Marsch für das Leben 2017: Warum sich die Fahrt gelohnt hat

Ein aufregendes, aber auch sehr anstrengendes Wochenende liegt hinter uns! Am Freitag 15.09.17 machte sich wieder ein voller Bus der JUGEND 2000 Augsburg über Nacht auf den Weg nach Berlin, wo am Samstagnachmittag der Marsch für das Leben stattfand. Nach einer Kundgebung mit  mehreren Ansprachen, Grußworten und bewegenden Zeugnissen auf dem Platz der Republik  marschierten wir mit ungefähr 7.500 Menschen in Stille durch Berlin-Mitte, um den im Mutterleib  getöteten Kindern zu gedenken und ein Zeichen für das Leben zu setzen.

Warum hat es sich gelohnt extra für diese Veranstaltung den weiten Weg nach Berlin auf sich zu nehmen? Sicherlich nicht wegen der ungemütlichen Nacht im Bus, dem Ausbuhen der Gegendemonstranten und den schmerzenden Beinen nach dem vielen Stehen und Gehen. Warum dann?

1. Berlin!
Wir waren nicht in irgendeiner Stadt. Berlin ist deutsche Hauptstadt und eine sehr geschichtsträchtige Stadt. Das Brandenburger Tor, der Fernsehturm, das Reichstagsgebäude und die Siegessäule sind Sehenswürdigkeiten, die man (wenn auch nur vom Bus aus) einmal gesehen haben muss. Einige von uns konnten am Samstagabend sogar die Kuppel des Reichstagsgebäudes besuchen, den Blick über das nächtliche Berlin genießen und für die Stadt, Regierung und Politiker beten. Außerdem hatten wir die Möglichkeit am Samstag in einer der ältesten Kirchen Berlins, der wunderschönen Herz- Jesu-Kirche am Prenzlauerberg und am Sonntag in der St. Hedwigs-Kathedrale die heilige Messe zu feiern.

2. Gemeinschaft
Die langen Busfahrten und Fußmärsche waren perfekt, um viele neue Leute kennenzulernen, sich auszutauschen und gemeinsam zu beten. Und zusammen mit über 7.500 für das Leben einzutreten, machte uns eins wieder neu bewusst: Wir sind nicht allein! Auch wenn wir in unserem Umfeld vielleicht die einzigen zu sein scheinen, denen der Schutz des Lebens ein Anliegen ist, so wissen wir (spätestens) jetzt, dass wir Teil einer ganzen „Pro-life-Generation“ sind.

3. Gebet vor dem Reichstagsgebäude
Wann kommt das schon mal vor? 7.500 Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Konfessionen beten gemeinsam vor dem Reichstagsgebäude. Nach dem Marsch fand ein ökumenischer Gottesdienst statt, in dem wir in den Anliegen des Lebensschutzes gebetet
haben, Gott als König und Herrn gepriesen haben und ihn über unser Land und unser Leben erhoben haben.

– Das war echt stark! Wenn wir auch still und friedlich für den Lebensschutz auf die Straße gegangen sind, so haben wir doch die mächtigste Waffe: das Gebet.

4. JA zum Leben
Ausgestattet mit Luftballonen, weißen Holzkreuzen und grünen Schildern, die mit Babybildern oder Slogans wie „Be pro-life, not pro-killing“ oder „Die Schwächsten schützen“ bedruckt waren, zogen wir durch die Berliner Innenstadt. Anders als bei den Gegendemonstrationen, die am Samstag zeitgleich stattfanden, gab es bei uns keine Trillerpfeifen oder lautes Gejohle – der Marsch fand in Stille statt. Das und die große Zahl an Teilnehmer muss für die Passanten und für jeden, der auf irgendeinem Weg etwas von dem Marsch für das Leben mitbekommen hat ein starkes und einprägsames Zeugnis gewesen sein. Das Thema des Lebenschutzes neu in das Bewusstsein der Menschen zu rufen, sie zum Nachdenken anzuregen und das Tabu um dieses so unglaublich wichtige Thema zu brechen – schon allein dafür hat es sich gelohnt!

An dieser Stelle gilt allen, die zum Gelingen der Fahrt beigetragen haben, dem Organisationsteam, den Priestern, die uns begleitet haben und allen, die dabei waren, ein herzliches Vergelt’s Gott für euren Einsatz!

Einen Clip zum nachsehen von unserer Fahrt, findet ihr HIER!

Bericht: Louisa Stelzle
Video/Bilder: Benjamin Herges