dann bewusst, wenn wir jede Situation nutzen um zu bekennen: „Jesus ist der Herr“ (Röm 10,9)
In welcher Situation bist du gerade? Sag dein „Ja“ zu diesem Ort, dann es ist der, an dem Gott dich gebrauchen kann. 

11. August
Das Buch Ester setzt wie die Bücher Tobit und Judith die Geschichte der Juden in der Verbannung fort. Es ist eine Erfahrung von Verfolgung und Bewahrung wie sie das auserwählte Volk immer wieder erleben musste und besonders auch in Deutschland erleben musste. Auch Paulus muss sich im 9. Kapitel seines Briefes an die Römer Judenhass und mit der Frage auseinandersetzen ob die Juden verworfen sind. Das Zweite Vatikanische Konzil hat dazu in der Erklärung „Nostra aetate (lat. für „in unserer Zeit“) 1965 historische Worte gefunden:

Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben (13), kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen. – Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes, trotzdem darf man die Juden nicht als von Gott verworfen oder verflucht darstellen, als wäre dies aus der Heiligen Schrift zu folgern. Darum sollen alle dafür Sorge tragen, daß niemand in der Katechese oder bei der Predigt des Gotteswortes etwas lehre, das mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi nicht im Einklang steht. – Im Bewußtsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche, die alle VerfoIgungen gegen irgendwelche Menschen verwirft, nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Haßausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben. Auch hat ja Christus, wie die Kirche immer gelehrt hat und lehrt, in Freiheit, um der Sünden aller Menschen willen, sein Leiden und seinen Tod aus unendlicher Liebe auf sich genommen, damit alle das Heil erlangen. So ist es die Aufgabe der Predigt der Kirche, das Kreuz Christi als Zeichen der universalen Liebe Gottes und als Quelle aller Gnaden zu verkünden.

10. August
Wir haben den Geist der Sohnschaft empfangen in dem wir Rufen „Abba Vater“ Als Kinder Gottes sind wir auch Erben Christi. Wenn wir mit ihm das Ewige Leben erben, dann sollen wir auch nicht erschrecken, wenn wir mit ihm auch das Leiden erben. (Röm 8,17) Wir erleben es ja, das wir obwohl wir erlöst sind und als Erstlingsgabe der Erlösung den Geist haben (Röm 8,23) trotzdem von Krankheiten und vielen Schwierigkeiten und sogar vom leiblichen Tod bedrängt werden. Der entscheidende Trost den Paulus ausspricht lautet: „Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes die in Christus Jesus ist.“ (Röm 8,38-39)
Egal worunter du leidest, Gott hat dich nicht verstoßen, sein Geist ist in dir und wenn du angesichts deiner Enttäuschung nicht beten kannst betet der Geist in dir. (Röm 8,26)

9. August
Judiths Tapferkeit rettet ihr Volk. Als sie in die Stadt zurückkehrt, wird Judith gesagt: „Du bist vom Höchsten Gott mehr gesegnet als alle Frauen auf Erden“ (Jdt 13,18). Judith zermalmt das Haupt des Feindes Israels und wird daher unter Frauen als gesegnet bezeichnet, ein prophetischer Titel, den Elisabeth Maria bei der Heimsuchung geben wird (siehe Lk 1,42). Ihr Sohn Jesus gewann ebenfalls einen Sieg, aber über einen viel größeren Feind, er zertrat wie in Gen 3,15 angekündigt der Alten Schlange den Kopf. Maria wird wie Judith „gesegnet unter den Frauen“ genannt (Lk 1,42). Weil sie noch mehr als Judith nicht von der Sünde beherrscht war und ganz frei das tun konnte was ihre Vernunft ihr eingab. Paulus drückt sich im 7. Kapitel des Römerbriefes sehr umständlich aus, aber wir verstehen sein Anliegen. Durch die Gebote Gottes bekomme ich leider nur ein schlechtes Gewissen, und nicht die Kraft sie zu halten. Diese Befähigung kommt von der Erlösung.
Maria war die erste Erlöste, bitte sie heute um Fürsprache, dass auch in deinem Kampf zwischen Wollen und Tun die Erlösung mächtig wird.

8. August
Noch bevor wir aus Christen den Kampf gegen die Versuchung der Sünde aufnehmen dürfen wir wissen, wer wir sind. Wir wurden mit Christus begraben durch die Taufe auf den Tod, damit wir, … in der Wirklichkeit des Neuen Lebens wandeln. (Röm 6,4) Gerade wenn du mit Versuchungen und Sünde zu kämpfen hast, dann lass dich nicht verunsichern. Du bist nicht von Gott getrennt, so dass die Sünde schon gar nichts mehr ausmachen würde. Nein du darfst dich als Mensch begreifen, der für die Sünde tot ist und für Gott lebt. (V. 11)
Danke Gott für deine Identität und Würde, denn du gehörst schon mehr zum Himmel als zur Erde.

7. August

Glaube erlaubt es uns, uns über unsere Leiden zu freuen (Röm 5,3), ein Paradox für die Welt. Unser Vertrauen in Gott bedeutet jedoch, dass „die Hoffnung uns nicht enttäuscht“ (Vers 5). Vielmehr hat der Herr sogar unseren schlimmsten Feind überwunden, den Tod, der durch die Erbsünde Adams die Macht über uns erlangt hat. Jetzt hat er uns das „freie Geschenk“ (Vers 15) der Rechtfertigung durch Christus gegeben. Anstatt unter der Herrschaft des Todes zu kauern, „regieren wir jetzt im Leben“ (Vers 17). Der Sieg Jesu über die Sünde befähigt uns, wie der Gerechte zu sein, der „siebenmal fällt und wieder aufsteht“ (Spr 24,16).

Du darfst wie Judith darauf vertrauen, dass sich die Zukunft nach dem guten Plan Gottes entwickelt!

6. August

Über Abraham schreibt der heilige Paulus: „In Hoffnung glaubte er gegen die Hoffnung“ (Röm 4,18). Genau das brauchen wir – ein Glaube, der der Hoffnungslosigkeit um uns herum widersteht. Judith hatte einen starken Glauben. In einem Moment, in dem den Menschen in ihrer Stadt das Wasser ausgeht und ihnen der Mut fehlt (siehe Jdt 7: 19–28), tritt sie vor, um sie an Gottes Vorsehung zu erinnern, und tadelt sie, weil sie ihn auf die Probe gestellt haben. Ihre Ermutigung besteht nicht darin auf die Besorgnisse einzugehen, sondern darin die Herausforderung der Verantwortung für die Gemeinschaft herauszustellen. Ein selbstbewusster Glaube begegnet den Bedrohungen um uns herum mit einem Vertrauen, das stärker ist als die Angst. Der Glaube an Gott erfüllt uns mit dem Mut, ein heiliges Leben zu führen, unsere Ängste ihm zu überlassen und die Macht zu brechen, die die Angst oft über uns hat.

Angst und Furcht überwinden zu müssen gehört zu den Herausforderungen jedes Gläubigen.  

5. August

Die Heilsgeschichte zeigt, dass Gott immer des Vertrauens würdig ist. Dieser Grundsatz prägt den Rat, den Achior der Ammoniter dem General Holofernes in Bezug auf die Israeliten gibt. Er erklärt einfach, dass wenn die Israeliten gesündigt haben, Holofernes im Kampf gewinnen wird, aber wenn sie es nicht haben, dann wird „ihr Herr sie verteidigen“ (Jdt 5,21). Anstatt diesen Rat zu berücksichtigen, hat Holofernes Achior verworfen. Im Gegensatz zu Holofernes Selbstvertrauen vertraut Abraham den Herrn. Der heilige Paulus erklärt, dass Abraham Gott glaubte und schon dadurch gerechtfertigt war (siehe Gen 15) und erst später beschnitten wurde (siehe Gen 17). So war Abraham gerechtfertigt, nicht  vom Gesetz über die Beschneidung, sondern durch sein Vertrauen auf Gott. Und so wurde er der Vater nicht nur der Juden (die beschnitten sind), sondern auch der Heiden (die unbeschnitten sind). Die Beschneidung ist nicht notwendig für die Erlösung, aber was notwendig ist, ist der Glaube. Das einzige, was wir brauchen, um Gott zu gefallen und uns ihm zu nähern, ist unser Glaube, der darin besteht, dass wir uns darauf verlassen, wer er ist und was er für uns getan hat – und nicht darauf, wer wir sind und was wir tun. Der Unterschied zwischen Holofernes und Abraham besteht darin, wem sie vertrauen.

Wem vertraust du?

4. August
Das Buch Judith schildert die Rettung aus einer Aussichtslosen Lage. wir sind ebenso als Menschen alle in einer Aussichtslosen Lage. „Wir haben alle gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren“(Röm 3,23) Und hier kommt das Evangelium, die Frohe Botschaft: „Umsonst werden wir gerecht dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus.“ (V. 24) Wir empfangen unsere Rettung als Geschenk, denn wir verdienen uns nicht den Himmel. alles sich Rühmen vor Gott ist ausgeschlossen. (V. 27)
Nimm dir heute einen Moment Zeit, um deinem Retter Jesus Christus zu danken, der dich zum preis seines Blutes erlöst hat.

3. August
Tobits schönes Lied meditiert über das Geheimnis der göttlichen Vorsehung:“ Denn er plagt, und er zeigt Gnade“(Tb 13,2). Er sieht die Mühen als Heilsame Medizin. Auch der Heilige Paulus sieht ein Muster göttlicher Bestrafung und Barmherzigkeit. Wir können aus unseren Fehlern lernen und sie sind für uns eine Gelegenheit Gottes Barmherzigkeit zu empfangen. Äußerliche Übungen sind leer ohne innere Hingabe: „Wirkliche Beschneidung ist eine Sache des Herzens“ (Röm 2,29).
Hast du schon einmal erlebt, dass eine leidvolle Situation am Ende sogar zum Besseren geführt hat.

2. August
Gottes Großzügigkeit ist schwer zu übertreffen, aber das heißt nicht, dass wir es nicht versuchen sollten. Als Tobits Sorgen sich in Freude verwandelt haben, über sein wiederhergestelltes Sehvermögen, die Rückkehr seines Sohnes und seine neue Schwiegertochter, wendet er sich nicht in Selbstzufriedenheit nach innen. Vielmehr wendet er sich nach außen zum Herrn, gießt Lob und Dank aus und bekennt vor allen Leuten Gott als Quelle seines Glücks. Darüber hinaus strömt sein Lob in Großzügigkeit über, denn er gibt die Hälfte des Geldes, das er gespart hat, für Tobias ‚mysteriösen Begleiter. Der heilige Paulus besteht darauf, dass „nicht die Hörer des Gesetzes vor Gott gerecht sind, sondern die Täter des Gesetzes, die gerechtfertigt werden“ (Röm 2,13). Taten sagen mehr als Worte, und der Herr möchte, dass wir seine Großzügigkeit widerspiegeln, indem wir großzügig mit anderen umgehen, insbesondere mit den Armen. Wenn wir wie Tobit in Dankbarkeit auf Gottes Taten antworten, werden unsere Herzen von Lobpreis an Gott und Offenheit für andere überfluten.
Sage heute einmal ausdrücklich, vor anderen Leuten, Dank für Etwas, das du von Gott bekommen hast. 

1. August
Die Art und Weise, wie wir unsere Worte verwenden, ist wichtig. Es ist einfach, unsere Worte ohne nachzudenken herauskommen zu lassen – unsere Worte zu verwenden, um andere Menschen zu verletzen, ihren Ruf zu schädigen, sich zu beschweren oder zu entmutigen. Doch „wer seinen Mund und seine Zunge bewahrt, der bewahrt sich vor Ärger“ (Spr 21,23). Wenn wir nachdenken, bevor wir sprechen, können wir unsere Worte zum Aufbauen verwenden, anstatt einzureisen. In den heutigen Lesungen verwenden Tobias und Raguel ihre Worte, um zu beten und sich gegenseitig zu verpflichten, während Tobits Frau Anna ihre Worte benutzt, um Verzweiflung zu säen und zu meckern. Der heilige Paulus hofft, die Römer zu besuchen und ermutigende Worte zu sagen und von ihnen ermutigt zu werden (Röm 1,11-12). Wenn wir sehen, wie biblische Figuren aus unterschiedlichen Motivationen sprechen, lernen wir, wie man richtig spricht. Wir können Gott ehren, unsere Brüder und Schwestern erheben und das Evangelium mit dem predigen, was wir sagen.
Wie benutzt du deine Worte?

31. Juli
Manchmal müssen wir uns unseren Ängsten stellen. Tobias bekommt die Chance, der Angst ins Gesicht zu sehen, als der verkleidete Engel Raphael vorschlägt, sogar darauf besteht, dass er Sarah heiratet. Sie hatte bereits sieben Männer geheiratet, die alle von einem Dämon getötet wurden, und Tobias hat nicht die Absicht, das achte Opfer zu werden. Obwohl sie „vernünftig, mutig und sehr schön“ ist (Tob 6,12), hat er Angst. Raphael drängt ihn: „Fürchte dich nicht, denn sie war von Ewigkeit an für dich bestimmt“ (Vers 17). Von Raffaels Worten ermutigt, beschließt Tobias, Gottes Plan zu vertrauen und verliebt sich in Sarah. Er gibt dem Weg des Herrn nach, wie es die Sprüche lehren: „Das Herz des Königs ist ein Strom von Wasser in der Hand des Herrn; er dreht es, wohin immer er will “(Spr 21,1). Tobias lässt sich von der Stimme eines Engels beruhigen.
Hast du schon erlebt, wie das Wort Gottes deine Seele beruhigt?

30. Juli

Gott beantwortet unsere Gebete, aber nicht immer so, wie wir es erwarten würden. „Die Schritte eines Mannes werden vom Herrn angeordnet“ (Spr. 20,24). Sowohl Tobit als auch seine zukünftige Schwiegertochter Sarah sind zutiefst deprimiert und beten genau zur gleichen Zeit zum Herrn um den Tod. Gott beschließt, ihre Gebete zu beantworten, aber nicht so, wie sie es erwarten. Die einzigen Lösungen, die sie sehen können, sind Dunkelheit und Sackgassen, aber Gott möchte ihnen Leben bringen: eine glückliche Ehe, ein wiederhergestelltes Sehvermögen, Kinder und Enkelkinder. Wenn wir keinen Weg vorwärts sehen können und das Gefühl haben, dass unsere Straße zum Nichts geworden ist, kennt er den Weg vorwärts. Tatsächlich leitet er unsere Schritte – wir müssen ihm nur vertrauen. Und wo wir den Tod allein als Lösung sehen, sehnt er sich danach, uns mit seinem reichen Leben zu erfüllen.

Wie hat Gott deine Schritte gelenkt?

29. Juli

Paulus bricht Brot und dankt (Apg 27,35) vielleicht hat er die Eucharistie gefeiert. Auf jeden Fall erinnert diese Geste an das Sabbat Mahl und lässt uns auch an das letzte Abendmahl denken. Im Sakrament der Eucharistie ist Jesus auch in den Stürmen des Lebens bei uns. Wenn wir seine Gegenwart genießen können wir auch die Menschen um uns herum ermutigen.

Im Moment der Krise, nimm dir Zeit für die Hl. Messe oder für ein paar Minuten vor einem Tabernakel.  

28. Juli

Viele sind die Pläne eines Menschen, aber es ist der Wille des Herrn, der geschehen wird ”(Spr. 19:21). Egal wie viele Ideen wir haben, wir müssen auf den Willen des Herrn schauen und auf seine Vorsehung und seinen Plan vertrauen. Wir sehen dieses Prinzip im Leben des heiligen Paulus, als er der ihn nach Rom überführenden Segelmannschaft prophezeit, dass ein Schiffbruch eintreten wird, und ihnen rät, zu warten. Doch die Mehrheit überstimmt ihn und erlebt bald ihr unglückliches Schicksal. Gott weiß, was passieren wird und sendet sogar seinen Boten, um dies zu verhindern. Wenn wir mit schwierigen Situationen konfrontiert sind, hoffen wir, dass wir geduldig genug sind, um auf das zu hören, was der Herr zu uns sagt.

Biete Dich regelmäßig dem Herrn an und vertrauen Dich sich seinem Plan an.

27. Juli

In Nehemia 9 finden wir ein gutes Beispiel für ein Bußgebet. Esras Gebet im Namen des Volkes leistet einen erstaunlichen Beitrag, um die ständige Barmherzigkeit Gottes und das wiederholte Versagen seines Volkes zu vergleichen. Wenn wir unsere Sünden im Gebet bekennen sollten wir auch das Lob auf Gottes Taten und seine Barmherzigkeit singen, das wir ihm schuldig geblieben sind. Auf diese Weise endet das Bekenntnis nicht in Depression sondern in Dankbarkeit. Der heilige Paulus verbindet ebenfalls das Lob auf Gott mit dem Bekenntnis seiner Sünden (Apg 26). Sobald wir wissen, wie gebrochen und sündig wir sind, erkennen wir, wie groß die Barmherzigkeit Gottes sein muss, dass er bereit ist, uns zu erreichen und zu retten.

Versuche einmal ein Bußgebet zu sprechen, indem du jeweils abwechselnd in einen Satz Gott lobst und im nächsten deine Sunde bekennst. Das Letzte Wort wird das Lob seiner Barmherzigkeit sein.  

26. Juli

Offensichtlich üben die Heimkehrer zwar ihre Religion aus, aber es scheinen nur wenige von ihnen jemals große Teile des Gesetzes gehört zu haben, so dass dieser Moment für sie zu einer kraftvollen und aufschlussreichen Erfahrung wird. Als sie das Wort hören, sagen sie: „Amen, Amen“, und dann „beugen sie ihre Köpfe und beten den Herrn an, mit dem Gesicht zur Erde“ (Neh 8: 6). In der Tat bringt das Wort sie zum Weinen (siehe Vers 9), ähnlich wie es Josiah lange zuvor getroffen hat (siehe 2 Chr 34:19). Anstatt zu weinen, ermutigen Nehemia und Esra sie, sich zu freuen und den heiligen Tag zu feiern. Gottes Volk freut sich über die Wahrheit, die ihnen in Gottes Wort verkündet wird.

Was in dem Wort Gottes, das du heute gelesen hast, bringt Freude in dein Herz?

25. Juli

Trotz Verhaftung und Beschuldigung, die jeden in Bedrängnis bringen könnte, sagt der heilige Paulus:„ Ich verteidige mich fröhlich (zuversichtlich) “(Apg 24, 10). Der Glaube an Gott bringt eine zweifelsfreie Freude mit sich, die das Herz jedes Heiligen erfüllt. Es kommt von einem tiefen Vertrauen in das, was Gott sagt, und einem konkreten Vertrauen in die Wahrheit seines Wortes. Die Wahrheit, dass Gott die Kontrolle hat, macht, wenn sie vollständig erfasst ist, einer energisch fröhlichen Gesinnung Platz. Nehemiah erweist sich im 7 Kapitel nicht nur als fröhlicher Geber sondern auch als energisch und zielstrebig.

Erlaube Dir selbst ein fröhliches Herz! Großzügigkeit hilft dir zu dieser Haltung. 

24. Juli

Erstaunlich wir einvernehmlich in Neh 3 jeder an seinem Platz an der gemeinsamen Sache arbeitet. Diesmal halten keine internen Zwistigkeiten die Juden auf. Den äußeren Angriffen können sie widerstehen. Gefährlicher ist da schon die Entmutigung in Neh 4,4. Die Einheit macht stark. Das drückt auch der Vers aus Spr 17,1 aus: „Besser ein trockenes Brot und Ruhe dabei als Braten und Streit.

Wo erlebst du dass Menschen an unterschiedlichen Stellen aber in Einheit am Reich Gottes bauen? 

23. Juli

Es ist so einfach, sich mit dem Alltag unseres Lebens vertraut zu machen. Doch das Glaubensleben fordert zum Handeln auf. In den heutigen Lesungen werden zwei Männer vorgestellt, die aktiv werden: Nehemia und Paul. Nehemia, der ungefähr zeitgleich mit Esra ist, hört von dem traurigen Zustand der Stadt Jerusalem, die trotz des Wiederaufbaus des Tempels im Wesentlichen in Trümmern liegt. Er ist vom Zustand der Stadt zu Tränen gerührt und beschließt, etwas dagegen zu unternehmen. Er betet und geht dann mutig auf den persischen König zu. Nachdem er einen offiziellen Auftrag erhalten hat, macht er sich auf den Weg, um die Arbeit zu erledigen. Auch der heilige Paulus beschließt, in einem riskanten Moment Stellung zu beziehen. Während die römischen Soldaten ihn von einem wütenden Mob wegbringen, bietet er mutig eine Rede an, in der er Jesus Zeugnis gibt, seine Bekehrungsgeschichte erzählt und seine Berufung als Apostel den Heiden erklärt. Er hätte leise weggehen können, aber er ergreift stattdessen die Chance, zu predigen. Unser Leben mag sich normalerweise langweilig oder repetitiv anfühlen und nicht abenteuerlich, aber es könnte sein, dass wir keine Chancen eröffnen oder die sich ergebenden ergreifen.

Lässt du nur das Leben vorbeiziehen oder ergreifst du Maßnahmen zum Guten?

22. Juli

Paulus empfindet eine starke Berufung Gottes, nach Jerusalem zurückzukehren, obwohl er durch Prophezeiungen gewarnt wird, dass er ins Visier genommen wird. Doch er hat keine Angst: „Ich bin nicht nur bereit, eingesperrt zu werden, sondern auch in Jerusalem für den Namen des Herrn Jesus zu sterben“ (Apg 2113). Höchstwahrscheinlich werden unsere Opfer für den Herrn weniger extrem sein, aber wir sind dennoch aufgerufen, ein Opfer für unser Leben darzubringen.

Welches kleine Opfer kannst du heute aus Liebe zum Herrn bringen?

21. Juli

Esra wurde im Exil einer Priesterfamilie geboren und „hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des Herrn zu studieren und es zu tun und seine Satzungen und Verordnungen in Israel zu lehren“ (Esr 7,10). Jetzt führt er eine Gruppe von Verbannten etwa fünfzig Jahre nach dem Wiederaufbau des Tempels nach Jerusalem zurück. Sein Leben im Gebet führt ihn zu eifrigem Handeln für den Herrn, zur Rekrutierung von Priestern, zur Verkündigung eines Fastens und zur Organisation der Erneuerung der Tempelverehrung.
Versuche heute eine Erkenntnis deines Bibelstudiums in die Tat umzusetzen.

20. Juli

Glaube braucht Mut. Die traurigen Exilanten, die schließlich nach Jerusalem zurückgekehrt waren und deren Tempelbauprojekt von den Behörden gestoppt worden war, mussten durch den wiederholten Rückschlag entmutigt worden sein. Das Projekt wurde für ungefähr zehn Jahre gestoppt, aber der Herr rührt sein Volk durch die Prophezeiungen von Haggai und Sacharja zum Handeln. Die Juden fangen endlich wieder an, am Tempel zu arbeiten und werden dennoch von einem örtlichen Gouverneur abgelehnt. Mit großem Mut antworten sie: „Wir sind die Diener des Gottes des Himmels und der Erde“ (Ezr 5,11). Wir könnten diese Art von Mut im Glauben gebrauchen, wenn wir ein Risiko für den Herrn eingehen. Jedes Mal, wenn wir der Versuchung begegnen, sollten wir diese Worte aussprechen. 

19. Juli

In Apg 19,23 wird der Christliche Glaube abgekürzt mit „der Weg“. Das ist eine der ältesten Bezeichnungen für das Christentum. Jesus ist der Weg und die Wahrheit und das Leben. (Joh 14,6) Und ihm zu folgen  heißt auch, sich auf den Weg zu machen. Schritt für Schritt werden wir auf diesem Weg heil und ganz, und finden schließlich zum Leben in Fülle. Christ sein heißt nicht ein für alle mal alles kapiert zu haben, sondern einen lebenslangen Weg des inneren Wachstums zu gehen.

Bringst du die Geduld auf, auf dem Weg zu bleiben?

18. Juli

Die biblische Darstellung der Geschichte Israels springt vom Ende vom ende des zweiten Buches der Chroniken, in denen der Untergang Jerusalems geschildert wird, zum Beginn von Esra, in dem die Rückkehr der verbannten Juden beschrieben wird. Zwischen diesen beiden Ereignissen verbannen die Babylonier die führenden Juden nach Babylon. Dann erobert der persische König Cyrus das babylonische Reich und bezieht es in sein eigenes Königreich ein. Während die Babylonier eine repressive Politik der Eroberung, Gefangennahme und des Exils verfolgten, gingen die Perser friedlicher vor und erlaubten den Juden, in ihre Heimat zurückzukehren, um ihren eigenen Gott anzubeten. Cyrus finanziert sogar teilweise den Wiederaufbau des Tempels und gibt Tempelgegenstände zurück, die von den Babyloniern gestohlen wurden. Seine Demut ist ein Beispiel für das Sprichwort, dass „Weisheit ihr Haus baut“ (Spr 14: 1). In ähnlicher Weise zeigt der frühe Evangelist Apollos tiefe Demut, wenn er nach einer öffentlichen Predigt über Jesus zulässt, dass seine Theologie von den kenntnisreicheren Christen, Priscilla und Aquila, korrigiert wird. Einige der Gläubigen, die er evangelisierte, hatten nur die Taufe von Johannes erhalten, und sie werden von Paulus korrigiert. Danach erhalten sie die volle christliche Taufe und die Kraft des Geistes. Bist du bescheiden genug, Korrekturen zu erhalten, wenn sie gegeben werden?

17. Juli

Wie schwer ist es Gottes Stimme zu hören, vor allem wenn sie aus dem Mund von Menschen kommt, bei denen wir es nicht erwarten, König Joschia bemerkt nicht dass Gott durch den feindlichen König zu ihm spricht. (2 Chr. 35,22) Aber die Geschichte des Erbarmens Gottes endet nie. Die  letzten Verse geben Ausblick in ein erneutes Erbarmen Gottes, und wieder wird sich Gott einer Person bedienen, mit der die Frommen nicht gerechnet hätten, dem Persischen König (2 Chr. 36,22). In Athen benutzt Paulus sehr einladende Worte um das Evangelium zu verkünden, obwohl er zunächst sogar von Zorn über die Verehrung der vielen Gottheiten erfüllt ist. Verkünde das Evangelium mit freundlichen Worten und höre gut zu, vielleicht will Gott zu dir durch die Menschen sprechen, denen du predigst. 

16. Juli

Die normale menschliche Reaktion auf schlechte Nachrichten und Umstände ist Traurigkeit. Wenn wir Rückschläge erleben, neigen wir dazu, entmutigt zu werden. In den heutigen Lesungen sehen wir einen anderen Weg: König Josia hört eine schreckliche Prophezeiung von Huldah: „Siehe, ich werde alle Flüche, die in dem Buch niedergeschrieben sind, über diesen Ort und seine Bewohner bringen“ (2 Chr 34:24). Obwohl diese Botschaft des Gerichts ein tragischer Schlag für den gerechten König ist, verliert er nicht den Mut. Stattdessen erneuert er den Bund mit dem Herrn und feiert verschwenderisch das Passah. In einem Moment, der entmutigend zu sein scheint, beschließt Josiah, den Herrn von ganzem Herzen anzubeten. Als sich Paulus und Silas im Gefängnis befinden, weil sie das Evangelium gepredigt haben, beginnen sie „zu beten und Hymnen an Gott zu singen“ (Apostelgeschichte 16, 25). Ihre paradoxe Reaktion des Lobes, noch während des Leidens führt zu ihrer wundersamen Befreiung. Diese Beispiele zeigen uns, dass wenn wir uns der Welt und unseren Problemen im Glauben stellen, unser Vertrauen auf Gott uns zur logischen Antwort führt, Lobpreis und Anbetung dem Einzigen zu geben, der uns helfen kann. Probleme und Hindernisse müssen uns eher zum Lob als zur Entmutigung führen. Welche Entmutigung in deinem Leben muss zum Lobpreis an Gott gewendet werden?

15. Juli
Das Buch der Chronik ist ein Ergänzungsband zu den Königsbüchern. Heute haben wir in Chr 32,31ein interessantes Detail erfahren. Die babylonische Gesandtschaft, die zu Hiskia gekommen waren kamen weil sie das Sonnenwunder mitbekommen hatten. (Vgl 2 Kön 20,12) Das nächste mal wenn die Sterndeuter aus dem Osten kommen werden sie wieder beim König anklopfen. Doch diesmal werden ihnen nicht die Schätze gezeigt werden, sondern sie werden in einem armen Stall den Grund für die außergewöhnliche Himmelserscheinung erkennen.
Wenn wir Göttlichen Segen erleben und die Dinge rund laufen, dürfen wir nicht wie Hiskia den Fehler machen statt auf Gott auf unsere Erfolge zu zeigen. 

14. Juli
Gleich nachdem sich König Hiskia und das Volk ganz für Gott entschieden haben kommt der Angriff (2 Chr 32,1). Der Angriff erfolgt zunächst mit Worten, Sanherib lässt Abgesandte vor der Stadtmauer entmutigende Worte rufen (2 Chr 32,18). In solchen Situationen soll man sich nicht in Diskussionen verwickeln lassen sondern beten. Aus 2 Kön 18,36 wissen wir das das Volk auf der Stadtmauer schwieg und auf Befehl des Königs keine Antwort gab. Sprichwörter 11,12 rät uns: „Ein kluger Mensch schweigt.“ Gott selber wird für uns antworten.
In welcher Glaubensdiskussion, die unmittelbar nach deiner Bekehrung kam, hättest du besser geschwiegen?

13. Juli
In Apostelgeschichte 15,16 legt Jakobus die Worte des Propheten Amos aus: „Ich werde die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten,… damit die übrigen Menschen (aus allen Völkern) Gott suchen.“ Auch König Hiskia war sich sicher, das die Wiederaufrichtung der „Hütte Davids“ also des Tempels, dem ganzen Volk Heil bringt (2 Chr 29,5ff). In der Person Jesu ist die „Hütte Davids“ endgültig aufgerichtet. Denn in Ihm ist wirklich Gott auf der Erde gegenwärtig, wie es die Bundeslade des Mose, das Zelt Davids und der Tempel Salomos darstellen. Durch seine Gnade werden wir gerettet (Apg 15,11).
Geh heute oder Morgen in eine Kirche um dich vor der Eucharistischen Gegenwart Gottes nieder zu knien, seine Gegenwart ist unsere Rettung. 

12. Juli
Ist dir auch aufgefallen, dass im Buch der Chronik bei jedem König erwähnt wird, wer seine Mutter war? Seit die Mutter von König Salomo an ihn eine Bitte hatte und er ihr einen Thron neben seinen stellte, (1 Kön 2,19) wurde es zum Brauch, dass die Mutter des Königs neben dem König sitzen durfte. Sie war so eine Art Sozialministerin und Anwalt der Anliegen der Armen und einfachen Leute. Man kann sich leicht vorstellen, dass die Apostel, die die Schrift gut kannten Maria die Mutter Jesu von Anfang an als Fürsprecherin in ihren Anliegen gesehen haben.
Gerade mit deinen kleinen und scheinbar unbedeutenden Anliegen, komm zu Maria, sie trägt sie für dich am Thron ihres Sohnes vor. 

11. Juli
Viele Sünden beinhalten das Sprechen: „Wenn Worte viele sind, fehlt es nicht an Übertretung, aber wer seine Lippen zurückhält, ist umsichtig“ (Spr 10,19). Der umsichtige Mann hält unfreundliche Worte, Klatsch und negative Meinungen zurück. An der gleichen Stelle loben die Sprüche die Rede des Weisen: „Die Zunge des Gerechten ist auserlesenes Silber. . . . Die Lippen der Gerechten nähren viele “(Verse 20–21). Zurückhaltung in unseren Worten ist lobenswert, aber sie ist mit angemessener Sprache zu kombinieren. Die Abenteuer von Paulus und Barnabas auf ihrer Missionsreise zeigen uns, wie diese Prinzipien in der Praxis funktionieren. Einerseits sprechen sie „kühn für den Herrn“ (Apg 14,3), predigen das Evangelium und verkünden „Wir bringen dir gute Nachrichten“ (15). Auf diese Weise erfüllen sie die Worte der Sprüche: „Der Mund des Gerechten ist eine Quelle des Lebens“ (Spr 10,11) und „Auf den Lippen des Verständigen, wird Weisheit gefunden“ (Vers 13). Sie predigen die lebensspendende Botschaft des Evangeliums, die die wahrste Weisheit ist. Ihre Gegner begehen jedoch Zungensünden: Sie „vergiften ihren Geist“ (Apg 14,2) und „überredeten das Volk“, Paulus zu steinigen (Vers 19). Sie verkörpern das Sprichwort: „Der Mund der Gottlosen verbirgt Gewalt“ (Spr 10,6).
Schaden deine Worte anderen oder bringen sie Leben?

10. Juli
Als der heilige Paulus den Juden in Antiochia das Evangelium Jesu verkündet, sind sie zunächst begeistert. Er und Barnabas rekrutieren eine Vielzahl von Anhängern, aber am nächsten Wochenende verlassen die meisten dieser Konvertiten das Evangelium. Warum? Sie sind eifersüchtig auf die große Menge von Nichtjuden, die Paulus und Barnabas mit ihren Predigten anziehen können. Leider veranschaulichen sie die Warnung in den Sprichwörtern: „Tadle keinen Spötter, sonst wird er dich hassen“ (Spr 9,8). Wahre Weisheitssuche erfordert Demut: „Tadle einen Weisen, und er wird dich lieben“ (Vers 8). Niemand mag es, korrigiert zu werden, da die Korrektur das Ego verletzt. Wenn wir jedoch wirklich demütig sind, sollten wir die Verurteilung gerne annehmen, da eine solche Korrektur, die in der Liebe gegeben wird, zu unserem Besten ist und uns auf dem engen Weg Christi hält.
Nimm dir heute Zeit, um dein Gewissen zu prüfen.

9. Juli
Die Autoren der Bibel haben kein Problem damit, Tot und Krankheit als Strafe Gottes für die Sünden zu bezeichnen. (2 Chr 21,15 und Apg 12,23) Auch wenn wir durch Jesus Gott als liebenden Vater erkannt haben, bleiben die Folgen der Sünde drastisch. Ohne die Sünde gäbe es den Tod nicht. „Ohne die Sünde wäre das Ende der Irdischen Prüfung nicht so dramatisch gewesen.“ (JP. II. in der Mittwochskatechese vom 8.10.1986) Viel zitiert sind auch die heutigen Worte aus dem Buch der Sprichwörter 8,22: „Der Herr hat mich geschaffen als Anfang seines Weges, vor seinen Werken in der Urzeit.“ Diese Worte können auf den Heiligen Geist oder auf Christus bezogen werden, denn das Wort „erschaffen“ kann auch „erwerben“ bedeuten. Christus ist der Anfang des Weges Gottes mit uns. Wer ihn findet, findet Leben, (Spr 8,35) denn seine Freude ist es bei den Menschen zu sein. (Spr 8,31)
Merke dir einen Satz aus den Sprichwörtern auswendig und gewinne Freude an Gottes Weisheit, indem du diesen Satz heute so oft es geht wiederholst.

8. Juli
Wahrscheinlich hat König Joschafat aus dem Zwischenfall mit dem Propheten Micha gelernt, er setzt Richter ein und ermahnt sie unbestechlich die Wahrheit zu lehren (2Chr 19,5-6). Auch als mehrere feindliche Nationen zusammen einen Angriff planen macht er es diesmal richtig, er sucht den Herrn und „verkündet ein Fasten in ganz Juda“ (20,3). Anstatt sich auf seine eigene strategische Klugheit zu verlassen, verlässt er sich auf den Herrn. Noch vor dem Sieg preisen sie den Herrn für seine Hilfe und lassen auch während dem Marsch Lobpreis erklingen (20,19-21). Dies ist ein Gebet der Hingabe an Gottes Willen in verzweifelten Zeiten. Joschafat zeigt uns, wie wir uns inmitten der Stürme des Lebens auf den Herrn verlassen können. Auch Petrus, der wegen des Evangeliums inhaftiert ist, erfährt Göttliche Rettung aus übermächtiger Not. Beide zeigen die Realität dessen, was „Frau Weisheit“ verspricht: „Ich liebe diejenigen, die mich lieben, und diejenigen, die mich fleißig suchen, finden mich“ (Spr 8,17).
In Situationen der Not, wende dich an Gott und sobald du Hoffnung hast, lobe und preise ihn.

7.Juli
Für die Wahrheit einzutreten, ist immer schwieriger, als den Menschen zu sagen, was sie hören wollen. Der Prophet Micha steht vor einer schwierigen Situation, als zwei mächtige Könige gegen die Syrer kämpfen wollen. Anfangs lügt er und sagt den Königen, was sie hören wollen: „Steig auf und triumphiere; sie werden in deine Hand gegeben werden “(2 Chr 18,14). Man kann sich vorstellen, dass er diesen Satz mit einem flüchtigen Ton ausspricht, der alle spüren lässt, dass er ihn nur wiederwillig sagt. Aber König Ahab drängt ihn auf eine wahre Prophezeiung. Dann spricht Micha eine negative Prophezeiung aus und rät davon ab, Syrien anzugreifen. Außerdem enttarnt er die Ratschläge der vielen Anderen Propheten als „Lügengeist“. Dummerweise lehnen die Könige seine Worte ab und ziehen trotzdem in den Kampf, woraufhin Ahab durch einen zufälligen Pfeil getötet wird. Die Könige sind wie der „junge Mann ohne Sinn“ (Spr 7,7), der von „Frau Torheit“ wie ein Ochse zum Schlachten geführt wird (Vers 22). Diese „Frau Torheit“ ist im Buch der Weisheit die personifizierte Verführung, die uns mit schmeichelnden Worten auf Abwege bringt. Wir müssen darauf achten, nicht zu schweigen, wenn die Wahrheit verlangt wird, und die Wahrheit nicht zu ignorieren, wenn sie uns gesagt wird.
Bist du mutig genug, die Wahrheit zu sagen?

6. Juli
„Sie gingen die Verpflichtung ein, mit ganzem Herzen und ganzer Seele den Herrn, den Gott ihrer Väter zu suchen.“ (2 Chr 15,12) In einer Schwierigen Situation, in der es viele Probleme und Sorgen gibt, kommt der Prophet zum König und sagt ihm er sollte gerade mitten in der Unruhe Gott suchen. Und tatsächlich kehrt der König Asa energisch zum Herrn um. Manchmal scheint Gott unauffindbar, unerreichbar, weit weg und still zu sein. Genau in diesen Zeiten müssen wir ihn „suchen“. Das kann so einfach sein, wie ein stilles Gebet, Bibellesen oder Empfangen der Sakramente.
Auf welche Weise kannst du den Herrn suchen?

5. Juli
Rehabeam, der Sohn von König Salomo, „verließ den Rat, den die alten Männer ihm gaben“ (2 Chr 10: 8). Rehabeam lehnt törichterweise den weisen Rat der Ältesten ab und schließt sich den Meinungen seiner Freunde an und setzt eine Rebellion in Gang, die das Königreich spaltet. Obwohl er ein ruhmreiches, einheitliches und wohlhabendes Königreich geerbt hatte, verschwendet er jetzt sein Erbe für ein unnachgiebiges Machtspiel. Seine Selbstbehauptung ist falsch und katastrophal. Cornelius, ein angesehener Mann des römischen Militärs, stellt sich nicht über den einfachen Fischer, der sein Haus betritt. Stattdessen empfängt er den heiligen Petrus demütig als Botschafter Gottes. Und Petrus selbst hört auf den Rat den Ihm Gott während seiner stillen Gebetszeit auf dem Dach des Hauses gegeben hatte. (Vgl. Apg 10,28)
Wie kannst du dem Rat Gottes fügsamer begegnen?

4. Juli
Sieht ziemlich erfolgreich aus, was Salomo da gemacht hat und tatsächlich hat er sicher wie Sprichwörter 6,6 fleißig wie eine Ameise gearbeitet. Nur ganz beiläufig wird hier erwähnt, dass er ein schlechtes Gewissen hat. Er lässt für seine Ägyptische Frau ein extra Haus bauen, weil er spürt dass seine Verbindung mit Ihr nicht dem Gebot Gottes entspricht. (2 Chr 8,11 Vgl.: 1 Kön 11). Tägliche treue in der Arbeit ist etwas wichtig, wir müssen aber auch acht Geben, dass unser Herz sich nicht von Gott abwendet. Papst BENEDIKT XVI. sagte beim ANGELUS auf dem Petersplatz am Sonntag, 17. Juni 2012: Jeder Christ weiß daher nur allzu gut, daß er das in seinen Möglichkeiten Stehende tun muß, dass aber das Ergebnis letztlich von Gott abhängt: dieses Bewußtsein stützt ihn in der Mühsal aller Tage, besonders in den schwierigen Situationen. Hierzu schreibt der hl. Ignatius von Loyola: »Handle so, als ob alles von dir abhinge, in dem Wissen aber, daß in Wirklichkeit alles von Gott abhängt« (vgl. Pedro de Ribadeneira, Vita di S. Ignazio di Loyola, Mailand 1998).

 

3. Juli
Von dem Tempel, den Salomo gebaut hat, steht heute nur noch die Klagemauer. Das Gebet Salomo war von Anfang ein eines um Vergebung, auch wenn man nicht nach Jerusalem gehen kann sondern sich nur in die Richtung wendet um zu dem Gott zu beten, der im Himmel wohnt. (2 Chr 6,34+38)  Dennoch gibt es einen konkreten Geschichtlichen Ort an dem er sich gezeigt hat. Dort hat sich das zugetragen wovon wir in der Schrift lesen. Es sind keine abstrakten Erzählungen mit nur rein übertragener Bedeutung.
Versuche dich zu orientieren: Benutze eine Navigations-App oder schau von Deutschland aus nach Süd-Osten, da ist in ca 2000 Kilometern Entfernung Jerusalem.

2. Juli
„Mehr als alles behüte dein Herz.“ Diese Wort aus den Sprichwörtern 4,23 können in verschiedene Richtungen gedeutet werden. Sie meinen aber vor allem, dass wir uns vor Lüge und Begierde hüten sollen. Der Satz geht weiter: „Dein Augen sollen geradeaus schauen.“ (V. 25) Nicht nur Neid und Eifersucht können unseren Blick von Gott abwenden, auch schlechte nachrichten können uns dazu führen zu denken, die Welt wäre nur von Gewalttätigen gelenkt. Um das Herz vor Verzweiflung zu behüten hilft es den Blick auf Gott nicht zu verlieren. Er lenkt die Geschichte. Er erwählte David und Salomo (2 Chr 6,5) und auch Paulus ist sein erwähltes Instrument. Gott hat immer noch seine Hand über unserer Geschichte und über deinem Leben.
Wo kannst du Gottes Hand in deinem eignen Leben am Werk sehen, und in Erinnerung daran den Blick auf Jesus behalten?

1. Juli
Ob wir es zugeben oder nicht, wir alle brauchen Führung. Sie könnte von einem Elternteil, einem Trainer, einem Lehrer, einem Priester, einem Geistlichen Begleiter oder einem Freund kommen, aber keiner von uns kann ohne kluge Anleitung seinen Weg durch das Leben gut finden. Solomon erkennt in seiner Demut dieses Bedürfnis und betet: „Gib mir jetzt Weisheit und Erkenntnis“ (2 Chr 1,10). Er zeigt also, was es bedeutet, „Weisheit zu erlangen; Einsicht gewinnen “(Spr 4,5). Dieser Teil der Sprichwörter wird als „väterliche Anweisung“ (Vers 1) umrahmt, und Salomo tritt somit in die Rolle des Sohnes ein und erhält Weisheit und Führung von Gott. Die Sprichwörter versprechen, dass Weisheit „dich bewahren. . . bewache. . . Erhebe. . . und ehren wird“(Verse 6–8). Und tatsächlich erhält Salomo vom Herrn „Reichtum, Besitz und Ehre“ (2 Chr 1,12) für seine Bitte. Der äthiopische Eunuch offenbart eine ähnliche geistige Demut, wenn er die Prophezeiung Jesajas liest und zugibt, dass er nicht verstanden hat: „Wie kann ich, wenn mich nicht jemand führt?“ (Apg 8,31). Glücklicherweise stellt ihm der Heilige Geist Philippus zur Seite, um die Schrift zu interpretieren und ihm das Evangelium zu predigen. In einer Zeit in der Selbständigkeit als höchster Wert gilt, ist es äußerst demütig, das Bedürfnis nach einem Führer zuzugeben.
Wem hat Gott in dein Leben gegeben, um zu helfen, dir Weisheit zuzusprechen? Nimm dir Zeit, um für diese Person (en) zu beten.

30. Juni
David spricht in seinem letzten Gebet einen sehr schönen Punkt aus: „was wir dir gegeben haben, stammt aus deiner Hand.“ (1 Chr 29,14) Egal was wir Gott geben, wir geben etwas zurück was wir ursprünglich von ihm empfangen haben. Wir haben keine Währung mit der wir uns irgendetwas bei Gott kaufen könnten. (vgl. Apg 8,20) Wir können den Heiligen Geist nur als freies Geschenk annehmen und dann die Gaben, die er uns gibt an ihn zurückschenken und an unsere Mitmenschen weitergeben.
Was hast du von Gott empfangen, und ihm zurückgeschenkt?

29.Juni
Der Name „Stephanus“ ist Griechisch und heißt „Krone“. Er trägt als erste die Krone Christi, die Krone der Märtyrer. Er beweist, dass er Christus ähnlich geworden ist, als er mit den gleichen Worten wie sein Meister stirbt (Apg 7,59 und 60). Er bezeugt uns, dass der Tod nicht das Ende ist, und dass die Versprechung eines langen und glücklichen Lebens (Sprich 3,16) auch dann gilt, wenn unser Irdisches Leben kurz und voll Prüfungen ist. Alles was uns im Leben zustößt kann dazu helfen und Christus ähnlicher zu machen und uns schon einen Anteil an der Ewigen Freude des Himmels geben. Spr 3,12 ermutigt uns in schwierigen Situationen: „Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er, wie ein Vater seinen Sohn, den er gern hat.“
Mit dem Blick auf den Himmel und auf die Liebe des Vaters machen die schweren Stunden dich Christus ähnlicher.

28. Juni
In Chr 15,9-31 wird von einer Einteilung in 24 Gruppen von Sängern geredet. Waren sie für 24 Stunden Lobpreis im Tempel bestimmt? Zumindest sollten vor der Bundeslade noch vor dem Tempelbau ständig die Trompeten geblasen werden (1 Chr 16,6). Für uns gelten die Worte des Hl. Paulus: „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Unsere 24 Stunden Anbetung geschieht indem wir unsere Glieder nutzen um geprägt vom Geist Jesu die Menschen um  uns herum zu lieben.
Nimm dir einen Moment Zeit die ständige Gegenwart Gottes in deiner Seele zu verehren.

27. Juni
David gerät am ende seines Lebens in Aktivismus. „Der Herr wird dir ein Haus bauen“ hatte der Prophet Natan gesagt. (2 Sam 7,11) David kann es nicht lassen. Wie bei der Volkszählung, so auch beim Tempelbau versucht er auf seine eigenen Kräfte zu bauen und wartet nicht auf Gott. Stephanus findet in seiner Predigt dafür deutliche Worte: „David bat um ein Zeltheiligtum. Salomo aber baute ein Haus. Doch der Höchste wohnt nicht in dem, was von Menschen gemacht ist.“ (Apg 7,46.48) Jesus Christus ist der Nachkomme Davids in ihm erfüllt sich das Wort Gottes, er ist der Mann der Frieden bringt und der die Wohnung Gottes auf der Erde ist.
Deine Pläne und Ideen sind sicher richtig, führe sie dennoch nicht ohne Gott aus.

26. Juni
Heute beginnen wir das Buch der Sprichwörter. Es gibt auch in anderen Kulturen Spruchsammlungen mit Alltagsweisheit. Die Besondere Aussage der Weisheit Israels wird in Spr 1,7 angegeben: „Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit.“ Weisheit suchen bedeutet auf Gott hin orientiert sein und ihn in allem suchen. Weisheit ist es ihn und seine Wege zu erkennen. Weil Stephanus nicht auf menschliche Anerkennung aus ist und statt wortgewaltiger Argumentation klar auf Gott ausgerichtet ist, können seine Gegner seiner Weisheit nicht widerstehen. Weil er auf Gott ausgerichtet ist leuchtet auch sein Gesicht, trotz der falschen Anklage, die gegen ihn erhoben wird.
Suche Weisheit indem du Gott suchst. Sei weise indem du auf ihn schaust.

25.Juni
Die Art wie David Gott verehrt ist die, dass er sich an ihm freut und ihm 24 Stunden 7 Tage die Woche Jubellieder singen lässt. (1Chr 16,4) Wenn ich erlebe, dass er meine Sünde vergibt, dann ist Freude und dankbarerer Jubel die angemessene Gottesverehrung. Darum endet auch das Buch der Psalmen endet mit lautem Lobpreis! Im 5. Kapitel der Apostelgeschichte wird uns ein Schock verpasst. Der Heilige Geist lässt sich nicht belügen. Wenn wir in unseren Lobpreisliedern singen: „Ich gebe dir mein Herz und alles was ich bin,“ und dann doch den einen oder anderen Egoismus für uns behalten, sind wir nicht aufrecht. Der Heilige Geist ist aber auf unserer Seite und möchte uns trösten und aufbauen immer mehr dem zu entsprechen was wir Gott versprochen haben.
Im vollen Bewusstsein deiner Sünde sing Gott ein Lied dass ihn feiert!

24. Juni
David baut ein Zelt, und obwohl er erlebt, dass man sich Gott der über der Bundeslade thront, nicht unerlaubt nähern darf (1 Chr 13,9-11), holt er sie zu sich. Er baut nicht mehr das alte Bundeszelt (Stiftshütte) auf, bei der das Allerheiligste unbetretbar ist. (Die bleibt leer auf den Berg in Gibeon als Opferaltar in betrieb 1Chr 16,39) Vielmehr stellt er die Bundeslade in die Mitte eines Zeltes und setzt Gesang und Lobpreis als dauerhafte Verehrung der Gegenwart Gottes ein. David tanzt vor Freude über diese neue Unmittelbarkeit die Gott gewährt. (1chr 15,29) Als Salomo den Tempel baut ist dieses Zelt Davids wieder durch den gestuften Zugang zu Gott ersetzt, der letztlich nur einmal im Jahr dem Hohen Priester gestattet ist.
Tritt in die Freude ein, und feiere die Nähe zu Gott, die Dir von Christus angeboten ist. 

23. Juni
Beim lesen der Apostelgeschichte lernen wir die Grundlagen unseres alltäglichen Gebetslebens. Petrus betet „im Namen Jesu“ ( Apg 3,6) und bezeugt: „ Es ist uns Menschen kein anderer Name gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.“ (Apg 4,12) Auch das anderen im Namen Jesu ist eine treue Umsetzung der Anweisungen Jesu aus Joh 16,23-24. In eine solche unerwartete Unmittelbarkeit setzt uns Jesus durch den heiligen Geist ein, dass wir zu beten wagen: „Vater ich bitte dich im Namen Jesu.“ In seinem Auftrag, in seinem Sinne und um seines Opfers willen.
Bitte heute den Vater bewusst im Namen Jesu.

22. Juni
Zweimal hintereinander wird in kurzen Worten der Alltag der jungen Kirche angedeutet: Apg 2,42 und 46. Beide male wird vom Brechen des Brotes gesprochen. Die Eucharistie ist von Anfang an Quelle und Höhepunkt des ganzen Christlichen Lebens. (Vgl. II. Vat. Konzil LG 11) Die Apostel führen den Befehl Jesu: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (Lk 22,19) treu aus.

Schöpfe aus der Eucharistie nicht nur am Sonntag sondern auch am Werktag Kraft für dein Leben.

21. Juni
Psalm 145, 2 beinhaltet einen Vorsatz: „Jeden Tag will ich dich preisen.“ Auch alle Generationen (v. 4) sollen Gott preisen, und all seine Schöpfung (v. 10). In den Worten aus den Propheten Joel, die Petrus am Pfingstmorgen wiederholt ist ebenfalls davon die Rede, das der Geist Gottes in Menschen aus allen Generationen und auch durch die Schöpfung reden wird.

Versuche täglich im Gebet in das Lob Gottes einzustimmen.

20. Juni
Grund und Boden besitzen war für die Israeliten mehr als eine Existenzgrundlage. Das Land zu besitzen ist die sichere Verbindung zu Gott, der dieses Land der Ruhe versprochen hat. (1 Chr 6,39) An Pfingsten wird die Bedeutung des Verheißenen Landes auf erstaunliche Weise verändert. Nun wohnt nicht mehr der Mensch im Land Gottes, sondern Gott wohnt durch den Heiligen Geist im Herzen der Jünger Christi. Dieser Zugang zum Inneren Leben Gottes ist für uns das Land und der Ort der Ruhe und der Heimat.

Kannst du im Gebet zur Ruhe kommen? 

19. Juni
Ziemlich oft verstehe ich noch nicht einmal den Zusammenhang der Namenslisten, es handelt sich eben um Details. Eines davon ist das Gebet des Jabez (1 Chr 4,10). Auch die Psalmen 142 und 143 sind ein flehentliches Bittgebet. So zu beten bedeutet auch die eigene Hilflosigkeit anzuerkennen. Jesus gibt den Aposteln als Letzte Anweisung etwas ganz ähnliches mit: Sie brauchen Gottes Kraft und nicht menschliche Klugheit für ihre Mission. Ihr werdet die Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird. (Apg 1,8) Die ganze folgende Geschichte der Apostel wird eine Geschichte der Kirche sein, die von der Kraft des Heiligen Geistes geleitet ist.

Wenn du deine Hilflosigkeit bemerkst, bete um den Heiligen Geist.

18. Juni
Wir beginnen das Buch der Chronik. Die Lateinische Überschrift lautet: „Übergangenes“ es geht also um Details die in der bisher berichteten Geschichte Gottes mit den Menschen nicht erwähnt wurden. Die Namenslisten sind dabei nicht nebensächlich, sondern ein wichtiges Detail, denn der Leser des 4 Jahrhunderts vor Christus konnte so den Moment ausmachen, an dem die Geschichte Gottes die Geschichte seines eigenen Stammbaumes und seiner Familie gekreuzt hat. Es war vielleicht sein Urgroßonkel der da namentlich erwähnt ist. Das Evangelium nach Johannes endet mit einem Nachtrag der ebenfalls ein persönliches Detail im Leben des Petrus schildert. Die Geschichte Gottes mit uns Menschen findet konkret statt und ist nicht nur eine Lehre oder eine Theorie.

Erinnere dich an die Momente an denen Gottes Wege und dein Lebensweg sich berührt haben. (Du warst dabei als er Geschichte geschrieben hat.)

17. Juni
Nach Hunderten von Jahren wiederholten Versagens, dem Herrn zu folgen, ist das Königreich Juda endgültig erobert. Alles, was der Herr durch Mose, Josua und David vollbracht hat, ist jetzt verloren. Doch dieses Scheitern des Alten Bundes bereitete die Bühne für das Kommen eines neuen David mit einer neuen Art von Sieg. Er befreit keine Menschen aus dem Exil in einem fremden Land oder aus der Sklaverei in Ägypten. Vielmehr befreit er uns aus dem Exil und der Sklaverei der Sünde: „Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben“ (Joh 20,23). Jesus bringt wahren Frieden. „Gesegnet sind diejenigen, die sehen und doch glauben“ (Vers 29). Der Herr kann aus einer offensichtlichen Niederlage einen herrlichen Sieg bringen.

Auf welche Weise hat er in deinem Leben aus einer Niederlage den Sieg gebracht?

16. Juni
König Joshia findet das Buch Deuteronomium mit allen Weisungen und Geboten. (2 Kön 22,8) Die Verehrung Jahwes als einzigen Gottes lag wie tot im Grab und musste erst wieder gefunden werden.   Am morgen des dritten Tages findet Maria von Magdala das Grab leer. Auch der Glaube an Christus den Messias lag wie tot in den Herzen der Apostel, und musste erst wieder gefunden werden. Doch auch wenn wir vor Gottes Geist geflohen sind, wie es in Ps. 139, 7 heißt, ist er doch immer bei uns und lässt sich jederzeit wieder finden, wenn wir zu ihm umkehren. Wie Maria von Magdala sich zu Jesus umdreht um ihn zu erkennen.

Wenn dein Glaube verloren schein, mach dich wieder auf die Suche, Gott lässt sich finden!

15. Juni
Hiskija gibt mit seinem Geld an (2 Kön 20,13)! Nikodemus dagegen benutzt sein Geld um Jesus zu salben (John 19,39). Geld ist etwas Sinnvolles, wir müssen es aber für die richtigen Dinge benutzen.

Wer wird durch die Art, wie du dein Geld nutzt mehr geehrt? Du oder der Herr?

14. Juni
Die meisten Jünger sind geflohen, als Jesus ans Kreuz geschlagen wurde. Ist Johannes geblieben, weil er eng mit Maria verbunden war? (Joh 19,26)

In Momenten der Versuchung, bitte Maria um Stärke!

13. Juni
Diese Zeilen von der Verurteilung Jesu zu lesen ist fast physisch schmerzhaft. Pilatus erkennt die Wahrheit aber aus Menschenfurcht beugt er sich. Die Autoritäten des Glaubens sagen, sie hätten keinen König außer den Kaiser, auch sie sind von Menschenfurcht motiviert. Wenn wir bei uns entdecken, dass wir mehr auf die Anerkennung der Welt bauen als auf die Hilfe Gottes vertrauen, dann kann uns der Anblick des verwundeten Jesus heilen.

Wem willst du gefallen? Welchen konkreten Menschen? Benenne sie im Gebet und sprich aus, dass du statt ihnen auf Gott vertrauen willst. 

12. Juni
Der König benimmt sich als ob er ein Gott währe, enden er einen Altar baut und selber Opferriten darbringt. Im Evangelium sehen wir Gott, der sich weigert als weltlicher König zu agieren. Statt königliche Autorität zu nutzen um seinen eigenen Willen durchzusetzen, tut Jesus den Willen des Vaters. Echter Selbstbesitz und damit Regierung über das Eigene Leben macht die Königliche Würde aus.

Bitte den Heiligen Geist, dass du statt deinen Willen durchzusetzen, für andere da sein kannst. 

11. Juni
Wenn Jesus seine göttliche und messianische Identität mit den Worten„ Ich bin “ausdrückt (Joh 18,5), fallen die Soldaten und Beamten, die gekommen sind, um ihn zu verhaften, unfreiwillig zu Boden. Aber sie machen mit der Verhaftung weiter und scheinen nicht zu bedenken, wer vor ihnen ist und welches Wunderzeichen sie gesehen haben. Wenn Jesus uns mit seinen Worten trifft, sollten wir innehalten und überdenken, was wir tun.

Aus welcher Blindheit will Gott dich herausschütteln? 

10. Juni Pfingstmontag 2019
„Viele von uns sind versucht, ein „Bushaltestelle-Christentum“ anzunehmen, wo wir einfach warten, bis Jesus kommt, um uns abzuholen, damit wir endlich in den Himmel kommen und uns ausruhen können. Wenn diese Idee richtig wäre, würden wir fast erwarten, dass Jesus uns aus der Welt nimmt, sobald wir zum Glauben kommen. Doch das tut er nicht. Tatsächlich sagt er zum Vater: „Ich bete nicht, dass du sie aus der Welt nimmst“ (Joh 17:15). Wir sollen hier sein. Darüber hinaus sieht er uns als Teil seiner Mission: „Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe ich sie in die Welt gesandt“ (Vers 18). Wir warten nicht nur rum, auf den Tod oder die Apokalypse. Unsere Rolle als Christen besteht vielmehr darin, an der Sendung Christi in der Welt teilzunehmen, indem wir das Evangelium verbreiten und ein Leben führen, das seinem entspricht. Wir sollen „in Einheit wohnen“ (Ps 133,1) und sogar „in der Nacht im Haus des Herrn stehen“ und ihn im Gebet suchen (Ps 134,1). Wir sind nicht „von der Welt“, aber wir sind ganz bestimmt „in der Welt“, berufen, Christus mit uns zu bringen, wohin wir auch gehen.

Wie kannst du an der Mission Christi in der Welt teilnehmen? “

9. Juni
Der Prophet salbt selbst den Anführer des Aufstandes. Der Leser soll deutlich erkennen, dass Gott im Hintergrund die Geschichte lenkt. In Psalm 132,9 +16 gibt es zwei Aufgaben für uns: Gerechtigkeit und Jubel. Jubel und seine eigene Freude möchte Jesus uns geben: „damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.“ (Joh 17,13)

2019 ist heute Pfingstsonntag: Danke dem Herrn heute für seine Gegenwart im Geist in deiner Seele.

8. Juni
Jesus bereitet seine Jünger vorsichtig auf seinen Tod vor. Weil er weiß das sie sich selbst Vorwürfe machen werden, kommt er sogar dieser Not zuvor und sagt Ihnen auch das voraus: „Damit ihr in mir Frieden habt.“ (Joh 16,33) Der Tod Jesu ist nicht dazu da uns ein schlechtes Gewissen zu machen, sondern damit wir die Liebe des Vaters sehen! Selbst wenn du gesündigt hast, seine Gedanken über dich sind immer Liebe! Jesus eröffnet uns eine krasse Unmittelbarkeit mit dem Vater, indem er uns einlädt in seinem Namen zu bitten!

Lass dich von deinen Sünden und Zweifeln nicht entmutigen, Jesus wirft Dir nichts vor, sondern will dich als Bruder und Schwester in seiner Beziehung zum Vater haben! Du kannst deine Seele und jede innere Anklage still werden lassen. (Ps 131)

7. Juni
Da is ein kleines Mädchen, das als Sklavin verschleppt wurde, und sie gib Zeugnis von Gott! Wir können in jeder Situation von Gott Zeugnis geben! Wie der Herr dem Diener des Propheten die Augen für das Heer Gottes geöffnet hat (2 Kön 6,17) so kann der Heilige Geist auch uns die Augen für die Gegenwart Gottes in unserem Leben offenen. Vor allem dann wenn wir uns bedroht oder hilflos fühlen. Der Geist führt uns in die ganze Wahrheit (Joh 16,13), die darin Besteht, dass Christus schon gezeigt hat und der Herrscher dieser Welt schon gerichtet ist. (Joh 16,11)

In Momenten der Verzweiflung bete: „Herr sende mir den Geist der Wahrheit!“

6. Juni
1 Kön 3,15 Der Prophet bittet um Seitenspiel, und sobald die Seiten erklingen hört Elisha das Wort Gottes! Klingt fast nach Charismatischem Lobreis. Übrigens mal wieder, die Brutalität der Kriegsführung scheint sogar vom Propheten gedeckt zu sein, aber in Dtn 20,19 hat Gott verboten dem Besiegten jede Lebensmöglichkeit zu rauben. Die Wunderbare Brotvermehrung in 2 Kön 4,44 ist ein Vorausbild für die Brotvermehrung Jesu in Mk 6,32.

Wir würden es sehr genießen wenn unser Leben immer von solchen Wundern angefüllt wäre, wie sie bei Elisha geschahen und wie sie im Psalm 128 für die Frommen versprochen sind. Aber alle Diese Geschenke sind dafür da, über sich hinaus auf Jesus hinzuweisen, auf den wir unsere Hoffnung setzen. Wir hoffen auf mehr, als auf ein Genussvolles aber vergängliches Leben, und sind darum Zeugen für Jesus, auch wenn wir Ablehnung erfahren. (Joh 15,27)

Sei nicht verwirrt, wenn du beides gleichzeitig erlebst: den Segen Gottes und die Verachtung der Welt.

5. Juni
Das Wunder vom Wasser das gesund wird, als Elisha Salz hinein schütten lässt, ist in den Ritus der Weihwasserweihe eingegangen. Dort heißt es:

Allmächtiger Gott, wir bitten dich: Segne + dieses Salz. Du hast dem Propheten Elischa geboten, schal gewordenem Wasser durch Salz wieder Kraft zu geben. Gewähre, dass, wo dieses vom Salz durchwirkte Wasser ausgesprengt wird, dein Heiliger Geist zugegen sei, alle Anfechtungen des Bösen abwende und uns durch seine Kraft behüte. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Hole dir etwas Weihwasser aus der Kirche und bekreuzige dich damit. Du kannst dabei beten, das der Heilige Geist alle Anfechtungen des Bösen von dir abwende.

4. Juni
In den Worten Jesu hören wir den Grund für unser Heil heraus, seine Liebe: „Ich komme wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihre dort seid, wo ich bin.“ (Joh 14,3) Er möchte uns bei sich haben. Das ist sein Wunsch, und unsere Hoffnung. Für die Zwischenzeit verspricht Jesus, dass wir seine Werke weiterführen und sein Heil zu allen Menschen bringen dürfen. (Joh 14,12) Die Regel und Bedingung für diese Fruchtbarkeit steht in Joh 15,5: Unsere guten Werke und unsere Missionarischen Bemühungen fließen aus der Beziehung zu Jesus: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt, der bringt reiche Frucht.

Beginne auch die Dinge, die du mit guter Absicht tust, ganz entschieden mit Gebet!

3. Juni
Auch wenns schon gestern war, noch ein Satz zu der Fußwaschung (Joh 13,10) Jesus sagt zu Petrus einen interessanten Satz: „Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße waschen.“ Ich glaube wir dürfen beim Bad an das Sakrament der Taufe denken. Im Sakrament der Beichte wäscht Jesus den Schmutz von unseren Füßen, die auf verkehrten Wegen gegangen sind. Diese Liebe anzunehmen erschüttert unsere Logik der Herrschaft und des Stolzes! Mit Psalm 123,2 können wir beten: „Wie Augen der Knechte auf die Hand ihres Herren, … so sind unsere Augen erhoben zum Herrn bis er uns gnädig ist.“ Was für ein Glück wenn die erhobene Hand des Herrn nicht droht, sondern uns zärtlich wäscht.

Wann hast du zuletzt das Glück einer reumütigen Beichte erlebt?

2. Juni
Elia inszeniert ein spektakuläres Gottesurteil (1 Kön 18,20-40) und lässt anschließend auch noch die Baalspropheten umbringen. Gott wendet darauf hin zwar die Dürre ab, Elia muss aber noch eine Lektion lernen. Er ist nicht in Sturm, Feuer und Erdbeben, sondern im sanften leisen Ton.

Lasst uns versuchen auf die leise und kleine Stimme Gottes in unserem Leben zu hören!

1. Juni
Die schnelle Abfolge der schlechten Vorbilder wird durch ein gutes Vorbild unterbrochen, den Propheten Elia. Das schlechte Beispiel der Könige führte auch das Volk von Gott weg.

Wird das Beispiel deines Lebens Menschen zu Gott hinführen?

31. Mai
Die Geschichte der Könige wird hastig erzählt, das Land ist geteilt in den Norden (Israel) und den kleineren Süden (Juda). Wenn ein König auf den Wegen Davids ging, meint das, dass er keine fremden Götter verehrte. Auf den Wegen Jerobeams zu gehen meint, dass der König den Einen Gott verlassen hat. Ganz Israel (das abgefallene Nordreich) ist in den letzten Worten des Psalmes 119 gut beschrieben: „Ich bin umhergeirrt wie ein verlorenes Schaf, bitte suche deinen Knecht!“ Ganz ähnlich ist jeder von uns darauf angewiesen, dass Gott ihn sucht! Jesus kommt tatsächlich um seine Leute zu suchen und er ist bereit sein Leben hinzugeben um uns zu nachzugehen bis in die entlegensten Winkel der Sünde. (Joh 12,24)

Erinnere dich, wie hat der Herr dich aufgesucht?

30. Mai
Psalm 119,148 spricht davon dass der Beter früh vor dem Aufgang der Sonne ausgeht um die Worte des Herrn zu betrachten. Dieser Aufwand ist ein scharfer Kontrast zum Ungehorsam des Jerobeam und sogar des Propheten. Im Neuen Testament geht der Ungehorsam gegen Gott mit dem Tötungsplan weiter. Doch auch hier kommt sofort der Kontrast, der zeigt was eigentlich richtig ist: Maria zeigt extravagant teure Verehrung für Jesus. (Joh 12,3)

Welchen Aufwand bist du bereit zu bringen, um Gott zu verehren?

29. Mai
Jerobeam irrt sich, als er bei dem Versuch Stärke zu zeigen sein Volk unterdrückt. Der Rat, durch Dienen zu leiten wäre richtig gewesen. (1 Kön 12,7) Stattdessen wenden sich sogar die alten Freunde gegen ihn. Sein Versuch seine Macht zu sichern, indem er eigene Tempel aufstellt macht die Sache nur noch schlimmer. Jesus dagegen der wahre König kommt um alle Menschen in der Anbetung des einen Gottes zu vereinen.

Kennst du Beispiele, wo Sünde zu Trennung zwischen Freunden geführt hat?

28. Mai
Salomo hat scheinbar so gut angefangen, jetzt kommen die Fehler ans Licht. Was als Diplomatische Hochzeit begonnen hat um Frieden zu sichern endet auf dem abschüssigen Weg der Kompromisse. Thomas, dagegen zweifelt zwar, aber seine Stärke ist die Kompromisslosigkeit mit der er bereit ist für Jesus zu sterben. (Joh 11,16)

Welche Versuchungen zum Kompromiss erlebst du?

27. Mai
Etwas mit halbem Herzen tun bringt nichts. Halbherzige Gottesverehrung beugt sich dem Druck der Welt, in 1 Könige 8,61 ermahnt daher Salomon sein Volk: Euer Herz bleibe ungeteilt beim Herrn. Darin besteht das Glück, wie die Königin von Saba richtig erkennt (1 Kön 10,9). Glück ist auch im Versprechen Jesu: Joh 10,28: „Ich gebe Ihnen ewiges Leben.“ Auf dieses Versprechen kann man nur von ganzem Herzen setzen, halbherzig doch noch das Glück der Welt mitnehmen zu wollen wird nicht gelingen!

Ist deine Liebe für Jesus ungeteilt?

26. Mai
1 Kön 8,46: Wenn Gott in unserer Mitte wohnen soll, dann brauchen wir immer wieder Vergebung. Das sind die beiden wichtigsten Geschenke der Erlösung: 1. Vergebung der Sünden und 2. die Gabe des Heiligen Geistes, in dessen Person Gott in ins Wohnung nimmt.

Bete die beiden Gebete der Erlösten: Herr vergib, und Komm Heiliger Geist!

25. Mai
Ein kleines Detail: Der Bau des Tempels dauert 7 Jahre, der Bau des Wohnhauses 13… das kann nicht gut enden, wenn das Wohnhaus wichtiger war. Es ist wichtig, dass wir über all unseren Erfolgen und Sorgen um unseren irdischen Hausrat nicht die Überzeugung vergessen, die der Blindgeborene hat: Eines weiß ich, ich war Blind und jetzt sehe ich (Joh 9,25). Er weiß sich vom Nichts zum Leben gerettet.

Danke heute Gott für deine Taufe in der er dich aus dem Tod gerettet hat. 

24. Mai
Im Alten Testament wird die Liebe zu Gott durch Gehorrsam seinen Geboten gegenüber ausgedrückt. (1 Kön 6,12) Der ganze lange Psalm 119 ist eine vielfache Liebeserklärung an das Gesetz. Jesus ist die Erfüllung des Gesetzes.

Lies also den Psalm 119 als ein Liebeslied auf Christus.

23. Mai
Salomo ist kein Heiliger, seine Ehe mit einer Ägyptischen Frau entspricht nicht dem Gesetz, sein Gebet aber ist von vorbildlicher Demut: „Verleih deinem Knecht ein hörendes Herz.“ (1Kön 3,9)

Wenn du betest, worum bittest du den Herrn?

22. Mai
Die Theorie nach der David Salome aufträgt seine Herrschaft zu festigen ist äußerst brutal: Willkürlich Blut vergießen und durch Brutalität und Angst die Herrschaft festigen. Um so scheinheiliger, wie Salomo alle diese Morde rechtfertigt. Das Königtum Jesu ist das absolute Gegenteil. Er richtet gerecht als er die Ehebrecherin nicht verurteilt. Übrigens war die Todesstrafe der Römischen Autorität vorbehalten, eine Steinigung durchzuführen währe auch eine Auflehnung gegen die Römische Herrschaft gewesen. Diesen politischen Aufstands-Anführer-Messias erwarteten die Hohen Priester jener Zeit. Jesus aber tötet aber nicht sein Feinde, sondern ist bereit für ihre Sünden zu sterben.

Wenn wir Autorität haben wollen müssen wir Jesu barmherziges, gerechtes und hingegebenes Königtum nachahmen.

21. Mai
Wir beginnen die beiden Bücher der Könige, sie führen nahtlos die beiden Samuel Bücher fort, so dass man auch von 4 Königsbüchern sprechen kann. Die Deutung der Geschichte hat ein eindeutiges Kriterium: Haben die Könige die Forderung aus Deuteronomium 12 (Nur ein Tempel und keine fremden Götter) erfüllt oder nicht? Es geht um eine Entscheidung für Gott. Auch Jesu Identität ruft zur Entscheidung. Seine schiere Gegenwart ruft zur Entscheidung für oder gegen ihn. Entscheidungen beinhalten immer ein JA zu der einen und ein NEIN zu der anderen Sache. Wer eine Person heiratet muss auf alle anderen verzichten. Ebenso muss, wer Jesus wählt auf alle anderen Götter verzichten.

Wovon warst du bereit dich zu trennen, als du Jesus gewählt hast? Was warst du bereit für den Herrn aufzugeben?

20. Mai
Was ist so falsch an der Volkszählung im letzten Kapitel das Sammelbuches? Die Sünde besteht darin, dass David nicht auf Gott, sondern auf seine eigene Stärke vertraut. Jesus tut das nicht, er sagt zu seinen Verwandten: „Mein Zeit ist noch nicht gekommen!“ (Joh 7, 5) Er hat keine Taktik, die in populär und erfolgreich macht, er wartet und vertraut auf seinen Vater. Wir sind oft versucht doch auf unsere eigene Stärke zu bauen. Zu unserem eigenen Heil müssen wir immer wieder wie David zugeben, dass wir gesündigt haben. (2 Sam 24,10)

Wann ist dir zuletzt eine Sünde zur Gnade geworden, weil du nicht mehr auf deine eigene Stärke setzten konntest, sondern wieder auf Gottes Gnade vertrauen musstest?

19. Mai
David betet: „Gott ist mein Fels und meine Rettung“ seine Worte kommen in Psalm 18 erneut vor. Gott gibt und bewahrt das Leben, mehr noch, er schützt nicht einfach unser irdisches Leben, sondern er gibt uns Anteil an seinem göttlichen übernatürlichen Leben. Jesus gibt uns Leben für Immer, wenn wir sein Fleisch essen. (vgl. John 6,48) Die Eucharistie ist kein religiöses Symbol, wenn wir das Brot des Leibes Christi essen, erhalten wir wirklich Anteil an seinem Göttlichen Leben. Wir dürfen immer mehr ein Leben leben das mehr ist als irdisches Überleben.

Wann hast du gespürt, dass das Leben, dass Gott dir gibt über diese Welt hinaus reicht?

18. Mai
Der Feldherr Joas beseitigt den Konkurrenten, dem David seinen Posten versprach, der sich aber als Untreu erwies. (2 Sam 19,14 und 20,10) Wieder: hier handelt keiner gut, weder David noch Jonas, der aber wieder und wieder David aus dem Schlamassel holt. Die Toten zu begraben ist ein Akt der Barmherzigkeit (2 Sam 21,10). Die Mutter lässt nicht zu das ihre Söhne ohne Begräbnis bleiben. Diese Liebestat bewegt dann David dem Ganzen Haus Saul die Würde zu geben. In 21,19 kommt noch einmal Goliat vor, wieder eine andere Version. Die Biblischen Autoren sammeln hier am Ende des Sammelbuches wirklich jede Geschichte, die sie fanden, und versuchen erst gar nicht die Geschichte zu glätten. Für uns sind diese Ungereimtheiten ein Zeichen dass es einen historischen Kern gibt.
Jesus gibt uns in Joh 6,26 einen wichtigen Hinweis: Oft passiert es uns, dass es uns im Glaubensleben doch nicht um Jesus geht sondern um uns selbst.

Was kannst du heute tun, das deinen Blick von dir selber weg lenkt und Gott größere Ehre gibt?

17. Mai
Sucht die Ehre, die von dem einen Gott kommt! (vgl. Joh 5,44) David ist fast nur noch eine Marionette, die immer wieder versucht Allen zu Gefallen. (vgl. 2 Sam 19,6) Jesus sagt uns: „Fürchtet euch nicht“ (Joh 6,20) und ruft uns auf seinem Beispiel zu folgen: „Ich suche nicht meine Willen sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“ (Joh 5,30) Jesus zeigt uns, dass wir darin Glück finden, wenn wir uns dem Willes seines Vaters unterwerfen, der ja auch unser Vater ist.

Fällt dir eine Situation ein, in der du statt den Menschen zu gefallen den Willen des Vaters suchen kannst?

16. Mai
Was meint Jesus wenn er sagt: „Ich habe euch gesandt zu ernten, wofür ihr euch nicht abgemüht habt…“ (Joh 4,38)? Konkret haben an diesem Tag in Samaria nicht die Apostel missioniert, sondern die Frau die mit Jesus gesprochen hat, sie hat ihre Erfahrung mit Jesus bezeugt, und so wurde die Stadt gläubig. Die Früchte für das Ewige Leben und die Ernte sind die Menschen, die Jesus annehmen. Manchmal ist es für uns als Christen in der Nachfolge Jesu und zumal für die unter uns, die Gemeinden leiten, nur die Aufgabe diejenigen aufzunehmen, die irgendwie und irgendwo eine Erfahrung der Liebe Jesu gemacht haben, damit sie bei uns Anschluss an die Kirche finden können.

Hast du es schon einmal erlebt, dass du selbst nichts dazu konntest, du aber die Freude hattest zu sehen, wie ein Mensch die Liebe Jesu zum ersten Mal erfahren hat?

15. Mai
„Wenn alles auseinander fällt, kann es schwierig sein, weiter auf den Herrn zu vertrauen. Psalm 112 berichtet jedoch über den Gerechten: „Er hat keine Angst vor bösen Nachrichten; sein Herz ist fest und vertraut auf den Herrn “(Ps 112: 7). David hat an diesem Punkt der Geschichte anscheinend sein Königreich an seinen rebellischen Sohn Absalom verloren. Die böse Abfolge der Ereignisse begann mit Davids Begierde nach Bathseba und führte zur Vergewaltigung von Tamar und zum Tod von Amnon. Jetzt schläft Absalom, um den Thron zu stehlen, mit Davids Konkubinen auf dem Palastdach – genau dort, wo David Bathsheba beim Baden beobachtete. Und genau wie es der Prophet Natanael vorausgesagt hat. Doch David bleibt trotz seines Sturzes standhaft und lässt sich öffentlich verfluchen (siehe 2 Sm 16:10). Der Herr beschützt David und lässt den Rat seines Spions Hushai Absalom beeinflussen (siehe 17:14). Davids Furchtlosigkeit zeigt ein Vertrauen in den Herrn, das von der Samariterin widergespiegelt wird. Obwohl sie bestürzt darüber war, dass Jesus von den Kämpfen, Sünden und Misserfolgen ihres persönlichen Lebens wusste, scheut sie die Begegnung mit dem Herrn nicht. Infolgedessen erkennt sie die Wahrheit der Selbstoffenbarung Jesu als den Messias und lädt alle ihre Nachbarn ein, ihn zu treffen (siehe Joh 4, 29).

Ist dein Vertrauen in den Herrn durch schlechte Nachrichten erschüttert? Oder betest du um Kraft und vertraust dem Herrn trotz der Schwierigkeiten? 

14. Mai
Joh 3:27 Johannes antwortete: “Kein Mensch kann etwas in Anspruch nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben wird.“ Diese Haltung ist richtig, nicht wie Abschalom in 2Sam 14-15 der eigentlich für seine Begnadigung dankbar sein sollte, und stattdessen nach dem Königtum greift. David der sich seiner Sünden bewusst ist, flieht, vielleicht hatte er Psalm 111,5 im Ohr, der ihn tröstet:

bete: „Speise gab er denen, die ihn fürchten. Seines Bundes war ewig er eingedenk.“

13. Mai
Unser Handeln hat Konsequenzen, zum Guten oder zum Schlechten. Davids Sünden, die er zu vertuschen versuchte, werden vom Propheten Nathan ans Licht gebracht. Er schreckt nicht davor zurück, auch seinen eigenen König zu beschuldigen: „Du bist der Mann“ (2 Sm 12: 7). Bald nachdem David ein ewiger Thron versprochen wurde, fällt er in schwere Sünde. Mit diesen Sünden wirft er den Segen des Herrn weg und ihm wird gesagt: „Nun, darum wird das Schwert niemals von deinem Haus weichen“ (Vers 10). Diese bedrohliche Prophezeiung weist nicht nur auf die Reihe von Tragödien hin, die folgen werden – den Tod von Davids Kind, die Vergewaltigung von Tamar und den Mord an Amnon -, sondern auch auf die Geschichte der Könige, die Davids Nachfolger werden. Blutvergießen folgt tatsächlich dem Haus Davids. Wir sehen hier die Folgen der Sünde eines Menschen. Aber Jesus zeigt uns, wie eine heilige Handlung, sein Opfer, ewigen Segen geben wird und allen, die glauben, das Heil eröffnet. Jesus betont den Vorrang unserer Glaubensantwort auf ihn. Wer an ihn glaubt, kann ewiges Leben haben “(Joh 3,15). Während Sünder wie David die Sünde verbergen, um sich vor dem Licht zu verstecken, kommen diejenigen, die glauben, zum Licht und werden dadurch verwandelt (siehe Vers 20–21).

Kannst du dich an Zeiten erinnen, in denen eine Sünde zur nächsten führte, oder umgekehrt, in denen eine gute Tat, den Ausschlag für mehr Tugend und eine tiefere Beziehung zu Gott gab?

12. Mai
In 2 Sam 11,27 steht es einmal ausdrücklich, was wir uns oft denken: „In den Augen des Herrn war böse, was David getan hatte.“ Das Heilmittel für die Sünde ist Jesus, er fasst das ganze Christliche Leben in drei Worte zusammen: „Folge mir nach!“ (Joh 1,43) Weil die Ersten Jünger Jesu auf Schritt und Tritt gefolgt sind, sahen sahen sie große Wunder und schmeckten den guten Wein. (Joh 2,10) Auch wenn du manchmal zweifelst und kämpfst und immer wieder sündigst, ruft Jesus dich ihm zu folgen.

Wie ruft dich Jesus heute ihm enger nachzufolgen?

11. Mai
Der Herr lässt sich an Großzügigkeit nicht überbieten. David wendet sich nach politischen Erfolgen, (wieder mal, hier steht nirgends, dass all diese Ermordungen von Gott gutgeheißen werden) Bauprojekten zu. Der Tempel soll ein Geschenk an Gott sein, aber Gott antwortet mit einem noch größeren Geschenk. Schön ist zu sehen, wie David antwortet, fast wie Petrus, der sich seine Unwürdigkeit bewusst ist als er sagt: „Du weißt alles Herr“, spricht hier David: „Du kennst deinen Knecht.“ David muss sich sein ganzes Leben bewusst bleiben, dass er alles unverdient von Gott empfangen hat.

In dieser Haltung können auch wir uns üben. 

10.Mai
Unsere Sorgen, Umstände, Probleme und Sorgen können unsere Vision von Gott trüben. Wir vergessen das Wunder, das Staunen und die Ehrfurcht, die unser Gott und seine Selbstoffenbarung in uns anregen sollten. David gibt hier ein Beispiel für begeistertes Staunen und Anbetung: „David und das ganze Haus Israel feierten mit aller Kraft vor dem Herrn, mit Liedern, Harfen, Tamburinen, Kastagnetten und Becken“ (2 Sm 6: 5). Er bringt die Lade Gottes nach Jerusalem „in das Zelt, das David dafür aufgeschlagen hatte“ (Vers 17). Er tanzt vor dem Herrn mit einer solchen Begeisterung, dass seine Frau verlegen ist, aber anstatt sich ihrer Sorge um das soziale Ansehen hinzugeben, besteht er darauf: „Ich werde mich noch verächtlicher machen als dies“ (Vers 22). Auch wenn wir unsere Anbetung anders ausdrücken als David, sollte uns sein aus ganzem Herzen stammendes Lob inspirieren. Denn wir haben kein Zelt, das nur von Menschen aufgeschlagen wird, sondern „das Wort, das Fleisch geworden ist und unter uns gewohnt hat“ (Joh 1,14). Das griechische Wort für „gewohnt“ bedeutet „ein Zelt aufschlagen“. David schlug ein Zelt für den Herrn auf, aber jetzt ist Jesus gekommen und hat sein eigenes Zelt in unserer Mitte aufgeschlagen, indem er einer von uns geworden ist.

Wie kannst du Davids Beispiel folgen und den Herrn mit größerem Staunen und Ehrfurcht anbeten?

9. Mai
Heute ist das Lukasevangelium zu ende. Krass wir kommen vorwärts. Die Spirale der Gewalt für nur von Sünde zu Sünde, wie wir Buch Samuel sehen können. Der Sünde Sauls geht in die nächste Generation als Joab an Abner Rache nimmt. Erst die Auferstehung Jesu durchbricht dieses Spirale des Konflikts. In seinem Namen wird Umkehr und Vergebung der Sünden gepredigt (Lk 24,47). Umkehr und Vergebung sind die Lösung für Konflikte und nicht Rache oder Gewalt. Jesus bietet uns, durch diese beiden Schritte, Friede mit Gott an.

Wie kann der Friede Christi dir heute Helfen Konflikte in deinen Beziehungen zu überwinden?

8. Mai
Psalm 107 fordert uns auf Gott auch dafür zu danken, dass er uns gerettet hat. Wie die Jünger sind wir oft Blind für die Gegenwart Gottes in unserem Leben oder sehen sie zwar aber vergessen ihm zu danken. Wir sind in der Taufe gerettet worden vor dem Tod der durch die Sünde kommt. Aber seitdem haben wir oft und immer wieder Gottes Rettung im Kleinen erfahren und haben genug Gründe ihm Dank zu sagen.

Wie hat Gott dich in dieser Woche gesegnet und gerettet? Sage ihm dafür konkret: „DANKE“

7. Mai
Heute lesen wir über zwei gewaltsame Todesfälle, beide tragisch; Während einer jedoch versucht sich selbst zu retten gibt der andere sich selbst hin. Zuerst lesen wir über König Saul, der von Gott als erster König Israels ausgewählt wurde, der sich jedoch weigerte, dem Herrn zu gehorchen. Saul wird von den Philistern im Kampf überwältig. Er beobachtet, wie seine Söhne im Kampf sterben, und stellt fest, dass seine Linie auch dann scheitern wird, wenn sein Leben erhalten bleibt. Aus Angst vor dem Spott der Philister, wenn er gefangen genommen wird, stürzt sich Saul in sein eigenes Schwert, ein tragisches Ende eines Lebens, das mit so viel Hoffnung begann, aber mit wachsendem Ungehorsam endete. Dann werden wir Zeuge der Kreuzigung und des Todes Jesu, dem König der Könige. Sogar mitten in seinem Leiden schaut Jesus nicht auf sich selbst, sondern auf die Bedürfnisse anderer – er betet: „Vater, vergib ihnen“ (Lk 23,34) und sagt dem reuigen Dieb: „Heute wirst du bei mir sein“(Vers 43). Bis zum letzten Gehorsam erträgt Jesus den Spott der Soldaten und gibt sein Leben freiwillig für andere, für uns. Während sein Tod sicherlich tragisch ist, ist er keine Tragödie. Der Vater im Himmel – Jesu Vater und unser Vater – wird seinen Sohn von den Toten auferwecken und uns Anteil an diesem neuen Leben bieten, wenn wir seinen Sohn nachahmen.

Wenn wir hoffen, bis zuletzt wie Jesus gehorsam zu sein, müssen wir heute mit Gehorsam in kleinen Dingen beginnen.

6. Mai
Einerseits verschont David erneut Saul und dieser verspricht ihm Schonung, und andererseits flieht David trotzdem erneut zu den Philistern. Er kann dem Versprechen Sauls der so oft gelogen hat nicht mehr trauen. Sein gewalttätiges Vorgehen bei den Philistern ist aber ebenfalls ein Wortbruch und er muss Morden um seine Vergehen zu verdecken. Auch Pilatus lügt oder ist zumindest in seinen Taten nicht konsequent. Dreimal stellt er fest, dass Jesus unschuldig ist: (Lk 23,14 + 15 + 22) trotzdem handelt er nicht seinen Worten entsprechend.

Was kannst du tun um in Wort und Tat in Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit zu wachsen?

5. Mai
Gott ist treu, auch wenn sein Volk untreu ist, (Psalm 1006,8). David ist ebenfalls Treu und steht zu Gott, der Saul gesalbt hat. Oft gibt es Mord und Totschlag im Alten Testament, und sicher ist Gott damit nicht Einverstanden, aber wir hören von seinem Unwillen nichts. Hier sehen wir einmal in David ein positives Beispiel, wie Gott sich das vorstellt (1 Sam24,10), auch David wird oft – wie wir noch sehen werden – nicht so handelt wie es der Herr will. Aber seine Treue zu Gott ist auf jeden Fall nachahmenswert.

Bleibst du bei deinen Versprechen, auch wenn der Andere untreu wird?

4. Mai
Jetzt nachdem wir die 5 Bücher des Mose gelesen haben kommen uns die Anspielungen aus Psalm 105 und Psalm 106 ganz bekannt vor, wir haben die Geschichte vor Augen, die da rekapituliert wird. In 1 Sam 22,23 sagt David tröstende Worte: „Bleib bei mir fürchte dich nicht.“ So spricht Jesus zu uns. Wen wir angegriffen sind, sollen wir in der Nähe Jesu bleiben, dort sind wir in allen Versuchungen sicher.

Wie nahe folgst du Jesus?

3. Mai
David ruft Jonathan dazu auf, dem „heiligen Bund“, den sie miteinander geschlossen hatten, treu zu sein (1 Sm 20: 8), und Jonathan hält ihn ein, indem er ihn vor Gefahr warnt. Auf seiner Flucht vor Saul geht David in das Heiligtum des Herrn und ißt das heilige Brot das die Gegenwart Gottes andeutet und im Heiligen Ort aufbewahrt wurde. Jesus als der neue David, aber auch als der neue Hohepriester, bietet seinen Körper als neues Brot der Gegenwart Gottes beim letzten Abendmahl an, wenn er sagt: „Dies ist mein Leib, der für euch gegeben ist“ (Vers 19) ). Jesus und Jonathan zeigen uns, wie wahre Freundschaft aussieht: Sie reicht bis hin zu einem eigenen Opfer. Jonathan wird freiwillig von seinem Vater verflucht, um seinen Freund zu retten (siehe 1 Sm 20:30). Jesus wird ebenso gerne „ein Fluch für uns“, damit wir errettet werden könnten (Gal 3:13).

Welche Opfer bringst du für deine Freunde?

2. Mai
Was für ein starker Kontrast: Jonathan handelt aus Liebe zu David, er ist ein echter Freund, der sich über die Erfolge seines Freundes freut. Er gibt ihm seine Rüstung und schützt ihn, obwohl er selbst auf David Eifersüchtig sein könnte, weil er der Thronfolger seines Vaters wäre. Saul jedenfalls ist auf David Eifersüchtig. Eifersucht untergräbt Freundschaft! Und Eifersucht führt zu dunklen traurigen Gedanken. Wenn du Eifersüchtig bist, erinnere dich daran, dass Gott dich aus dem Nichts gerettet hat. Das war es was Saul in seinen trüben Gedanken geholfen hat. Die Lobpreislieder Davids, die unsere gnädige Errettung erinnern.

Wem gegenüber kannst du ein besserer Freund werden, indem dich mit ihm freust und das gute in ihm förderst? 

Erster Mai:  1 Sam 17  / Psalm 104 / Lukas 21,5-28
Sind euch auch die Brüche im Text bei David und Goliath aufgefallen, manchmal passt es nicht zusammen. (Erst gibt Saul David seine Rüstung und später erkundigt er sich wer dieser Junge Mann sei, der Goliath besiegt hat) Diese Ungereimtheiten brauchen uns nicht beunruhigen, im Gegenteil. Derjenige der diese Texte vor tausenden Jahren für die Bibel zusammengestellt hat, hatte keine scheu verschiedene Texte zu einem zusammenzubauen. Ihm war wichtiger kein Wort das er irgendwo gelesen hatte wegzulassen, als eine glattgebügelte Geschichte zu erfinden. Diese Ungereimtheiten machen die Erzählung als sehr glaubhaft.
Übrigens David hat 5 Stein, das ist eine Anspielung auf die 5 Bücher Mose, also auf die Gebote Gottes. Tatsächlich vertraut David auf Gott (1 Sam 17,45) In seinen Namen weiß er sich stark.

Wie kannst du in deinem Leben David nachahmen, und Gott mitten in einer angsteinflößenden Situation, vertrauen?

30. April
Der Mensch sieht was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz, (Sam 16,7) das wiederholt sich wenn Jesus die Witwe ehrt, die zwar nur einen kleinen Betrag aber mit großzügigem Herzen gibt. Übrigens könnte man meinen, dass David sofort nach seiner Salbung König wird, zunächst wirkt sich diese Salbung des Heiligen Geistes aber erst in der Salbung des Lobpreises aus, wenn er spielt dann breitet sich die Atmosphäre der liebenden Gegenwart Gottes aus. Dies ist Davids grundlegende Begabung und dies ist auch seine erste übernatürliche Salbung.

Schau ein zweites Mal hin, wenn du Menschen beurteilst, aber schau auch ein zweites Mal hin um deine eigenen Gaben zu entdecken. 

29. April
In der Hektik des Alltags können wir einige der wichtigsten Dinge vergessen. Um ein Leben zu leben, das Gott treu ist, bedarf es einer ständigen Gedächtnispraxis. Psalm 103 ermutigt uns, „nicht alle seine Segnungen zu vergessen“ (Ps 103: 2). Hier sehen wir die Bundessprache des Alten Testaments: Dem Bund treu zu sein, heißt „sich erinnern“, aber Untreu sein ist „Vergessen“. Gottes erinnert sich in seiner Güte für uns daran, „dass wir Staub sind“ (V. 14). . Wir sind aufgerufen, seinen Bund einzuhalten und an seine „Gebote“ zu denken (siehe Vers 18). Das Erinnern entfaltet reichen Segen: Er vergibt, heilt, erlöst, krönt und erfüllt uns (siehe Vers 3–5). König Saul hingegen vergisst seine Pflichten und macht unüberlegbare Gelübde, die das Leben seines eigenen Sohnes gefährden. Die bösen Winzer in Jesu Gleichnis vergessen ihre Pflicht gegenüber dem Besitzer des Weinbergs. Die Frage ist, vergessen auch du oft alle seine Segnungen?

Was kannst du heute tun, um dich daran zu gewöhnen, an den Herrn, seinen Bund und all die Gaben zu denken, die er dir gegeben hat?

28. April
Samuels Generation lehnte den Herrn als ihren König ab (siehe 1 Sam 12,12). Jesu Generation erhält eine zweite Chance – eine Chance, es richtig zu machen. Am Ende seines Lebens erzählt der Prophet Samuel die Erlösungsgeschichte von Jakob bis heute (siehe Vers 8–11). Leider endet seine Rede jedoch mit einer Anklage gegen das Volk, das die Herrschaft des Herrn abgelehnt hat: „Ihre Bosheit ist groß, wie Sie es vor den Augen des Herrn getan haben, als Sie um einen König baten“ (v. 17). Jahrhunderte später, am Palmsonntag, reitet Jesus im Triumph nach Jerusalem. Das Volk verkündet sogar: „Gesegnet ist der König, der im Namen des Herrn kommt!“ (Lk 19,38). Jerusalem hätte die Sünde seiner Vorfahren rückgängig machen können, indem es Jesus als König erkannt hätte, aber leider sagt Jesus der Stadt durch seine Tränen: „Sie haben die Zeit nicht gekannt“ (Vers 44). Obwohl die alten Israeliten und viele der Juden zu ihrer Zeit ihre Chance verpassten, Gott zu ihrem König zu machen, haben wir die Chance noch nicht getan. Jeder neue Tag gibt uns die Gelegenheit, ihn in unseren Herzen regieren zu lassen.

Wie kann der Herr heute vollständiger der König deines Herzens sein?

27. April
Saul der von großem Wuchs ist versteckt sich als er zum König gewählt werden soll. Zachäus, der klein ist klettert dagegen auf einen Baum. Sauls Furcht hält ihn davon ab auf Gottes Hilfe in seinem Amt zu vertrauen. Zachäus aber hat das Vertrauen, dass er sein Geld geben kann, weil Gott alles zur Verfügung stellen wird, was er braucht.

Gerade wenn du deine Sünde spürst wie Zaches, dann setze auf Jesus dein ganzes Vertrauen. 

26. April
Es gibt zwei Arten der Herrschaft. Auf der einen Seite der König der seine Macht zu seinen Gunsten ausnutzt, wie in der Warnung Samuels (1 Sam 8,13) . Auf der anderen Seite Jesus, der wie Psalm 101,1 beschreibt Huld und Gerechtigkeit bringt, der dem Blinden das Augenlicht schenkt und sogar für die seinen zu Leiden bereit ist (Lk 18,32). Wenn er zu dem Reichen Mann auffordert alles zu geben, dann ist er nicht der Egoistische König sondern er wünscht sich von denen die ihn nachfolgen die gleiche Freigiebigkeit, die er ihnen vorlebt, lieber zu Geben als zu nehmen, uns selbst leeren zu lassen als Macht Besitz anzuhäufen.

Baust du dein Leben nach auf die Art der freigiebigen Königsherrschaft Jesu?

25. April
Elis Söhne verkörpern die Worte Jesu, dass diejenigen, die ihren eigenen Gewinn suchen, ihr Leben verlieren werden. Eli und seine Söhne waren priesterliche Prediger, aber wo wir erwarten würden, sie zu finden, finden wir stattdessen den jungen Samuel, nämlich in der Nähe der Bundeslade, wo die Gegenwart Gottes war. Jesus lehrt: „Jeder, der sich selbst erhöht, wird demütig sein, aber wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht“ (Lk 18,14). Eli fällt von seinem Stuhl, er und sein Haus wurden niedergeschlagen und abgeschnitten. Aber Samuel, der demütig im Tempel liegt, wird zum ersten Propheten Israels erhoben; Er wird den Herrn hören und kennen lernen und somit in der Lage sein, Gottes Volk zu lenken. Samuel erinnert uns daran, dass Demut die Grundlage des Gebets ist. Sie öffnet uns die Tür, um den Herrn zu sehen und zu hören. Wie Samuel ist es der eine Aussätzige, der demütig zu Jesus zurückkehrt, der wahrhaftig auf den Herrn trifft.

Was können Sie heute tun, um demütig mit dem Herrn zu gehen?

24. April
Wenn ein neues Biblisches Buch mit einer Kindheitsgeschichte Losgeht, dann weiß man, dass es sich um eine wichtige Person handeln wird: „Samuel“ Auch er ist kein vollkommener Heiliger, aber für die nächste Etappe des Volkes Gottes, das sich einen König wählen wird eine zentrale Person. Samuel gehört zu den Menschen, die wie Psalm 99,6 sagt den Namen des Herrn bekannt haben. Das tut auch Hanna, denn sie weiß um ihre Hilflosigkeit, sie kann sich aus eigener Kraft aus ihrer Situation nicht retten. Genauso ist es bei dem armen Lazarus. Wir müssen unsere Hilflosigkeit vor Gott anerkennen und ganz von Gottes Rettung abhängig sein. Er ist ein starker König (Ps. 99,4) und hat Freude daran uns zu retten, wenn wir es uns selbst erlauben von ihm Abhängig zu sein.

Erkennst du deine Eigene Hilflosigkeit vor dem Starken Gott an?

23. April
Manchmal befinden wir uns in einer Sackgasse und finden keinen Ausweg. Der Herr, der mit seinem „heiligen Arm“ (Ps 98: 1) den „Sieg“ erringt, will uns von einer solchen Stagnation befreien. Bei seiner Erlösung geht es darum, die Geschichte, unsere Geschichte, fortzusetzen, anstatt sie zu Ende zu bringen. Ruths Geschichte hätte mit ohne Ehemann, ohne Kinder und ohne Zukunft enden können, stattdessen findet sie in Boaz einen treuen Angehörigen, der ihre materiellen Bedürfnisse erfüllt und sie auch heiratet. Der verlorene Sohn befindet sich in der Sackgasse seines Lebens. Auch seine Geschichte hätte verzweifelt enden können, aber er „kam zu sich selbst“ (Lk 15,17) und kehrte in bescheidener Reue zu seinem Vater zurück. Die Sünde ist eine Sackgasse, ein Ort, an dem wir uns nicht retten können, ein einsames Gebiet von Gott entfernt. Wenn wir uns an den Herrn wenden und umkehren, ist er seinen Versprechen treu und rennt zu uns wie der Vater des Verschwenders, der „ihn umarmte und ihn küsste“ (Vers 20). Er begrüßt uns zurück, vergibt unsere Sünden und freut sich über uns.

Wenn du in eine Sackgasse gerätst, wendest du dich an den Herrn?

22. April
Zum heutigen Evangelium Lk 14,16 vom Gastmahl und den Gästen gab der junge Student Joseph Ratzinger eine sehr gute Auslegung in den letzten Zeilen eines Aufsatzes.
Hier geht es zu dem Artikel von Ratzinger Er spricht davon, dass die vielen Menschen, die vielleicht sogar Heiden sind durch Christus gerettet werde können, und er sich dabei der wenigen treuen Christen bedient. Welche Ehre dass wir der Hebelpunkt sein dürfen mit dem unser Herr die Welt heben und retten will.

21.April
Das Buch der Richter endet mit einer Spirale der Gewalt, in der die Lösung auf Gewalt nur immer wieder neue Verbrechen zu sein scheinen. Die Aussageabsicht des Buches der Richter wird im letzten Satz klar: Es braucht einen König, der für Ordnung sorgt. (Ri 21,25) Aber auch diese Aussage ist nicht richtig. In Wahrheit hält nicht die starke Faust eines Königs, sondern die sanfte Hand Gottes alles zusammen. (Vgl. Psalm 96,10: Der Herr regiert) Seine königliche Autorität bringt Gerechtigkeit und Wahrheit in die Welt. Jesus lade uns ein an seiner Art zu herrschen teilzunehmen, indem wir die Armen zu unseren Festen einladen, die uns nichts zurückgeben können. Das ist wirklich das genaue Gegenteil zum Chaos der Richterzeit. Diese Armen Personen werden nicht in der Lage sein uns etwas zu erstatten, das wird der Herr bei der Auferstehung an ihrer Stelle für uns tun.

Nutze die nächste Gelegenheit für einen Menschen etwas zu tun, wo du keine Gegenleistung erhältst. (Und freu dich auf deine Auferstehung 😉

20. April
O wie schrecklich. In Richter 19,25 ff. wird die folge der Sünde gräßlich sichtbar. Niemand in dieser Geschichte handelt richtig auch nicht der Levit, der seine Frau der Vergewaltigung preis gibt! Micha hatte seinen eigenen kleinen Götze geschaffen, (Ri 17) daraus ist eine Stammes-Rivalität entstanden, aus den nur scheinbar harmlosen Anfängen entstand eine Kette von Schuld, die niemand beendet. Das Kapitel 13 im Lukasevangelium endet damit, dass Jesus genau diese Situation ausspricht, aber es klingt auch eine Hoffnung an: „… bis die Zeit kommt, in der ihr ruft: Gepriesen sie er, der kommt in Namen des Herr! (Lk13,35)“ Sein Tod seine Auferstehung und seine Wiederkunft bringt die Erlösung. Er ist das Senfkorn, das in die Erde gesät wird, und das reiche Frucht bringen wird. Bis dahin müssen wir uns Bemühen durch die enge Tür der Rettung zu gehen. Jesus ist die Tür (Joh 10,7) Er ist unsere Rettung.

Wofür wendest du Mühe auf?

19. April
Wenn im Buch der Richter immer wieder steht, dass Alle taten was richtig ist in den Augen Gottes, (Ri 17,6) dann stimmt das sicher nicht und lässt eher auf Moralischen Relativismus schließen, wie wir bei Simson gesehen haben, der seine Gaben einsetzt um zu töten und zu zerstören. Jesus gibt die Lösung für solchen Moralischen Relativismus: „Wenn ihr nicht umkehrt“ (Lk13,5) Wenn wir umkehren dann akzeptieren wir Gottes Standard. Innerer Friede kommt, wenn wir Jesus als Herrn anerkennen und sein Recht in unserem Leben zu regieren. Wenn die Sorgen des Herzen sich auch mehren, dein Tröstungen erfreuen mein Herz (Ps 94,19). Das Gewicht der Sünde bindet unsere Seele, aber Umkehr und Vergebung macht sie frei.

Wenn du ein Schlechtes Gewissen hast, löse es nicht durch Moralischen Relativismus, sondern indem du Umkehrst und um Vergebung bittest. (Das kann manchmal sehr konkret sein)

18. April
Jedes Privileg bringt auch Verantwortung mit sich! Der Herr schenkt Simson eine starke Salbung, aber trotz seines Nasiräats-Gelübdes von Kindesbeinen an (vgl. Num 6,1-12), zeigt Simson ein gänzlich undiszipliniertes Leben. Man ahnt schon, dass das schief geht, als er sich in eine Frau aus dem feindlichen Lager verliebt. Er verzehrt unreine Nahrung als er Honig aus dem Kadaver eines Löwen zu sich nimmt. Und schließlich missbraucht er seine Kraft um zu morden. (Das Alte Testament spricht immer sehr positiv von den Vorfahren, wegen dem 4. Gebot, vieles was wir da lesen ist eigentlich starke Kritik ohne starke Worte) Er missbraucht seine Privieliegien ebenso, wie der Knecht im Gleichnis Jesu (Lk 12,42-48). Jesus fasst die Lektion kraftvoll zusammen: Wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen. Wenn wir die Gaben die wir erhalten haben nur für unserer eigenes Wohl und nicht für das der Anderen einsetzen, zeigen wir, dass unser Schatz nicht im Herrn liegt, denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

Wo ist dein Schatz?

17. April
In dieser Passage des Buches der Richter macht Jiphtach ein dummes Gelübde, um Gott zu manipulieren (Ri 11,30). Er möchte besonders hingegeben erscheinen, aber Gott hätte sowieso aus Treue zu seinem Volk den Sieg geschenkt. Nach der gewonnen Schlacht kommt Jiphtach nach hause und sieht, dass er nicht billig davon kommt, wie er es sich eigentlich erhofft hatte. Anstatt in klarem moralischen Urteil zu erkennen dass sein Gelübde null und nichtig ist, weil es zur Sünde führen würde, führt er es aus, wahrscheinlich wieder aus Stolz. Dass dem Herrn so ein Opfer nicht recht ist wissen wir schon aus Levitikus 20, 2-5 und aus Deuteronomium 12,31. Jiphtach hätte wie es im Psalm 92,1 heißt dem Herrn für seine Hilfe preisen sollen und seinen Namen groß machen, statt selber als besonders fromm dastehen zu wollen.

Wofür solltest du dem Herrn danken? 

16. April
Es ist immer eine Herausforderung die inneren Motivationen mit den äußeren Handlungen gleich zu halten! Die Israeliten machen dieses Problem sichtbar. Sie verehren die Götterfiguren der fremden Nationen, doch das passt nicht zu ihrer Inneren Haltung, die eigentlich JAHWE allein verehren sollte. (Richter 10,6) Die Pharisäer und Schriftgelehrten tappen in die gleich Falle. Sie sind fast schon besessen von bestimmten Regeln und Abläufen, dass sie die Innere Motivation aus dem Auge verlieren. (LK 11,42) Jesus deckt diese verborgene Schuld auf und fordert sie auf die inneren Motivationen wieder mit ihren Taten in Einklang zu bringen. Die äußeren Taten ohne den Glauben verlieren ihre Bedeutung, Glaube ohne entsprechende Taten ist tot. (Jakobusbrief 2,14-22)  Es ist unsere tägliche Herausforderung unsere innere Ausrichtung und unsere Taten zusammen zu bringen.

Was kannst du tun um deinen Glauben und dein Taten mehr in Einklang zu bringen?

15. April
Nachdem Gideon alle weggeschickt hat, die Furcht hatten und nachdem Gott nur noch die wenigen in der Truppe gelassen hat, die auf komische Art Wasser lecken, gibt es eine klare Erkenntnis: Wenn Gott am Werk ist brauchen wir keine Angst haben. In Psalm 90 beginnt mit den Worten: „O Herr du warst unsere Wohnung“ Ja der Herr wünscht sich, dass wir in ihm sicher „wohnen“ und im Vertrauen auf ihn ohne Furcht leben.

Treibt dich Angst an, oder Glaube, der die Angst vertreibt?

14. April
Gideon bittet von Gott in Richter 6,36ff ein Zeichen, das Sprichwörtlich geworden ist. Du kannst ein „Flies“ auslegen, wie Gideon es getan hat und dich festlegen: Wenn dies und das geschieht, dann werde ich … tun. Wie Thomas, der gesagt hat, wenn ich meine Hände in seine Seite legen, dann werde ich glauben. Gideon macht diese Probe sogar zweimal. Es geht um ein Zeichen, dass dich ermutigt eine Sache zu tun.

Hast du schon einmal in einer Entscheidung ein „Flies“ ausgelegt?

13. April
Das auf und Ab im Buch der Richter beschreibt gut unsere eigene Situation. Kaum ist eine Sünde besiegt, überwältigt uns schon die nächste schlechte Eigenschaft. Wenn Psalm 89 von David als Superhelden Spricht, der die ganze Welt erobert, dann ist das ist das eine Hoffnung: Eines Tages wird es die Endgültige Lösung geben und das Auf und Ab unserer Sünden hört auf. Jesus selber ist diese Lösung! Er hilft seinen Jüngern über den momentanen Erfolg hinaus die Perspektive auf das dauerhafte himmlische Glück. (Lk 10,20)

Gott lädt dein Herz ein, im Sieg Christi zu ruhen, auch wenn das Auf und ab des Lebens noch nicht zu Ende ist.

12.April
Das Buch der Richter hat einen wiederkehrenden Kreislauf:
a) die Israeliten sündigen und verehren fremde Götter
b) die Feinde werden stark und unterdrücken das Volk
c) die Israeliten schreien zu Gott und
d) er sendet ihnen einen Retter und sie kehren zu Gott zurück, bis der Richter gestorben ist, dann geht es von vorne los.
Das ganze Buch ist eine starke Aufforderung nicht nur in guten Tagen zu Gott zu halten. „Niemand der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.“ (Lk 9,62) Jesus hat alles gegeben also möchte er von ganzem Herzen geliebt werden.

Bist du bereit IHM alles zu geben?

11. April
Es ist leicht an einen abstrakten Gott zu Glauben, der nach der Schöpfung seine Finger von der Welt weglässt und nichts von uns fordert. Das ist nicht der Gott, des Buches der Richter, Gott handelt in der Geschichte und er erwartet unsere Loyalität. Wenig ist in diesem Buch heldenhaft, die Helden selbst werden von Paulus in Heb 11,32 als Vorbilder des Glaubens genannt, doch auch sie werden im Buch der Richter nicht verklärt. Jesus ist der einzige der Gott ganz widerspiegelt und uns den Vater offenbart. (Vgl. Lk 9,29) Und auch in Jesus sehen wir denn Gott, der unsere Antwort will. Für wen haltet ihr mich? (Lk 9,20) Jesu fordert uns sogar noch weiter heraus in dem er sagt, dass Jeder, der ihm folgen will, sich selbst verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen soll. (Lk 9,23) Wir können nicht als Zaungäste bei Jesus bleiben, wir müssen ihm entweder verleugnen oder unser ego hinten anstellen und ihm folgen.

Was wählst du? (Vgl. Jos 24,15)

10. April
Letztes Kapitel im Buch Josua… wir kommen voran! Am Schluss gibt es in diesem Buch noch beinahe einen Bürgerkrieg Stamm gegen Stamm. Es geht um die Frage die in der Geschichte Israels immer wieder aufkommen wird: Bringen verschiedene Altäre nicht doch den Glauben an den einen Gott durcheinander? Später wird Jerusalem als der Ort des einzigen Altares herausgestellt werden, in Psalm 87 verspricht Gott sogar dass Jerusalem der Ort wird an dem nicht nur das ganze Volk Israel, sondern alle Völker in Gott zu einer Einheit werden. Jesus sendet die Jünger aus zu predigen und zu heilen, das ist ein Testlauf, für das was nach seinem Tod und seiner Auferstehung kommen wird. Ihre Sendung wird alle Versprechen erfüllen (Jos 21,45), und alle Völker in Gott zu vereinen, nicht mehr geographisch, sondern in der Person Jesu.

Welche Versprechen hat Gott in deinem Leben schon erfüllt?

9. April
Ich bin arm und Elend, diese Worte aus Psalm 86 sind immer unser Standort Gott gegenüber. Wir können ihm nichts vorweisen, auch nicht unsere Erfolge. Als Geschöpfe sind wir völlig von ihm abhängig, sogar unser nächster Atemzug. Trotzdem vergessen wir genau das ziemlich oft. Die beiden Heilungen Lukas 8 zeigen uns Personen, die ihrer Hilflosigkeit und Abhängigkeit von Gott radikal gegenüberstehen. Die Frau mit der jahrelangen peinlichen Krankheit und der Vater, dessen Kinder todkrank ist, und stirbt bevor die Hilfe eintrifft. Beide haben gemeinsam, dass sie einerseits ihre Bedürftigkeit akzeptieren und andererseits mutig genug sind Jesus um Hilfe zu bitten. Diese Kombination aus Demut und und Mut lässt uns auch Psalm 86 verstehen, den wir heute gelesen haben. Nachdem er am Anfang ganz verzweifelt klingt schwenkt er dann schnell um zu überwältigender Freude und Vertrauen auf Gott.

Bist du demütig genug, um deine Hilflosigkeit anzunehmen und gleichzeitig mutig genug Jesus um Hilfe zu bitten?

8. April
Des beste Gärtner kann mit noch so viel Dünger nichts machen, wenn der Boden schlecht ist. Jesus ist der Gärtner und der Same ist sein Wort, das zu Glaube und Umkehr aufruft. Die Frage ist: Was für ein Boden bist du? Sind bei die die Dornen der Ablenkung vorhanden? Bist du felsiger Boden, der zwar wunder sieht aber unbeständig bleibt? Oder bist du der Gute Boden, der das Wort hört und es mit ehrlichem Herzen festhält?

Wie bringst du Frucht in deinem Leben? Indem du darauf Achtest guter Boden zu sein!

7. April
Wie cool wäre es, wenn wir uns im Land Palestina so gut auskennen würden, dass wir die Grenzverläufe tatsächlich nachvollziehen könnten. (Jos 15) Aber wir können es nachvollziehen, wie wichtig es ist irgendwo sicher und zuhause zu sein. Psalm 84 greift diese Sehnsucht auf und bezieht sie auf das Zentrum der Heimat den Tempel. Nach dieser Heimat bei Gott geht die eigentlich Sehnsucht. So ist unser Gott: Er lässt sich von der Sünderin berühren und gibt ihr und uns durch sein Wort: „geh in Frieden“ sichere Heimat an seinem Herzen! (LK 7,39)

Wann hast du in deinem Leben das Gefühl von Friede und Heimat am stärksten erfahren?

6. April
Die Geschichte der Stadt Jerusalem wird extra erzählt, sie hieß vorher Hebron geht zurück auf Caleb, (Jos 14,6) einen Mann der als einziger noch aus der Zeit der ersten Ankunft im Gelobten Land lebte, weil er in allem Gott treu war. Treue lohnt sich gerade dann wenn von uns Glauben erfordert ist den wir noch nicht erfüllt sehen. In Lukas 7,6 begegnet uns ebenfalls ein gläubiger Mann, der wie wir nicht aus dem Erwählten Volk kommt. Sein Satz: „Herr mach dir keine Umstände, ich bin es nicht wert, dass du in mein Haus kommst“ ist unserer Satz geworden. Wir sagen in in jeder Messe. Wir sprechen ihn mit staunender Dankbarkeit über Gottes Großzügigkeit. Denn er kommt ja unter unser Dach in der Eucharistie.

Danke ihm heute dass er auch zu dir kommt!

5. April
Das Gebot Vater und Mutter zu ehren bewirkt, dass der Autor der biblischen Bücher die Väter und Vorfahren nur sehr sparsam kritisiert, obwohl die vielen Morde sicher nicht im Sinne Gottes waren!
Josua 12 beinhaltet einen Bestandsaufnahme. Es ist gut von Zeit zu Zeit zur Ruhe zu kommen und eine Bestandsaufnahme des eigenen Lebens zu machen. Wo halte ich noch einen Groll, und sollte Vergeben? Wie ich das herausfinde: Die Methode Jesu in dein Inneres zu schauen ist leicht: „Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund“ (Lk 6,45)

Nimm dir eine Zeit der Bestandsaufnahme und überlege über wen du schlecht redest.

4. April
Was für ein Krimi! Warum waren in Josua 8,35, auch die Fremden dabei, als das Buch Deuteronomium vorgelesen wurde? In 9,1 hören wir die Folge dieser Unachtsamkeit: Die Nachbarvölker hören von dem Gebot, dass die weit entlegenen Völker verschont werden sollen (Dtn 20,10-15). Jetzt wenden sie eine List an, und es gelingt, weil die Israeliten Gott nicht befragten. (Jos 9,14) Und Josu erntet die Früchte dieses verbotenen Bundes indem er in den Kampf ziehen muss. Jesus sagt in Mt 5,34: „Schwört überhaupt nicht“ aber das wussten die Gemeindeleiter damals ja noch nicht. Auch die Seligpreisungen Jesu kannten sie nicht, in denen es unter Anderem heißt: „Weh euch, wenn euch die Menschen loben“ Lk 6,26). Aber die ganze Logik des Alten Bundes, die Feinde zu vernichten, weil sie mit ihrer Religion eine Versuchung sein könnten von Gott abzufallen, wird von Jesus überboten. Wer Gott treu liebt, der kann auch die Feinde lieben ohne selbst zu Feind Gottes zu werden. (Lk 6,27) Und obwohl das Handeln Josuas nicht dem Gebot des alten Bundes entspricht scheint hier schon etwas von dem neuen Gebot der Feindesliebe durch, denn Gott unterstützt den Kampf im Bündnis mit den Feinden Israels durch die beiden wunder der Sonne und des Steinschlags.

Welchen „Feind“ in deinem Leben sollst du lieben? Beginne heute für diese Person zu beten!

3. April
Was für ein Hochmut: Jos 7,3: „Wir brauchen nur wenig Leute um sie zu besiegen.“ Vertrauen auf die Eigene Kraft, statt auf Gottes Hilfe, ganz anders wie in Jericho! In 8,1 sagt Gott dass alle kriegstüchtigen Männer die Stadt angreifen sollen! Die Konsequenz mit der gegen die Sünde gekämpft wird ist krass. (Jos 7,12ff) So konsequent sollten auch wir gegen die Sünde kämpfen! Dann können wir erleben, wie Gott sogar aus unserer Sünde noch etwas gutes macht. Nachdem der Stolz gebrochen ist kann Gott in seiner Barmherzigkeit sogar unsere Niederlage noch nutzen. (vgl. Jos 8,6 sie werden denken wir fliehen wie beim ersten Mal) Jesus kennt den Ernst der Sünde, sie zu vergeben kommt noch vor der körperlichen Heilung (Lk 5,23). Und Jesus beruft die Sünder um sie zu retten (Lk 5,32). Psalm 80 endet mit einem schönen Gebet um Vergebung: „Herr Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen!“

Nimmst du die Sünde erst genug? 

02. April
Vielleicht sehen wir darum keine Wunder, weil wir nicht es nicht riskieren um etwas übernatürliches zu bitten, zu diesem Gebet gehört nämlich auch die Tat, das ist Teil des Gebetes und des Glaubens. Josua riskierte es dumm dazustehen, als er seinem Heer befahl nicht zu kämpfen, sondern schweigend um die Stadt herumzuziehen, und erst am 7. Tag bei der 7. Runde zu rufen und wieder, nicht zu kämpfen. Der Herr belohnt diesen Akt des gehorsamen Glaubens. Ganz ähnlich die Jünger in Lk 5,4: sie hätten ihre Netze auch sauber halten können statt sie mitten am Tag ins Wasser werfen, obwohl sie keinen Fischfang erwarteten. Aber sie Antworteten mit eine Grußzügigen Glauben. Auch sie werden für diese Tat belohnt. Zu Glauben fordert von uns manchmal kühn zu sein, und es zu wagen im Glauben an Gott zu handeln. Nicht nur zu beten, sondern zu handeln! Aufgrund des Glaubens zu handeln setzt uns dem Risiko aus in den Augen der Andern dumm auszusehen. Es fordert unseren Stolz heraus eine Wand anzuschreien und damit zu rechnen, dass sie fällt.

Bist du bereit Risiko für Gott auf dich zu nehmen und aufgrund des Glaubens nicht nur um etwas zu beten, sondern auch zu handeln?

01. April
Bei der Einnahme des Landes wiederholt sich das Wunder vom Durchzug durchs Meer, diesmal durch den Fluß Jordan. Das Buch Josua trägt den Namen nach dem Nachfolger des Mose, er bedeutet: „Gott rettet“.  Es geht im Buch Josua nicht darum historisch exakt zu sein, sondern darum für alle Zeiten in Erinnerung zu halten, das Gott rettet. Josua ist die hebräische Form des Namens Jesus, auch er heißt „Gott rettet“. Die Rettung aus Ägypten und der Einzug in das gelobte Land sind Urbild für die Rettung aus dem Tod und den Einzug ins Reich Gottes. Dieses Reich ist in Jesus sichtbar da, der mit voller Autorität über die Dämonen auftritt.

Sprich im Gebet zwei Dinge aus: 1. Dass Jesus dich vom Tot gerettet hat, und 2. dass er hier und jetzt in seinem Reich volle Autorität hat.

31. März
Schluss des 5. Mosebuches! Noch einmal die Erinnerung daran, dass Mose in Num 20,10-11 so getan hat als könnte er etwas aus eigener Kraft, anstatt auf Gottes Kraft zu verweisen (Dtn 32,51), trotzdem ist er der „Mann Gottes“ (Dtn 33,1). Immer wieder beides, Sünder und Erwählter zugleich. Beim Segen der Stämme beachte Juda, den aus ihm kommt Jesus. Wie bei Johannes dem Täufer, und wie in der Geschichte des Volkes Israels, beginnt auch der Weg Jesu in der Wüste. (Lk 4,1 / 3,2)
Jesus antwortet den Versuchungen des Teufels jeweils mit einem Zitat aus Deuteronomium, er kannte es also wirklich auswendig, genau wie Mose es aufgetragen hatte. Und er stellt Gott nicht auf die Probe, wie es Mose getan hat. Das Bedeutet: er zwingt Gott nicht zu handeln um sein Ego zu erhöhen. (Dtn 6,16 / Num 20,10-11) Jesus ist der neue Mose, er führt das Volk Gottes persönlich in das neue gelobte Land.

Wenn du über deine Sünde betrübt bist, und dein EGO geknickt ist, dann lass dich von Gott in die Freiheit der Demut führen, die seine Barmherzige Liebe annimmt.

30. März
Mose hinterlässt 1. das Wort Gottes, 2. Josua als Leiter, 3. die Levitischen Priester für das Opfer und als Lehrer, und zuletzt gibt er seinen Leuten ein Lied mit auf den Weg. Diese Nationalhymne ist nicht selbstherrlich, im Gegenteil, sie erinnert und überführt die Sünde des Volkes, das eigentlich das Heilige sein sollte. Auch der Psalm 78 singt von dem Trotz und dem Gesetzesbruch. Wie können solche kritischen Worte zu einer Hymne und einem Lied werden? Welches Grundbewusstsein hat dieses auserwählte Volk? Es ist das Bewusstsein der Sünde und der unerklärlich geschenkten Berufung zugleich. Es ist das Bewusstsein, von einem unendlich Barmherzigen Gott erwählt zu sein.

Welches Lied kannst du auswendig, damit es dich in schweren Stunden an Gottes Barmherzigkeit erinnert?

29. März
Das Buch Deuteronomium ist voller Wiederholungen. Immer wieder wird die Grundaussage eingeschärft, keinen anderen Göttern zu dienen. Mose lässt sein Volk im Tal der Eintscheidung den Bund erneuern, den ihre Eltern gebrochen hatten. Sie sollen zwischen Leben und Tod wählen, und – nach der damals üblichen Art der Selbstverwünschung für den Fall des Vertragsbruches – wählen welcher Mensch sie sein wollen. Über Segen und Fluch hinaus wird aber auch schon die Barmherzigkeit Gottes erkannt. Er verheißt nach der gerechten Strafe eine Heimkehr und einen Weg zurück. (Dtn 30,1-10) Paulus kannte, wie alle jüdischen Schriftgelehrten, diese Texte gut und bezieht sich auf sie, denn die Barmherzigkeit Gottes wird in Jesus voll erfüllt. (Vgl. Rom 2,28 / Dtn 30,6) In Jesus hat Gott seine Treue zu jedem seiner Versprechen bewiesen. Er ist Treu und will alle Lücken in unserem Leben auffüllen.

Entscheide dich heute deinem Taufversprechen treu zu sein, in dem du dem Bösen wiedersagt, und den Glauben an den dreieinigen Gott bekannt hast. 

28. März
Nach dem Segen Dtn 28,1-14 legt Mose nun den Fluch vor, für den Fall des Ungehorsams Dtn 28,15 ff. Beide Mahnungen sind Erziehungsmaßnahmen eines besorgten Vaters. Viele Eltern kennen das schreckliche Gefühl, wenn sie ihre Kinder für einen Moment aus den Augen verloren haben, z.B. beim Einkaufen im Supermarkt. Stell dir vor, wie sich Joseph und Maria gefühlt haben müssen als sie Jesus suchten. Was ist wohl in ihren Herzen abgelaufen als sie Jesu im Tempel gefunden haben, und er erklärt, dass sie doch hätten wissen können, dass er im Haus SEINES Vaters sein muss (Lk 2,49). Könnten sie erahnen, dass Gott etwas tut, das größer ist als alles was sie bisher wargenommen hatten? Sie kannten bisher immerhin schon die wunderbaren umstände von Jesu Geburt.

Wie hättest du reagiert? Wie register du auf Verunsicherung in deinem Leben? Wirft sie dich aus der Bahn oder hast du die Einsicht, dass Gott vielleicht etwas größeres tut als du dir vorstellen kannst? 

27. März
Die Darstellung Jesu im Tempel ist ein so wichtiges Ereignis im Leben Jesu, dass man entschieden hat, es in den Freudenreichen Rosenkranz aufzunehmen. Worum geht es dabei? Die Praxis den erstgeborenen Sohn im Tempel zu zeigen, geht zurück in die Zeit der Wüstenwanderung. In Gottes ursprünglichen Plan sollte der Erstgeborene Jeder Familie Gott gehören und als Priester dienen. Durch die Sünde des goldenen Kalbes verloren die erstgeborenen Sühne das Privileg des Priestertums. Der Stamm Levi sollte von nun an ersatzweise das Priestertum ausüben. (Wahrscheinlich hatten sie als einzige die Götzenanbetung des Kalbes abgelehnt.) Von da an wurde jeder Erstgeborene den Leviten gezeigt und ein Opfer des Dankes gebracht, dafür das sie die priesterlichen Pflichten ausübten, die sie nicht mehr ausüben konnten.
In diesem Licht ist die Demut Marias auffällig. Sie bringt in schlichter Treue zum Gesetz den dar, der der eigentliche und einzige Priester für alle Zeiten ist.

Vielleicht erfordert das was Gott von dir will ebenso die schlichte Treue zu den Geboten der Kirche?

26. März
Manchmal versteht man die Regeln die Deuteronomium aufstellt nur, wenn man die religiösen Bräuche in den umliegenden Völkern kennt. Z.B. die Verstümmelten Männer (23,2), oder die „geheiligten Frauen“ (23,18) Beides gibt es zu der Zeit im Orient als religiöse Prostitution. Ähnlich ist es bei der Sache mit den Zinsen, auch die gab es in Babylon. Es geht also wie immer um die Reinhaltung der Religion. JAHWE ist der einzige Gott. Unter Gottes Schutz ist auch die Würde der Person geschützt: z.B. in 24,10 wird der Schuldner in seiner Privatsphäre geschützt. Trotzdem ist vieles noch nicht wirklich heilig, was da in Deuteronomium gesagt wird. Die Erwartung auf volle Gerechtigkeit bleibt.
Die Geburt Jesu übertrifft alle Erwartungen. Nicht der Sohn des Priesters, sondern der Sohn des armen Mädchens ist der Messias.

Auf welche Weise hat Gott auch deine selbstgesetzten Erwartungen überraschend übertroffen?

25. März
Es gibt sogar Bauvorschriften im Alten Testament!!! (Dtn 22,8) Es geht bei all diesen Vorschriften immer irgendwie um das Problem der Sünde. Die Vorschriften sind nicht immer perfekte Lösungen. Jesus muss sogar einmal die Zugeständnisse, die Mose erlaubte zurücknehmen, weil sie eben nicht gut waren. Jesus hilft der Menschheit zurück in die Reinheit. Die Regeln aus Deuteronomium sind nur ein temporärer Lückenbüßer, bis eine endgültige Lösung gefunden ist. Die endgültige Lösung kommt erst von Christus. Davon spricht auch das berühmte Gebet des Zacharias, das täglich in der Laufes gebetet wird. (Lk 1,68ff) „Durch die barmherzige Liebe Gottes, wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes.“

Schätzt und genießt und nutzt du die Freiheit von Sünde und Dunkelheit, die Christus für uns gewonnen hat?

24. März
Die Regeln für den König aus Dtn 17,14ff könnten auch für heutige Regierungen gelten: Keinen Reichtum anhäufen und nicht zu viele Rüstungsausgaben. Wir wissen, dass die Könige Israels diese Regeln nicht befolgt haben. Richtig verstanden sollte die Geschichte des Alten Testamentes im Leser die Sehnsucht nach einem König wecken, der all diese Schwächen überwindet. Und nach einem Propheten wie Mose, durch den Gott spricht. (Dtn 18,14ff) Das Alte Testament ist so geschreiben, dass Israel sich nach Christus sehnt, dem Gerechten Priester, König und Prophet. Die Könige hätten sich an die Worte der Weisung erinnern, und sie sogar abschreiben sollen. Maria aber kannte die Schrift und kann in ihrem Lied viele Texte zitieren an die sie sich erinnert. (Lk 1,46ff)

Male dir mit Buntstiften in der Bibel an, woran du dich erinnern will, oder schreibe es dir auf.

23. März
Willkommen im Lukasevangelium. Es ist ein Evangelium mit Anspielungen auf das Alte Testament. Die Begegnung des Engels mit Zacharias läuft ganz ähnlich ab wie die Begegnung des Engels mit Maria: Wann immer Gott zu einem Menschen sagt: „Fürchte dich nicht“ dann hat er auch etwas besonderes mit der Person vor. So war es auch bei Mose am brennenden Dornbusch (Ex 3,12). Auch die Furcht kommt in allen diesen Begegnungen vor. Die Furcht bei Maria ist aber kein Zweifel, wie bei Zacharias, der Tadel verdient, sondern gesunde Gottesfurcht in Biblischer Tradition. Sie versteht, dass sie aus eigener Kraft die Mission nicht erfüllen kann, die Gott für sie hat. Sie vertraut nicht auf sich selbst, sondern auf Gott.

Hab keine Angst vor den Momenten an denen du dich Fürchtest. Die Furcht muss kein Fehler sein. Gott ruft dich! Vertrau dich ihm an.

22. März
O man Deuteronomium… so viele Details die wir schon in Levitikus und in Exodus gelesen haben. Da kann man leicht den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Das große Bild, ist der Moment in der Geschichte der Erlösung an dem Gott so viel für sein Volk getan hat. Wenn nun alles wiederholt wird, dann ist das so wie ein Eheversprechen, wo noch mal alles zusammengefasst wird, was man über Jahre als gemeinsamen Bund gesammelt hat. Die vielen Details kannst du auch sehen wie die vielen Details mit denen ein junges Ehepaar seine erste gemeinsame Wohnung einrichtet.

Versuche auch die vielen Details in den den Regeln der Kirche nicht nur als Formalitäten zu sehen, sondern als liebevolle Details deiner Beziehung zu Gott. 

21. März
Der Herr hat unsere Väter ins Herz geschlossen (Den 10,15) und möchte, dass wir seine Liebe in unsere Herzen schreiben (Dtn 10,16). Auf den letzten Zeilen des Markusevangelium taucht Maria Magdalena auf. Ihr Herz ist treu bei Jesus unter dem Kreuz beim Begräbnis und bei der Auffindung des leeren Grabes. So wird sie auch erste Zeugin der Auferstehung. Markus erinnert uns an ihre Geschichte: (Mk 16,9) Jesus trieb aus ihr sieben Dämonen aus. Maria Magdalena weiß, dass sie viel gesündigt hat und, dass sie ihren persönlichen Auszug aus Ägypten nur der Liebe Gottes verdankt.

Wie kannst du diesen Glauben tief in deinem Herzen verankern? Erinnere dich daran, wie er dich unverdient gerettet hat. 

20. März
Die Versuchung ist groß auf die eigene Stärke oder auf den eigenen Reichtum zu vertrauen. Darum schärft Gott uns allen diese Erinnerung ein: Du hast es nicht aus eigener Kraft, und du hast es aufgrund deiner Sünden auch nicht verdient.
Gottes Liebe ist lässt uns staunen. Er schreibt geduldig die Gebote ein zweites Mal!!! Und es kommt immer schockierender: Er hat sich entschieden für uns zu sterben, trotz und wegen unserer Sünden!

Kennst du Bereiche in denen du dich mehr auf deinen materiellen Comfort und deinen Erfolg als auf Gott verlässt?

19. März (Hl. Josef bitte für uns)
In Deuteronomium 6 haben wir unmittelbar nach den 10 Geboten die wichtigste Stelle der hebräischen Bibel gelesen. Sie trägt den Namen, „Schma“. Das Wort kann sowohl „höre“ als auch „gehorche“ bedeutet. Diese Doppeldeutigkeit ist bewusst, denn der Weg Gott zu zeigen, dass wir seine Stimme gehört haben ist im zu gehorchen. In diesem Gebet finden wir das Herz des Jüdischen Glaubens. Zur Zeit des Buches Deuteronomium gab es keine andere Nation, die an nur einen einzigen Gott glaubte. Dieser Glaube machte Juda einzigartig. Im Evangelium von Markus 15 bekommen wir eine ziemlich schockierende Offenbarung, wer dieser Gott wirklich ist. Markus zeigt uns einen Gott, gegeißelt und missbraucht, und am Kreuz getötet. Der Gott, von dem in Deuteronomium gesprochen wurde ist nicht nur der machtvolle Gott der unseren Gehorsam verdient, er ist auch der Gott, der gewillt ist sich selbst als Geschenk der Liebe für seine Leute hinzugeben.

Wenn du bemerkst, dass du Gott nicht gehorcht hast, dann daran welche Liebe er zu dir hat.
Hl. Joseph, du hast still und schnell dem Herrn gehorcht. Bitte für uns!

18. März
Den 4,30: „
Wenn du in Not bist, werden alle diese Worte dich finden. In späteren Tagen wirst du zum HERRN, deinem Gott, zurückkehren und auf seine Stimme hören.“ Mose sagt die Zukunft voraus als ob es schon ganz sicher ist. Tatsächlich ist diese Situation des Glaubensabfalls und der Bekehrung oft und oft eingetreten. Was für eine barmherzige Zusage Gottes. Bei Petrus in Mk 14,72 geschieht fast das gleiche. Jesus hat ihm seinen Verrat vorhergesagt, nicht damit er verzweifelt, sondern damit er im und nach dem Zweifel Hoffnung hat.

Kannst du glauben, dass Gott jeden deiner Fehler bereits kennt und dir immer wieder einen weg zu ihm zurück anbietet. Wiedersage jeder Verzweiflung, sie ist nie mehr angebracht!!!

17. März
Den 4,6: Die Gebote Gottes sind unsere Weisheit in den Augen der Völker! Nicht mit unserer eigene Weisheit, sondern wenn wir uns an Gott halten, sind wir das Licht für die Welt! Mose spricht die neue Generation wieder an als wäre es die erste: „Was du mit eigenen Augen Gesehen hast. (4,9) Gott hat keine Enkel, sondern jede Generation neu ist in die Unmittelbarkeit der Kindschaft gerufen! Eine der wichtigsten Dinge, die Mose dem Volk auf seinem Sterbebett mitgeben will ist die Tatsache, dass Gott immer für uns um seine Kinder kämpfen wird. Er wird ihre Kämpfe kämpfen! Als Jesus verhaftet wird sollen die Jünger nicht aus eigener Kraft kämpfen, Jesus heilt sogar das abgeschlagene Ohr. (Mt 4,47) Jesus selber ist derjenige, der den Kampf für sie kämpft, und er hat die Volle Kontrolle und mitten in seiner Gefangennahme Zeit zu heilen.

Vertrau auf Jesus, er will auch deine Kämpfe kämpfen!

16. März
Das Buch Deuteronomium ist die Zusammenfassung des Glaubens Israels. Es wurde als „Herz“ des Alten Testamentes bezeichnet. Gott will die Herzen einer neuen Generation zurückgewinnen. Mose tut das indem er die Kinder an die Geschichte ihrer Eltern erinnert. Man sagt, dass diejenigen, die die Geschichte nicht kennen, dazu verdammt sind sie zu wiederholen. Das ist leider eine passende Beschreibung der Biblischen Geschichte und auch unseres eigenen Lebens.

Bewahrst du die Geschichte Gottes mit dir und mit der Katholischen Kirche in deinem Herzen?

15. März
WOW wieder ein biblische Buch ganz gelesen! Ein Paar letzte Anweisungen über Asylstätte, die die Spirale der Gewalt unterbinden, und dann ein plötzliches Ende. Zusammenfassung: 40 Jahr unterwegs weil Ungehorsam! Aber Gott ist Heilig und treu. Psalm 67 gibt das endgültige Ziel Gottes an, warum er Israel segnet: Damit alle Völker ihm danken und sich freuen und Jubeln. Beim letzten Abendmahl hören wir Jesus sein Leib und Blut für die „Vielen“ geben. Das sind auch wir, die wir aus allen Nationen stammen. Wir alle erhalten in der Eucharistie einen Vorgeschmack auf unser himmlisches Heimatland.

Kannst du dir heute ein paar Minuten nehmen und Gott für das Geschenk der Eucharistie danken?

14. März
Dem Türhüter befahl er wachsam zu sein! (Mk 13,34) Wir die Kirche Christi sind die Türhüter, die auch in schwierigen Stunden für den Wiederkommenden Christus die Tür offen halten, indem wir unsere Aufmerksamkeit nicht von IHM abwenden!
„In der Tiefe der Nacht kann man sich verängstigt und unsicher fühlen und wartet dann voll Ungeduld auf das Licht des anbrechenden Morgens. Liebe junge Leute, ihr müßt die Wächter des Morgens sein (vgl. Jes 21,11-12), die den Aufgang der Sonne, den auferstandenen Chris- tus, ankündigen!“ BOTSCHAFT VON JOHANNES PAUL II. ZUM XVII. WELTJUGENDTAG 2002 (TORONTO)

Gut dass du hier mitliest, auf diese Weise wirst du auch wachsamer für das, was Gott in deinem Alltag zu dir und deinen Mitmenschen spricht!

13. März
Achtung beim Lesen des Alten Testamentes, wenn da von Krieg im Auftrag Gottes gesprochen wird. Wir kennen Gott von Christus her und wissen, dass Mord nicht im Sinne unseres Himmlischen Vaters ist. Da wissen wir mehr als Mose und seine Zeitgenossen, doch dass auch sie schon eine Ahnung davon hatten, dass Gott das Morden nicht gefällt können wir daran sehen, dass die Krieger zunächst nichts ins Lager zurück dürfen, wo der Tempel steht. (Num 31,19) Die Sünde ist schon vorher geschehen, als das Volk Israel im Gelobten Land die ortsansässigen Götter verehrt hat, und diese Sünde und alle zukünftigen Gelegenheiten zur Sünde sollen hier radikal vermieden werden. (Num 31,16) Die Themen Gelobtes Land und Tempel werden von Jesus aufgegriffen und miteinander verbunden, indem er über das Ende der Zeit spricht. Am Ende soll nämlich die Ganze Welt der Tempel Gottes und das Land der Ruhe für alle Menschen sein. Bis dahin müssen wir jeden Kompromiss mit der Sünde meiden.

Wie entschieden bist du Gelegenheiten zur Sünde zu meiden, damit du ganz hingegeben Gott anbeten kannst?

12. März
Israel bereitet sich auf die Einnahme des gelobten Landes vor. Wichtiger als ein guter Leiter (JOSUA) und gute Organisation ist das Gebot, das Jesus in Mk 12,29 wiederholt: Liebe Gott und deinen Nächsten.

Sind alle deine Gedanken und Worte und Werke darauf gerichtet Gott und den Nächsten zu lieben? Wie kannst du heute in dieser Liebe wachsen?

11. März
Es gibt eine erneute Volkszählung, wie in den ersten Zeilen von Numeri, es ist eine neue Generation, und obwohl die erste Generation nicht ins Gelobte Land einziehen darf ist das Volk noch genauso groß wie am Beginn. Gottes Zusage besteht! Num 25,10 ist für mich eine Schlüsselstelle. Natürlich geht es Gott nicht um Mord und Totschlag, sondern um Eifer für ihn!

In welcher Situation möchtest du gerne mit Leidenschaft für Gott Stellung nehmen?

10. März
Die Geschichte von Bileam ist verwinkelt und manchmal sogar witzig. Auf jeden Fall kommt dabei raus, das man im Gebet Gott nicht manipulieren kann. Er hat Israel gesegnet und da kann Bileam nichts dagegen tun. Im Markusevangelium kommt der verdorrte Feigenbaum vor. Vielleicht ein Bild für das Volk dass keine Frucht bring. Wichtiger ist aber die Aussage, dass Wirksamkeit eines Gebetes nicht darin besteht Gottes Willen zu ändern, sondern unser Wille muss sich Gottes Willen anpassen, wenn er z.B. will, das wir jemandem vergeben.

Welche Schritte kannst du heute tun, um Gottes Willen im Gebet zu suchen?

9. März
Immer wieder murrt das Volk, und Gott macht immer deutlicher, dass es ihm um persönliches Vertrauen geht. Als die giftigen Schlagen kommen bringt ein Blick zu der Schlange aus Kupfer die Rettung, denn es ist eine Probe auf das Gottvertrauen.(Num 21,5) Psalm 61 spricht wunderbar vom Vertrauen Israels auf Gottes Gegenwart in Tempel und im Königtum. Jesus ist der wahre Tempel und der wahre König. Das zeigt sich an seinem Einzug in Jerusalem und daran, dass seine erste Tat dort die Reinigung des Tempels ist. Jesus reinigt nicht nur den Tempel, sondern reinigt uns von der Sünde. Er vergleicht seine Kreuzigung mit der Erhöhung der Kupfernen Schlange. (Joh 3,14) Er nimmt selbst die Gestalt der Sünde an um sie auf diese Weise ein für alle mal zu heilen. Wenn wir zum Kreuz aufblicken und ihm  vertrauen, heilt er unsere Beziehung zu Gott.

Wie oft dankst du ihm dafür? Tu es heute!

8. März
Wenn wir mit Leiden konfrontiert sind ist es ein Fehler, sich hinter frommen Sprüchen zu Verstecken. Es ist in Ordnung mit Gott ehrlich zu sein, wie der Beter in Psalm 60, der ganz offen fragt: Hast du uns verstoßen o Gott? In aller Not bleibt Gott derjenige auf den sich alle Hoffnung richtet. In dieser Haltung können wir unserem Meister folgen, der Ablehnung und Leiden erfahren hat, und seinen Kelch trinken. (Mk 10,39) Im Zorn wackelt die demütige Haltung des Mose und er sagt: Können WIR euch nicht Wasser aus dem Felsen geben? Richtig wäre gewesen: Kann Gott euch nicht Wasser geben? Wenn Schwierigkeiten kommen, dann sind wir geneigt auf unsere Eigenen Kräfte zu bauen statt auf Gott, obwohl wir in gerade in diesen Momenten am meisten bräuchten.

Welche Probleme und Schmerzhaften Dinge musst du heute Gott anvertrauen?

7. März
Gesten haben wir in Num 16,3 gelesen, dass alle in der Versammlung Heilig sind, und Mose und Aron sich nicht erheben sollten. Wir sympathisieren mit dieser Aussage und tatsächlich sind ja alle zur Heiligkeit aufgerufen (Num 15,40). Auch die Konzilsväter des II. Vatikanischen Konzils schreiben in Lumen Gentium 40: „Jedem ist also klar, daß alle Christgläubigen jeglichen Standes oder Ranges zur Fülle des christlichen Lebens und zur vollkommenen Liebe berufen sind.“ Tatsächlich sind die Korachiter selber teil der Priesterlichen Hierarchie, es geht ihnen also in Wirklichkeit nicht um die Gleichheit, sondern diejenigen die ohnehin schon herausgehoben sind streben nach noch mehr Macht. Eine gefährliche Versuchung für alle, die heute an der Hierarchie der Kirche teilhaben. Mose und Aron werfen sich mit dem Gesicht auf den Boden, sie suchen nicht Macht, sondern unterwerfen sich ganz Gott. Der Ruf in die Nachfolge ist mit einer Umarmung verbunden (Mk 10,21) aber er fordern auf die eigene Macht und Sicherheit zu verzichten.

Welcher Besitz oder welcher Konsum hindert dich in dieser Fastenzeit daran Jesus in Freude nachzufolgen?

6. März
Wer kennt den Spruch: „Folge deinem Herzen“ In Num 15,38 wird den Israeliten gesagt, gerade nicht dem Herzen zu folgen, sondern den Geboten. Dank der Erlösung und der Gabe des Heiligen Geistes kann unser Gewissen uns auf den richtigen Weg führen, aber wir sollten unser Gewissen nicht mit unserem Gefühl verwechseln. Diese Disziplin ist ein passender Einstieg in die Fastenzeit. Wenn Jesus in Mk 9,43 so schockierende Worte sagt über die Amputation, dann ist das nicht wörtlich gemeint, aber es zielt auf den gleichen Punkt ab: Geistige Gesundheit ist wichtiger als körperliche. Sünde tötet, denn sie schwächt und zerstört die Gemeinschaft mit Gott, für die wir erschaffen sind.

Gibt es Sünden, bei denen du nur mit der Achsel zuckst und nicht erschrickst?
Die Tägliche Lektüre der Bibel wird dir in dieser Fastenzeit sicher ein Hilfe sein, die Sünde zu 
meiden.

5. März
Gott möchte sein Volk in das Land bringen, in dem Milch und Honig fließen. Die Gesandten rechnen aber nur mit ihrer eigenen Kraft und vertrauen nicht auf Gott. Ebenso die Jünger Jesu, die den Dämon nicht austreiben können weil sie nicht gebetet haben. Sie haben es aus eigener Kraft versucht. Jesus selbst stellt den Zusammenhang her indem er in Mt 9,19 die Worte Gottes aus Numeri 14,11 wiederholt: „Wie lange noch vertraut mir dieses Volk nicht?“ Da macht es der Vater des Kranken Kindes schon besser: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben.“ Er kennt seine Schwäche, aber er beschränkt Gott nicht auf das was er sich vorstellen kann. Er vertraut wie ein Kind und macht sich ganz von Gott abhängig. Das Ultimative Beispiel des Kindlichen Vertrauens auf Gott ist Jesus selbst, der auf dem Berg als Geliebter Sohn des Vaters offenbart wird.

Wie lange noch wollen wir uns auf unsere Schwäche konzentrieren, statt kindlich auf Gottes Stärke zu vertrauen.

4. März:
Oftmals zu bereit Gott zu erklären wie etwas passieren sollte. Dann sind wir unzufrieden und rebellieren gegen seinen Plan. Das ist genau das was mehrmals in Num 11-12 passiert. Die Menschen beklagen sich über ihre Schwierigkeiten, sie motzen, weil sie Manna nicht mehr sehen können, ein junger Man petzt weil Eldad und Medad Prophezeiungen verbreiten und Aaron und Miriam sind gegen Moses einzigartige Autorität (Num12,2 und 6-8). Es ist nicht anders im Evangelium. In dem Moment als Jesus erklärt das sein „Weg“ zu Leiden und Tot führt, versucht Petrus ihn zu korrigieren! Wenn Jesus in seiner Antwort etwas scharf rüber kommt, dann sollten wir darüber Nachdenken worum es in diesem Moment geht: Gottes Heilsplan für die Welt, es geht auch um unsere Erlösung. Wenn Petrus sich Jesus entgegenstellt  dann ist er genauso wie die Israeliten, die den Herrn verworfen haben (Num 11,20). Dies ist als würde er die Rolle des Satan annehmen (Mk 8,33). Jesus erwartet, dass wir „hinter ihn treten“ indem wir uns selbst verleugnen unser Kreuz auf uns nehmen und ihm folgen. Das können wir nur schaffen wenn wir Gott so sehr vertrauen das unsere Ängste überwunden werden. Gott wird treu sein. Er schaut mit Liebe auf unser Leiden und er will unsere Seele vom Tot erlösen. 

Was solltest du in deinem Leben aufgeben, dass du leichter Gottes Plan folgen kannst?

3.3.
Die Wolke erhebt sich und nun beginnt der Weg durch die Wüste. (Num 9,17) Als Jesus das zweite Mal die Brot Vermehrt können die Jüngern diesmal nichts kaufen, denn sie sind ebenfalls in einer Wüste. Als die Jünger das Zeichen nicht verstehen gibt Jesus ihnen ein Rätsel: 5 Brote entsprechen den 5 Büchern des Mose, 12 Körbe entsprechen den 12 Stämmen, 7 schließlich die Zahl der Universalität. (7 Tage Woche, 77 mal Vergeben, oder 70 Nationen in Gen 10) Die Jünger müssen lernen, das Jesus selber das Brot für alle Menschen ist, und dass das Brot das er gibt nicht nur, wie Krümel für die heidnische Frau reicht, sondern für alle Menschen. Psalm 55 zeichnet ein lebhaftes Bild dessen, was Jesus erlitten hat um Brot für die Welt zu werden. (Ps 55,14)

Du kannst Jesus vertrauen, er ist Brot für deinen Weg, er erhält dich, sogar mitten  im Schmerz.

2.3.
Die heutige Lesung beendet die Liste der Gaben für die Altarweihe. Wieso machen sie nicht einfach eine Liste: 12 Speiseopfer, 12 Brandopfer, 12 Sündopfer und 12 Heilsopfer, wenn ohnehin alle das gleiche bringen? Wir können es als Ausdruck der Liebe zur Gegenwart Gottes am Altar sehen, und als Ausdruck der Intimität der Beziehung, die das auserwählte Volk mit Gott sagt. Wie liebende, die nicht müde werden sich immer wieder das gleiche zu sagen. Die Heidnische Frau bittet Jesus um Anteil an dieser Beziehung. Die Antwort Jesu ist herausfordernd. Es rentiert sich genauer hin zu schauen: a) Wenn Jesus sagt, das die Kinder Israels zuerst vom Brot bekommen, dann schließt dass auch mit ein, dass später alle das Heil erhalten. b) Die Kinder Israels haben auch schon das Zeichen der Brotvermehrung erhalten. c) Diese Frau ist bis zu diesem Moment die Einzige, die Jesus „Herr“ nennt, das tun die Jünger noch nicht. d) Wir die wir als nicht-Juden an Jesus glauben können uns ein Beispiel an der Demut der Frau nehmen, die Israels einzigartigen Platz in Gottes Plan respektiert. (Vgl. Rom 11,13)

Nimmst du deinen Anteil an der Intimität des Volkes Israel mit Gott als selbstverständlich an, oder bist du über alle Maßen erstaunt über das was Jesus für uns getan hat?

1.3.
Jesus schafft den Alten Bund nicht ab, aber er gibt ihm seinen vollen Sinn. Wir kennen Jesus und uns ist klar, dass Unreinheit vom Herzen kommen und nicht von der Berührung mit einem unreinen Gegenstand. Wir dürfen das Alte Testament von Christus her lesen. Scheinbar ist es für den Menschen aller Generationen der immer gleiche Lern-Weg: Von den Äußerlichkeiten zur inneren Echtheit. Diese Worte Jesu legen die Grundlage für die Entscheidung der Apostel in Apg 15 den Heiden die Mosaischen Gesetzte nicht aufzuerlegen. Allen Menschen soll der wunderschöne Segen gelten, den Aron aussprechen soll, und der bis heute als Schlusssegen in der Messe verwendet wird. (Num 6,24-26)

Lies das Alte Testament geduldig Wort für Wort, so ehrst du den Weg den Gott mit den Menschen gegangen ist, bis er sich in Jesus endlich voll offenbart hat.

II. Vatikanisches Konzil Dogmatische Konstitution Dei Verbum Nummer 11.: „Das von Gott Geoffenbarte, das in der Heiligen Schrift enthalten ist und vorliegt, ist unter dem Anhauch des Heiligen Geistes aufgezeichnet worden; denn aufgrund apostolischen Glaubens gelten unserer heiligen Mutter, der Kirche, die Bücher des Alten wie des Neuen Testamentes in ihrer Ganzheit mit allen ihren Teilen als heilig und kanonisch, weil sie, unter der Einwirkung des Heiligen Geistes geschrieben (vgl. Joh 20,31; 2 Tim 3,16; 2 Petr 1,19-21; 3,15-16), Gott zum Urheber haben und als solche der Kirche übergeben sind1. Zur Abfassung der Heiligen Bücher hat Gott Menschen erwählt, die ihm durch den Gebrauch ihrer eigenen Fähigkeiten und Kräfte dazu dienen sollten2, all das und nur das, was er – in ihnen und durch sie wirksam3 – geschrieben haben wollte, als echte Verfasser schriftlich zu überliefern4. Da also alles, was die inspirierten Verfasser oder Hagiographen aussagen, als vom Heiligen Geist ausgesagt zu gelten hat, ist von den Büchern der Schrift zu bekennen, daß sie sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit lehren, die Gott um unseres Heiles willen in heiligen Schriften aufgezeichnet haben wollte5. Daher „ist jede Schrift, von Gott eingegeben, auch nützlich zur Belehrung, zur Beweisführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Gott gehörige Mensch bereit sei, wohlgerüstet zu jedem guten Werk“ (2 Tim 3,16-17 griech.).“

 

28.2.
Auf den ersten Blick finde ich solche Gottesentscheide wie in Num 5,27, aber es zeigt mir auch, dass die Israeliten wirklich damit rechneten, dass Gott in der Lage ist, solche Entscheidungen zu treffen.
Tote begraben ist sogar ein Werk der Barmherzigkeit (Tobit 1,16) und Krank sein ist auch keine Sünde, aber Lepra sieht aus wie der Tod und jeder Berührung mit diesem Thema erinnert den Menschen an den Grund für den Tod, die Sünde. Wenn wir diesen Zusammenhang vergessen kann es dazu führen, dass wir das Böse mehr lieben als das Gute (Ps 52,5). Dazu gehört dann, mehr auf den materiellen Reichtum als auf Gott zu vertrauen (Ps 52,9). Das mussten auch die Jünger lernen, die auch nur auf das Geld vertrauten, um die 5000 zu sättigen (Mk 6,37).

Sprich als Gebet Ps 52,10 aus: „Ich vertraue auf die Güte Gottes, immer und ewig.“ 

(Heute habe ich Rückstand aufgeholt, das war anstrengend und birgt eine Versuchung: Leistungssport beim Bibellesen! So ist es nicht gedacht. Wenn du liest, entspann dich. Es ist die Zeit in der du Jesu zu Füßen sitzt und ein paar ruhige Minuten in seiner Gegenwart verbringst, während er zu dir spricht.)

27.2.
Die Auswahl der Jünger aus Mk 3,13 wird in Mk 6,7 ausgesandt. Dieser Sendung geht die Ablehnung Jesu in seiner Heimat voraus und ist gefolgt von der Enthauptung des Johannes. Der Preis der Jüngerschaft ist hoch, und erfordert volle Abhängigkeit von Gott. Das spiegelt sich auch in den Anweisungen Jesu für die Reise. Wir müssen unser Gepäck leicht machen, um die Schwierigkeiten zu bestehen. Das entscheidende Gewicht, das wir ablegen müssen ist das Gewicht der Sünde. (Heb 12,1) Psalm 51 ist dafür eine große Hilfe. Und wenn wir so freigesetzt sind, können wir wie die Kohathiter die Gegenwart Gottes auf unseren Schultern tragen. (Num 4,17)

Worum bittet Gott dich, um dich auf deine Mission vorzubereiten?

26.2.
Am Ende des Buches Exodus wurde die Reise des Volkes Israels ins gelobte Land beschreiben: Alles geschieht auf die Anweisung Gottes hin. (Ex40,36-38). Wenn die Wolke seiner Gegenwart sich vom Tabernakel hebt, geht Israel los, wenn sie bleibt, bleibt Israel. In Numeri 2 wird das Lager der Israeliten ist streng geordnet, damit die Menschen Gottes Richtung effektiv und schnell folgen können. Bis heute ist die Institutionelle Organisation der Kirche dazu da, den Menschen zu helfen der Führung des Heiligen Geistes willig und genau zu folgen. Außerdem sehen wir erneut, an der Einteilung des Lagers, die zentrale Bedeutung des Tabernakels und seiner Liturgie. (Num 2,17) Auch  das spiegelt sich in der Katholischen Kirche wieder. Das 2. Vatikanische Konzil sagt uns, dass die Eucharistie die Quelle und er Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens ist. Lumen Gentium 11
Dort berühren wir im Glauben Jesus, wie die kranke Frau und empfangen seine Heilung. (Mk 5,27) Die Geschichte der Tochter des Jairus erinnert uns, dass wir die lebensspendende Kraft sogar dann empfangen können, wenn wir durch die Sünde Tod sind. Das Sakrament der Versöhnung kann uns wiederbeleben. Aber die Sakramente wirken nicht magisch. Anbetung erfordert Bekehrung. Psalm 50 verkündet, dass die Liturgie ohne persönliche Bekehrung leer ist. Jesus zu treffen sollte uns verändern. Sogar nachdem sie geheilt ist, fordert Jesus die Frau auf, geheilt zu bleiben: (Mk 5,34)

Von Welcher Krankheit brauchst du die Heilung  Jesu?

25.2.
Das Buch Numeri gibt ein lebendiges Zeugnis von dem unerschütterlichen Willen Gottes, zu seinen Zusagen für Israel gegen alle äußeren und inneren Wiederstände zu stehen und an den Verheißungen an die Erzählten und somit an der Erwählung Israels festzuhalten. Gott führt das Volk auch dann durch die Wüste zum Ziel. wenn dieses verzagt, murrt und sich von ihm abwendet. Er straft die Vergehen, jedoch sind seine Gnade und sein Erbarmen um ein Vielfaches größer. In der Liturgie bietet Gott Israel an, seiner belebenden und lebenserhaltenden Gegenwart immer neu zu begegnen.

Die Musterung der Stämme dient dem Aufbruch der militärischen Rüstung für den Weg ins gelobte Land. Dass die Leviten nicht gemustert werden unterstreicht, dass die Gegenwart Gottes wichtiger ist, als die allzu menschlichen Berechnungen der eigenen Kraft. Psalm 49,6 spricht von dieser Gewissheit: Warum sollte ich mich in Tagen des Unheils fürchten. Jesus muss den Jüngern, nachdem er den Sturm gestillt hat, sagen: „Warum habt ihr Angst?“

Vertraust du darauf, dass du dich auch in Zeiten der Schwierigkeiten nicht fürchten musst, weil Christus die Mitte deines Lebens ist?

24.2.
„Ich bin der Herr.“ Das ist das wiederkehrende Wort in Levitikus. Und „ich will bei euch wohnen und unter euch umhergehen.“ (Lev 26,12) Dieses große Versprechen ist der Grund für all die Vorschriften. Und es gibt ein Versprechen: Wenn das Volk diesen Vorschriften gehorsam folgt, wird es in Frieden im Land leben, und sie brauchen sich vor niemandem zu fürchten. Auch wenn Israel in seiner Beziehung zu Gott durch schwierige Jahre gegangen ist, wurde es schließlich die Nation, die den König der Könige Jesus beherbergen durfte. Ihn, in dem die Versprechen des Alten Testamentes auf unerhört konkrete Weise Wirklichkeit geworden sind.

Kennst du auch die Erfahrung der Sicherheit, die vom Gehorsam gegenüber Gott kommt?

23.2.
Ein ewiges Licht und Brot das immer aufbewahrt wird. (Lev 24,1-8) Wer da nicht an den Tabernakel in der katholischen Kirche denkt! Ein Vorausbild, dessen sinn erst durch die Eucharistie ganz klar wird. Das Land gehört Gott und die Israeliten gehören ihm. Das ist eine gute Richtlinie für den Umgang mit Hab und Gut und miteinander. (Lev 25, 23.55)
Die Lehre von der Gerechtigkeit (Auge um Auge) aus Lev 24,17f. wird durch die Lehre von der Barmherzigkeit nicht aufgelöst, sondern überboten: Wer „Barmherzigkeit“ hat, dem wird „Barmherzigkeit“ gegeben. (Mk 4,24) Doch schon Levitikus geht über die reine Fairness hinaus, wenn es das Sabbatjahr ausruft, das erweitert die erbarmungslose Gerechtigkeit.

Der Same im Gleichnis ist das Wort. Während du liest wird sein Wort in deine Seele gesät.

22.2.
Arbeit kann unser Leben dominieren. Praktische Dinge erledigt zu haben kann ein Gott in unserem Leben werden. Wir können so beschäftigt und in Eile sein, dass wir vergessen still zu sein und in der Gegenwart Gottes und seiner barmherzigen Liebe zu ruhen. Das ist ein Grund warum Gott uns Festzeiten und Feiertage gibt. Sie setzten uns frei von dem alltäglichen Geschäft und schaffen einen Tempel in der Zeit, ein Auge im Sturm, in dem wir Ruhe finden. Darum wird in Levitikus so oft betont, dass die Feste mit Ruhe verbunden sind. Sei still und erkenne in der Stille, dass ich Gott bin. Der Herr ist bei uns! (Ps 46,10-11)

Erlaube den Herrn regelmäßig deine Geschäftigkeit zu unterbrechen, damit du in Berührung kommst mit IHM und seinem Ruf für dein Leben. Zeit für den Herrn zu nehmen ist eine Entscheidung, die man kraftvoll durchsetzen muss!

21.2.
Die Gesetze in Levitikus sind eingerahmt vom Gebot der Liebe zum Nachbarn im Volk: Lev 19,18 und der Liebe zum Fremden Lev 19,34. Die folgenden Regeln schützen die Kinder und Schwachen in der Gesellschaft. Die Begründung ist einfach: „Ich bin der Herr!“ Und schließlich: Seid mir geheiligt, denn ich bin heilig, ich habe euch von den anderen Völkern unterschieden, damit ihr mir gehört. (Lev 20,26)

Psalm 45 handelt vom König Israels, wurde aber schon früh auf Christus gedeutet (vgl. Heb 1,8-9). Er ist wirklich der Schönste von allen Menschen und gesalbt zu herrschen.

Wie kannst du konkret und praktisch deinem Mitmenschen Liebe Zeigen?

20.2.
Alles gehört Gott. Und es gibt keinen Bereich des Lebens, in dem ihm nicht die volle Kontrolle zusteht. Darum verbietet Levitikus die Opfer die nicht Gott gehören und darum identifiziert es auch die verkehrten Sexuellen Praktiken der Nachbarvölker als Gräuel. Auch Jesus ist derjenige, der Herr ist über alle Bereiche. Er entscheidet über Rein und Unrein über Sünde und fasten und auch über die Auslegung des Sabbats.

In welchem Bereich meines Alltags – der nur scheinbar nichts mit meinem Glauben zu tun hat – könnte ich neu Gottes Herrschaft anerkennen? 

19.2.
Nicht vergessen, Levitikus ist ein Ritus Buch, das vor allem die Regeln für den Ablauf des Gottesdienstes enthält. In dem Zusammenhang stehen auch die Reinheitsvorschriften. Wenn Jesus nun einen Aussätzigen heilt, so dass er „rein“ ist, so ist das nicht nur die Heilung einer Krankheit. Was nur der Hohe-Priester und nur am höchsten Jüdischen Festtag einmal im Jahr durfte, das wird dem zuteil der von Jesus berührt wird. Er tritt ein in die Gegenwart Gottes.

Auch wenn uns die Nähe Gottes durch Jesus so leicht zugänglich geworden ist. Wie können wir wieder lernen seiner heiligen Gegenwart größere Ehrfurcht entgegenzubringen? 

18.2.
Wir alle brauchen Reinigung, das Buch Levitikus kennt die Rituale dafür, interessant ist, dass eine Taube in die Freiheit entlassen wird als Zeichen der Freiheit von der Gefangenschaft Lepra. Jesus und Johannes der Täufer predigen eine andere Reinigung, von der Gefangenschaft der Sünde. Bei Johannes gehörte die Bekenntnis der Sünde zur Reinigung, und auch Jesus ruft schon in seinen ersten Worten zur Umkehr auf.

Wo könnte Umkehr Freiheit in dein Leben bringen.

17.2.
Juhu Lev. 13,40 Glatze am Kopf, egal: „Dieser Mann ist rein!!!“ Es geht um den Zugang zur Gegenwart Gottes. Die Taufe, die Jesus nach der Auferstehung seinen Jüngern aufträgt adressiert die Krankheit der Sünde und macht – dank des Todes und der Auferstehung Jesu, der wahrer Mensch und wahrer Gott ist – nicht nur rein, sondern sogar heilig. Die heilige Dreifaltigkeit will in der Seele des getauften Wohnung nehmen.

Wie der Hirsch nach Wasser in Psalm 42: Wie steht es um deinen Sehnsucht nach Intimität mit dem Gott, der in deiner Seele wohnt?

16.2.
Gott ist heilig, seine heilige Gegenwart ist sogar gefährlich. Nadab und Abihu machten etwas im heiligen Ritual falsch und wurden sofort bestraft. Zur Sicherheit gibt Gott neue Sicherheitsanweisungen für die Priester, damit sie in seiner Gegenwart überleben. Die ganze Einteilung in heilig und unheilig, rein und unrein, gipfelt in dem Vorhang, der das Allerheiligste abtrennt. In dem Moment des Todes Jesu am Kreuz wird dieser Vorhang vollständig weggerissen. Uns ist eine neuer Grad des Zugangs zu Gottes Gegenwart geschenkt.

Hast du schon einmal den Unterschied zwischen heilig und unheilig erlebt?

15.2.

Niemand wartet gern. Warten ist Nervig weil es uns zwischen der Vergangenheit und der Zukunft festhält. Wir sitzen fest, hoffen auf den nächsten Schritt aber erleben nicht dass es endlich passiert. Levitikus beschreibt die Wehe der Priester. Nach der Weihe müssen sie 7 Tage lang Tag und Nacht auf die Gegenwart Gottes warten. Wie der Psalm 40 sagt: „Ich wartete geduldig auf den Herrn.“ Endlich am 8. Tag nach dem ersten Opfer erscheint die Herrlichkeit Gottes sichtbar für Alle. Aron Geduld zahlt sich aus. Jesus am Kreuz wird versucht ungeduldig zu sein. „Gott soll ihn JETZT befreien.“ Sie verstehen nicht, dass Jesus geduldig auf seinen Vater wartet, ihn vom Tod zu retten.

Auf welche Weise kannst du auf den Herrn warten?

14.2.

Levitikus kennt Gebrochenheit des Menschlichen Lebens. Auch der Psalm weiß dass wir den Besitzt nie sicher haben. Wir sind dafür verantwortlich unser Leben ehrlich zu leben, aber wir können nicht davon ausgehen, dass es leicht, gerecht und vorhersehbar sein wird. Jesus selbst erlebt, obwohl er heilig ist, die Ungerechtigkeit, aber er öffnet uns auf diese Weise den Zugang zum Himmel.

Welche Unvollkommenheiten in diesem Leben bringen dich zur Vorfreude auf den Himmel. 

13.2.

Eine Sünde bleibt etwas böses, auch wenn sie unwissend getan wird. (Lev 5,19) Sie braucht immer Vergebung und Wiedergutmachung. Es ist schon eine Überwindung, wenn mich jemand auf die Sünde hinweist, die mir nicht bewusst ist bereitwillig das angeordnete Opfer zu bringen, obwohl es mir vielleicht übertrieben scheint. (Gut mitgedacht, dass die höhe des Opfers an die Kaufkraft des Sünders angepasst ist.) Die Sünde schwebt über unseren Häuptern, ohne dass wir es merken (Ps 38,5). Darum muss die Sünde aufgedeckt werden, damit sie geheilt werden kann. Wir sehen die Gefahr der zugedeckten Sünde im Leben von Judas, auch er entdeckt seine Sünde erst im Nachhinein und bereut sogar aber er findet nicht den Trost der Vergebung. Das Sündopfer gibt es nichtmehr, denn Jesus nahm unsere Schuld auf sich. Im Sakrament der Versöhnung steht uns sein Herz offen.

Verbringst du manchmal viel zu viel Zeit dich selbst für deine Sünde zu verachten, anstatt auf Gottes Vergebung zu hoffen?

12.2.

Heute beginnen wir das Buch Levitikus, es ist die schwierigste Etappe, weil es keine Handlung gibt. Es ist eigentlich ein Handbuch für Priester, damit sie wissen, wie sie Dienst tun müssen. Aber dieses Buch ist auch dazu da, dass alle im Volk im Gedanken mitvollziehen können, was die Priester hinter dem Vorhang tun. Ähnlich wie das Schott Messbuch in der alten Messe.
Es fällt uns vor allem drin schwer im Buch Levitikus zu lesen, weil wir von Jesus belehrt wissen, dass  all die Opfer ersetzt sind durch das eine Opfer Jesu. Die Sünde des Petrus wird nicht vergeben weil er irgendein Tier schlachtet, sondern weil er bereut. Dieser Weg stand auch für Judas offen.

Was tust du wenn du gesündigt hast? Verzweifeln? Oder flüchtest du voll Reue zu Jesus?

11.2.

Nicht Jeder ist zum innersten Heiligtum zugelassen. Du würdest vollkommen Fremde auch nicht durch dein Badezimmer gehen, oder durch dein Tagebuch blättern lassen. Im Heiligen Zelt nähert man sich Schrittweise dem Allerheiligsten und gelangt vom äußeren Vorhof zum Inneren des Zeltes und dann erst zum Allerheiligsten, wo die Bundeslade mit den Tafeln der Gebote steht, über denen die Gegenwart Gottes ruht. Diese Serie von Schritten bringt eine Ordnung in die Beziehung zu Gott. Wir starten nicht als Intime Freunde, sondern als Herr und Sklave, oder als Gesetzgeber und Untertan. Geistig können wir voranschreiten von einer Geschäftsbeziehung, bis zu einer Vater Sohn Beziehung und schließlich zu einer noch intimeren Brautartigen Beziehung gelangen. Es geschieht nicht auf einmal, sondern Stufenweise nach und nach. Auf die gleich Art sind auch nicht alle 1000 Jünger Jesu zum Abendmahl eingeladen sondern nur seine engsten Freunde und Jünger, die Apostel.

Wie ist die Intimität deiner Beziehung zu Gott über die Jahre gewachsen?

10.2.

Die Israeliten führen im kleinsten Detail alles so aus, wie Jahwe es vorgeschrieben hat. Darin zeigt sich ihr Glaube. Für uns ist das kleinste Detail der kleinste und unscheinbarste Mitmensch, dem wir dienen. Ein Detail: Auf den Schultern des Priestergewandes werden Edelsteine aufgenäht, die mit den Namen der 12 Stämme Israels beschriftet sind. (Ex 39,6)  Diese Steine erinnern mich an die Steine in der Offenbarung des Johannes, auf denen ebenfalls ein Name steht. (Off 2,17)

9.2.

Wir sind in beständiger Spannung zwischen Sparsamkeit und Großzügigkeit. Manche Sparsamkeit ist nämlich Geiz. Nach ihrem Glaubensabfall bezeugen die Israeliten ihre Ernsthaftigkeit durch die großzügige Spende (Ex 36,6). Das Gleichnis von den Talenten bringt die Sache noch deutlicher ans Licht. Furcht ist die Ursache für falsche geizige Sparsamkeit. Vertrauen und Glaube sind die Quelle für Großzügigkeit. Wo ich Gottes Liebe glaube und seiner Fürsorge vertraue, kann ich großzügig meine Zeit, meine Kraft und auch das mir anvertraute Geld, einsetzen.

Wer braucht heute deine Großzügigkeit in Zeit, Talent oder materiellen Dingen?

8.2.

Schon wieder diese seltsame Regel, in Ex 34,26 das Kalb nicht in der Milch der Mutter zu kochen. Das ist keine Speisevorschrift sondern war ein kanaanitischer Brauch. Auf diese Weise sollten böse Geister vertrieben werden. Die Israeliten sollten sich davon fernhalten, auch wenn diese Sache harmlos aussah. Es soll damals bei den Bewohnern Kanaans auch Brauch gewesen sein, Böckchen in Muttermilch zu kochen und diese Milch dann auf den Erdboden zu träufeln. Ziel dieser abergläubischen Aktion war, den Ertrag des Landes zu fördern. Das würde auch erklären, warum dieses göttliche Verbot in Verbindung mit der Darbringung der Erstlinge und des Zehnten genannt wird.

Abergläubige Aktionen versuche Einfluss auf die Gottheit zu nehmen. Wir sollen nicht versuchen Einfluss zu nehmen sondern warten, wie es Jesus in seinen Gleichnissen sagt.

Versuche im Gebet auf die Gegenwart des Herrn zu warten, anstatt nach der hastig ausgesprochen Bitte sofort wieder alles selbst in die Hand zu nehmen.

7.2.

Nur 40 Tage nachdem sie den 10 Geboten zugestimmt haben kommt der Bruch. Aron spielt die Sache herunter, für ihn wird die Beziehung zu Gott zu einem Doppelleben, das nicht mehr sein ganzes Sein umfasst. Mose dagegen scheint aus heutiger Perspektive zu übertreiben, aber er setzt seine ganze Intimität mit Gott ein um ihn zu überreden das Volk nicht zu vernichten (32,11) und es nicht zu verlassen (33,15). Den Preis, den Mose bezahlt ist, dass er das Angesicht Gottes (33,11) nun nicht mehr sehen kann (33,23). Er ist zu sehr mit den sündigen Menschen verbunden. Die Person des Mose weist auf Jesus hin, der bereitwillig unsere Erlösung gewinnt, zum großen Preis seines eigenen Lebens.

Höre aus diesen Sätze in Ex 33 die intime Beziehung heraus, die Mose zu Gott hat und ahme ihn nach. Jesus hat uns diesen Zugang zu Gott ermöglicht indem er uns bis zu unserem Doppelleben entgegengekommen ist. In welchem Bereich deines Lebens oder in welcher Beziehung kannst du ein Doppelleben beenden?

6.2.

Der Rauchopferaltar ist echt klein, 30 mal 30 Zentimeter und 60 Zentimeter hoch. Optimal um damit von Zeltplatz zu Zeltplatz zu ziehen. Die Bauanleitung endet damit, dass der Sabbat erneut eingeschärft wird. Der Herr möchte immer und überall bei seinem Volk wohnen. Der Tempel, den die Jünger bestaunen ist nicht von Dauer, der Platz an dem Gott auf Dauer wohnen will ist unsere Seele.

Überlege dir, wie du den kommenden Sonntag als Tag des Herrn heilig halten kannst, so dass Gott – und die Himmlische Ruhe die er für dich bereit hält – an diesem Tag erste Priorität hat.

5.2.

Habt ihr die Parallele gesehen? Ex 29,37: der Altar ist hochheig. Alles was ihn berührt wird geheiligt. Jesus bezieht sich darauf in Mt 23,20.

Für die Weihe der Priester gibt Gott ein aufwendiges Zeremoniell. Es dient dazu, dass sie sich ihre Sünde bewusst sind. Das war der größte Fehler der Pharisäer, dass sie sich für gerecht hielten.

Nimm Dir diese Woche Zeit um das Sakrament der Versöhnung zu empfangen.

4.2.

Der Herr kennt unsere Schwäche schon bevor sie ans Tageslicht kommt. Er weiß, dass die meisten von uns lieber sesshaft werden und einen bequemen Ort suchen, um einfach durchs Leben zu kommen. Der Nächste Tag soll einfacher werden als der heutige. Aber von Anfang an hat Gott eine Religion begründet, die gegen diese Tendenz in uns gerichtet ist. Er gibt ein tragbares Zelt in Auftrag (Ex 27,1-8) Ein Tragbares Heiligtum in dem seine Gegenwart auf einer tragbaren Bundeslade (Truhe) ruht. Er ist kein stagnierender feststehender Gott, sondern ein Gott in Bewegung! Er lädt uns ein Sicherheit und Zuflucht nicht in Routine oder Bräuchen zu finden, sondern in ihm allein. Der Psalmist spricht im heutigen Psalm von denen, die ihre Sicherheit beim Herrn suchen (Ps 31,20). Gott will das wir sicher sind, aber nicht bequem. Er möchte, das wir mit ihm in Bewegung sind und ihm mutig folgen, wohin er uns führt. „Euer Herz sei stark und unverzagt“ (Ps. 31,25) Die Richtung dieser Dynamik wird uns von Jesus vorgegeben, wenn er die beiden wichtigsten Gebote nennt. Gott und den Nächsten zu lieben.

Auf welche Weise hat Gott dir Mut gegeben aus dir heraus zu gehen in Liebe?

3.2.

Heute musste ich aufholen, weil ich gestern nicht zum Bibellesen gekommen bin und dann das: Die Geladenen Gäste in MT 22 sind zu beschäftigt für Gott. Aua! Um so beeindruckender wie die Israeliten sich die Zeit nahmen das Zeltheiligtum zu bauen, bis ins kleinste Detail, mit bestimmten Vorhängen und Hölzern. Ich habe versucht mir den Raum des Allerheiligsten vorzustellen, probier es mal aus, so viel Fantasie haben wir. Für die Israeliten war es ein mysteriöses Heiligtum, deren Sinn sie noch gar nicht ganz verstanden. Die Bundeslade im Inneren des Tabernakels als Ort der Gegenwart Gottes, deutet auf die Jungfrau Maria hin, die Gott selbst in ihrem Leib trug.
Der Tisch für das Brot findet seine Erfüllung im Christlichen Altar, wo wir die wahre Gegenwart Gottes empfangen. Die Israeliten bauten im Gehorrsam nach Gottes plan. Nimm aus deinem Beschäftigten Tagesplan ein paar Minuten und Dane Gott für seinen Plan der Rettung den er schon zur Zeit des Mose im Hinterkopf hatte, und für seien Plan den er für dein Leben hat.  

2.2.

Eigentlich eine ganz einfache Logik in den Geboten des Mose: Setze nicht deinen Eigenen Vorteil über die Gerechtigkeit und über das Wohlergehen des anderen. Schließe dich nicht der Mehrheit an, wenn sie irrt. Doch das ist genau das, was die leitenden Priester mit Jesus tun. Sie ermorden lieber den Sohn um ihren eigenen Vorteil nicht zu verlieren.

Wovon erhoffst du dir Heil und Glück? Von deiner eigenen Taktik oder von Gott.

1.2.

Als die Israeliten die dramatischen Geräusche hörten und den Rauch am Berg Sinai sahen, bekamen sie Angst vor dem was passieren würde, wenn sie die Stimme Gottes persönlich hören würden. (Ex 20,19) Darum baten sie Mose, er möge mit Gott sprechen. Was dann kommt sind in den nächsten Kapiteln detaillierte und ausgewogene Rechtssatzungen die zum Ziel haben Gerechtigkeit zu garantieren. Ja die Stimme Gottes ist die ultimative moralische Autorität und wenn wir sie wahrhaft hören verpflichtet sie uns. Es ist die starke Stimme, die die Zedern in Psalm 29 zerbricht und die Händler aus dem Tempel treibt.
Aber es ist auch die Stimme des Demütigen Königs, der auf einem Esel reitet.

Was sagt er dir heute? Vielleicht vermittelt durch die Kirche?

31.1

Mose hatte sein Frau zurückgeschickt, kein Wunder, dass er nachher dem Volk zugesteht dass sie eine Scheidungsurkunde ausstellen dürfen, obwohl das nicht Gottes Gebot ist.
Was Mose da lernt ist eine Lektion für alle die Leitungsaufgaben haben. Lass dir helfen, teile Autorität!
Die Plätze rechts und links von Jesus, die Jakobus und Johannes erbitten werden schon sehr bald vom Vater vergeben. Für die Jünger unerwartet werden es die beiden Verbrecher sein, die rechts und links neben dem Kreuzes-Thron Jesu sind. Die Königsherrschaft Gottes ist keine Gewaltherrschaft, sondern Herrschaft der Liebe und des Dienstes.

Wo solltest du Hilfe annehmen? Wem dienst du um Christi willen?

30.1.

Das Volk Israel muss viel lernen, es geht einen langen Weg bis zum reifen Glauben. Noch murren sie sobald Gott nicht wie ein Kaugummiautomat sofort das ausspuckt, was sie wollen. Sie werden in den 40 Jahren der Wüstenwanderung Gott als den kennenlernen, dem man vertrauen kann, auch wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich mir das vorstelle.

Die Arbeiter im Gleichnis Jesu, die von den ersten Morgenstunden an im Weinberg Gottes gearbeitet haben stehen für das Volk Israel, das den langen Weg der Erziehung durchgemacht hat. Die Letzte Challenge ist für sie nun die Tatsache, dass Jesus das Heil auch denen schenkt die Ihn als Retter annehmen und in letzter Minute dazukommen.

Welche Schwierigkeit deines Lebens kannst du als Erziehung durch deinen Himmlischen Vater ansehen? (Besonders schwierig, wenn du siehst, das andere diese „Erziehung“ nicht bekommen.)

29.1.

Das Volk Israel muss erst lernen Gott zu vertrauen, wir können mit ihnen mitgehen und uns noch einmal an die die ersten Schritte unseres Glaubens erinnern.

Jesus wird die wichtigste Frage gestellt, die man fragen kann: Was muss ich tun um in das Reich Gottes zu gelangen? Jesus sagt nicht: „Das einzige das du tun musst ist glauben.“ Er sagt: „Halte die Gebote!“ Die 10 Gebote stehen auf 2 Tafeln: Die ersten drei Gebote beziehen sich auf Gott, die Gebote der zweiten Tafel auf den Mitmenschen. Der reiche Mann der Jesus fragt hält die zweite Tafel der Gebote ein. Ihm fehlt die Erste Tafel der Verehrung Gottes. Jesus sagt, dass die erst Tafel der Gebote erfüllt wird, wenn man IHM nachfolgt.

Was muss ich tun, um in das Leben einzutragen, das Gott von mir will?

28.1.

Warum verlangt Gott ein Schlachtopfer? Wir werden sehen, dass sich erst in Jesus dem Lamm Gottes der Sinn dieser Andeutung ganz zeigt. Aber schon an jenem Abend in Ägypten macht es Sinn. Die Ägypter verehrten Schafe als Götter, die Söhne Israels mussten lernen, mit diesem Aberglaube zu brechen und ganz auf den Herrn zu vertrauen. (Das Goldene Kalb dass sie wendig später gießen werden zeigt den Rückfall.) Das Blut an die Türpfosten zu streichen macht es für die Nachbarn öffentlich sichtbar: „Wir verehren die Schafe nicht mehr!“ Gott wünscht sich dieses öffentliche Zeugnis.

Was hindert dich daran öffentlich von Gott Zeugnis zu geben?

27.1.

Achtung, wenn du von den 10 Plagen liest: Wir wissen von Jesus wer Gott ist und wenn im Alten Testament Dinge nicht zu dem Gottesbild passen, das wir kennen, dann darum, weil wir Gott durch Jesus tatsächlich besser kennen. „Generationen von Propheten haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht und haben es nicht gesehen.“ (MT 13,17) Doch von Jesus belehrt können wir auch in den Worten des Alten Testamentes schon erkennen, wie sich Gott nach und nach offenbart. In Exodus 9,15 lesen wir, dass es Gott nicht um die Vernichtung geht, und er Ägypten sogar schont.

In Mt 18,21ff. vergleicht Jesus die finanziellen Schulden mit der Schuld der Sünde. Es ist ein Wortspiel, denn die Sprache Israels verwendet das gleiche Wort für Sünde und für Schulden.

Wem kann ich die Vergebung weitereben, die ich von Gott erhalten habe, indem ich ihm vergebe?

26.1.

In den Katakomben in denen die Christen in Rom ihre Toten begruben findet sich immer wieder das Bild von Jesus als dem guten Hirten. Heute kam es gleich zweimal vor. In Mt 18,12-13 und im Psalm 23. Die Christen Roms haben den Psalm 23 mit der Hoffnung auf die Auferstehung verbunden. Lies den Psalm mal unter dieser Rücksicht: Er lässt mich lagern, wenn wir uns zum sterben niederlegen, dann lässt er uns an Wassern des Lebens lagern. (Ruhe in Frieden beten wir.) Das Finstere Tal kann das Tal des Todes sein. Der gedeckte Tisch ist das himmlische Festmahl (Vgl. Offenbarung 19). Und schließlich erinnert der Satz: „Wir werden im Haus des Herrn für immer wohnen. (Psalm 23,6)“ an die Worte Jesu: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ (Joh 14,2)

Lerne diesen Psalm auswendig, damit du ihn am Sterbebett eines Menschen und vor deinem eigenen Tod beten kannst.

25.1.

In der Herberge auf dem Weg nach Ägypten wird Mose Krank, seine Frau kommt auf die richtige Idee, dass ihr Sohn noch gar nicht beschnitten ist, obwohl das Gottes Gebot war. Ihre Fürbitte für ihren Mann besteht darin, dass sie Gottes Gebot ernst nimmt.

Der Pharao hat eine schlaue Taktik, er lässt die Israeliten mehr arbeiten, damit sie keine Zeit zum Beten finden. Ist das nicht genau was heute bei uns wieder passiert?

Vielleicht ist es in deinem Leben Zeit für einen persönlichen Auszug aus Ägypten, indem die den Sonntag arbeitsfrei machst und dir Zeit für Ruhe und damit für Gebet und Begegnung mit Gott nimmst.

24.1.

Habt ihr die Ausreden von Mose gehört? Fast wie Jona, der nicht in der Hauptstadt predigen will. Interessant, dass Jesus den Petrus BAR JONAH nennt. Hier bekommt er zum zweiten Mal einen neuen Nahmen. Sohn des Johna, er soll wie der Prophet in der Hauptstadt (Rom) predigen. Auch Petrus wird wie Jona und Mose seine Ausflüchte haben, aber er wurde zum Zeugen für Jesus.

Bin ich Zeuge für Jesus an dem Ort an den er mich gestellt hat?

23.1.

Josef wirft sich auf seinen verstorbenen Vater und berührt mit seinem Gesicht das Gesicht des Toten und küsst ihn. Ein schönes Detail: Hab keine Angst vor Berührung mit dem Veratorbenen. Das Buch Genesis endet mit der Vergebuydie Josef seinen Brüdern schenkt und mit der Feststellung, dass Gott auf krummen Zeilen gerade schreibt.

Kannst du auf die Umwege und Irrwege deines Lebens zurückschauen und wie Josef Gottes liebevolle Vorsehung sehen?

22.1.

In Psalm 22 steht: der Name des Gottes Jakobs angerufen. Gott selber nennt sich in seinem Gespräch mit Jakob „Gott deines Vaters“. Gott ist kein Gott der Toten, für ihn sind alle lebendig, und er ist bei jedem von uns gleichzeitig. Er kann mit dir sprechen und gleichzeitig mit mir.

21.1.

Schon zu sehen, wie dankbar der Pharao ist und wie großzügig er darum handelt. Mir fällt auch auf dass in dieser ganzen Kultur ein Versprechen wirklich etwas zählt. Joseph erkennt jetzt dass seine Träume aus seiner Jugend war wurden, aber auch dass die Umwege über Gefängnis und Sklaverei dazu gehörten. Juda hat sich inzwischen bekehrt, und statt ein Kind von Rahel in die Ägyptische Sklaverei zu schicken bietet er sein eigenes Leben an. Aus seinem Stammbaum wird Jesus hervorgehen, der sein Leben hingibt für seine Brüder.

Wem könntest du (wie es Joseph mit seinen Brüdern tat) eine zweite Chance geben?

20.1.

Die Gleichnisse Jesu handeln nicht vom Messias, sondern vom Reich Gottes. In den letzten 3 der 7 Gleichnisse geht es um die Anstrengung die nötig ist. Der Preis für die Perle und den Acker ist gleich: Alles. 

Bin ich bereit um Gott zu finden ganzen Einsatz zu bringen, wie es die Erfolgreichsten in der Wirtschaft tun? 

Nachholen ist angesagt. ich bin hinterher.

19.1.

Dass der Sämann den Samen auch dorthin sät wo Dornen sind ist ein Zeichen seiner Großzügigkeit. Ebenso Großzügig sollten wir das Wort Gottes auch dort aussprechen wo wir sogar erwarten dass es nicht akzeptiert wird. 

Wer aus meiner Familie oder von meinen Freunden ist der wo ich denke es würde nichts bringen ihm das Wort zu verkünden. Wem könnte ich wenigstens einen kleinen Vorschlag oder eine Einladung sagen?

18.1.

Als Sklave verkauft zu sein war noch nicht das Schlimmste, es kommt noch schlimmer. Joseph wird ins Gefängnis geworfen. Doch beide male, sowohl im Haus des Potifar als auch im Gefängnis steht die Aussage: „Der Herr war mit ihm“. Tatsächlich inmitten negativer Umstände kann es sein, dass Gottes spezifischer Segen auf dir liegt. Die Versuchung besteht darin zwei Lügen zu Glauben: 1. Das Unglück käme von Gott, 2. Erfolg kommt nur aus meiner eigener Kraft. Joseph widersteht der Versuchung und sagt: „Träume deuten kann nur Gott.“ Die Herausforderung des Lebens mit Gott lautet also: 1. Halte fest daran, dass Gott aus allen Umständen in seinem Erbarmen etwas gutes machen kann. 2. Setze darauf, dass aller Erfolg von Gott kommt. 

17.1.

Jesus die Worte die ich sage offenbaren wie ich denke. Das ist wie Röntgen für die Seele. Darauf will ich in den nächsten Tagen achten um zu sehen was in mir ist. 

16.1.

Ich hab mich gefragt, wann der Diebstahl Rahels endlich aufgelöst wird, sie hatte doch den Götzen ihres Vaters Laban gestohlen. Also hielt sie ja auch an dessen Verehrung fest. In Genesis 35 werden alle Götzen entfernt, da ist sicher auch die Figur darunter, die Rahel bei sich hatte. 

Gibt es Versprechen, die du Gott gegeben hast, die du noch nicht erfüllt hast?

15.1.

Jesus spricht mit den Jüngern des Johannes in religiösen Formeln, seine Antwort ist bescheiden aber unmissverständlich: Ja ich bin der Messias! 

Ihn als König zu erkennen und ihm nachzufolgen braucht Einsicht. 

Aber wir brauchen keine Angst haben seinen Willen zu tun. Er raubt uns nicht unsere Freude, ganz im Gegenteil, sein Joch ist sanft. Uns seinem Willen unterzuordnen ist der einzige Weg zur Erfüllung unserer Sehnsucht. 

Ist Jesus König in deinem Leben?

14.1. 

Jüngerschaft bedeutet Jesus Priorität geben. Sogar über meine Familie und über mein Ego. Ohne diese Priorität hätte es einen heiligen Franziskus nicht gegeben. 

Wenn Jesus an erster Stelle steht, kommt alles andere in die richtige Ordnung, auch unsere Beziehung zu unseren Eltern. (Vielleicht nicht sofort aber auf Dauer!)

Ich fand es auch stark wie Gott zu Jakob sagt: „ich bin der Gott von Betel“ Gott erinnert sich an unsere erste Bekehrung und an unsere Begegnung die wir damals mit ihm hatten. Er ist treu. 

13.1.

Um Vater und Mutter zu ehren spricht die Bibel nicht offen von der Sünde der Patriarchen. Erst aus den Folgen erfährt man  dass zum Beispiel, dass daraus, das Abraham mit der Magd von Sarah geschlafen hat ein Familienkonflikt entsteht, der ständig wächst. (Und sich vielleicht im heutigen Konflikt mit dem Islam – der sich auf Ismael beruft – widerspiegelt)

Ähnlich bei der Sünde von Jakob. Gestern haben wir davon gelesen wie er sich den Segen des Vaters durch einen Betrug erschlichen hat, weil der Vater nicht mehr sehen konnte. Nun wird Jakob als er in der Nacht nicht sehen kann selbst betrogen. Jakob erntet was er gesät hat. Genau wie bei ihm werden die Geschwister getauscht.

Machst du eine tägliche Gewissenserforschung?

12.1.

Warum fasten die Jünger Jesu nicht. Fasten war ein Zeichen der Trauer wegen der Abwesenheit Gottes, die sich daran zeigte, das Jerusalem erobert und der Tempel zerstört werden konnte. Aber Jetzt ist in Jesus Gott ja da, also wird auf diese Weise nicht mehr gefastet. Wenn wir fasten, dann in Erinnerung an das Karfreitagsleiden Jesu.

Fastest du nach der Vorgabe der Kirche?

11.1.

Krass wie sich die Dinge wiederholen: Bei Ismael und Isaak herrscht der jüngere über den älteren. Bei Jakob und Esau wird es wieder so sein. Und auch Isaak begeht die gleiche Sünde wie sein Vater! Aber Gott bewahrt ihn und er bleibt Rebecca treu und muss nicht aus dem gelobten Land auswandern. 

10.1.

Die Worte „Herr ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach“ die der Hauptmann sprach und die wir in der Messe wiederholen, verkünden nicht unsere Unwürdigkeit sondern verkünden unseren Glauben an die Macht Jesu: „sprich nur ein Wort so wird meine Seele gesund.“

9.1.

Zum Opfer Abrahams hab ich etwas gutes gelesen:

Brandopfer waren Sündopfer. Die Sünde Abrahams bestand darin seinen Sohn Ismael in den Tod zu schicken, weil er Hagar statt Reichtum nur einen Schlauch Wasser mitgegeben hat. Jetzt teilt Abraham die Erfahrung von Hagar. Aus dem Lager weggehen mit der Gewissheit, dass sein Sohn sterben wird. 

Die Rettung von Ismael (Gen 21) läuft genau gleich wie die von Isaak (Gen 22). Gott ist Barmherzigkeit trotz der Schuld Abrahams. Und er übertrifft diese Barmherzigkeit noch indem Jesus schließlich das Holz für sein Opfer trägt. 

8.1.

Was schon wieder: Abraham was tust du, du bist ja voller Menschenfurcht. Du bist doch das Vorbild im Glauben, du musst doch… 

Das spricht sehr zu mir, denn ich erlebe oft dass ich aus Menschenfurcht handle und andere mit ihrer Klarheit mich beeindrucken. Aber das nimmt nichts davon weg das Abraham Gottes Prophet ist. Eine große Ermutigung auch für mich. 

7.1

In Sodom waren weniger als 10 Gerechte!!! Denn sonst hätte der Herr es verschont. 

Gebet steht für Intimität mit Gott. Diese Intimität soll umrahmt sein von Liebe zum Mitmenschen (Almosen) und Selbsthingabe (Fasten)

6.1.

Immer wieder bestürzend. Ismael ist der Sohn Abram aber nur weil er der Versuchung erlegen ist eigenmächtig zu handeln. Genau wie Adam von Eva die Frucht gereicht bekommt, so nun Abram von Sarai. Trotzdem verheißt Gott in seiner Barmherzigkeit auch dem Ismael Nachkommen, und er wird wie ein Wildesel sein, der sich den anderen Völkern vor die Nase setzt. Die islamische Tradition beruft sich auf Ismael, der in Mekka das Heiligtum gebaut haben soll.  

5.1.

Es gibt nach dem Turmbau zu Babel kein Happy End wie nach der Sintflut. Die Lösung ist diesmal langfristiger und beginnt mit Abram. Er wird gar nicht bestraft für sein Fehlverhalten in Ägypten. Mit ihm hat Gott etwas großes vor. Schon cool wie er Lot in 13,9 die Wahl überlässt. 

Der Melchisedek in 14,18 wird als Andeutung auf Jesus verstanden, der als Priester des höchsten Gottes ebenfalls Brot und Wein dargebracht hat. 

4.1.

Es gibt schon komische Bibelstellen, irgendwie ist die Stelle mit dem Weinanbau von Noach und auch die vom Turmbau zu Babel einfach zwischen rein gequetscht. In der App „iPieta“ ist ein Kommentar zu diesen Stellen dabei, der sagt, dass es in den Nachbarvölkern die alle aus Noach abstammen diese Dinge gab aber dass sie nicht von Gott kommen.  (Sexueller Kult und eine riesiger Turm) 

3.1.

Hui heute war es zum ersten Mal anstrengend. Witziges Detail: wie macht Noach die Tür seiner Arche zu? Gar nicht. Gott schließt hinter ihm zu. Wieder sehe ich darin fast schon eine zärtliche Geste. 

Übrigens sitzt Noach in der Arche im Dunkeln. Schon krass nicht zu wissen wie es draußen aussieht. Ein Frost für mich, wenn ich gefühlt im Dunkeln darauf vertrauen musst, dass Gott das Schiff meines Lebens schon lenken wird. 

Außerdem ist mir aufgefallen, dass in Matthäus 3 die Sintflut nochmal vorkommt. Es gibt Wasser und die Taube und die Stimme vom Himmel. 

Übrigens die „Söhne Gottes“ und die „Töchter der Menschen“ brauchen hier nicht als Griechische Sagen von Göttern ausgelegt werden. Es kann auch die Heirat der Söhne der gottgefälligen Nachkommen Sets mit den Töchtern der verdorbenen Nachkommen Kains gemeint sein. Nun gibt es keinen Familienstammbaum mehr der Heilig ist, Gott muss neu beginnen, mit Noah.

2.1.

Beim Lesen von Genesis 3-5 fällt mir auf wie freundlich Gottes Stimme klingt: Auch wenn die Sünde Konsequenzen hat. Gott ist nie unbeherrscht. Fast mitleidig spricht er mit Kain und macht ihm sogar ein Ehren-Zeichen an die Stirn, fast so wie das Zeichen auf der Stirn der Auserwählte in der Offenbarung 7,3. 

1.1.

Cool es ist so spannend wie ein Roman mit 3 Handlungsebenen gleichzeitig. Ich will am liebsten gar nicht zur nächsten Stelle springen.